Rundbrief Nr. 51 ( September 1997 )  

 

 

Die Heilige Hildegard von Bingen

Eine Vision der heute so beliebten Heiligen über die Kirche

Aus einem Brief der HI. Hildegard (+1179) an Werner von Kirchbolanden und seine Priestergemeinschaft (entnommen aus dem Monastischen Lektionar für die Benediktiner des deutschen Sprachgebiets, 17.9.): Im Jahr 1170 nach Christi Geburt lag ich lange krank danieder. Da schaute ich, wach an Körper und Geist, eine Frau von solcher Schönheit, daß Menschengeist es nicht zu fassen vermochte. Ihre Gestalt ragte von der Erde bis zum Himmel. Ihr Antlitz leuchtete von höchstem Glanz. Ihr Auge blickte zum Himmel. Bekleidet war sie mit einem strahlendhellen Gewand aus weißer Seide und einem Mantel, besetzt mit kostbaren Steinen. An den Füßen trug sie Schuhe aus Onyx. Aber ihr Antlitz war mit Staub bestreut, ihr Gewand an der rechten Seite zerrissen. Auch hatte der Mantel seine erlesene Schönheit verloren, und ihre Schuhe waren von oben her beschmutzt. Mit lauter klagender Stimme schrie sie zum Himmel hinauf: Horch auf, Himmel: mein Antlitz ist besudelt! Trauere, Erde: mein Kleid ist zerrissen! Erzittere, Abgrund: meine Schuhe sind beschmutzt!

Und weiter sprach sie: Im Herzen des Vaters war ich verborgen, bis der Menschensohn, in Jungfräulichkeit empfangen und geboren, sein Blut vergoß. Mit diesem Blut, als seiner Mitgift, hat er mich sich vermählt.

Die Wundmale meines Bräutigams bleiben frisch und offen, solange die Sündenwunden der Menschen offen sind. Eben dieses Offenbleiben der Wunden Christi ist die Schuld der Priester. Mein Gewand zerreißen sie dadurch, daß sie Übertreter des Gesetzes, des Evangeliums und ihrer Priesterpflicht sind. Meinem Mantel nehmen sie den Glanz, da' sie die ihnen auferlegten Vorschriften in allem vernachlässigen. Sie beschmutzen meine Schuhe, da sie die geraden, das heißt die harten und rauen Wege der Gerechtigkeit nicht einhalten und auch ihren Untergebenen kein gutes Beispiel geben. Dennoch finde ich bei einigen das Leuchten der Wahrheit.

Und ich hörte eine Stimme vom Himmel, die sprach: Dieses Bild stellt die Kirche dar. Deshalb, o Mensch, der du das schaust und die Klageworte hörst, künde es den Priestern, die zur Leitung und Belehrung des Gottesvolkes bestellt sind und denen gleich den Aposteln gesagt wurde: "Geht hinaus in die Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!"

Die Stadt Bingen feiert derzeit den 900. Geburtstag der Heiligen Hildegard. Auch Menschen, die der Kirche fern stehen, schätzen heute die Erkenntnisse der HI. Hildegard von Bingen und befolgen ihre Anweisungen - soweit diese die gesunde Ernährung betreffen. Viel weniger bekannt sind jedoch, auch innerhalb der Kirche, ihre Schauungen, die etwa den Glauben oder den Zustand der Kirche betreffen. Heute wird die Kirchenkrise von deren Verursachern gerne als "notwendige Weiterentwicklung" bzw. "Modernisierung" des Glaubens dargestellt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine ganz gewöhnliche Glaubenskrise, wie sie die Heilige Kirche in den 2000 Jahren ihres Bestehens schon mehrmals erlebt hat. Die heutige Krise betrifft hauptsächlich die Länder der westlichen Welt, wogegen in der "3. Welt" die Kirche blüht. Von Jesus selbst haben wir die Zusage, daß die Pforten der Hölle die Kirche Petri nicht überwinden werden. Es gibt allerdings keinen Hinweis, daß die Kirche etwa in Österreich, Deutschland oder der Schweiz überleben wird. Sowohl in der Vergangenheit (Ägypten, Syrien usw.) als auch in der Gegenwart (Holland) kennen wir tragische Beispiele. Wir können nur um Priester und Bischöfe beten, die das Volk Gottes wieder auf den wahren Weg führen und leiten - statt es auf dem falschen zu "begleiten".

 

 

Stift Lambach lädt Gotteslästerer und

Orgien"künstler" Hermann Nitsch ein und aus

 

Anläßlich der Lambacher Stifts-Musiktage 1997 wollte das Benediktinerstift dem "Orgienmeister" Hermann Nitsch am 24.Mai bei einer Diskussion ein Forum bieten. Durch die Proteste gläubiger Katholiken sah sich das Stift jedoch schließlich gezwungen, ihn wieder auszuladen. Wie schon einige Wochen zuvor in Rauris - dort sollte Nitsch in der Kirche auf der Orgel spielen - müssen die Verantwortlichen in der Kirche doch mehr und mehr zur Kenntnis nehmen, daß die Gläubigen nicht mehr alles widerstandslos hinnehmen wollen. Nitsch, der in der Öffentlichkeit stets freundlich und nett auftritt, verwendet für seine "Kunst" mit Vorliebe sakrale Gegenstände und Gewänder. Im Hinblick auf sein Werk "Die Eroberung von Jerusalem", in dem er Christus in wahrlich schweinischer Weise in den Dreck zieht, kann man Nitsch ruhigen Gewissens als einen der größten Gotteslästerer der heutigen Zeit bezeichnen.

 

 

Wer macht Leute wie Nitsch zum "Künstler"?

 

Zunächst waren es die Sozialisten, die - nicht ohne Absicht - Aktionskünstler wie Nitsch förderten und mit Steuergeldern unterstützten (Liberale und Grüne haben sicherlich nichts dagegen). Natürlich tragen auch liberale und linke Medien und besonders der ORF einen Gutteil dazu bei, Nitsch als "großen Künst­ler" zu präsentieren (z.B. wurde in Lambach durch die Nitsch-Absage auch die ORF-Kooperation für die Musik-Tage reduziert). Der Hintergrund bzw. die Ziele der Vordenker dieser Institutionen sind dabei ja noch nachvollziehbar. Schwerer verständlich wird es allerdings, wenn man sieht, wer sonst noch zu den Gönnern und Förderern von Hermann Nitsch gehört. Dabei ist ein Teil der Leute sicherlich "nur" zu feige, um zu sagen: Das ist keine Kunst! Sie haben Angst davor, als altmodisch oder als Kulturbanause abgestempelt zu werden. Freilich muß man heute sogar damit rechnen, dafür als Nazi beschimpft zu werden. Zunächst ist es die ÖVP, die auf Bundesebene bis heute nicht in der Lage war, die Unterstützung für Nitsch einzustellen. Bundespräsident Klestil war hier die rühmliche Ausnahme, als er den Österreichpavillon bei der Weltausstellung in Sevilla nicht besuchte, in dem ausgerechnet Nitsch mit seinen "Werken" unser Land repräsentieren durfte - sicherlich nicht gratis! Da sind jedoch auch die so genannten "konservativen" Medien, etwa die OÖ. Rundschau (Herausgeber ist der kirchliche Multifunktionär Eduard Ploier), die ÖVP-Zeitung Neues Volksblatt (Nitsch, der "weltberühmte Künstler“) und nicht zuletzt etwa die Linzer Kirchenzeitung (der "bekannte und anerkannte österreichische Maler"). Diese Medien sparen auch nicht mit Spott und Hohn gegen jene Katholiken, die gegen den Gotteslästerer Nitsch Stellung beziehen. Der Linzer Pastoralamtsleiter Willi Vieböck "geniert" sich in der LKZ für diese Christen. Etwas deutlicher wird noch das Neue Volksblatt in einem Nitsch-Werbe-Artikel am 5.6.1997: "Da werden sie gleich wieder von Blasphemie tönen, die Leute, die das wahre Christentum für sich gepachtet haben,..."

Schließlich gibt es auch kirchliche Einrichtungen, die gar nichts daran finden, Nitsch's "Werke" (meist "Schüttbilder") etwa im Passauer Dom auszustellen. Zweifellos ist eine Einladung wie die des Stiftes Lambach eine schöne Werbung für Nitsch. Es handelt sich hier keineswegs um Unkenntnis über Nitsch, also etwa um einen Irrtum: Der Organisator der Lambacher Musiktage und der Diskussion, Bruder Benedikt Weingartner, kennt Nitsch und sein Werk und hält ihn für einen großen Künstler. Es bleibt eine Frage: Warum macht man in einem katholischen Kloster ausgerechnet jenen Mönch zum Kunst- und Kulturverantwortlichen?

 

 

"Dialog für Österreich" - SPÖ - kath. Bildungshaus Puchberg

 

Gedacht als Antwort auf das "Kirchenvolks-Begehren" erstellte die österreichische Bischofskonferenz nun ein "Dialogpapier", das wohl die erhitzten Gemüter beruhigen soll. Darin werden jedoch nicht etwa die Positionen der Kirche klar dargelegt, sondern lediglich Themen in Form von Fragen behandelt ­"als Impuls für eine hoffentlich angeregte Auseinandersetzung", wie es gleich im Vorwort heißt. Freilich wurden die brennenden Themen des Kirchenvolksbegehrens (Frauenpriester, Homosexualität usw.) verschämt ausgelassen, worauf die Kirchenrebellen bereits - offenbar zurecht - von einer "Alibiaktion" sprechen und mit dem "Ende des Dialogs" drohen (man sei sich bewusst, daß die "Aufbegehrer" nach wie vor z.B. unseren Kindern kath. Religionsunterricht erteilen !)

Ohne auf den fast 50-seitigen, mit Verlaub zahnlosen "Grundtext" näher einzugehen, zitieren wir aus dem zweiseitigen Kapitel "Für eine neue christliche Familienkultur" zwei winzige Worte, die großes Mißfallen bei der SPÖ-Frauenministerin Prammer erregten: "...Müttergehalt? Betreuungsscheck?.. " Dahinter steht die Überlegung, ob der Staat nicht auch Mütter, die ihre Kinder selbst aufziehen, unterstützen sollte. Man weiß, daß Sozialisten und Feministinnen der "altmodischen" christlichen Familie wenig abgewinnen können. Will Prammer der Kirche verbieten, Über solche Themen intern auch nur zu reden? Prammer: "Die katholische Kirche soll sich aus derart frauenpolitischen Bereichen heraushalten"! Im kath. Bildungshaus Puchberg sind solche Lehren freilich höchst willkommen: Frau Minister Prammer "lehrt" dort die kath. Frauen. Wundern sich die Bischöfe über so manche Ansichten im Kirchenvolk?

 

 

Post wirbt bei Kindern mit Sex-Literatur

 

Wie wir schon im letzten Rundbrief berichteten, wirbt die Postsparkasse, "P.S.K.", bei Kindern und Jugendlichen mit einem Gratis-Abo des RENNBAHN EXPRESS. Dabei werden Exemplare unbestellt(!) samt Werbebrief persönlich an 13-jährige Kinder verschickt. Es handelt sich um eine Zeitschrift, die sich u.a. berufen fühlt, die Kinder in Punkto Sex "aufzuklären". Holen Sie sich von Ihrem Postamt ein Exemplar oder fordern Sie von uns Material an!

Was können wir tun? Es ist ein Zeichen unserer Zeit, wenn eine öffentliche Institution wie die Post Sex-Zeitungen an Kinder verteilt - in einem Land mit 75% Katholiken - natürlich auf Kosten der Kunden! Wenn sich nur in jeder Pfarre Osterreichs (das sind mehr als 4000) ein einziger Bürger, ob Laie oder Priester, entschließen würde, an eine der nebenstehenden Personen einen kurzen Brief zu schreiben, wäre der Spuk von heute auf morgen vorbei! Es genügt ein einziger Satz, etwa: "Bitte sorgen Sie dafür, daß in den österr. Postämtern keine .Sex-Literatur mehr an die Kinder verteilt wird!“. Schicken. Sie uns davon bitte eine Durchschrift. Mit nur einigen hundert solcher Briefschreiber könnte man In Osterreich sehr viel bewegen! Animieren Sie auch Ihre

Freunde und Bekannten dazu!

Interessant sind die bisherigen Reaktionen auf unsere Briefe: Von der P.S.K. erhält man einen Serienbrief (ohne jegliches Post- oder Abteilungszeichen) in dem es heißt, es würden ja nur "konkrete Fragen zum Thema Sexualität beantwortet. Man versucht, die... offenen Fragen von Jugendlichen zu beantworten...". Wir meinen, daß die Post nicht unbedingt der richtige Ort ist, so genannte "offene Fragen" von Kindern und Jugendlichen (ungebeten!) zu lösen.

Noch schwerer tut sich offenbar der Parteiobmann der ÖVP, Wolfgang Schüssel mit unserer Bitte: Auf unseren Brief vom 4.4.1997 erhielten wir zunächst überhaupt keine Reaktion. Auf unsere wiederholte Anfrage kam dann nach fast 5 Monaten ein Brief, in dem es heißt, Dr. Schüssel werde, "sollte sich eine Gesprächsgelegenheit mit den Vorstandsvorsitzenden ... der Post bieten, ... diese Vorgehensweise ansprechen"  (was immer das bedeuten mag). Lesen Sie dazu auch in diesem Rundbrief unter "Briefe"!

Generaldirektor (seit August 1997) der P.S.K.: Max Kothbauer, Wipplingerstraße 1, 1018 Wien; Generaldirektor der Post: Ing. Dr. Josef Sindelka, Postg. 8, 1011 Wien; Bundesparteiobmann der ÖVP: Dr. Wolfgang Schüssel, Lichtenfelsgasse 7,1010 Wien.

 

 

Landtagswahl in Oberösterreich: ÖVP für Christen wählbar?

 

Die Österreichische Volkspartei war in der Vergangenheit stets die Stammpartei der Katholiken und hat die christlichen Werte in der Politik vertreten. Mehr und mehr zeigt sich, daß diese Zeiten vorbei sind. Es gibt dabei Parallelen zwischen der Krise in der Kirche und der in der ÖVP. Man scheint sich etwa mit dem gesetzlich erlaubten Kindermord ("Abtreibung") bei beiden Institutionen bereits abgefunden zu haben Auch bei Blasphemie oder glaubensverhöhnender "Kunst" findet man kaum noch einen Verantwortlichen in Kirche oder ÖVP, der dagegen etwas unternehmen würde (dasselbe gilt für Pornographie uvam.). Heute ist es allerdings schon soweit, daß die ÖVP selbst diese Dinge fördert und zum Teil auch das Geld der Steuerzahler dafür ausgibt. Zwei Beispiele:

Die ÖVP-Zeitung -Neues Volksblatt hat in ihrer Wochenend-Ausgabe nicht nur eine Spezial-Rubrik "Erotik-Woche" mit den besonders "empfehlenswerten“ Sex-Filmen der Woche, sondern wirbt direkt für harte Pornographie, Sex-Versandhäuser ("Heiße Omas

auf Video!", "Asien Erotik Stars" uam).

Das Phönix-Theater in Linz tut sich immer wieder durch die Aufführung glaubensverhöhnender und gotteslästerlicher Stücke hervor. Nun könnte ,man

meinen, daß die ÖVP-dominierte Landesregierung, wenn sie schon nichts dagegen unternimmt, diesem Theater zumindest die Subventionen streicht. Tatsächlich geschieht jedoch das Gegenteil: Im Jahr 1995 förderte die OÖ. Landesregierung alle "Klein- und Mittelbühnen/Projekte" mit insgesamt 7 Millionen Schilling (neuere Zahlen liegen - noch nicht vor). Von den 23 verschiedenen Einzelförderungen erhielt aus gerechnet das Phönix-Theater den Löwenanteil von4,5 Millionen Schilling! Während etwa die CSU in Deutschland die Zeichen der Zeit erkannt hat und inzwischen u.a. für eine tatsächliche, wirksame Verfolgung von Glaubensverhöhnung eintritt, sind wir in Österreich noch weit davon entfernt. Der JVP-Obmann Werner Amon tritt z.B. - natürlich im Neuen Volksblatt - für noch mehr "Liberalität" in der ÖVP ein!

Gewiß gibt es an der Basis der ÖVP noch Katholiken, die versuchen, christliche Politik zu machen. Die Linie der Partei wird aber von der Spitze vorgegeben. Und dort meint man offenbar, die Stimmen der Katholiken hätte man sowieso, also bemüht man sich mehr um die der "Liberalen". Die Entwicklung der Partei in den letzten Jahren hat allerdings den Irrtum dieser Idee längst erwiesen. Wenn wir Christen wollen, daß eine Partei wieder unsere Interessen vertritt, erscheint es angebracht, diesmal eine andere Partei als die OVP zu wählen. Dabei. Kommen unseres Erachtens am ehesten die Freiheitlichen (sie könnten und würden wohl am schnellsten etwas gegen die öffentliche Glaubensverhöhnung unternehmen) sowie die CWG (Christliche Wählergemeinschaft) in Betracht. man kann nur hoffen, daß sich die -ÖVP durch einen entsprechenden Wahlausgang wieder Ihrer ursprünglichen Werte besinnen wird!

 

 

Meldungen in aller Kürze

 

"Linzer" Ökumene: Gemeinsame Eucharistie

Das Jahrbuch der Diözese Linz 1998 widmet sich der Ökumene. Gleich zu Beginn des Vorwortes bezieht sich der Herausgeber, Pastoralamtsdirektor Willi Vieböck auf die Reformation: "... die beiden Sakramente, die den Kirchen auch seither gemeinsam sind: Taufe und Eucharistie bzw. Abendmahl". Gewiß blieb auch Hw. Vieböck nicht verborgen, daß es gerade das Eucharistieverständnis ist, was Protestanten und Katholiken trennt. Aber durch seine Aussagen werden in der Diözese sicherlich wieder viele gemeinsame Gottesdienste mit gemeinsamem "Mahl" gefeiert.

 

 

Priesterbruderschaft Pius X. eröffnet Internat

 

In Ternberg bei Steyr (OÖ.) eröffnet die Priesterbruderschaft St.Pius X. eine Hauptschule für Buben mit der Möglichkeit zum Umstieg ins Gymnasium.

 

 

SOS-Plaketten für Fahrzeug und Ausweis

 

Von der empfehlenswerten SOS-Aktion ("Bitte ruft mir bei Lebensgefahr einen katholischen Priester") können Sie Aufkleber bestellen bei: SOS-Aktion, A­2344 Maria Enzersdorf, Hauptstraße 5.

 

 

Initiative für den Sonntag

 

Der Verein zur Förderung der Neuevangelisation hat eine Broschüre "Alle Tage ist kein Sonntag" (32 Seiten) herausgebracht: A-1010 Wien, Elisabethstraße 26. Preis: ÖS 15,- (günstige Staffelpreise!).

 

 

Linzer Kirchenzeitung und Drewermann

 

Begeistert berichtet die LKZ (24.4.1997) über einen Vortrag im kath. Bildungszentrum St. Franziskus in Ried (OÖ.). Drewermann wird in dem Artikel wörtlich als "Paderborner Psychotherapeut und Priester" bezeichnet. Es ist sicherlich völlig unbeabsichtigt, wenn die LKZ verschweigt, daß Drewermann wegen seiner Irrlehren vom Priesteramt suspendiert ist. (Übrigens: Von den Veranstaltungen des Linzer Initiativkreises berichtet die LKZ natürlich mit keinem Wort - Eigendefinition LKZ: "Der runde Tisch der Diözese“)

 

 

LKZ: "Brüder und Schwestern"

 

Die Linzer Kirchenzeitung hat sich nunmehr dankenswerter Weise von ihren "Jüngerinnen" im Evangelium verabschiedet. Nach wie vor sind jedoch alle Stellen in der Heiligen Schrift, wo das Wort "Brüder" vorkommt, für die LKZ ein rotes Tuch. Dieses Wort wird nunmehr entweder ganz weggelassen, oder man fügt einfach "und Schwestern" ein (z.B. am 4.9.1997, Jak.2,1ff). Damit unterstellt die Diözese Linz dem Heiligen Geist, daß Er sich bei der Inspiration der Heiligen Schrift geirrt hat und dokumentiert, daß ihr das Wohlwollen einer Hand voll Emanzen wichtiger ist als das Wort Gottes. Die letzten Verse der Bibel lauten: "Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen hinzufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht, Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens ... wegnehmen, ..."(Offb.22,18f).

 

 

Katholik verzichtet auf "Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich"

 

Dr. Felix Bentz nahm die vom Bundespräsidenten verliehene hohe Auszeichnung der Republik nicht an. An Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, der das Verdienstzeichen überreichen sollte, begründete er u.a.: "Unser Staat, seine Verantwortlichen verabsäumen in hohem Ausmaß den Schutz des menschlichen Lebens. Etwa 100.000 Ungeborene werden jährlich in unserer österreichischen Wohlstandsgesellschaft ermordet. Eine ähnliche Entwicklung hinsichtlich "Euthanasie" ist absehbar, wenn die Pflege alter und behinderter Menschen zu "kostenintensiv" und "unzumutbar" geworden ist. Die derzeitige Massenvernichtung menschlichen Lebens steht in argem Zusammenhang mit einer staatlich tolerierten, ausufernden Pornografie, der Zerstörung der Ehrfurcht vor menschlicher Liebe und menschlicher Würde." Dr. Bentz (A-4780 Schärding, Kreuzberg 125) leitet den Linzer Initiativkreis für Laien.

 

 

Kardinäle: Brisantes zur derzeitigen Liturgie

 

Kardinal Ratzinger schreibt in seinem neuen Buch La mia vita (Ed. S.Paolo, April 1997; dzt. nur italienisch) u.a., die neue Messe habe für die Kirche "extrem ernsten Schaden" verursacht und "Ich bin überzeugt, daß die kirchliche Krisis, in der wir uns heute befinden, zu einem großen Teil vom Kollaps der Liturgie abhängt". Kardinal Stickler wies bei der theol. Akademie in Aigen (OÖ.) mit wissenschaftlicher Präzision nach, daß die heutige Form der Meßfeier vom Konzil so nicht gewollt war. Kommentar: Auch in den höchsten Kirchenkreisen kommt man heute nicht mehr umhin, die Katastrophe, welche die sog. Liturgiereform in der Kirche ausgelöst hat, beim Namen zu nennen. Es handelt sich dabei ja nicht, wie vielfach behauptet, um die "Konzilsmesse", sondern um eine "nachkonziliare Kommissionsmesse". DIE WAHRHEIT berichtet seit Jahren über Auswüchse in der heutigen Liturgie ("Linzer Messe"), die durch diese "neue" Messe erst möglich gemacht wurden.

 

 

Bischof Aichern duldet Pfarrer mit Frau und Kind

 

Mit dieser Überschrift beschreibt das Neue Volksblatt auf einer ganzen Seite am 30.6.1997 einen Fall in der Diözese Linz. "Frau" Pfarrer mit Kind, das inzwischen zur Schule geht, dürfe allerdings (noch) nicht bei ihrem Mann wohnen. Der Pfarrgemeinderats - Obmann wird zitiert mit den lobenden Worten: "Die Tochter ist oft hier. Und die Frau bewegt sich in der Pfarre schon selbstverständlich, allerdings nicht so, daß sie sich als Pfarrersgattin produziert". Laut Volksblatt ist Bischof Aichern vom Anfang an durch den Pfarrer informiert.

 

 

Briefe

 

Zur Sex-Werbung der Post.

 

An Vizekanzler Dr. Wolfgang Schüssel schrieb einer unserer Leser am 18. Juni (beachten Sie dazu auch den Artikel "Post wirbt bei Kindern mit Sex-Literatur"): Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Ich wende mich heute mit einem großen Problem an Sie. Meine Tochter Susanne hat mit 16 Jahren (1995) ein PSK Jugendkonto eröffnet. Es dauerte nicht lange, kam monatlich das scheußliche "Jugendmagazin" RENNBAHN EXPRESS ins Haus. Ich habe sofort beim örtlichen Postamt protestiert, daß man meiner Tochter so etwas Ekelhaftes, Verdorbenes und Abstoßendes als Lockmittel persönlich zustellt. Auch Anrufe bei der zuständigen Werbestelle der PSK fruchteten nicht, dieses "Sauheft" kommt immer noch ins Haus. Wir haben noch drei Kinder und lassen uns so einen Mist nicht unterjubeln. Ich richte an Sie Herr Vizekanzler die Bitte, mit Ihrer Stimme als Vertreter des Volkes bei den zuständigen Gremien der PSK zu protestieren, daß unsere Jugend mit Kundengeldern regelrecht verführt wird! Ich selbst bin Lehrer, auch Religionslehrer. Auch in unserem Lehrkörper der Hauptschule Pians herrscht großes Entsetzen über derartige primitive Werbemethoden. Ihre ÖVP (auch meine Partei, seit ich wahlberechtigt bin) hat als einzige Partei im Parlament christliches Gedankengut vertreten - bislang. Bitte unternehmen Sie etwas - Ihnen, Ihrer Partei und unserer Jugend zuliebe. Vergelt's Gott dafür! Hochachtungsvoll

Bruno Pöll, Grins

 

 

 

Deutscher Sprachraum

 

Die Katholiken im deutschen Sprachraum sollten bitte wahrnehmen, daß die Kirchensituation in anderen Landern völlig anders ist. Man denkt allzu leicht, daß in allen Ländern die gleichen Forderungen gestellt werden wie in Mitteleuropa: Frauenrechte, Laienrechte, Laientheologen, Sexualfragen. Die Kirche lebt anderswo ganz anders - und viel lebendiger!

Eberhard von Gemmingen SJ, Deutsche Tagespost 16.8.1997

 

 

An die Salzburger Nachrichten

 

Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin langjähriger Abonnent der Salzburger Nachrichten. Bei den wöchentlich beigelegten Flachgauer Nachrichten fallt seit einigen Woochen auf, daß auf einer Viertelseite in aufdringlicher und geschmackloser Art für sog. Telefonsex Werbung gemacht wird. Ich fühle mich dadurch sexuell belästigt und finde, daß es Ihrer Zeitung unwürdig ist, auf derartige Anzeigeneinnahmen angewiesen zu sein. Ich verzichte daher, solange derartige Anzeigen bei Ihnen geschaltet sind,. auf die Beilage der Flachgauer Nachrichten, und sollten Sie davon nicht Abstand nehmen können oder wollen, so werde ich auch das Abonnement der Salzburger Nachrichten kündigen. Dieses Schreiben ergeht in Abschrift auch an den Herausgeber Dr. M. Dasch. Mit freundlichen Grüßen!

Dipl.lng.Dr. Martin Salinger, Mattighofen

 

 

"Wollt auch ihr gehen?"

 

Nachdem Christus öffentlich verkündet hat, daß Er das Brot vom Himmel sei, wurden die Leute zornig und meinten: "Wer ist er denn schon?" Heute würde unsere Gesellschaft bestenfalls darüber lachen und Ihn weiters nicht beachten. Und nun sollten sie gar noch Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken, um das ewige Leben zu haben. Heute würde Er als Kannibale verdächtigt und in die Psychiatrie eingewiesen. Kein Wunder, daß Ihm die Anhänger scharenweise davonliefen! Wenn wir das ohne Zusammenhang hören bzw. lesen, dann sind wir heute noch entsetzt und verstehen nichts. Sogar die Apostel wurden unsicher. Deshalb fragte Er sie: "Wollt auch ihr gehen?" Was würden wir tun, wenn Er uns das fragen würde? Er hat die Apostel nicht aufgehalten. Er nahm nichts zurück, ganz im Gegenteil. Er strebte auch keinen Kompromiß an. Er ist sozusagen das volle Risiko eingegangen. Wer von unseren Herren würde das heute so wagen? Die Apostel sind nach dem schockierenden "Wollt auch ihr gehen?" bei Christus geblieben. Auch bei uns Katholiken wäre eine solche Schocktherapie sehr heilsam! ... Das meint ein unbedeutender Christ.

Ing. Florian Graber, Jenbach

 

 

Ein neuer deutscher Leser

 

Bei einem Aufenthalt in Österreich habe ich vom Rundbrief "Die Wahrheit" Nr. 44 des Vereins Heimatmission Kenntnis erhalten. Die darin geäußerten Gedanken zum "Kirchenvolks-Begehren" fand ich sehr treffend und ermutigend. Bedauerlicherweise geraten solche glaubens- und kirchentreuen Positionen ja nicht nur immer starker ins gesamtgesellschaftliche, sondern sogar ins innerkirchliche Abseits, sodaß publizistische Stimmen des Widerstands gegen die Versklavung der Kirche an den Zeitgeist heute nötiger sind denn je. In diesem Sinne gratuliere und danke ich Ihnen für Ihr Engagement und wünsche Ihnen für Ihr weiteres Wirken alles Gute. Wenn es möglich wäre, den Rundbrief auch nach Deutschland zu schicken, würde ich mich sehr freuen.

Christian Schulz, Dußlingen

 

 

Das liebe Geld!

 

Danke für Ihre Zeitung, die ich rein zufällig in die Hand bekam. Hier spricht man endlich aus, was so viel verschleiert wird, um keine "Kirchensteuerzahler" zu verlieren, die ja nicht alles so genau nehmen wollen, was uns das Wort Gottes sagt. Das Tor ist eng (ich bin evangelisch).

Gerda Wender, St. Pölten

 

 

Die so genannte Ökumene

 

Wir - meine Frau, eine Konvertitin, und ich kämpfen ohne Unterstützung oder Ermutigung von irgendeiner Seite ebenfalls in recht bescheidenem Maße an Kraft und Mitteln für das, was einst Katholisch sein ausmachte, für Wahrheit, ... Leider scheint vielen Geistlichen die sog. Ökumene das Alpha und Omega zu sein, wobei sicher das bequemere, problemfreiere Leben der luth. Pastoren, bewußt oder unbewußt, spiritus rector des Ganzen ist. ...

Gerhard Both, Bayreuth

 

 

 

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