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Rundbrief 80 (Februar 2011)
     

 

 

Fast 90.000 Austritte - wie lange hält
noch Hitlers Kirchensteuersystem?

Keine Kirchensteuer, keine Austritte - so lautet die simple Formel zur Eindämmung der Kirchenaustritte.
Schon vor Jahren kam die klare Anweisung aus Rom, dass die Abmeldung bei der staatlichen Behörde keinesfalls ein Austritt aus der Heiligen Katholischen Kirche sein kann (dazu braucht es einiges mehr). Fertig gedacht heißt das, dass mindestens eineinhalb Millionen Österreicher, die sich in den letzten Jahren bei der Behörde von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler abgemeldet haben, keineswegs aus der Katholischen Kirche ausgetreten sind (in Deutschland sind das mehrere Millionen)! Tatsache ist, dass man als getaufter Katholik gar nicht aus der Kirche austreten kann, denn: Getauft ist getauft!
Nur in den deutschsprachigen Ländern gibt es das staatlich überwachte Kirchensteuersystem. Aber die Diözesen - besonders die Oberlaien - wehren sich mit Händen und Füßen gegen eine Änderung dieses Systems. Der Grund liegt klar auf der Hand, es ist das liebe Geld! Die Milliardenbeträge (EURO), sprudeln nach wie vor munter in die diözesanen Kassen - eingetrieben notfalls mittels Klage beim staatlichen Gericht. Es gibt wohl niemanden, der dieses Verfahren mit der Heiligen Schrift oder mit dem Kirchenrecht irgendwie in Einklang bringen könnte! Nun wäre es ja kein Problem, wenn mit diesem vielen Geld etwas Sinnvolles gemacht würde. Das Kirchenrecht schreibt vor, dass die Beiträge der Gläubigen für den (würdigen) Gottesdienst, Caritas und Mission verwendet werden müssen. Aber inzwischen wird mit dem Geld der Katholiken ganz offen gegen die eigene Kirche gearbeitet! Dazu nur ein Beispiel: Hochbezahlte Oberlaien verstoßen laufend völlig ungeniert und unbehelligt gegen die Ordnung und Regeln der Kirche (DIE WAHRHEIT berichtet seit Jahren).

Steigerung gegenüber 2009: 64 %,
gegenüber 2008: 117 %


Im Jahr 2010 haben sich 87.393 Österreicher von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler abgemeldet. Das sind 1,6 Prozent aller Katholiken - in einem einzigen Jahr! Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2009 (mit 53.269 Abmeldungen) ist das eine Steigerung von 64 Prozent. Vergleicht man die Zahlen mit dem Jahr 2008 (mit 40.224 Abmeldungen) kommt man sogar auf ein Zunahme von 117 Prozent!
Es wird gerne behauptet, dass die Abmeldungen im zweiten Halbjahr wieder weniger geworden sind. Tatsächlich sind sie im Vergleich Dezember 2010 zu 2009 noch immer um 44 Prozent höher (Vergleich der Zahlen von Wien; Quelle: ORF)! In Wien ist der Anteil der Katholiken inzwischen bereits auf unter 40 Prozent gesunken. Kardinal Schönborn meint zwar, dass die Austritte "schmerzlich", aber "ein Zeichen neuer Freiheit" sind.
Auch Bischofsvikar Vieböck von der Diözese Linz findet die Austritte schmerzlich, aber "Trost in unserem großen Schmerz ist, dass die Kirche für über eine Million Oberösterreicher weiterhin Heimat ist". Nun, dieser Trost wird dem Bischofsvikar wohl bald genommen werden, denn es ist schon absehbar, dass in wenigen Monaten die Million Katholiken in Oberösterreich unterschritten sein wird (per Ende 2010 waren es noch gerade 1,016 Millionen).


Einsparungen in den Pfarren
Es gibt jetzt natürlich überall weniger Geld zu verteilen. Unmut an der Basis kommt aber zusätzlich deshalb auf, weil man den Anteil der Kirchensteuer, der in die Pfarren zurückfließt, noch weiter zurückschrauben will. Die zentralen Stellen wollen auf ihre eigenen Pfründe halt ungern verzichten. Und "die da draußen" können sich sowieso nicht wehren und müssen zufrieden sein mit dem, was sie aus der Zentrale bekommen.

Das Schlimmste: Verweigerung
des kleinsten Liebesdienstes


Der Großteil der Katholiken, die sich von der Kirche abmelden, hat schon seit Jahren keinen Kontakt mehr mit der Kirche - ausgenommen vielleicht einmal ein Begräbnis, eine Taufe, Hochzeit oder Ähnliches. Diese Taufschein-Christen erhalten von ihrer Kirche jahre-, oft jahrzehntelang praktisch keine Gegenleistung für ihren zum Teil sehr üppigen Kirchenbeitrag. Zum Vergleich: Jeder Autofahrerclub schickt seinen zahlenden Mitgliedern wenigstens monatlich eine schicke Zeitschrift (wie sinnvoll das Zusenden einer heutigen diözesanen Kirchenzeitung wäre, sei einmal dahingestellt).
Noch viel schlimmer ist jedoch Folgendes: Der Kirchenbeitrag soll u.a. für Apostolat bzw. Mission verwendet werden. Nun nimmt man den Taufschein-Katholiken zwar eine ganze Menge Geld ab, aber man sagt ihnen (als einzige Gegenleistung!) nicht einmal, dass die Bezahlung dieses Kirchenbeitrags KEINE Eintrittskarte für den Himmel ist!
Man fragt sich da schon, wie gläubig sind die Leute überhaupt, die dieses ganze System praktizieren und davon recht gut leben? Glauben sie selbst überhaupt an den Himmel? An ein Gericht, wo sie Rechenschaft ablegen müssen für jedes Schaf, das in die Irre gegangen ist? Oder gar an die Hölle??? Man kann es sich eigentlich nicht vorstellen.

Brief an die Diözesanfinanzkammer

Sehr geehrter Herr Daxberger,
wir bestätigen den Empfang Ihres Briefes vom 15.12.2010.
Aus Ihrem Schreiben schließen wir, dass die Diözese nunmehr immerhin unsere Abmeldung von der staatlichen Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler akzeptiert hat und wir – was wir auch immer betont haben – selbstverständlich Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche bleiben (wäre es nicht so, hätten Sie uns ja keine neue Kirchensteuer-Vorschreibung mehr geschickt).
Natürlich zahlen wir weiterhin, wie im Kirchenrecht vorgesehen, Beiträge für Gottesdienst, Apostolat, Caritas und den Unterhalt der Priester (Can. 222). Aber wir können es mit unserem Gewissen nicht vereinbaren, unser Geld direkt an die Diözese zu bezahlen. Es ist wohl nicht notwendig, die Missbräuche, die mit dem Kirchensteuergeld der Gläubigen finanziert werden, wiederum aufzuzählen – sie sind Legion (werfen Sie z.B. einfach einen Blick auf das Jahresprogramm des „Bildungshauses“ Puchberg, das mit Kirchensteuergeldern finanziert wird). Aber wir sind gerne bereit, falls es zu einem (kirchlichen) Prozess kommen sollte, eine detaillierte Dokumentation vorzulegen.
Ein unmoralisches Angebot? - Zur Höhe Ihrer neuen Vorschreibung: Wir haben jetzt seit 9 Jahren keinen Kirchenbeitrag an die Diözese bezahlt (abgesehen von den rund 40 Euro für die ersten 7 Tage des Jahres 2010). Nun schreiben Sie uns, ohne dass wir Ihnen irgendwelche Unterlagen geschickt hätten, für den Rest des Jahres 2010 (vom 8.1.-31.12.) EURO 36,31 vor. Das ist ein plötzlicher „Rabatt“ von sage und schreibe mehr als 98 Prozent!!! Wer denkt da nicht unwillkürlich an das Angebot, das dem Eleasar von seinen „Freunden“ gemacht wurde (2 Makk 6,18ff)?
In der Hoffnung, dass Sie unsere Haltung verstehen und endlich auch akzeptieren
verbleiben wir
Herbert und Elfriede Lindner, 4.1.2011

Sparvorschläge für die Diözesen

Sparpotenzial von jährlich dutzenden Millionen EURO ist jedenfalls vorhanden. Die Diözesen sind gut beraten, wenn sie bald genug Vorkehrungen treffen:

Verkleinerung der Pastoralämter

Dort sind tausende hochbezahlte Oberlaien beschäftigt, für die man im Laufe der Jahre immer mehr neue Aufgabenbereiche gesucht und erfunden hat. Pastoralämter gibt es in dieser Form nur in den deutschsprachigen Ländern, die im Kirchensteuergeld schwimmen.
Natürlich ist eine solche Verkleinerung bzw. komplette Eliminierung der Pastoralämter nicht von heute auf morgen machbar, aber man könnte z.B. die Gelder für die Pastoralämter schrittweise jedes Jahr um 20 % reduzieren. Selbstverständlich muss die Kirche das Laienpersonal sozial angemessen abbauen!

Schließung von überflüssigen "Bildungshäusern"

Offenbar gibt es zu wenige Katholiken, die sich für katholische Themen interessieren, sonst müsste man nicht so viele andere "Kurse" anbieten (siehe Seite 4). Was liegt näher, als sich von den überflüssigen Bildungshäusern zu trennen?!

Reduktion der Oberlaien

In den Zentralstellen und in den Pfarren: Die Pastoralassistenten/innen, Pfarrassistent/innen, Jugendleiter/innen und wie sie alle heißen, können durch freiberufliche Laien ersetzt werden. Diese (Unter-)Laien werden heute gerade durch die bezahlten Oberlaien vielfach daran gehindert, "etwas zu tun".

Was mit unseren Kirchensteuergeldern
so alles finanziert wird

Yoga, Tarock, Trommeln und Tango - die "neue Lehre" im (katholischen?) Bildungshaus Puchberg

In das Bildungshaus Puchberg sind in der Vergangenheit schon sehr viele Millionen Euro Kirchensteuergelder geflossen. Wenn man einen Blick in das Jahresprogramm wirft, muss man jedoch feststellen, dass wirklich nur mehr sehr, sehr wenige Veranstaltungen irgendetwas mit dem katholischen Glauben oder der Kirche zu tun haben (könnten). Es ist daher durchaus sinnvoll, dass man schon vor Jahren das Wort "katholisch" aus dem Namen des Bildungshauses entfernt hat. Nichtsdestotrotz fließen aber weiterhin Jahr für Jahr hohe 6- bis 7-stellige Euro-Beträge von der Diözese nach Puchberg (wieviel genau, wird man als normaler Katholik wahrscheinlich nie erfahren). Der Direktor, Wilhelm Achleitner, spricht in einem Zeitungsinterview (OÖN 23.11.2010) von einer Kostendeckung von 75 Prozent. Für Sanierungsmaßnahen würde er zurzeit noch mehrere Millionen Euro brauchen, die nun durch den Sparkurs der Diözese aber in Frage stehen.
Aus der Vielzahl von Veranstaltungen können wir hier wirklich nur eine ganz kleine Auswahl bringen. Was diese Kurse mit dem Christentum zu tun haben, ist rätselhaft - aber vielleicht finden Sie ja etwas Passendes darunter:

Spezial-Lehren für die Frau

TriloChi - Die Kraft in dir ... für Frauen, die Kraft und Vitalität für ihr Körperzentrum suchen ... Kräftigung mit Chi Yoga ... bequeme Trainingskleidung und Handtuch mitbringen!
Chi Yoga ... mit vielen abwechslungsreichen Yoga-Flows speziell für die Frau.
Ägyptischer Tanz und Weiblichkeit ... die typischen Bewegungselemente und Bewegungsprinzipien im ägyptischen Tanz.
Bewegte Frauenkraft - Selbstbewusst - kraftvoll weiblich.
Frau Vital - ein Tag für dich!
Ab morgen trage ich Rot! Frauen auf neuen Wegen.
Königin und wilde Frau Lebe, was du bist!
Selbst-Herrlichkeits-Training für Frauen ... Im Seminar wird mit hypnotherapeutischen Ritualen und Übungen gearbeitet, um sich der eigenen "Herrlichkeit" zu versichern.
Chi Yoga am Vormittag Fließender Hatha Yoga für Frauen, Einsteigerlevel ... rutschfeste Yoga-Matte und Handtuch mitbringen!
Spieglein, Spieglein an der Wand ... Frauenseminar zum Thema "Mode, Stil & Persönlichkeit".
Wenn die Seele nicht satt wird ... Mentaltraining - Selbsterfahrung für Frauen mit Esssucht.
Mit Salsa & Tangorhytmen Ein Tag für Frauen (Anm.: Kurs während der Fastenzeit).
Bones for Life - Feldenkrais Für alle, die am Badestrand eine gute Figur machen wollen.
Mit Feldenkrais und Tanz in die Adventzeit ... Reigentänze, Bachblütentänze und (gesungene) Friedenstänze begleiten uns auf dem Weg zur inneren Friedensquelle.
Genuss-Abend für Frauen - Leidenschaftlich und genussvoll warten.
Ganzheitliche Farbberatung zur Stärkung der Persönlichkeit Entdecken Sie "Ihre" Farben und das Geheimnis "Ihrer" Jahreszeit.

Die neue Lehre "für Alle"

Afro-Tanz ... bedeutet bis heute Kommunikation auf allen Ebenen: mit den Göttern, der Natur, den Ahnen ... Getanzt wird am besten barfuß!
Tango Argentino - mehr als ein Tanz!
Atem ist Leben Durch die Atemarbeit findet der Mensch zu seinem ureigenen Atemrhythmus zurück. Der Referent ist u.a. Dipl. Atempädagoge, Atemtherapeut und Yoga-Lehrer.
Körper- und Symptomaufstellungen
Bewegung aus der Tiefe - authentic movement ... horchen in die Tiefe auf unsere ureigenen Impulse und Regungen ...
Eine Ballpause - Jonglieren für AnfängerInnen und Fortgeschrittene
Bildhauern in Stein (für Anfänger und Fortgeschrittene)
Entdecken, was gut ist - Familienaufstellungen
Tarockieren für AnfängerInnen
Percussion - Aufbaukurse

Gesellschaftstanz des 18. und 19. Jahrhunderts
Flamencotanz für Anfängerinnen
Ahnentanz
... gedenken wir unserer Ahnen mit ruhigen Abschiedstänzen... Die Musik und Tänze werden uns den Weg weisen, der für uns der richtige ist.
"Coloritmo" - ein Flamencoabend der besonderen Art
Tanzen ab der Lebensmitte
Tanzen - Schwingen - Kreise ziehen
Monatlicher Tanzabend
Dance on drums! Westafrikanischer Tanz und Percussion für AnfängerInnen ... am besten barfuß!
Tanz durch die griechische Inselwelt
Selbstbewusst im Tango-Rhytmus in Beziehung gehen
Percussioni Italiani - Die musikalische Magie der Tambura
Diese Trommel schreit, flüstert, jauchzt, murmelt, knallt, vibriert und tanzt. ... Sie verzaubert uns.
Sommer - Sonne - Lusttänze Mit Musik und Tänzen rund ums Feuer werden wir Altes loslassen und uns mit neuer Energie der zweiten Jahreshälfte zuwenden.
Sommertanz auf Zakynthos
Afrikanische Trommeln (Einstiegs- und Aufbauseminar).
Der elfte Weg Lösungen von unklaren Lebenssituationen.
Zauberkunst - Eine Einführung in die Kunst der Täuschung
HipHop - Junger Tanz im alten Schloss
Raus aus dem Alltag mit Franklin
Laufen für die Seele am Meer - Feldenkrais
Meditative Märchentage
... mit Geist, Leib und Seele auf die Symbole des Märchens einlassen.
Trommeln unter der italienischen Sonne - Trommel- und Kulturreise in die Toskana
BioRunning Die Luijpers-Methode nach Feldenkrais.
Voice Movement Therapy Stimm dir zu!
Jazz Dance I - Für AnfängerInnen

Einige Lehren aus dem Osten

Yoga für AnfängerInnen und leicht Fortgeschrittene ... auf originelle Weise klassische und außergewöhnliche Yogapositionen ...
Yoga & Meditation ... für Yogaerfahrene
Kraftquelle Yoga ... Intensivkurs
Zen-Medidation
Ikebana-Seminar
Chinesische Tuschmalerei
Aus den Quellen der chinesischen Weisheit schöpfen

Der millionenfache Mord an den Kindern

Jedes Jahr empören wir uns über Herodes, der vor 2000 Jahren mehrere Kinder umbringen ließ. Es handelt sich aber zweifellos um das größere Verbrechen, was heute geschieht: Der Mord an unseren eigenen ungeborenen Kindern. Es ist vor Gott eine schwere Sünde und ruiniert gleichzeitig unsere Gesellschaft. Aber nicht nur die hohe Politik ist daran schuld ("Menschenrecht auf Abtreibung"), sondern leider auch die Sprachlosigkeit der Kirche. Der Papst hielt aus diesem Grund am 27. November eine "Gebetsvigil für das ungeborene Leben".
Auch einige Bischöfe haben sich daran beteiligt und ebenfalls eingeladen, in dieser Sache zu beten. Eher traurig als pikant sind jedoch die Formulierungen, die unsere "katholischen" Medien beim Thema Abtreibung verwenden, wenn sie schon einmal nicht mehr auskönnen und darüber schreiben müssen. So brachte die Linzer Kirchenzeitung eine ganz kurze Ankündigung über die Vesper von Bischof Schwarz und schrieb darin gleich viermal von "werdendem Leben". Kein Wort von "Abtreibung", "ungeborenem Leben" (wie der Papst) oder gar "Mord"! Nicht viel besser als unsere Kirchenzeitungen ist die deutsche Abteilung von Radio Vatican. Dort heißt es gleich in der Überschrift: "... ungebetenes Leben".
So macht sich die Kirche durch Verschweigen, Beschönigen und Verschleiern schuldig an dieser millionenfachen Todsünde.

Niemals wurden die Christen so sehr verfolgt

Wir veröffentlichen nachstehend einen bemerkenswerten Artikel aus dem ‚Bulletin Andre Noël’ vom 22. Nov. 2010. Man kann kaum besser zusammenfassen, was heute den Christen in der ganzen Welt angetan wird.
Am Anfang des 20. Jahrhundert, genau wie in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit, war das Christentum die meist verfolgte Religion, oder sogar die einzige. Die Kirche zählt mehr Märtyrer in unserer Zeit als zu ihren Anfängen unter dem Römischen Reich. Johannes-Paul II hat mehr Märtyrer als seine Vorgänger in den vorhergehenden Jahrhunderten auf die Altäre gehoben. Die Märtyrer des 20. Jahrhunderts waren die Frucht des Hasses auf den christlichen Glauben, hauptsächlich durch die Kommunisten: in Spanien (während des Bürgerkrieges), in der UDSSR, in China, Vietnam, etc. Die grausame Neuheit, im jetzigen Jahrhundert, ist, dass, auch wenn die Christen von den kommunistischen Regimen in China, Kuba oder Nordkorea weiterhin verfolgt werden, die größten Verfolgungen durch die muslimischen Länder praktiziert werden. Fast jeden Tag erreichen uns aus Irak, Pakistan und Ägypten, aber auch aus Saudiarabien, Iran, Afghanistan, Somalia, Malediven und Jemen schlimme Nachrichten. In diesen Staaten ist es für Muslime verboten, den Islam zu verlassen. Diejenigen, die es dennoch tun, setzen sich der Ablehnung durch ihre Familien aus und unterliegen einem allgemeinen Ostrazismus. Ihre Bekehrung kann ihnen Gefängnis und sogar den Tod verursachen, wenn sie nicht zum Islam zurückkehren. Im Irak entleeren sich die christlichen Stadtviertel ihrer Einwohner, viele Gläubigen werden massakriert, viele Kirchen verbrannt. Im Iran war das Jahr 2009 eines der schlimmsten, das die Christen seit der Islamischen Revolution von 1979 erlebten. Das Regime hat seine Politik der Zerstörung der Kirchen verschärft, indem sie Dutzende von Gläubigen einsperrt. Afghanistan ist heute das vierte Land, wo Christen am meisten in der Welt verfolgt werden. In Eritrea ist die Anzahl der gläubigen Christen, die wegen ihres Glaubens verhaftet wurden, im Jahre 2009 von 2000 auf fast 3000 angestiegen. Sie werden unter schrecklichen Bedingungen gefangen gehalten, weil sie eine Bibel besaßen oder einem christlichen Gottesdienst beiwohnten. Anfang August 2008 haben die Führer des Militärlagers von Sawa 1500 Bibeln bei Konvertiten aufgestöbert, beschlagnahmt und verbrannt. Acht junge Männer haben protestiert. Sie landeten in Metallcontainern. Wir könnten viele weitere Beispiele nennen, aber dieses Bulletin würde dazu nicht ausreichen! Der Papst protestiert, und mit ihm eine gewisse Anzahl von Katholiken und Protestanten, aber die Regierungen wagen keine entschlossenen Maßnahmen! Aus Angst vor der Reaktion seitens der Muslime in unseren Ländern? Frankreich hat die verwundeten Christen des kürzlichen Massakers in Irak aufgenommen und behandelt. Dies ist lobenswert, sofern diese vorübergehende Unterbringung nicht endgültig wird, was die ethnische und religiöse Reinigung, die von den Muslimen angezielt wird, unterstützen würde und die westlichen Regierungen von der Notwendigkeit der Durchsetzung der religiösen Freiheit in den muslimischen Ländern befreien würde. Und gleichzeitig wagen die Muslime in Frankreich, sich in aller Öffentlichkeit über ‚Verfolgung’ zu beklagen, weil die französische Regierung die Burqa-Gesichtsmaske verbietet, während sie ihnen alles andere gestattet!
RU 47/2010 WÖCHENTLICHE DEPESCHE CHRISTLICHER NACHRICHTEN
« RU », der Presseservice der UNEC, BP 70114, F-95210 St-Gratien

Helfen Reformen?

(kath-info.de) Von gewissen Leuten und "Initiativen" werden immer wieder "Reformen" in der Kirche angemahnt, mit dem Vorwand, dadurch die Austritte einzudämmen. Wie scheinheilig und realitätsfremd solche Forderungen sind, kann man ganz leicht durch einen Vergleich mit den protestantischen Glaubensgemeinschaften feststellen. Dort sind diese "Reformen", die immer wieder gefordert werden, längst verwirklicht (verheiratete, Homo- bzw. Frauen-Pfarrer, Wiederheirat uvam.).
Wie sich das auf die Mitgliederzahlen auswirkt, kann man in Deutschland, wo beide Gemeinschaften etwa gleich groß sind, am besten erkennen. Der Vergleich von 1950 bis 2009:
Katholische Kirche: Plus 7,3 % (1950 : 23,2 Millionen Mitglieder; 2009: 24,9 Millionen).
EKD: Minus 42,7 % (1950: 42,2 Millionen; 2009: 24,2 Millionen).

Der Klerikerzölibat

ein allgemeines Gesetz der frühen Kirche, begründet auf der Lehre der Apostel und dem Auftrag des HERRN

Weit verbreitet, nicht nur bei Modernisten, ist heute die Ansicht, der Zölibat sei bloß eine mittelalterliche Rechtsvorschrift der Weltkirche. In seinem Buch "Der Klerikerzölibat" (1993, Kral Verlag, Abensberg) weist Alfons Maria Cardinal Stickler klar nach, dass der Klerikerzölibat allgemeine Norm der gesamten frühen Kirche war, im Osten wie im Westen.Er geht auf die Apostel zurück, letztlich auf Christus selbst. Dieses Ergebnis der geschichtlichen Forschungen Card. Sticklers stimmt überein mit anderen Untersuchungen, wie denen von Stefan Heid (Zölibat in der frühen Kirche, Schöning, 1997).
Schon knapp nach dem Jahr 300 bestimmte die spanische Synode von Elvira: Bischöfe, Priester und Diakone müssen sich ihrer Ehefrauen enthalten und dürfen keine Kinder zeugen; wer aber solches getan hat, soll aus dem Klerikerstand ausgeschlossen werden.
390 beschloss das gesamt-afrikanische Konzil von Karthago: Bischöfe, Priester und Diakone müssen sich des Gebrauchs der Ehe enthalten, wie die Apostel lehrten und gemäß der Überlieferung.
Verheiratete Kleriker mussten sich also nach ihrer Weihe des Gebrauchs der Ehe enthalten. Erforderlich war allerdings vor der Weihe die Zustimmung der Ehefrau. Auch aus Rom liegen aus der frühen Kirche klare Zeugnisse dreier Päpste vor: Siricius (383-386), Innozenz (401-417) an die Bischöfe Galliens und Leo der Große (465).
Auch aus dem Osten gibt es frühe Zeugnisse für den Klerikerzölibat: Bischof Epiphanius von Salamis (315-403) spricht diesbezüglich von der "von den Aposteln in Weisheit und Heiligkeit festgesetzten Norm". Ebenso der Hl. Hieronymus (+420 in Palästina).
In der Praxis wurden allerdings die kirchlichen Vorschriften nicht immer und überall eingehalten. Vor allem im Osten ergab sich im 6. und 7. Jahrhundert durch die fehlende zentrale (päpstliche) Gewalt und Aufsicht eine laxe Praxis. Um diesen Zustand zu rechtfertigen wurden im Osten auf der Trullischen Synode von 692 in Konstantinopel neue Zölibatsbestimmungen erlassen. Man berief sich dabei jedoch paradoxerweise auf die Synode von Karthago (390), deren Beschlüsse - so der nun augenfällige Nachweis von Card. Stickler - bewusst gefälscht wurden. Papst Sergius I. (selbst aus Syrien, 687-701) hat diesen Beschlüssen die Anerkennung verweigert.
Tragisch ist nun, dass die heutigen Zölibatsvorschriften der Ostkirche, die die Fortführung einer vor der Weihe abgeschlossenen Priesterehe erlauben, auf den Beschlüssen des II. Trullanum (samt gefälschter Dokumente) beruhen.
In einem Brief vom 3. Februar 1996 schreibt Card. Stickler folgende Worte, die eine theologische Sensation darstellen:
"... was die Ostkirche in Trullanum II in bewusster Fälschung getan hat, das hat - für die Diakone - die römische Kirche aus Unwissenheit getan (im Vaticanum II). (Es) ... würde mich - nach dem Besagten nicht wundern, wenn auch in der Kirche selbst das Schweigen über den Fehler vorgezogen werden würde in der gegenwärtigen Situation und trotz der Tendenz, für die Fehler der Vergangenheit um Verzeihung zu bitten ...".
Cardinal Stickler sagt also ausdrücklich, dass der Zölibat (bzw. die Priesterehe) in der Ostkirche nachweislich auf einer Fälschung gründet, und dass das Diakonat, wie es seit dem 2. Vaticanum gehandhabt wird, nicht auf soliden theologischen Fundamenten, sondern - ganz im Gegenteil - auf "Unwissenheit" gebaut ist.
In diesem Rahmen ist leider nur eine ganz kurze Übersicht der komplexen Problematik möglich. Das hochinteressante Büchlein Card. Sticklers ist leider vergriffen. In einer kommenden Nummer der KU (Kirchliche Umschau) soll die Frage des Klerikerzölibats genauer behandelt werden.
Eines steht allerdings fest: Der Klerikerzölibat war eine allgemeine Norm der frühen Kirche; er geht auf die Apostel, ja auf Christus selbst zurück.
Die Ehelosigkeit der Priester ist keine rein kirchenrechtliche Frage. Es besteht ein tiefer Zusammenhang zum Wesen des Priestertums, der Hl. Messe, ja dem Wesen der Kirche. Das wissen die Gegner der Kirche, und das sollten auch wir wissen. In der nächsten Nummer dieser Zeitschrift wollen wir uns damit näher befassen.

Dr . Felix Bentz
Entnommen aus den Nachrichten aus Kirche und Welt, Bräustraße 3, A-4788 Bunnenthal.

Alpenländischer Genderwahn

19 Amazonen nehmen Maß für Gleichbehandlung und Diskriminierungsschutz in Österreich

Ein possenhafter Zwischenruf von Kurt J. Heinz
(MEDRUM) Wer in Österreich eine weibliche Kraft sucht, um für seine Damenkundschaft maß- und geschlechtergerecht Trachtenkleider schneidern zu lassen, wird bestraft. Einem Trachtenschneider wurden deswegen 360 Euro Verwaltungsstrafe angedroht, wie „krone.at“ berichtete (28.12.09).
Der Salzburger Trachtenhersteller Lanz suchte eine „Schneidermeisterin“ per Zeitungsannonce, um seiner Damenkundschaft „geschlechtergerechte“ Dienste beim Schneidern von Damentrachten anbieten zu können. Wie sich herausstellte, war dies ein verhängnisvoller Missgriff. Der Unternehmer und Ge-schäftsinhaber Lanz hat - wenn auch in bester Absicht und ohne Argwohn - zwar an die Kundenerwartungen und Befindlichkeiten seiner Damenkundschaft gedacht, damit aber gegen Gleichbehandlungs- und Diskriminierungsdogmen verstoßen.  Um die Gleichstellungsordnung auch in seinem Geschäft zu wahren, hätte er ebenso nach einem Schneidermeister suchen müssen. In Österreich ist es mit dieser Ordnung, so scheint’s, nicht vereinbar, etwa für die Anfertigung von Trachtenkonfektion im Schritt von Damen nur durch Damen Maß nehmen zu lassen, staunte Lanz. Das ist zu einfach und kundenorientiert gedacht. Der Trachtenschneider muss derartige Tätigkeiten auch männlichen Geschöpfen dieser Welt offerieren und seiner Damenkundschaft gefälligst schmackhaft machen. Wer derartige Regeln missachtet, verstößt gegen das Recht auf Gleichbehandlung und gegen den Diskriminierungsschutz, und der muss sich auf strenge Bestrafung gefasst machen. So will es die in der Staatsmacht manifestierte Gleichstellungsbehand-lung.
 Österreichs Gleichbehandlungsanwaltschaft
Über solche Gender-Fehlgriffe wacht im Alpenland Österreich eine Gleichbehandlungsanwaltschaft mit derzeit 19 Personen. Sie sind unerbittlich, wenn die Buchstaben des Gesetzes ihren Tribut von den Bürgern fordern. Der Schutz gegen vermeintliche Diskriminierung scheint in Österreich geradezu perfekt organisiert zu sein. Gleich fünf Büros der Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt halten in Österreich Wacht. Mit dieser Gleichbehandlungsanwaltschaft wurde, regional über Österreichs Hauptstadt und Provinzen verteilt, ein krakenhaft zugreifender Anwaltsapparat geschaffen, um in solch unerhörten Fällen wie dem des Trachtenschneiders Lanz einschreiten zu können. Unbeirrt richtet dieser Apparat seine Argusaugen eben auch auf die Stellenausschreibungen von Trachtenschneidern, um die Staatsgewalt rechtsbeflissen und gesetzestreu vollstrecken zu können. So ist es nur der österreichischen Gleichbehandlungsanwalt-schaft zu verdanken, dass der Salzburger Trachtenhersteller mit seiner Suche nach einer „Schneidermeisterin“ für seine Damentrachtkundinnen juristisch zur Strecke gebracht werden konnte. Nun ist er, dem österreichischen Gesetzgeber sei es gedankt, im „Regionalbüro Tirol, Salzburg, Vorarlberg“ der Anwaltschaft aktenkundig amtsbekannt. Er kann damit künftig auch als Wiederholungstäter geschlech-tergerecht verfolgt werden.
Eine 19-köpfige Damenriege auf der Wacht
Der staunende Beobachter mag sich allerdings fragen, wie es dieser Gleichbehandlungsanwaltschaft gelungen ist, sämtliche 19 Stellen in ihren Büros mit weiblichen Kräften zu besetzen, ohne nicht selbst gegen eben jene Bestimmungen zu verstoßen, die sie penibel und unter Strafandrohung in der Arbeitswelt Österreichs verbissen verteidigt. Zwei Erklärungen scheinen  denkbar: Die Gleichbehandlungsanwaltschaft könnte einerseits womöglich nicht als Teil der Arbeitswelt betrachtet worden sein. Nicht nur einem Trachtenhersteller könnte dies ohne weiteres einleuchten. Andererseits könnte es für die Gleichbehandlungsanwaltschaft aber auch eine Ausnahmeregelung geben. Denkbar wäre, dass bei Gleichbehandlung und Diskriminierungsschutz - im Unterschied zu Trachtenkleidherstellen - nur durch Damen Maß genommen werden darf. Das Maß nehmen für Zwecke der Gleichbehandlung wäre dann als eine wahrhaft dankbare Amazonenaufgabe zu betrachten. Dem Trachtenhersteller Lanz dürfte dies indes weniger einleuchten. Er würde sich dann zu Recht fragen, weshalb sich in der Anwaltschaft die Damenwelt Rechte herausnehmen kann, die sie ihm sogar unter Strafandrohung vorenthalten will.
Welche Erklärung es auch immer geben mag, am Fall des Trachtenschneiders Lanz zeigt sich einmal mehr, welches Unwesen der Gender-Wahn im Namen eines Alpenvolkes mit den Bürgern eben dieses Volkes treibt. Kundinnen von Lanz - zu denen auch Königin Elizabeth II von England bis zu Caroline von Monaco zählen - müssen sich ihre Damentracht durch Herren anmessen lassen. Die Gender-Amazonen Österreichs wollen das so.

Waren Jüngerinnen beim letzten Abendmahl?

Brief an Bischof Kapellari am 3.11.2010
S.E. Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari
Bischofsplatz 4,8010 Graz
Exzellenz, sehr geehrter Herr Bischof Kapellari,
am letzten Sonntag, den 31.10.2010, war ich in der Sonntagsmesse in xxx. Die Messe wurde von einem ortsfremden Priester zelebriert, angeblich war es ein Theologieprofessor aus Graz.
Bei der Wandlung sagte er die Worte:
„… nahm Er das Brot … reichte es Seinen Jüngerinnen und Jüngern ….“.
Am nächsten Tag, Allerheiligen, sprach der Priester wieder dieselben „Wandlungsworte“, sodass man einen Irrtum oder einen „Versprecher“ ausschließen kann.
Ich nehme an, es gibt auch in Graz keine neuen Erkenntnisse über eine Teilnahme von Jüngerinnen beim letzten Abendmahl. Daher frage ich mich, ob eine solche Wandlung mit offenbar falschen bzw. bewusst verfälschten Wandlungsworten eigentlich gültig ist?
Vielen Dank im Voraus, wenn Sie sich die Zeit nehmen, meine Frage zu beantworten!
Herbert Lindner
Bischofsvikar Gottfried Lafer am 8.11.2010
Sehr geehrter Herr Lindner!
Im Auftrag unseres hwst. Herrn Bischofs Dr. Egon Kapellari darf ich Ihnen auf Ihren Brief vom 3.11.2010 folgende Antwort zukommen lassen:
Es ist klar festzuhalten, dass ein Priester nicht aus eigenen Überlegungen bei der Feier der Sakramente den Ritus der Feier verändern darf. (Can. 846-§1 Bei der Feier der Sakramente sind die von der zuständigen Autorität gebilligten liturgischen Bücher getreu zu beachten; deshalb darf niemand dabei eigenmächtig etwas hinzufügen, weglassen oder ändern.)
Wenn so etwas passiert, wie Sie es in Ihrem Brief schildern, ist damit trotzdem die Gültigkeit der Messfeier und die Spendung der heiligsten Eucharistie nicht betroffen. Das Brot wird nicht in den Leib Christi verwandelt durch eine korrekt auszusprechende Formel, sondern durch das Gebet der Kirche, also das gesamte Hochgebet, mit der Bitte um Wandlung der Gaben und mit dem Vorlesen des Berichtes vom letzten Abendmahl. Wenn ein Priester dabei etwas verändert, bleibt das Sakrament trotzdem gültig, weil die Kirche als Gemeinschaft des Heiles ergänzt, was an subjektiver Nachlässigkeit oder Schuldhaftigkeit verändert wird.
In der Frage, ob beim letzten Abendmahl auch Jüngerinnen dabei waren, sind sich die Exegeten nicht einig. Weil auch Frauen zum Jüngerkreis Jesu dazugehört haben, gibt es auch die Annahme, dass Jüngerinnen beim letzten Abendmahl dabei gewesen sein könnten. Diese Annahme kann, darf aber nicht zur Veränderung eines zentralen Gebetstextes der Kirche führen.
Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben. Freundlichen Gruß Gottfried Lafer, Bischofsvikar für Liturgie
Brief von Bischof Kapellari vom 12.11.2010
Sehr geehrter Herr Lindner!
Bezug nehmend auf Ihr an mich gerichtetes Schreiben vom 3. November 2010 hat unser Bischofsvikar Prälat Gottfried Lafer Ihnen am 8. November 2010 brieflich geantwortet. Indessen hat unser Herr Generalvikar mit dem Priester, der eigenmächtig die Konsekrationsworte der heiligen Messe durch die Formulierung "Jüngerinnen" erweitert hatte, gesprochen und die strikte Weisung gegeben, in Zukunft solche Eigenmächtigkeiten zu unterlassen. Der Betroffene hat dies ohne Widerrede zugesagt.
Ich danke Ihnen für Ihr Mitsorgen und Mittragen in der Kirche und wünsche allen Segen
Dr. Egon Kapellari, Diözesanbischof

Sternsinger-Geld verzockt
profil, 15.1.2011: Die Dreikönigsaktion in Linz hat 400.000 Euro Spendengelder in verlustreiche Im-mobilienaktien investiert. Die Sternsingeraktion ist ein autonomes Hilfswerk des Vereins "Katholische Jungschar Österreichs". Man fragt sich, warum die Spendengelder nicht direkt in die verschiedenen Projekte fließen? Wer kontrolliert hier überhaupt?

 

Gegenseitige Ehrungen
Von der Kirche erhalten Politiker (u.a. Abtreibungs- und "Kirchen-Reform"-Politiker) Orden und Auszeichnungen, es passiert aber auch anders herum: Diöze-sanbischof Ludwig Schwarz erhielt am 11.Juni 2010 von Landeshauptmann Josef Pühringer das Große Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich. Hätte das ein Apostel auch angenommen?

Homo-Missbrauch in der Kirche

Bereits vor 5 Jahren, also lange vor dem jüngsten Missbrauch-Skandal in Europa, erschien folgender Artikel auf kreuz.net (13.12.2005):
Warum geht der Vatikan ausgerechnet auf die Homosexuellen los, fragten sich einige nach der Veröffentlichung der jüngsten Instruktion der Bildungskongregation. Hier ist die Antwort.
Was ist das Problem mit Priestern, die homosexuelle Tendenzen aufweisen? Die Antwort auf diese Frage kann wenigstens teilweise in einer Studie gefunden werden, die am 27. Februar 2004 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde und sich mit der klerikalen Unzucht auseinandersetzt.
Die Untersuchung beschäftigt sich mit dem Umfang des Problems. Sie wurde vom ‘John Jay College of Criminal Justice’ der ‘City University’ in Neu York durchgeführt. Auftraggeber war das unabhängige ‘National Review Board’ – das ‘Nationale Revisionskomitee’ –, das die US-Bischöfe einsetzten, um die zahlreichen klerikalen Unzuchtsfälle im Land zu beurteilen. Die Studie analysierte den Zeitraum von 1950 bis 2002.
Sie kam zum Schluss, dass in diesem Zeitraum insgesamt 4.392 Kleriker der sexuellen Unzucht mit ungefähr 10.667 Minderjährigen angeklagt wurden. 81 Prozent der Opfer waren männlich und mehr als Dreiviertel von ihnen befanden sich in der Pubertät oder hatten diese bereits hinter sich.
Zwischen den 1950er und 1970er Jahren verzeichnete die US-Kirche einen Anstieg von Missbrauchsfällen an Burschen im Alter von 11 bis 17 Jahren um das Sechsfache. In einem begleitenden Bericht erklärt das ‘Nationale Revisionskomitee’:
„Wir wollen die Schuld für die sexuelle Krise nicht auf homosexuelle Einzelpersonen im Priestertum abschieben, weil es viele keusche und heilige homosexuelle Priester gibt, die ihrem Zölibatsgelübde treu sind. Dennoch müssen wir aber auf das homosexuelle Verhalten hinweisen, das die große Mehrheit der Unzuchtsfälle prägt, die in den letzten Jahrzehnten beobachtet wurden.
Die Tatsache, daß 81 Prozent der bekanntgewor-denen Opfer sexuellen Kindsmissbrauchs durch katholische Kleriker Burschen waren, zeigt, dass die Krise durch homosexuelle Verhaltensweisen geprägt war.“
Das ‘Nationale Revisionskomitee’ erwähnt auch, dass ihm zu Ohren kam, dass eine große Zahl von homosexuellen Priestern oder Seminaristen in gewissen Gegenden heterosexuelle Männer entmutigen würden, das Priestertum anzustreben. Besonders in den 1970er und 1980er habe sich in bestimmten Priesterseminarien eine „Gay Subkultur“ gebildet.
„Solche Subkulturen existierten oder existieren in gewissen Diözesen und auch in religiösen Gemeinschaften.“


Pisa-Test: Fernsehen macht die Kinder blöd

Ein Kommentar von Dr. Andreas Unterberger (13.12.10, www.andreas-unterberger.at)
Das ist wohl die spannendste und hilfreichste Erkenntnis aus den Pisa-Tests: Fernsehen macht unsere Kinder blöd. Mütter, die nachmittags daheim sind, machen sie hingegen gescheiter. Denn jene Kinder, in deren Heim kein einziger TV-Apparat steht, schnitten am besten ab; bei den schlechtesten Test-Kindern gab es hingegen sogar drei Fernseher. Ob sich der ORF mit diesem wichtigen Aspekt ausführlich auseinandersetzen wird, der uns im Auftrag der SPÖ ständig einzureden versucht, dass die Gesamtschule die Schulergebnisse verbessern würde (was Pisa in keiner Weise beweist)? Ist das eigentlich der öffentlich-rechtliche Auftrag, für den wir Gebühren zahlen müssen, dass unsere Kinder immer blöder werden? Wohlgemerkt: Jene Familien, bei denen es keinen Fernseher gibt, verzichten aus Klugheit, nicht aus Armut auf den Fernseher. Die österreichischen Pisa-Sieger haben nämlich im Schnitt akademisch gebildete Eltern, zwei Autos und sehr viele Bücher daheim. Und was noch peinlicher für alle linken Gesellschaftsveränderer ist: Die Mütter der erfolgreichsten Kinder arbeiten nur Teilzeit, obwohl die getesteten Kinder schon 15 Jahre alt sind. Viel schöner kann man das gute alte konservativ-bürgerliche Familienbild gar nicht preisen, als es Pisa tut: Lieber Bücher und eine zumindest halbtags verfügbare Mutter als eine Flimmerkiste. Wenn irgend ein Politiker aus Pisa also wirklich lernen wollte, müsste er erstens eine Kampagne gegen das Fernsehen lancieren und es zweitens Müttern auch bis zum 15. Lebensjahr erleichtern, Teilzeit zu arbeiten. Aber Schmied und Co machen ja nur auf dem Rücken der Kinder Politik, nicht für die Kinder.

Hom-O-bama - Teil 2

AP meldet: Obama hat in 2 Jahren seiner Präsidentschaft mit 150 Personen mehr Homosexuelle in das Weiße Haus befördert als je ein Präsident zuvor. Sogar unter Bill Clinton wurden in 8 Jahren nur etwa 140 Homosexelle mit Posten im Weißen Haus betraut.
US-Präsident Barack Obama hat in seiner 2-jährigen Zeit als US-Präsident mehr offen Homosexuellen Posten in seiner Regierung verschafft als je ein US-Präsident zuvor. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AP (Associated Press). Homo-Lobbying-Gruppen sprechen sogar von mehr als 150 Personen. Damit hat Obama in der kurzen Zeit sogar den früheren US-Präsidenten Bill Clinton überholt, der etwa 140 offen Homosexuelle in seine Regierung geholt hatte, dies allerdings im Zeitraum von acht Jahren. Denis Dison, Sprecher von Presidential Appointments Project of the Gay & Lesbian Leadership Institute, meinte in US-Medien, dass die Ernennungen als freundliche Gesten zugunsten der Homosexuellen-Bewegung zu werten seien. Shin Inouye, ein Sprecher des Weißen Hauses, der offen homosexuell ist, meinte gegenüber der AP: „Wir haben eine Rekordanzahl von Ernennungen von Homosexuellen und wir sind zuversichtlich, dass diese Zahl weiter steigen wird.“Liberty Counsel, eine christliche Rechtsberatungsfirma in den USA, die sich auf die Verteidigung von christlichen Werten (Pro-Life, Pro-Family) in den USA spezialisiert hat, hat bereits im Januar dieses Jahres in einer Studie aufgezeigt, dass Obama die ideologisch radikalsten Ernennungen vorgenommen hat, die je ein US-Präsident durchgeführt hatte. Die bekannte katholische Journalistin Gabriele Kuby hat bereits in einem Beitrag für die Deutsche Tagespost im Jahr 2009 unter anderem folgendes geschrieben: „Mit einer feierlichen Erklärung hat Präsident Barack Obama den Monat Juni zum „Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender Pride Month 2009“ erklärt. Er würdigt die herausragenden Verdienste der „LGBT-Amerikaner“ für Amerika, insbesondere deren Einsatz gegen die HIV/AIDS-Epidemie; er ist „stolz, der erste Präsident zu sein, der innerhalb der ersten hundert Tage seiner Amtszeit LGBT-Kandidaten in [hohe] Positionen berufen hat“; er verspricht der LGBT-Jugend, sie vor Drangsalierung zu schützen, den „LGBT-Familien“ und Senioren, ihr Leben mit Würde und Respekt leben zu können“. Er bekundet seine „Partnerschaft mit der LGBT-Community“, um deren Forderungen weltweit durchzusetzen, insbesondere die Homo-Ehe, die Kinderadoption, die Kriminalisierung von sog. „Hassreden“, die Integration in die Streitkräfte und Sicherheitsdienste; er ruft den Kongress und das amerikanische Volk auf, „gleiche Rechte für alle durchzusetzen“. Dies alles nütze nicht nur den „LGBT-Amerikanern“, sondern der gesamten Nation, weil damit die Prinzipien verwirklicht würden, „auf die sich unsere Nation gründet“. Mit allem Pomp, den das Amt zu bieten hat, erkläre „ICH, BARACK OBAMA, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft der Autorität, die mir die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehen haben, hiermit den Monat Juni 2009 zum Lesbischen, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen Pride Month. Ich rufe das Volk der Vereinigten Staaten auf, sich der Diskriminierung und dem Vorurteil überall entgegenzustellen, wo diese existieren. Um dies zu beurkunden, setze ich heute hierunter meine Unterschrift an diesem ersten Tag des Juni im Jahr des Herrn zweitausendundneun und im zweihundertdreiunddreißigsten Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika.“Damit macht sich Obama vor aller Welt zum Homo-Aktivisten Nummer eins. Was er hier weltweit durchzusetzen verspricht, sind die „Yogyakarta-Prinzipien“, die 2006 von UN-Beamten und sogenannten führenden „Menschenrechtsexpertinnen und –experten“, sprich Homo-Aktivisten, im indonesischen Yogyakarta formuliert wurden.
kath.net 28.10.2010

EU-Schülerkalender ohne christliche Feiertage


Die EU hat 3,3 Millionen Schülerkalender an 21.000 Schulen verteilt (Kosten rund 5 Millionen EURO). Nach Österreich gingen 58.000 Kalender an 450 Schulen, hier mit einem Vorwort von Minister Rudolf Hundstorfer und EU-Kommissar Johannes Hahn.
Das Besondere an diesem Kalender ist, dass er wohl Feiertage von Moslems, Hindus, Sikhs und Juden enthält - nur keinen einzigen christlichen Feiertag (etwa Weihnachten, Ostern, ...)!
Nach Bekanntwerden des Skandals hat sich die Kommission natürlich entschuldigt und versprochen, beim nächsten Mal besser aufzupassen. Der Anteil der Christen ist in der EU etwa 90 Prozent.

Das Erbe von Bischof Franz Josef Rudigier

Dr. Friedrich Engelmann, Gründer der Zeitschrift "Der 13."

Am 7. April 2011 begeht die Diözese Linz den 200. Geburtstag des großen Bischofs Franz Joseph Rudigier (1811 bis 1884). Mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit wird man bei all den Reden und Feierlichkeiten (die vielleicht gar nicht begangen werden, vielleicht wird man auf den Tag sogar gezielt vergessen) nicht erfahren, worin die Bedeutung dieses großen katholischen (und politischen) Bischofs wirklich bestanden hat.
Franz Joseph Rudigier stammte aus Vorarlberg. Er war Lehrer Kaiser Franz Josephs, der ihn kurz vor Weihnachten 1852 zum Bischof von Linz ernannte. Das war damals so geregelt. Papst Pius IX. bestätigte die Ernennung drei Monate später. Bemerkenswert: der neu ernannte Bischof fand seine Residenz versperrt. Die Domherren, die auch gerne Bischof hätten werden wollen, hatten das Eingangstor verbarrikadiert.
Rudigier gründete Medienimperium
Mit der kirchenpolitisch überragenden Gestalt des Volksbischofs Rudigier kam ich schon zu Beginn meiner journalistischen Tätigkeit vor bald 50 Jahren in Verbindung: ich wurde (wie das damals hieß) Redakteursaspirant beim „Linzer Volksblatt“, das damals im Eigentum des Katholischen Pressvereins stand – zu hundert Prozent in der Verfügungsgewalt des Bischofs, der sich allerdings um dieses bedeutsame Erbe Rudigiers nicht (oder jedenfalls zu wenig und nicht kompetent) kümmerte.
Rudigier hatte seinen Nachfolgern nicht nur den berühmten Dom, sondern auch eine gewaltige Medienmacht hinterlassen, eine Fülle regionaler Druckereien und Wochenzeitungen und eine Tageszeitung, eben das "Linzer Volksblatt". Durch diese Neugründungen (Berichterstatter waren ein Netz von Kaplänen und Pfarrern bis in den letzten Winkel des Landes) schaffte er es in seiner relativ langen Amtszeit als Bischof, politisch das Land von einer liberalen zu einer christlichen Mehrheit in der Gesetzesver-tretung umzudrehen. Könnte ihm das heute einer von den Bischofskollegen nachmachen? Ich meine: Ja, einer wäre dazu imstande gewesen, nämlich Kurt Krenn, aber den haben seine eigenen Kollegen durch eine Kardinalsintrige fertig gemacht und leider aus dem kirchenpolitischen Spiel genommen.
Ich war also bei einem kirchlichen Medium gelandet und hatte dort gute Lehrmeister: beispielsweise einen Chefredakteur-Stellvertreter, der viele Jahre später bei dem sehr kirchenkritischen Verein „Wir sind Kirche“ landete. Über manches wunderte ich mich: zum Beispiel darüber, dass die Chefin der Außenpolitik beim Konzil in Rom einen jungen Abt kennenlernte, den sie dann heiratete. Es war für mich ein beeindruckend schönes Bild, als ich sie später einmal mit ihrem Gatten auf der Linzer Landstraße sah. Er trug als stolzer Vater einen aufgeweckten kleinen Buben auf den Schultern.
Warum Priester werden?
Manches wunderte mich auch schon nicht mehr. Etwa eine Pressekonferenz in Linz, zu der der Weihbischof geladen hatte, der später Erzbischof in Rom wurde. Er saß mit drei Priesteramtskandidaten vor uns Journalisten am Podium. Ich wusste nicht viel zu fragen, weil ich noch jung und sehr unerfahren in kirchlichen Dingen war, und so wollte ich etwas Einfaches wissen: Warum sie Priester werden wollten - von keinem kam eine Antwort.
Dieses bedenkenswerte Ergebnis der Anfrage erinnerte mich wiederum an die Entscheidung meines Freundes und Maturakollegen, der nach unserer Reifeerklärung 1959 am Akademischen Gymnasium in Linz ein halbes Jahr das Priesterseminar besucht hatte. Er hieß Johann, war Klassenbester, machte alle Prüfungen mit Auszeichnung, war schon zum Priesterstudium nach Rom eingeteilt – und quittierte den kaum begonnenen Weg zum Priestertum. Er sah im gebotenen ritualisierten Zwang keine geistigen Ansprüche: Am Samstag in Zweierreihen und ihm Talar einen Spaziergang auf den Freinberg zu machen, war ihm zu wenig. Er studierte nach dem Seminar Medizin in Wien, machte alle Prüfungen mit Auszeichnung, sprach fünf Sprachen, bekam ein Stipendium zur Nobelpreisträgertagung in Lindau - und verunglückte auf der Reise dorthin tödlich. Es war uns ein Studienkollege abhanden gekommen, der katholischer war als wir alle anderen - jedenfalls als ich.
Volksblatt - ORF - Pressverein
Beim Linzer Volksblatt war ich nicht lange. Eine wesentlich höhere Bezahlung lockte mich zum ORF (Österreichischer Rundfunk). Es war die „Ära Bacher“, journalistisch eine wunderschöne Zeit, mit einem Chef, Walter Waldherr, dem ich für seine Führungsqualität bis heute dankbar bin. Er war übrigens Abonnent des „13.“ bis zu seinem Tod.
1974 ging ich als Journalist zurück zum Katholischen Pressverein. Nun musste ich die Jahre des Niederganges einer katholischen Medienkultur erleben, die von Bischof Franz Joseph Rudigier aufgebaut worden war. Ich lernte, dass der philosophische Begriff „Wahrheit“ etwas ganz Reales ist, dass es einen ganz realen Kampf der Geister gibt, in dem wir uns tagtäglich aufs Neue entscheiden und bewähren müssen. Wegweiser in dieser wirren Zeit des katholischen Niedergangs wurde mir der Regensburger Philosophieprofessor Kurt Krenn. Wir lernten einander als „kooptierte Mitglieder“ des Bezirksparteivorstandes der ÖVP Rohrbach kennen und schätzen. Es wurde eine Freundschaft fürs Leben.
1974 begann also meine Arbeit beim Katholischen Pressverein der Diözese Linz. Landeshauptmann, also der politische Chef in Oberösterreich, war damals Erwin Wenzl. Er war zwar nicht Obmann des Katholischen Pressvereins, aber er saß im bestimmenden Gremium, dem Vorstand. Er war zugleich Obmann der (damals noch) christlich-sozialen Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Er sah als Politiker, dass der ÖVP die Kirche entglitt, dass irgendetwas schief lief. Er wollte wissen, was die Ursache der Entfernung der Kirche von der ÖVP war. Durch seine behutsame Förderung kam ich (gewissermaßen als „Geheimdiplomat“) in wichtige Entscheidungskreise der Kirche, in (unbezahlte) Funktionärskreise. Ich bemerkte, was sich anbahnte: eine geistige Revolution innerhalb der katholischen Kirche, deren führende Mitglieder sich mit ihren mächtigsten Feinden verbündet hatten. Ich bekam die geistige Unterwanderung der katholischen Kirche durch Marxismus, Atheismus und neue Linksparteien mit. Die Entwicklung schien unaufhaltsam. Sie war schon sehr weit fortgeschritten. Aber man begann den Kampf gegen die unsichtbaren Teufel.
Katholische Aktion
Ich wurde Pressesprecher des gesamtösterreichi-schen Präsidenten der Katholischen Aktion (KA), der politisch eng befreundet mit dem damaligen sozialistischen Innenminister war. Ich schreibe heute, mehr als dreißig Jahre nach den Vorgängen, die Namen der kirchlichen Persönlichkeiten nicht, die gegen die Kirche arbeiteten. Sie können sich nicht mehr wehren, wenn ich etwas schreibe, was sie nicht so sähen, wie ich es heute beurteile. Denn möglicherweise (vielleicht sogar wahrscheinlich?) handelten sie aus gutem Glauben heraus und wollten für die Kirche etwas Positives bewirken. Die Kirche war damals und ist heute reformbedürftig. Die katholischen Laien sahen das: Die Bischöfe waren in Geldfragen absolut inkompetent. Aufgrund ihres fehlenden Fachwissens in Finanzfragen vertrauten sie auch allzu oft den falschen Leuten.
Ich war jedenfalls (nebenberuflich) Pressesprecher der Österreichischen Katholischen Aktion. Das heißt, über meinen Schreibtisch liefen alle Presseaussagen, die der KA-Präsident von sich gab. Ich war (gewähltes) Mitglied des Diözesanausschusses der Katholischen Männerbewegung (KMB), gründete für diese kirchliche Laienorganisation die Vierteljahrzeitschrift „Rufer“. Für die Katholische Frauenbewegung (KFB) gründete ich die Vierteljahrpublikation „KFB-Zeitung“. Ich war verantwortlich für die vierteljährlich erscheinenden KA-Informationen. Hauptberuflich war ich Chefredakteur der neuen „Linzer Rundschau“ und in der Zentralredaktion aller Wochenzeitungen des Katholischen Pressvereins (OÖ-Landesverlag) zuständig für Innen-, Außen- und Kirchenpolitik. Ein völlig unwissender Taufscheinkatholik war unversehens in Kreise kirchenpolitischer Ränkeschmiede und höchster kirchlicher Entscheidungsträger geraten. Der KA-Präsident wusste mich zu Anbeginn meiner Arbeit ungefragt vor dem Weihbischof zu warnen, auf den man sich überhaupt nicht verlassen könne …
In den Jahren, die folgten, erfuhr ich freilich, dass man mit dem Weihbischof sehr wohl hervorragend zusammenarbeiten konnte. Ich wurde sogar, ohne dass es jemand wusste, dessen oftmaliger Ghostwriter, also sein Redenschreiber. Vertraute er den kirchlichen Medienleuten? Ich weiß es nicht. Er hatte jedenfalls das Pech, nicht Diözesanbischof zu werden, weil er in die Fänge der eigenen Berichterstat-tungsmethode seiner Kirchenzeitung geriet. Bis heute weiß ich nicht, ob ihn die eigenen Redakteure bewusst oder aus Dummheit abgeschossen haben. Auch auf meine direkte Frage an den Chefredakteur der Kirchenzeitung viele Jahre später bekam ich keine Antwort …
Der KA-Präsident, die höchste Spitze der österreichi-schen Laien, tat sich jedenfalls mit dem Rechtschreiben schwer, sehr schwer sogar. Er empfahl mir, eine Reihe seiner Ansicht nach richtungsweisender katholischer Zeitschriften für meine journalistische Arbeit auszuwerten. Ich kam schnell drauf, dass es sich um politisch linksorientierte Blätter der Jesuiten und Dominikaner handelte, die der Lehrmeinung des Lehramtes, des Papstes, fundamental gegenüberstanden. Ich begann gewissenhaft und fleißig deren Inhalt zu überprüfen, untersuchte, ob kirchliche Autoren ihre Quellen richtig zitierten. Zu meinem Erstaunen fand ich, dass man sich nicht einmal genierte, Zitate zu fälschen. Es war unglaublich. Immer öfter kam es vor, dass ich dem Präsidenten, der inzwischen mein Du-Freund geworden war, fragen musste: „Ich weiß nicht, sollte man dies und das nicht ein wenig anders schreiben, den Papst nicht so direkt angreifen?“ „Nein, nein“, war die Antwort, „das kannst Du schon so lassen, wie ich es gesagt habe, das passt schon.“
Landeshauptmann Erwin Wenzl musste aufgrund einer Intrige zurücktreten. Es war die Intrige gegen einen Mann, der seinen eigenen Parteikollegen zu grundsätzlich katholisch war. Die Geschichte seines Rücktritts muss erst geschrieben werden. Noch leben zu viele Akteure, als dass man sich getrauen könnte, die Wahrheit zu schreiben. Mit Erwin Wenzl ging mir das Schutzschild für meine journalistische Arbeit verloren: Ich landete im katholischen Landesverlag am Abstellgeleise.
Ein neuer Bischof - der Verkauf
Die Diözese Linz bekam einen neuen Bischof. Auf Franziskus Salesius Zauner folgte Maximilian Aichern. Ich setzte große Hoffnung auf ihn. Seinen Namen schreibe ich, weil er sich noch wehren kann, wenn ihm nicht passt, was ich denke: ich glaubte, ihn warnen zu müssen, als ein Teil des Katholischen Pressvereins (also des starken Landesverlags) verkauft wurde. Ich weiß bis heute nicht, ob er verstanden hat, was ich ihm erklärte oder ob es ihn überhaupt nicht interessierte.
Der Verkauf damals war jedenfalls der Beginn der Demontage des Medienimperiums, das Bischof Franz Joseph Rudigier begründet hatte. 1974, als ich zum Landesverlag kam, umfasste der Bereich des Katholischen Pressvereins der Diözese Linz zahlreiche Buchhandlungen in ganz Oberösterreich, Druckereien in einigen Bezirksstädten, die damals in Oberösterreich modernste Offsetdruckerei in Wels, eine Tageszeitung, Wochenzeitungen regionaler Prägung in ganz Oberösterreich. Die Generaldirektion dieses Medienkonzerns saß in großräumiger eigener Immobilie im Zentrum der Landeshauptstadt, an der Linzer Mozartkreuzung, wo heute eine Großbuchhandlung ihre guten Geschäfte macht. Dort wurde auch das „Linzer Volksblatt“ gedruckt.
Heute gehört dem Katholischen Pressverein der Diö-zese Linz nichts mehr. Alles wurde verkauft, das Erbe Rudigiers vertan. Ende 2010 wurde der Schlussstrich gezogen. Nichts mehr ist, wie es war. Entsetzt fragt man: wie ist das möglich? Wie kann so etwas passieren?
Der heute noch lebende Generaldirektor des ehemaligen Landesverlages (der die Zerstückelung des Unternehmens nicht zu verantworten hat!) möge mir verzeihen, dass ich aus heutiger Sicht anmerke: er war in seiner menschlichen Liebenswürdigkeit zu nachsichtig gegenüber Personen, die ihn falsch beraten haben, in christlicher Barmherzigkeit sah er über Entwicklungen hinweg, bei denen er eingreifen hätte müssen. Eines glaube ich zu wissen: die Finanzhaie, die sich am Landesverlag fett fraßen, haben mehr verdient als er. Er ist (wie ich sehe) auch im Alter ein bescheidener Mensch geblieben, der sich um Mitmenschen kümmert.
Ein Neubeginn
Ende 1984 schied ich aus dem Landesverlag. Im Oktober 1985 wurde die betont katholische Monatspublikation „Der 13.“ gegründet, die heute noch existiert und von meinem jüngsten Sohn Albert geführt wird. Das Anfangskapital kam vom Katholischen Pressverein, der mir eine hohe Abfertigung bezahlte. Damit hatte man mich los.
An der Gründung dieser Zeitung, die unter der Flagge Marias, der Mutter Gottes, fährt, hat der Regensburger Philosophieprofessor Kurt Krenn geistig mitgewirkt wie kein anderer. Kurt Krenn ist geistiger Vater des „13.“. Es brach damals eine Zeit notwendigen kämpferischen Christentums an. Dieser christliche Kampf ist ein geistiger Kampf: die Vernunft Christi tritt an gegen die Verstocktheit und Verblödung geistlich und geistig verblendeter Theologieprofessoren und gegen die Feigheit der Bischöfe, die von der Großartigkeit der Freiheit, die uns Christus gibt, keine Ahnung haben. Gott ist alles: unendliche Liebe, unendliche Wahrheit. Bischof Kurt Krenn sagte zu uns: „Ihr könnt alles schreiben - wahr muss es sein!“ Das gilt heute noch. Es wäre auch ein Rezept für den Wiederaufbau neuer katholischer Medien. Auch dazu ein Wort Kurt Krenns: „Jeden Tag das Richtige tun!“ Er tut das bis heute.
Manche der Abonnenten des „13.“ sehen ihn als Sühnebischof. Nur Gott weiß, wie lange er noch sühnen muss für die Fehler seiner Kollegen. Gott schütze ihn!
Dr. F. Engelmann, "Der 13.", A-4115 Kleinzell 2

Heilung auf die Fürbitte von Bischof Franz Josef Rudigier

1951 erkrankte Sr. Hedwig Schildberger von den Elisabethinen in Linz schwer. Die ersten Anzeichen waren Schwindelanfälle, dann folgten bedenkliche Krampfzustände, die nach Auskunft der Ärzte vom Gehirn ausgingen. Ab 7. März 1951 erlitt die Schwester einige Anfälle. In der Karwoche kam die Krankheit zu einem Höhepunkt, die Schwester war ans Bett gefesselt und konnte nicht mehr sprechen. Starke Medikamente brachten kaum Linderung. In der Osterwoche besserte sich der Zustand leicht. Der Arzt drängte aber zu einer Überführung auf eine Gehirnstation nach Wien. Unterwegs hatte die Kranke einige Anfälle. In Wien musste sie sich allen möglichen Untersuchungen unterziehen. Man fand eine Schrumpfung im Bereich des Gehirns, deshalb wagte man keine Operation. Todkrank kam die Schwester wieder in Linz an.
Darauf sagte die Schwester Oberin Theresita: "Wir haben alles getan, was wir tun konnten, und nun überlassen wir alles Weitere der Vorsehung. Doch wir wollen noch eine Novene zum Ehrwürdigen Diener Gottes Franz Josef Rudigier halten. Wir lassen die Schwester gerne sterben, wenn es Gott beschlossen hat, umso mehr, als die Kranke sich ja selbst mit dem Sterben bereits abgefunden hat. Aber wir wollen trotzdem beten, dass Gott durch eine etwaige Genesung der Schwester Hedwig seinen Diener Rudigier verherrlichen möge."
Die Messnovene der Schwestern begann am 18. April. Am Samstag, 21. April, dem 4. Tag der Novene, geschah das völlig Unerwartete: Die Todes-kandidatin stand auf und war geheilt. Gegen 5 Uhr morgens fühlte sich die bisher Todkranke auf einmal ganz gesund. Die Schwester stand auf, kleidete sich an und begab sich in die Hauskapelle. Dort erhielt sie das Sprechvermögen wieder. Die pflegende Schwester ging mit ihr ins Reliquienzimmer der Muttergottes von Fatima. Der nächste Weg führte die Überglückliche zur Sr. Oberin. Diese war erschrocken über den Anblick von Sr. Hedwig, welche ganz unbefangen sagte: "Würdige Mutter, da bin ich! Ich kann wieder reden und gehen!"
Von dieser Stunde an ging es mit der dem Leben Wiedergeschenkten erfreulich schnell aufwärts. Sie konnte wieder alles essen und brauchte keine Medikamente mehr. Am 20. Mai begann sie wieder ihre gewohnte Beschäftigung im Krankendienst. Sie konnte wieder jede Arbeit verrichten, nichts war ihr schwer, im Gegenteil, es fiel ihr leichter als früher.
Ein ärztliches Gutachten von Chirurg Prof. Dr. Paul Huber liegt vor.


 

 

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