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Rundbrief 77(August 2009 )
     

 

 

Die Mitte der Kirche

Heute hört man viel von einer "Mitte der Kirche". Der Begriff wird jedoch nicht selten dafür verwendet, um Abweichungen von der wahren Kirche zu verharmlosen. Daher sollte man doch versuchen, die Mitte der Kirche etwas genauer zu definieren:

Links - rechts,
konservativ - liberal oder
gläubig - ungläubig?

Jahrhundertelang galt in Kirche und Gesellschaft "rechts" (right, im Recht, ...) als richtig und "links" (link, sinister, ...) als falsch. Um die Menschen glaubensmäßig zu unterscheiden, sind Begriffe aus der Politik - konservativ, liberal oder progressiv - aber völlig unbrauchbar!
Christus hat die Menschen niemals in solche Gruppen eingeteilt. Er hat auch über Seine Apostel niemals von "Männern der Mitte" gesprochen. Sehr wohl aber hat Er klar und deutlich unterschieden zwischen gläubig und ungläubig (z.B.:
"Wer glaubt ... wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden" Mk.16,16), oder in Gleichnissen zwischen guten und schlechten Fischen oder Getreide und Unkraut. Und nur diese Unterscheidung kann auch für die Kirche richtig und entscheidend sein! Wenn jemand gläubig ist, dann ist es völlig irrelevant, ob er von den Menschen als "progressiv", "fundamentalistisch" oder sonstwie bezeichnet wird. Und umgekehrt, wenn er nicht glaubt, ist diese politische Unterscheidung - kirchlich gesehen - genauso irrelevant.
Eines aber ist sicher: Eine Mitte zwischen gläubig und ungläubig gibt es nicht!

Die Begriffsverwirrung -
ein Erfolg des Widersachers

Man muß es als Erfolg unseres Widersachers (Diabolo - Durcheinanderbringer) bezeichnen, dass in der Kirche nicht mehr von "richtig" (Tugend) und "falsch" (Sünde) gesprochen wird, sondern man verwendet heute Begriffe wie links, rechts, konservativ oder liberal. Und sogar Gläubige verwenden diese Ausdrücke, wie wenn das selbstverständlich wäre! Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass es beim Glauben sozusagen viele verschiedene Strömungen geben kann, die alle irgendwie gleichwertig sind und alle irgendwie in den Himmel führen.
Durch diese bewusste Verwirrung der Begriffe ist heute jemand, der in die Kirche geht und nur ein einziges Mal verheiratet ist, nicht mehr einfach "normal katholisch", sondern höchstens "(erz-)konservativ" oder ein "Fundamentalist". Und Wiederheirat, Abtreibung oder gelebte Homosexualität sind eben keine Sünden mehr, sondern höchstens "liberale" Positionen innerhalb(!) der Kirche.
Es ist ganz logisch, dass diese heute übliche Klassifizierung nicht von den Gläubigen - von der wahren Mitte der Kirche - eingeführt wurde, sondern von jenen, die sich von der Mitte entfernt haben. Den Verfechtern dieser Links-Rechts-Theorie kann man nur ins Stammbuch schreiben: Wer sehr weit links steht, für den ist eben die Mitte schon weit rechts!

Die wirkliche Mitte der Kirche ist ...

- wo die Lehre Christi und aller Konzilien der 2000-jährigen Geschichte der Kirche sowie die Dogmen und päpstlichen Anordnungen ernstgenommen, gelehrt und geglaubt werden.
- wo die kirchlichen Vorgaben (z.B. das Sonntagsgebot, mindestens einmal jährliche Beichte, das Ehegebot usw.) gelehrt und gelebt werden.
- wo die vor Gott geleisteten Gelübde (z.B. bei Laien die Ehe, bei Priestern Zölibat und Gehorsam) gehalten werden.
- wo die Sünden noch Sünden sind und gebeichtet werden müssen.
- oder ganz allgemein: Wo die eine, wahre Lehre verkündet, geglaubt und gelebt wird.
Man kann auch sagen, die Mitte der Kirche ist dort, wo der Papst ist - sofern er sich selbst an seine eigenen Vorgaben hält. Denn auch der Papst kann und darf nur das weitergeben, was er selbst durch die Überlieferung übernommen und empfangen hat.

Wo die Mitte verlassen wird

Nicht mehr in der Mitte der Kirche ist also, wer auch nur in einem einzigen Punkt von der Lehre der Kirche abweicht. Die Entfernung von der wirklichen Mitte kann dabei verschieden groß sein. Für die Abweichungen von der Mitte verwendet man heute Begriffe wie "liberal" oder "progressiv". Dagegen wird von diesen Personen wiederum die Mitte der Kirche gerne als "fundamentalistisch", "konservativ", "ewiggestrig", "reaktionär" oder "im rechten Eck" beschimpft (und das ausgerechnet von Leuten, die sich selbst als ach so liberal bezeichnen - gegenüber allem und jedem - nur eben nicht gegenüber der Mitte der Kirche!).
Bei den sogenannten Liberalen, die sich in einiger Entfernung von der Mitte der Kirche befinden, handelt es sich zum Großteil um Oberlaien (aber auch um Priester!), die von der Kirche finanziert werden! Auch wenn diese Liberalen unter den Katholiken nur einen verschwindenden Prozentsatz ausmachen, haben sie doch praktisch die gesamte kirchliche und weltliche Medienwelt in der Hand oder auf ihrer Seite. Und so können sie spielend die Öffentlichkeit manipulieren. Eine Besserung ist daher erst in Sicht, wenn Hitlers Kirchensteuer abgeschafft ist und die Oberlaien von der Kirche nicht mehr bezahlt werden können.

Mehrheit ist nicht Wahrheit

Wahrheit hat mit Mehrheit so viel zu tun, wie Gustav mit Gasthof. Nachdem die Kirche die von Christus vorgegebene eine Wahrheit zu verkünden hat, ist es nicht möglich, die "Mitte der Kirche" sozusagen demokratisch zu ermitteln. Die Demokratie, die als Staatsform heute weit verbreitet ist, ist in der Kirche schlicht unmöglich!
Wenn z.B. Christus erklärt hat, die Ehe ist unauflöslich, kann kein Pfarrgemeinderat (und auch kein "Pastoralrat"!) demokratisch beschließen, dass wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion gehen können. Und wenn der verantwortliche Bischof dazu schweigt, macht auch er sich, als eingesetzter Wächter (= die Übersetzung von "Bischof"), dafür schuldig! Oder wenn sich Dechanten zusammentun und demokratisch entscheiden, dass sie einen vom Papst ernannten Bischof nicht akzeptieren, dann hat das mit unserer von Christus gegründeten Kirche nichts mehr zu tun. Und wenn Bischöfe nicht dagegen einschreiten, sondern vielleicht noch mitspielen, werden sie dafür umso mehr die Verantwortung tragen müssen.
In der Kirche geht es nicht um demokratische Spielereien, sondern um das ewige Seelenheil von Menschen!

Der Bischof - ein Mann der Mitte?

Heute hört man immer wieder die Aussage, ein Bischof müsse ein "Mann der Mitte" sein. Aber leider meint man damit nicht einen Bischof, der in der Mitte der Kirche steht und diese verteidigt, sondern offenbar einen, der zwischen der Mitte und den Abweichungen steht - und das klingt schon eigenartig genug (böse Zungen behaupten, gemeint sei ein Mann, der katholisch redet und liberal handelt).
Von den tausenden, vielleicht Millionen, Märtyrern der Kirche hätten wohl viele ihr Leben behalten, wenn sie "Männer oder Frauen der Mitte" gewesen wären. Auch die Apostel, die bis auf einen ihr Leben für den Glauben gelassen haben, hätten als "Männer der Mitte" länger gelebt. Und auch unser Herr Jesus Christus hätte als "Mann der Mitte" vielleicht nicht am Kreuz enden müssen!
Es gibt keinen Zweifel: Die Aufgabe eines Bischofs ist es, im Auftrag Christi und der Kirche die eigene Herde zu stärken und die verlorenen Schäfchen zurück zur wirklichen Mitte der Kirche zu führen.

Nazis - rechts oder links


Eine Meisterleistung der linken Propaganda war es, die Nationalsozialisten ins rechte Eck zu schieben. Diese Bezeichnung wird heute ganz bedenkenlos von jedermann anerkannt und verwendet. Dadurch ist plötzlich "rechts" mindestens genauso schlecht wie "links" - und "gut" ist daher nur mehr "die Mitte" - zwischen rechts und links.
Leserbrief:

"... Warum fällt man immer wieder in die Grube, die die Sozialisten - gleichermaßen geschickt wie perfide - dadurch gegraben haben, dass sie die Nazis (oder wie man sie früher auch deutlicher nannte: die "Nazi-Sozis") zwecks Distan-zierung nachträglich möglichst weit weg und sehr irreführend in die politisch rechte Ecke verschoben haben. Die braunen Genossen waren Sozialisten wie die roten Genossen. Ihre Gegnerschaft bestand in der Konkurrenz auf gleichem politischen Feld."

Joachim E. K. Schliemann, Hamburg - aus einem Leserbrief in der Jungen Freiheit Nr. 22/09, 22.5.2009

 

 

Diözese Linz: Schiedstelle für Oberlaien gegen Unterlaien

 

Ganz so problemlos scheint der Einsatz der Oberlaien in den Pfarren doch nicht zu sein. Sonst hätte das Linzer Pastoralamt nicht eine neue Kommission (die wievielte?) eingerichtet, die in Konflikten zwischen "ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der Diözese Linz" vermitteln soll. Jedenfalls bietet eine neue "Kommission" aber wieder ein neues Betätigungsfeld für bezahlte Oberlaien.
Pikant ist dabei, dass diese "Kommission" ausgerechnet im Pastoralamt angesiedelt ist. So ist jedenfalls klargestellt, auf welcher Seite diese Kommission steht. Dazu ein Beispiel aus der Vergangenheit: Bei der Pfarrgemeinderatswahl hatte ein "Pfarrassistent" den Kandidaten, der bei der Vorwahl die meisten Stimmen erhielt, einfach von der Liste gestrichen (offensichtlicher Grund: zu katholisch). Das Pastoralamt, für "Beschwerden" zuständig, hielt den Kandidaten dann nur noch zum Narren. Es ist verständlich, wenn sich Katholiken nach solchen Erlebnissen einfach zurückziehen.

 

Der Linzer Weg führt steil abwärts

Ein Kommentar
Groß waren zunächst die Hoffungen der Gläubigen, als Bischof Ludwig Schwarz nach Linz kam. Allerdings konnte die Saat, die seit Jahrzehnten (und heute noch) in der Diözese gesät wird, nicht mehr am Aufgehen gehindert werden.
Groß war auch die Freude der Gläubigen, als man von der Ernennung von Pfarrer Dr. Gerhard Wagner zum Weihbischof durch Papst Benedikt erfuhr - allerdings nicht sehr lange! Den Linzer Drahtziehern gelang es mit Hilfe praktisch aller Medien, dies zu verhindern - und selbst Bischöfe waren beteiligt!
Zur Erinnerung: Pfarrer Wagner hat eine blühende Pfarre mit einer vollen Kirche, täglicher Anbetung (8 bis 18 Uhr), vielen Gebetskreisen, ca. 15 franziskanischen Jugendgruppen, Beichten, täglichem Rosenkranz und Heiliger Messe uvam. Er predigt - wie Christus - auch über Sünde und trägt zudem Priesterkleidung(!). Dass dies alles für den Zivilklerus und die Oberlaien der Diözese zuviel des Guten ist, war schon immer klar.
Jedenfalls hat der erzwungene "freiwillige" Rücktritt von Pfarrer Wagner unter den gläubigen Katholiken einen Schock verursacht, der wohl so schnell nicht mehr zu überwinden ist. Andererseits wurden durch die ganze Aktion doch wieder einigen Menschen die Augen über den wahren Zustand der Diözese geöffnet.
Wer meint, man könnte jetzt, nach geglückter Abwehr eines gläubigen Weihbischofs zur Tagesordnung übergehen, verkennt die Lage. Die diözesane Los-von-Rom-Bewegung hat nun gesehen, wie mächtig sie bereits ist und wird ihre Muskeln in Zukunft vermehrt spielen lassen. Und den Gläubigen kann wohl niemand verdenken, wenn sie sich von dieser Linzer Kirche mehr und mehr zurückziehen - dadurch wiederum können die "liberalen Kräfte" ihren Einfluss noch weiter ausbauen! Dazu hier ein paar Beispiele. H.L.

Ein Dechant outet sich


Erfolg mach Mut: Gleich im Anschluss an die erfolgreiche Abwehr des designierten Weihbischofs bekannte sich Hochwürden Josef Friedl - er war einer der "31 Dechanten" - bei einer Diskussion öffentlich zu seiner langjährigen "Freundin" (anwesend waren auch Pastoralamtsleiter Vieböck, Rolf Sauer u.a.). Die Medien waren natürlich begeistert über seinen "Mut" und seine "Ehrlichkeit". Auch in der Linzer Kirchenzeitung war zu lesen: "Respekt und Hochachtung für Pfarrer Friedls offenes Bekenntnis!". Was folgte, war ein "Linzer Komödiantenstadl". Hier eine kleine Auswahl der Schlagzeilen: 19.6.: "Pfarrer Friedl will wieder zölibatär leben". 19.6.: "Hw. Friedl weiß nichts von einer gemeinsamen Lösung". 19.6.: "Pfarrer Friedl lebt laut Bischof Schwarz wieder zölibatär". 20.6.: "Pfarrer Friedl: 'Ich weiß von nichts'". 20.6.: "Friedl kehrt zum Zölibat zurück". 21.6.: "Ganz sicher keine Trennung". Nach vielem Hin und Her als letzte Meldung am 17.7.: "Mein Privatleben ist privat". Und das war's. Hw. Friedl bleibt Pfarrer und wartet auf seine Pensionierung im nächsten Jahr.

Fronleichnams-Parodie in Linz


Ein anderer Dechant der "31", Hochw. Helmut Part schreckt auch vor dem Allerheiligsten nicht zurück. Er verwendete eine lange Grillzange mit einem großen türkischen Fladenbrot als "Monstranz". Das Pastoralamt war offenbar sehr angetan und veröffentlichte im Internet ein Foto davon (dieses wurde später, nach Protesten, allerdings wieder entfernt). Laut Medienberichten wurden die Brotstücke und Brösel später - mittlerweile eingetrocknet - in einer Pfarre aus einer Schuhschachtel als Kommunion ausgeteilt. Bischof Schwarz bedauerte, dass diese Feier, welche die Einheit mit dem Herrn der Kirche zum Ausdruck bringt, "auch Anlass zum Anstoß für Gläubige geworden ist".

"Bischöfin" etabliert sich in der Diözese


In der Diözese Linz fand jahrelang - schon zu Zeiten des letzten Bischofs - die Ausbildung von fünf Frauen für die Weihe als "Priesterinnen" statt (DIE WAHRHEIT berichtete mehrmals). Sie wurden nach ihrer "Weihe" exkommuniziert. Die Damen veranstalten dem Vernehmen nach Trauungen, Taufen und Begräbnisse. Eine von ihnen, Frau Mayr-Lumetsberger, hat sich inzwischen bereits zur "Bischöfin" "weihen" lassen.
Frau Lumetsberger als "nicht-katholische Amtsträgerin"?
Am 28.5. leitete Frau Lumetsberger ein Begräbnis in Kremsmünster, bei dem ihr laut Zeitung "Der 13." Patres des Benediktinerstiftes assistierten. Anschließend fand in der Stiftskirche ein Requiem statt, bei dem Frau Lumetsberger im Bischofskostüm mit Patres des Stiftes "konzelebrierte". Der Pressesprecher des Stiftes erklärte später, dass es sich um keine wirkliche Konzelebration handelte - vielmehr war Frau Lumetsberger so
"zugegen, wie dies bei Begräbnissen auch öfters nicht-katholische Amtsträger sind".


"Bischöfin" bedient sich selbst


Im Juli erschien Frau Lumetsberger in ihrem Bischofskostüm bei einer Heiligen Messe von Bischof Ludwig Schwarz. Dieser verweigerte ihr die Kommunion - da griff sie einfach selbst zu.
Man fragt sich natürlich, ob das auch bei der normalen Form der Kommunionspendung (kniende Mundkommunion), wie sie auch der Papst praktiziert, so leicht möglich gewesen wäre?!

 

Gesellschaft und Politik heute

Zwei interessante Gespräche an Stelle eines Wahlkommentars von Dr. Felix Bentz

Die Politik
Vor wenigen Jahren überlegte in Oberösterreich ein kleiner Kreis Möglichkeiten, die zunehmenden Differenzen zwischen der ehemals christlich-sozialen ÖVP und bewussten Christen zu verringern. Das Gespräch dauerte eine Stunde. Daran nahmen teil: Ein (auch heute noch) bedeutender ÖVP-Politiker, ein Priester, ein Vertreter der "Jugend für das Leben" und ich.
Eingangs regte der Jugendvertreter an, die ÖVP möge sich doch wieder für den Rechtsschutz der Ungeborenen einsetzen. Die Antwort des Politikers: "Da finden wir keine Mehrheit ..." (wie lange war es her, dass die Abtreibungsgesetze mit nur zwei Stimmen Mehrheit im Nationalrat beschlossen wurden?). Ich darauf: "Herr Abgeordneter, wenn man in dieser Sache nichts mehr unternimmt, sind morgen die Alten und Kranken dran."
Sodann setzte ich fort: "Gut, sprechen wir von der Mehrheit. Die Mehrheit der einfachen Leute auf der Straße hat für die heutige einseitige homophile Politik kein Verständnis. Könnte die ÖVP nicht ein klares, christliches Profil zeigen?" Die Antwort: "Hier müssen wir Brüssel fürchten."
Als nächstes nahm ich Unterlagen aus meiner Aktentasche. Sie zeigten auf, dass unter ÖVP-Verantwortung einem stark pornographischen Lichtspieltheater eine Subvention von 350.000 EURO (5 Millionen Schilling) zuteil wurde. Mein Kommentar: "Das ist völlig untragbar." Die Antwort: "Da müssen wir auf die Roten Rücksicht nehmen."
Am Ende des Gespräches gab ich zu bedenken, "Herr Abgeordneter: Im ersten Fall finden Sie keine Mehrheit, im zweiten Fall müssen Sie Brüssel fürchten und im dritten Fall müssen Sie auf die Roten Rücksicht nehmen. Wundert es Sie, wenn der einfache Mensch, wenn vor allem die Jugend, Politik für schmutzig hält? Wohin aber gelangt eine solche Gesellschaft?"
Die Kirche
Das zweite Gespräch fand Jahre zuvor mit einem österreichischen Bischof statt (war er schon Bischof?). Ich klagte, dass die ÖVP für einen Christen immer schwerer wählbar werde. "Sei still! Die Hauptschuld hat die Kirche!..." (die es an klarer Aussage und Führung fehlen läßt).
Wie sagten die Griechen vor 3000 Jahren? Die Demokratie als Staatsform verkommt mit der Zeit durch Gefälligkeitspolitik und wird dann von einer Diktatur abgelöst. Kein Zweifel, eine Politik, die das Prinzip der Mehrheit oder der politischen Taktik als obersten Maßstab gewählt hat, an Stelle der 10 Gebote, an Stelle der Wahrheit, eine solche Politik führt zum Tod der Gesellschaft.
Nun hat sich aber offenbar auch die Kirche der Welt geöffnet, und diese ist in die Kirche eingedrungen. Gremien regieren in der Kirche an Stelle der Hirten. Die Taktik ist an Stelle des klaren Bekenntnisses der Wahrheit mit ihren Konsequenzen getreten. Wie sagte der Heilige Vater Pius XII? "An der Sicherheit der apostolischen Führung darf kein Zweifel entstehen." Das ist es.
Die einzige Chance für eine verdorbene Gesellschaft, für eine Gesellschaft am Abgrund, liegt in einer Umkehr der Kirche zu ihrer eigentlichen Aufgabe, das Salz der Erde zu sein, statt sich anzugleichen und schal zu werden. Die Kirche muß umkehren zu ihrer ganzen heiligen Überlieferung, zu ihren Wurzeln, zum HERRN hin.
Zugegeben, das wäre ein Wunder - allerdings nicht das erste in der langen Geschichte der Kirche!

 

Obama - der Homo-Aktivist

Mit einer feierlichen Erklärung hat Präsident Barack Obama den Monat Juni zum „Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender Pride Month 2009“ erklärt. Er würdigt die herausragenden Verdienste der „LGBT-Amerikaner“ für Amerika, insbesondere deren Einsatz gegen die HIV/AIDS-Epidemie; er  ist „stolz, der erste Präsident zu sein, der innerhalb der ersten hundert Tage seiner Amtszeit LGBT-Kandidaten in [hohe] Positionen berufen hat“; er verspricht der LGBT-Jugend, sie vor Drangsalierung zu schützen, den „LGBT-Familien“ und Senioren, ihre Leben mit Würde und Respekt leben zu können“; er bekundet seine „Partnerschaft mit der LGBT-Community“, um deren Forderungen weltweit durchzusetzen, insbesondere die Homoehe, die Kinderadoption, die Kriminalisierung von sog. „Haßreden“, die Integration in die Streitkräfte und Sicherheitsdienste; er ruft den Kongreß und das amerikanische Volk auf, „gleiche Rechte für alle durchzusetzen“. Dies alles nütze nicht nur den „LGBT-Amerikanern“, sondern der gesamten Nation, weil damit die Prinzipien verwirklicht würden, „auf die sich unsere Nation gründet“.  
Mit allem Pomp, den das Amt zu bieten hat, erkläre „ICH, BARACK OBAMA, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft der Autorität, die mir die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehen haben,  hiermit den Monat Juni 2009 zum Lesbischen, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen Pride Month. Ich rufe das Volk der Vereinigten Staaten auf, sich der Diskriminierung und dem Vorurteil überall entgegenzustellen, wo diese existieren. Um dies zu beurkunden, setze ich heute hierunter meine Unterschrift an diesem ersten Tag des Juni im Jahr des Herrn zweitausendundneun und im zweihundertdreiunddreißigsten Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika.“
Damit macht sich Obama vor aller Welt zum Homo-Aktivisten Nummer eins. Was er hier weltweit durchzusetzen verspricht, sind die „Yogyakarta-Prinzipien“, die 2006 von UN-Beamten und sogenannten führenden „Menschenrechtsexpertinnen  und –experten“, sprich Homo-Aktivisten, im indonesischen Yogyakarta formuliert wurden.  Eine radikalere Position kann man nicht einnehmen. Ebenso radikal ist sein Kampf um die Abtreibung, insbesondere die Spätabtreibung (partial birth abortion). Bekanntlich will Obama medizinischem Personal verbieten, eine Mitwirkung an Abtreibungen aus Gewissensgründen zu verweigern. Der so demokratische Obama zeigt sich in Fragen der Abtreibung und der Homo-Agenda, genannt Gender-Mainstreaming, totalitär.
Sehen wir dieses ideologische Meisterstück genauer an. Es wird der „Monat des Stolzes“ ausgerufen. Stolz worauf? Auf die „großen und dauerhaften Leistungen der LGBT-Amerikaner, welche das Gewebe der amerikanischen Gesellschaft stärken“.  Welches sind die herausragenden Leistungen einer Bevölkerungsgruppe, deren Identität sich durch ihre Nicht-Heterosexualität definiert? Ein einziger Bereich wird genannt: Die Mobilisierung der Nation gegen die HIV/AIDS-Epidemie. Bedenkt man, dass die Infektionsrate in amerikanischen Hauptstädten steigt und ca. zwei Drittel der Neuansteckungen „Männer sind, die Sex mit Männern haben“ (Robert Koch Institut), dann müsste diese besondere Leistung korrekterweise heißen: Der beträchtliche Beitrag der LGBT-Community zur Ausbreitung von AIDS.  
Wird der Zusammenhalt der amerikanischen Gesellschaft dadurch wirklich verstärkt? Im Gegensatz zur Familie, die auf der Einheit von Mann und Frau beruht und den Zusammenhalt der Generationen bewirkt, spaltet praktizierte Homosexualität die Geschlechter und die Generationen, die Familien und die Kirchen, die Gläubigen und die Atheisten.
Damit die LGBT-Jugend „ohne Angst und Drangsalierung lernen“ kann, wird weltweit darum gekämpft, Kindern und Jugendlichen die Homosexualität als gleichwertige Option zur Heterosexualität einzuimpfen. So hat die Stadt Wien gerade einen Feldzug gegen „Homophobie“ gestartet, indem sie in Schulen und U-Bahnen 3000 Plakate aufhängt, die ein küssendes homo- und heterosexuelles Paar zeigen. Dass die Lebenserwartung praktizierender männlicher Homosexueller um etwa 20 Jahre geringer ist als im Durchschnitt, scheint niemanden zu stören.
Der Präsident verspricht, sich für die Homoehe samt Kinderadoption einzusetzen. Es gibt nicht den Schatten eines Zweifels, dass Kinder Vater und Mutter brauchen, aber das Kindeswohl interessiert nicht. Er spricht von „LGBT-Familien“. Ob er uns erklären kann, wie zum Beispiel die Familie von Bisexuellen beschaffen ist und wie es Kindern in einer solchen Familie geht?  
Der Präsident wird die Streitkräfte und die nationalen Sicherheitsdienste durch die offene Integration von LGBT-Amerikanern „stärken“. Stärken Homosexuelle wirklich die Kampfkraft der Truppe?
Obama wird sich weltweit für die Entkriminalisierung der Homosexualität und für die Kriminalisierung der Gegner dieser Entwicklung einsetzen. Das bekundet er feierlich im „Jahr des Herrn zweitausendundneun…“
Für Christen bedeutet dies, dass das Wertefundament und die sozialen Strukturen, derer christlicher Glaube bedarf, zerstört werden. Christen glauben und wissen,  dass es eine Schöpfungsordnung gibt, deren Anerkennung dem Menschen Freiheit und Glück schenkt. Sexualität ist für den Christen ein Weg der Liebeshingabe zwischen Mann und Frau, die offen ist für neues Leben. Der Bund zwischen Mann und Frau ist ein Abbild des Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Wer den Bund mit Gott aufkündigt, der verliert die Fähigkeit zum menschlichen Ehebund, und wer die Ehe als Ort der sexuellen Vereinigung von Mann und Frau auflöst, der verliert die Möglichkeit zum Bund mit Gott. Wie soll die Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation gelingen, wenn Kindern homosexuelles Verhalten als Verwirklichung von Freiheit und Gerechtigkeit präsentiert wird, ein Verhalten, welches die Bibel Sünde nennt, weil es von Gott trennt?
© Gabriele Kuby

 

Rom, warum schweigst Du?

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein größerer Skandal in der Diözese Linz bekannt wird. Immer wieder fragt man sich, ob man solche Dinge überhaupt berichten darf. Es scheint aber keine andere Möglichkeit zu geben, um die Verantwortlichen endlich aufzuwecken. Ein neuerer (sicherlich nicht der letzte) Bericht bezieht sich wieder einmal auf den Internet-Auftritt der Diözese. Wir können ihnen fogenden Kommentar von kreuz.net (26.6.2009) - leicht gekürzt - leider nicht ersparen:

Bistum mit hartem Schwanz

... Es wird immer offensichtlicher, dass die Diözese Linz in Oberösterreich völlig aus der Kontrolle geraten ist. Jüngstes Beispiel ist ein auf der Diözesan-Webseite veröffentlichter Text. Er steht unter dem Titel „»Harter Schwanz – weicher Sex« Männer zwischen Lust und Frust.“ Der Skandaltext ist Teil eines „Männeratlas“ des ‘Katholischen Männerbundes’. Dieser hat seinen diözesanen Webauftritt im Rahmen der Linzer ‘Katholischen Aktion’, die auf der Bistums-Webseite über das Pastoralamt zu erreichen ist.
In dem Skandaltext spielt das erigierte männliche Fortpflanzungsorgan eine entscheidende Rolle. So wird festgestellt, dass die von der Porno-Industrie vorgestellten „Männer mit den stahlharten Latten, die scheinbar die halbe Nacht Geschlechtsverkehr haben“, für die meisten Männer unerreichbar sind. Die Webseite der Linzer Diözese zeigt keine falschen Hemmungen: „Wir Männer tragen unser Geschlechtsteil so sichtbar durch die Gegend, dass es schwer fällt, nicht darauf zu achten“ – wird da erklärt. Mann-Sein heiße für viele Männer „Fixiert-sein auf ihren Penis; als »Willi« oder »Johannes« führt »er« nicht selten ein Eigenleben.“ Oder: „Wenn der Schwanz umkippt, fällt man(n) um“. Manchmal sei der Selbstwert des Mannes an die „Steifheit seines Gliedes“ gekoppelt. Die Männer werden auch vor einer „soften“ Haltung gewarnt. Das bedeute eine Verleugnung eigener aggressiver Impulse. Die sexuelle Penetration sei grundsätzlich ein aggressiver Akt und Aggression gehöre zur Sexualität dazu:
„Damit ist nicht Brutalität gemeint, sondern Zupacken, machen, stoßen, tun, auf eigene Impulse zu achten“ – weiß die Bistums-Homepage.
Sie erkennt im weiteren, dass es immer mehr „lustlose Männer“ gibt und stellt die Fragen: „Wie soll sie denn aussehen, die befriedigte / befriedigende (wen?) / befriedete männliche Sexualität? Geht denn das: Weicher Sex mit hartem Schwanz?“
Der Text schließt mit einer Entschuldigung: „Wir gehen von heterosexuellen Beziehungen aus, ohne damit homosexuelle Beziehungen abwerten zu wollen.“ Vieles gelte auch für „homosexuelle Beziehungen“. Die Formulierungen seien aber auf „heterosexuelle Beziehungen“ abgestimmt.
Abgeschlossen wird der Artikel mit der Empfehlung einiger unmoralischer Skandal-Webseiten. So wird die Homepage ‘www.sextra.de’ als „ausgezeichnete Web-Site von ‘Pro Familia Deutschland’“ vorgestellt. ‘Pro Familia Deutschland’ gehört zu dem in den USA von Rassisten gegründeten berüchtigten Netzwerk ‘Planned Parenthood’, das die Abtreibungsgewalt propagiert und Kinderschlachthäuser betreibt.
Reklame macht die Diözesan-Webseite auch für die vom Staat unterstützte angebliche Beratungsstelle ‘Bily’ in Linz. In ihrer Link-Liste weist ‘Bily’ auf die Schlachtungs-Organisation ‘Pro Familia’ sowie auf Webauftritte zur Anti-Kinder-Pille, zur ‘Tötungspille danach’ und zu anderen menschenverachtenden Verhütungsmitteln hin. Verlinkt wird auch auf Kinderschlachthäuser und Propagandisten der Homo-Perversion.
Die Linzer Diözesan-Webseite empfiehlt im weiteren die homo-ideologisch unterlaufene Linzer ‘Aidshilfe’ und den österreichischen Homo-Kampfverein ‘Hosi’.

 

Zur Kirchenkrise in Österreich

Kommentar von Dipl.-Ing. Andreas Kirchmair

 

Wie kam es zu dieser Entwicklung, die ihren vorläufigen Höhepunkt in der verhinderten Weihe von Pfr. Wagner zum Linzer Weihbischof gefunden hat? Als Vergleich für die heutige Situation könnte man ein Reservat in Amerika nehmen: Im „Reservat kath. Kirche Österreich“ geht es politisch korrekt zu, dementsprechend ist es im Laufe der Jahre immer kleiner geworden: Einige Merkmale:


  • Die Trennung von Kirche und Staat ist in Österreich noch immer nicht wirklich vollzogen. Viele in der Amtskirche agieren, als wären sie Beamte eines Religionsministeriums und hätten einen Amtseid auf die Republik und Gesetze wie z.B. die Fristenregelung geschworen, statt sich in Wort und Tat zum Evangelium und z.B. zu den Müttern und ihren ungeborenen Kindern zu bekennen. Daher reden und schreiben die meisten unserer Bischöfe auch wie Politiker und nicht wie Seelsorger.

  • Die unter den Nazis eingeführte Kirchensteuer: Wer (diese) nicht zahlt, der „fliegt“ bzw. wird automatisch als „abgefallen“ qualifiziert und exkommuniziert. Was völlig absurd ist, denn was hat mein kath. Glaube mit meinem „Mitgliedsbeitrag“ zu tun? Aber da es um viel Geld geht, wird dieses System mit den wildesten kirchenrechtlichen Verrenkungen aufrecht erhalten, was aber nichts daran ändert - es ist nicht haltbar.

  • Die hohen Einnahmen durch die Kirchensteuer erlauben Österreichs Kirche eine Menge kath. Wildwuchs, z.B. die Katholische Aktion (KA). Jeder Diözesanbischof hält sich seine eigene kath. Laienorganisation, obwohl es in unserem Land bei Gott genügend Laien in freien kath. Vereinen und Bewegungen gibt. Die dem Diözesanbischof unterstehende und von ihm (mit-)finanzierte KA hat sich in enger Kooperation mit den Kirchenvolksbegehrern das „Los von Rom“ auf ihre Fahnen geheftet. Daneben unterstützt die KA politische Forderungen zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften, zur Verteidigung der massenweisen Fristentötung ungeborener Kinder und garniert das noch mit Initiativen zum Umweltschutz (z.B. Autofasten). Anstatt sich auf eigenes Risiko am freien Markt der Gesellschaft zu bewähren, nimmt die KA für ihre Politisiererei Geld der Kirchensteuerzahler. Das ist charakterlos. Die KA hat sich bei uns weitgehend überlebt.

  • Während Pfr. Wagner die Fristenregelung ein „mörderisches Gesetz“ nannte und BP Fischer daraufhin „betroffen“ die Stirn runzelte, hat sich die Bischofskonferenz damit längst arrangiert. Daher unterstützen die Oberhirten mit Kirchensteuergeldern und durch (KA-) Funktionäre auch die Aktion Leben Österreich (ALÖ). Diese hat jedoch seit 20 Jahren mit der Lehre der Kirche kaum noch etwas am Hut und bekämpft nicht mehr die Abtreiberlobby, sondern kath. Lebensschützer. Alle österr. Diözesen haben mittlerweile ihre Lebensschutzpolitik an die ALÖ delegiert. Und die ist gescheitert, völlig gescheitert - da ist nichts mehr zu retten. Die Politik nimmt die Bischöfe beim Lebensschutz Ungeborener auch nicht mehr ernst. Da kann man nur mehr Konkurs anmelden und völlig neu beginnen.

  • Ein eigenes Kapitel ist die Rätekirche, in der Pfr. Wagner offenbar nicht integriert war. In meiner Funktion als DKO-Vorsitzender war ich traditionsgemäß selbst von 2003–2005 (dann habe ich zurückgelegt, weil es mir leid war um die Zeit) Delegierter zum steir. Diözesanrat, wo Bischof und Pastoralamtsleiter dreimal jährlich Hof halten, sich von rund 70 (!) Personen „beraten“ und diese dann über vorbereitete Anträge abstimmen lassen und mit ihnen Demokratie spielen. Die ganze Veranstaltung findet in einer Atmosphäre statt, die an einen Kindergarten erinnert, ist ziemlich aufwändig (auch finanziell), aber harmlos und völlig wirkungslos. Ein Auslaufen dieser und ähnlicher Ratsversammlungen wird außer den unmittelbar betroffenen Delegierten niemand bemerken.

  • Ein Wort zum Klerus: Mein Onkel aus OÖ hat sich vor 2 Jahren darüber beklagt, dass sein Pfarrer die Ministranten zu einem Ausflug zu seinen 4 Kindern mitnimmt. Diese in immer mehr Pfarren teils offen, teils verdeckt ausgelebte und von den Bischöfen geduldete „Freundinnen- und Kinderwirtschaft“ im Klerus geht den Leuten unheimlich auf den Geist. Die Leute möchten auch wissen, für wie viele Priesterkinder und in welcher Höhe vom Ordinariat finanzielle Unterstützungen geleistet werden. Das Ganze ist ein weiteres Beispiel kath. Doppelbödigkeit und Doppelmoral und schadet der Glaubwürdigkeit der Kirche enorm.

  • Die theologische Ausbildung des Klerus findet an den staatlichen Universitäten statt. Diese ist zu einer Spielwiese kirchen- und papstkritischer Professoren geworden. Das „Los von Rom“ und ihre Thesen verbreitet sich von dort seit vielen Jahren auf kath. Schulen, kath. Organisationen, Pfarren und bischöfliche Ordinariate. Es ist kein Wunder, wenn Studenten - falls sie nicht notgedrungen auf private Ausbildungsstätten ausweichen - bis Abschluß des Theologiestudiums ihren Glauben verloren haben. Der so oft beklagte Priestermangel ist eine natürliche Folge davon - und den zahllosen Kindesabtreibungen.

  • Der große Einfluss von ÖVP-Politikern ist ein weiteres Symptom. Obwohl sich insbesondere kath. Wähler in den letzten Jahren in Scharen von dieser einst christlichen Partei abgewendet haben, zählt diese immer noch alles Katholische zu ihrem Herrschaftsbereich. Und dort wird nach allen Regeln der Politik intrigiert und instrumentalisiert, was einen weiteren verheerenden Einfluss hat, besonders auf kath. Vereine. Die jüngsten, ärgerlichen Wortmeldungen von LH Pühringer, Ex NR-Präs. Khol, Ex NR-Abg. Kohlmaier und Co. sind nur die Spitze des Eisbergs.

Alle diese Missstände im „Reservat kath. Kirche Österreich“ zeigen, dass unsere Amtskirche von ihrer Führung und Struktur her ein Sanierungsfall geworden ist. Darüber können auch Dialogveranstaltungen und ein paar Reförmchen nicht mehr hinwegtäuschen.

Dennoch, der Glaube lebt und man sollte sich nicht entmutigen lassen. Österreichs Kirche hat schon Schlimmeres überstanden. Beten wir für sie und bitten wir den Nuntius und den Papst aus Bayern, der Österreich gut kennt, Österreichs Kirche rasch zu Hilfe zu kommen und einen tiefgehenden Erneuerungsprozeß einzuleiten !

DI. Andreas Kirchmair (29.3.09)

Der Autor ist selbständiger Unternehmensberater, langjähriger ehrenamtlicher kirchl. Funktionär in der Steiermark und überregional tätiger Lebensschützer.

 

Leserbrief eines Pfarrers der Diözese Linz

aus der Wiener Zeitung, 24.7.2009 - zur Analyse von Heiner Boberski vom 18. Juli (Hervorhebung durch die Redaktion):
Ich stimme der Einschätzung des Autors über die Spaltung in der Diözese zu. Der Hauptgrund dieser Spaltung, die quer durch Laien und Priester geht, liegt wohl in dem Machtanspruch, den eine Gruppe von Funktionären auf eine von universalkirchlicher und ortsverwurzelter Einbettung ungebundene Verwirklichung von Kirche erhebt. Die Diözese ist in die Hände dieser Clique gefallen, die ein geschlossenes System bildet, und jedem, der sich ihrem Machtanspruch widersetzt, wird mit konsequenter Härte entgegengetreten.
Dies zeigte sich deutlich bei der Ernennung von Weihbischof Gerhard Wagner, dies bekommt vor allem der Bischof seit seinem Amtsantritt zu spüren. Mit welchen Methoden gearbeitet wird, habe ich als Pfarrer, der ich weder progressiv oder konservativ organisiert bin, noch in den verschiedenen „Kampfgruppen“ mitmache, selber erfahren. Nach der schlichten Mitteilung, das Abonnement der „Kirchenzeitung“ nicht zu verlängern, kündigte mir ein hochrangiger Verantwortlicher der „Kirchenzeitung“ telefonisch an, er müsse dies den Diözesanoberen melden. Ich ließ mich nicht einschüchtern. Kurze Zeit später erhielt ich einen Hinweis, meine Pfarre könnte bei der Vergabe von Diözesangeldern Schwierigkeiten bekommen, wenn keine „Kirchenzeitung“ bestellt werde. Diese ins Kriminal reichenden Machenschaften der Einschüchterung, Nötigung und Erpressung haben mir die Augen über die Arbeitsmethoden geöffnet.
Die Absetzung von Ferdinand Kaineder als Pressesprecher hat sich als richtig erwiesen. In der Boulevardpresse ist der Bischof für die Abberufung Kaineders vielfach gescholten und abgewertet worden.
Dies zeigt, dass es Kaineder in den vergangenen Jahren vorzüglich gelungen ist, seine eigene Person in der Medienszene gut zu vernetzen und zu bewerben. In seiner eigentlichen Aufgabe, bei den Medien für eine ausgewogene Berichterstattung in kirchlichen Belangen zu sorgen, hat er versagt.

DDr. P. Leopold Fürst OSB, 4817 St.Konrad

 

Nachrichten

 

Italien will Abtreibung
weltweit eindämmen

kath.net 17.7.2009: Italiens Regierung hat beschlossen, sich bei der UNO und der EU für ein weltweites Moratorium zur Abtreibung einzusetzen.
Rom: Die Mitte-rechts-Koalition der italienischen Regierung hat einen Antrag in der Abgeordnetenkammer verabschiedet, dass sich Italien bei der UNO für ein weltweites Moratorium bei der Abtreibung einsetzen wird. Ein „Moratorium“ ist eine Übereinkunft, eine bestimmte Sache aufzuschieben oder vorläufig zu unterlassen (aus dem lateinischen „mora“: „Verzug“). Das meldet die Wiener Zeitung. Vorbild dafür sei Italiens Einsatz für ein weltweites Moratorium bei der Todesstrafe, sagte Rocco Buttiglione. Der Präsident der UDC (Christdemokratische Union), die gemeinsam mit der Koalition für den Antrag gestimmt hatte, erklärte weiters: „Die UNO soll den Schwangerschaftsabbruch als Mittel zur demografischen Kontrolle verurteilen und das Recht jeder Frau anerkennen, nicht zur Abtreibung gezwungen zu werden. Sie muss Maßnahmen ergreifen, wirtschaftliche und soziale Ursachen des Schwangerschaftsabbruchs zu bekämpfen.“ Auch dem EU-Parlament soll ein Antrag für ein Abtreibungs-Moratorium vorgelegt werden.

Amnesty International kämpft für Abtreibung in Nicaragua

kath.net/idea 29.7.2009: Laut der Menschenrechtsorganisation werden durch das Abtreibungsverbot „Menschenrechte verletzt“.
Mexiko Stadt: Vor zwei Jahren hat die internationale Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) beschlossen, Abtreibung als Menschenrecht anzuerkennen und sich für ihre Entkriminalisierung einzusetzen. Dies hat sie weltweit zahlreiche Mitglieder gekostet. In Nicaragua setzt ai ihren damaligen Beschluss derzeit um. Das Abtreibungsverbot im mittelamerikanischen Nicaragua stößt bei der Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) auf scharfe Kritik. Das 2006 erlassene völlige Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen verletze die Menschenrechte und sei für den Tod einer wachsenden Zahl von Frauen und Kindern verantwortlich, heißt es in einem Bericht, den ai in Mexiko Stadt veröffentlicht hat. Damit startete die Organisation eine Kampagne, um das Gesetz zu widerrufen.

Führender Medjugorje-Franziskaner auf eigenen Wunsch laisiert

kreuz.net 28.7.2009: Für den damaligen zuständigen Bischof galt er als eigentlicher Organisator des Medjugorje-Phänomens. Dann verstrickte er sich in viele Probleme.
Papst Benedikt XVI. hat den bosnischen Franziskanerpater Tomislav Vlašic (67) auf dessen eigenen Wunsch in den Laienstand zurückversetzt. Das berichteten zahlreiche Medien. Die Laisierung erfolgte bereits im Mai. Sie wurde aber erst jetzt bekannt.
Pater Vlašic wurde im Jahr 1981 – einige Monate nachdem die mutmaßlichen Erscheinungen begonnen hatten – Kaplan in der Pfarrei Medjugorje. Diese gehört zum Bistum Mostar.
Der damalige Bischof von Mostar, Mons. Pavao Zanic († 2000), der den Erscheinungen ablehnend gegenüberstand, bezeichnete Pater Vlašic als den eigentlichen Organisator des Medjugorje-Phänomens.
Im Jahr 1987 gründete Pater Vlašic die Gemeinschaft ‘Königin des Friedens, ganz dein – durch Maria zu Jesus’.
Doch dann wurden Vorwürfe sexueller Verfehlungen, schweren Ungehorsams, der Verbreitung von Irrlehren und Manipulationen gegen ihn laut.
Der Pater wurde letztes Jahr von der Glaubenskongregation als Priester suspendiert. Er sollte sich in ein Franziskanerkloster in Norditalien zurückziehen. Jeder Kontakt mit seiner Gemeinschaft oder öffentliche Auftritte wurden ihm verboten. Anschließend wurden Untersuchungen zu verschiedenen Unregelmäßigkeiten eingeleitet.
Doch Vlašic wollte den Sanktionen der Glaubenskongregation nicht Folge leisten. Darum hat er nach Angaben der Generalprokuratur der Franziskaner im Mai seine Entlassung aus dem Klerikerstand und aus dem Orden erbeten.
Durch die persönliche Entscheidung des Franziskaners, das Priestertum zu verlassen, wurden die gegen ihn laufenden Untersuchungen eingestellt.


Großauftrag der österreichischen Bischofskonferenz für Zulehner

kath.net 2.4.2009: Der umstrittene Pastoraltheologe, der noch diese Woche den Bischöfen Versagen vorgeworfen hatte, bekommt von der Bischofskonferenz einen „neuen Job“ und darf demnächst eine von Kirchenbeitragsgeldern finanzierte Umfrage bei Pfarrgemeinderäten „begleiten“.
Wien: Der umstrittene Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner, der noch diese Woche den österreichischen Bischöfen Versagen vorgeworfen hatte, bekommt nach seiner Emeritierung als Professor von der österreichischen Bischofskonferenz einen „neuen Job“ und darf demnächst eine von Kirchenbeitragsgeldern finanzierte Umfrage unter den Pfarrgemeinderäten durchführen. Die Umfrage wird Zulehner gemeinsam mit den österreichischen PGR - Referenten und Pastoralamtsleitern durchführen. Zwischen Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sollen dabei mehr als 30.000 Frauen und Männer zu ihrer Arbeit als Pfarrgemeinderat/rätin befragt werden. Die Umfrage wurde von der österreichischen Bischofskonferenz in Auftrag gegeben. Bei einer „Diskussion“ in Linz sprach Zulehner von einem „Versagen der Bischöfe“ und ortete „kirchenpolitische Inkompetenz“ bei Papst Benedikt XVI. Außerdem meinte er, dass der Papst „schlechte Mitarbeiter“ habe. Jene Gruppen, die gut mit dem Papst und der Kirche leben können, seien „rechts“ und „dialogunfähig“, urteilte Zulehner. Seine Interpretation: Die Menschen seien wieder „unterwerfungsbereit“, weil sie mit ihrem eigenen Leben überfordert seien. Greife man die Autorität an, die allmählich ihr schwaches Ich ersetze, ernte man Aggressivität.

Neues von Paraguays Ex-Bischof

Im April 2008 hatte Bischof Fernando Lugo Mendes sein Bischofsamt an den Nagel gehängt und wurde Politiker. Anlass genug für die Linzer Kirchenzeitung, ihm Lobeshymnen zu singen (1.5.2008, Überschrift: "Paraguays Hoffnungsträger"). Nachdem auch der Linzer Bischof sein "Befremden" über diesen Artikel in seiner Kirchenzeitung bekundete, legte diese noch einmal nach und brachte am 12.6.2008 eine ganze Seite über diesen "Hoffnungsträger" (DIE WAHRHEIT berichtete in Nr. 75).
Nun werden langsam nähere Details über den Ex-Bischof bekannt, die Sie natürlich in der LKZ nicht lesen werden. kat.net berichtete am 24.4.2009 unter dem vielsagenden Titel:

Paraguayanische ‘Theologie der Befreiung’

Wie viele Kinder hat Präsident Fernando Lugo von Paraguay? Bis jetzt soll der „Skandal“-Bischof bereits drei uneheliche Kinder gezeugt haben - „Opus Dei“-Bischof spricht Klartext: Kirchliche Hierarchie wusste seit 2004 von den Eskapaden.

Paraguay. Die Skandalberichte rund um Präsident Fernando Lugo von Paraguay, ein ehemaliger katholischer Bischof des Landes, reißen nicht ab. Inzwischen gibt es bereits Berichte über drei uneheliche Kinder mit drei verschiedenen Frauen. Beim jüngsten Fall handelt es sich um eine 39-jährige Leiterin eines Kindergartens in einem Armenviertel der Hauptstadt Asuncion und ihren 16 Monate alten Sohn Juan Pablo. Ein anderer Fall handelt von der 27-jährigen Benigna Leguizamon, die anscheinend als Putzfrau in der Diözese San Pedro von Lugo geschwängert wurde und heute einen sechsjährigen Sohn hat. Ein Kind mit der 28-jährigen Viviana Carrillo hat der Ex-Bischof inzwischen anerkannt. In einigen Medien gibt es bereits ein Rätselraten, ob es bei diesen drei unehelichen Kindern bleiben werde. Der in den westlichen Medien als „Armenbischof“ bezeichnete Ex-Bischof, der noch dazu ein bekannter Vertreter der „Theologie der Befreiung“ war, war bis Januar 2005 Bischof in San Pedro. 2007 kandidierte er für das Präsidentenamt und wurde daraufhin vom Vatikan von all seinen Ämtern suspendiert und in den Laienstand versetzt. Die paraguayanische Bischofskonferenz hat inzwischen für die Sünden von Hirten um Vergebung gebeten, ohne allerdings Lugo direkt zu erwähnen. Klarer spricht inzwischen der paraguayanische „Opus Dei“-Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano, der ausspricht, was in Paraguay ein „offenes Geheimnis“ war, nämlich, dass die kirchliche Hierarchie seit 2004 von den Eskapaden von Lugo gewusst hat. „Die Hierarchie wusste seit Jahren von den Verfehlungen von Lugo, aber blieb still. Nun kann ich nichts mehr machen.“ Laut Bischof Livieres hatte Lugo nach Beschwerden bei der Nuntiatur seinen Rücktritt eingereicht.

 

Trennung von Kirche und Staat

eine demagogische Floskel?

Wann und wo immer jemand in einer politischen Aussage Gott, Kirche oder Religion erwähnt, reagieren Linke, diverse Kirchen- und Laienvertreter und gutgläubige Seelen mit Aufheulen.
Es muß einmal klar zum Ausdruck gebracht werden, dass „Trennung von Kirche und Staat“, wie etwa im Konkordat festgeschrieben ist, ÜBERHAUPT nichts zu tun hat mit demonstrativem christlichen Auftreten in der Öffentlichkeit. Es heißt auch nicht, dass Geistliche sich nicht zu politischen Fragen äußern dürfen, besonders dann, wenn diese christliche Glaubens- und damit Lebensvorschriften in Zweifel ziehen oder verletzen.
In dem zuletzt so häufig strapazierten, da im Schwinden begriffenen christlichen Abendland, in dessen politischer Vertretung ein Gottesbezug abgelehnt wird, müsste jeder Christ mit Freude und Dankbarkeit über Äußerungen demonstrativer Zeichen oder Aktionen jubeln, die zeigen, dass es noch Menschen gibt, die christliche Haltung in der Öffentlichkeit zeigen.
Wann hat in den letzten Dezennien ein Politiker in Österreich christliche Grundsätze, sprich die Befolgung des Dekalogs, eingefordert? Ganz im Gegenteil: Sogenannte christliche Politiker sprechen von „Lebensschutz von Geburt (!) an“ und fördern Lebensgemeinschaften oder Verhaltensformen, die mit christlichen Glaubensvorschriften nicht vereinbar sind.
Wann haben maßgebliche Vertreter christlicher Kirchen in Österreich mit Nachdruck von den Politikern nachhaltig gefordert, ihre Entscheidungen nach christlichen Grundsätzen auszurichten?
Man war und ist immer nur auf Konsens und Appeasement und natürlich auf die Erhaltung der eigenen materiellen Basis bedacht.
Einstmals christliche Länder sind heute in islamischer Hand. Die Entwicklung in Europa deutet klar darauf hin, dass Christen nur mehr kurze Zeit offiziell ihrer Religionsausübung nachkommen können. Christen aus heute islamischen Ländern, die sich zu uns geflüchtet haben, weisen unermüdlich aus eigener leidvoller Erfahrung darauf hin, ohne von der Öffentlichkeit, im besonderen von den Medien, wahrgenommen zu werden.
Was aber geschieht, wenn ein nicht gerade als Christ bekannter Politiker demonstrativ ein Kruzifix hochhält, um bei einer Demonstration gegen einen Moscheenbau der verzweifelten Bevölkerung beizustehen? Er wird von Politik, Kirche(n) und Laienverbänden niedergemacht, und selbst politisch interessierte Christen sprechen von Missbrauch eines religiösen Symbols und stimmen unreflektiert mit der Nazikeule im Handgepäck in das Protestgeheul ein.


Ein Freund schreibt:
Ich muß mich schon sehr wundern. Besorgte und von der Islamisierung bedrängte Bürger und viele Christen gehen auf die Straße und werden von den Hirten im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen gelassen. Die Hirten sollen die Christen und die christliche Zivilisation schützen und nicht - was leider de facto passiert - durch die diözesanen Ämter und Strukturen (Fakultäten, Verbildungshäuser und Verblödungswerke u. dgl.) der Islamisierung zuführen. Auch wenn jemand kein „großartiger Christ“
sein mag: Soll man ihn deswegen zurückstoßen? Die Kritik an ihm ist heutzutage sehr wohlfeil. Wie man hören kann, weigert sich ein Bischof, überhaupt mit ihm zu sprechen. Ist das pastoral? Wenn er das Kreuz hochhält, dann ist es eben er. Na und? Was tun die anderen? Wo sind die großartigen Schwarzen? Und wiederum: Wo sind die Bischöfe mit dem Kreuz? Bei den Dialogkonferenzen?


Ein anderer schreibt:
Da in der heutigen Zeit das Christentum bereits so schwach und unterwandert ist, müssen jene Parteien für dieses unser Christentum einstehen, die mit dem wahren christlichen Glauben absolut nichts am Hut haben. Dies müsste die Kirchen, egal ob Freikirchler, evangelisch, katholisch und Orthodoxe bis in die Grundmauern erschüttern und so aufwecken. Die Kirchen in unseren Land müssen endlich auch auf der politischen Seite zu unseren Gott und Herrn stehen. Zum Abschluß habe ich noch eine Frage an Euch alle: darf ich nicht für Gott, unseren Herrn auf die Straße gehen, nur weil einige radikale Rechte auch erkannt haben ,dass das Christentum in Europa im Sterben liegt?


Die Trennung von Kirche und Staat geht durchaus in Ordnung. Die Kirchenführungen haben nicht einzugreifen und können auch gar nicht in politische Entscheidungen eingreifen.
Sie haben aber die Pflicht und Schuldigkeit, wenigstens den christlichen Politikern klar zu machen, dass man nicht gegen den Willen Gottes regieren darf. Und das permanent, damit es auch hängen bleibt.
Warten wir es ab, ob weitere Politiker sich der Bedeutung des Kreuzes für Österreich und Europa bewusst werden. Noch ist ein bißchen Zeit, eine letzte (Galgen-)frist!
Nützen wir sie nicht, wird sich die Diskussion erübrigen. Dann wird sich eine Religion(= ein System, eine inkompatible Ideologie) in den Staat einmischen, für die der Konkordat weder existent noch zuständig ist. Denn für diese ist der Gottesstaat Realität.
Solange nicht alle bekennenden Christen vor den Gotteshäusern ein Kreuzzeichen machen, so lange sich Geistliche in Zivilgewändern verstecken, ist mir jeder, unabhängig von seiner religiösen Einstellung, mit dem Kreuz in der Hand lieb und wert.
Die christlichen Politiker müssen sich zu politischen Christen wandeln!

Dkfm. Erich Pekarek,
Landesobmann Wien DIE CHRISTEN

 

Wir werden an der Nase herumgeführt

 

Die angeblich christlichen Parteien dienen dazu, die katholische Wählerschaft hinter das Licht zu führen. Von Dr. Josef Preßlmayer.

(kreuz.net, 7.6.2009) „Keine Sau interessiert sich für Abtreibung!“ Dieser treffende Spruch der Regensburger Fürstin Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis kennzeichnet auch die Motivation der österreichischen Christdemokraten, gegen die Massenvernichtung ungeborener Kinder vorzugehen.
„Man treibt sich ab und fertig“ beschreibt Fürstin Gloria lakonisch den Abtreibungs-Alltag.
In diesem Sinne äußerte sich Heinz K. Becker, ÖVP-Kandidat zum EU-Parlament anläßlich einer Demonstration von Lebensschützern vor der Wiener ÖVP-Zentrale.

Zufrieden mit der Fristenlösung

Auf die haarsträubenden Mängel der Fristenlösung angesprochen, sprach er dieser zunächst ein Lob aus: „Ich bin nicht unzufrieden mit der Fristenlösung“.
Dann wurde er mit der Tatsache konfrontiert, dass die ÖVP nach Abschlachtung von etwa zwei Millionen Menschen noch immer keine Kriterien für die "vorhergehende ärztliche Beratung“ zugelassen hat und der Kinderabtreiber weiterhin die Mutter in Gewissensnot selber "beraten“ darf.
Heinz K. Becker: "Wenn das so ist, ist selbstverständlich Bedarf nach einer Verbesserung gegeben. Denn ohne Kriterien kann man überhaupt nichts angehen“.
Die Faktenlage ist jedem sofort als Unerträglichkeit sichtbar. Dennoch wird der Zustand von der ÖVP seit Jahrzehnten mitverantwortet. Kandidat Becker kann man zugute halten, dass er bis jetzt nichts von dieser mörderischen Bestimmung gewusst hat.
Die ÖVP-Experten kennen diese Zustände aber sehr genau – und tun trotzdem nichts.

Unterricht im Kinderschlachten

Der berüchtigte Wiener Kindermetzger Christian Fiala, darf im gegenwärtig auf Hochtouren laufenden Baby-Holocaust die Schuljugend auf angeblichen Lehrausgängen in seinem Tötungsmuseum indoktrinieren und behaupten, dass Abtreibung "keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit“ habe.
Dabei ist das Risiko für spätere Früh- und Fehlgeburten seit Jahren erwiesen. Doch die blutrot-sozialistische Unterrichtsministerin, Genossin Claudia Schmied, interessiert das alles nicht.

Seit Monaten keine Antwort

Der ÖVP-Vizekanzler Josef Pröll tritt "klar“ für die Fristentötung ein. Er versprach in einem ÖVP-Zukunftspapier immerhin die Trennung von Abtreiber und beratendem Arzt. Danach kümmerte er sich nicht weiter um die Sache.
Der frühere ÖVP-Nationalratspräsident und jetzige Außenminister Michael Spindelegger erklärte sich bereit, ungefähr 250 Unterschriften gegen die Abtreibungen im Krankenhaus Gmünd in Niederösterreich im Parlament entgegenzunehmen und an die Landesregierung Niederösterreichs weiterzuleiten. Seit Monaten gibt er keinerlei Antwort, ob er die Unterschriften tatsächlich weitergeleitet hat.
Auch telefonische Anfragen an sein Büro brachten keine Ergebnisse.
Schließlich einigte sich die ÖVP kürzlich mit der SPÖ über die Einführung der „Homo-Ehe“.
Die ÖVP ist keine christliche Partei mehr.

Der Autor ist Gesundheitspsychologe und Kurator des „1. Europäischen Lebensschutz-Museums“.

 

Neues zur Kirchensteuer

Langsam kommt Bewegung in das leidige Thema Kirchensteuer. Sie wurde einst von Hitler eingeführt, mit dem offensichtlichen Hintergedanken, dass sich dadurch die Menschen von der Kirche "abmelden". Heute, 70 Jahre später, kann man Hitler posthum nur einen vollen Erfolg mit dieser Absicht bescheinigen. Viele Millionen Katholiken in Österreich und Deutschland haben diesen Schritt inzwischen vollzogen - und tun es heute noch.
Ein getaufter Katholik kann sich zwar nach katholischer Lehre gar nicht von der Kirche "abmelden" - getauft ist getauft! Diese Tatsache hat aber die deutschsprachigen Ortskirchen nie davon abgehalten, ihre Schäfchen damit zu bedrohen und zu erschrecken: Die Ortskirchen behaupten heute noch, eine Abmeldung bei der staatlichen Behörde von der "Vereinigung der Kirchensteuerzahler" wäre gleich einem Kirchenaustritt - auch wenn der Papst schon im Jahr 2006 dies in einem Dokument ausdrücklich verneint hat (DIE WAHRHEIT berichtete). Aber es geht immerhin jährlich um viele hunderte Millionen EURO (die fetten Gehälter der Oberlaien müssen ja auch ausbezahlt werden)!

Wichtigster Hinweis fehlt!

Man verheimlicht aber den Kirchensteuerzahlern, dass die Bezahlung des Kirchenbeitrags in keinem Fall eine Fahrkarte in den Himmel ist. Die Diözesen sollen wenigstens so ehrlich sein, dies auf dem Kirchenbeitragsbescheid festzuhalten - das wäre wohl das mindeste, was man erwarten könnte! Tatsächlich bezahlen heute Katholiken ein Leben lang Beiträge an die Kirche, und hören oder lesen nicht ein einziges Mal, was eigentlich zum Erlangen der ewigen Seligkeit erforderlich ist!
Laut Kirchenrecht sind die Kirchenbeiträge u.a. für Werke des Apostolats zu verwenden (Can.222). Die Aufgabe der Kirche ist es, die Menschen zu lehren, alles zu halten, was Christus geboten hat. Dieser Pflicht kommt aber die Kirche nicht einmal denen gegenüber nach, die jahrzehntelang dafür ihr gutes Geld hergeben (müssen)! Daher sollte auf jeder Kirchenbeitragsforderung zumindest folgender Hinweis aufscheinen:
"ACHTUNG: Die Bezahlung des Kirchenbeitrags ist KEINE Eintrittskarte für den Himmel!"


Deutsche Diözese verliert vor Gericht

In Deutschland hatte, nach dem Papstschreiben, schon im Jahr 2007 ein Kirchenrechtler seine "Abmeldung" bei der Behörde mit dem Zusatz versehen, dass diese Abmeldung keinen Austritt aus der katholischen Kirche bedeutet. Gleichzeitig hat er dies sicherheitshalber auch der Kirchenverwaltung mitgeteilt. Die Diözese (Freiburg) hat den Katholiken daraufhin beim weltlichen Gericht verklagt und nun bereits in zweiter Instanz verloren! Vermutlich geht die Diözese auch noch in die letzte Instanz. Man darf schon auf das endgültige Urteil gespannt sein!

Österreich: BZÖ-Antrag zur Abschaffung des Zwangskirchenbeitrags

Das BZÖ hat bereits im März 2009 im österreichischen Parlament einen Antrag zur Abschaffung der Zwangs-Kirchensteuer mit Klags- und Exekutionsmöglichkeit eingebracht. Es wird interessant, wie sich die verschiedenen Parteien in dieser Sache verhalten werden.

Bundeskanzleramt sponsert Kirche

Immer wieder fragt man sich, warum die offizielle Kirche in Österreich zu den brennenden gesellschaftlichen Fragen wie Abtreibung oder Homo-Ehe und -Adoption so derartig schweigsam ist.
orf.at 19.6.2009: Ewald Stadler (BZÖ) hat im Parlament eine Anfrage an das Bundeskanzleramt gestellt, wieviel an Förderungen die römisch-katholische Kirche in den letzten Jahren erhalten hat. Die Antwort: Rund 2,66 Millionen Euro (ca. 36 Mio. Schilling) in den letzten fünf Jahren - aus Steuergeldern! Neben "kleineren" Beträgen wurden mehr als 1 Million EURO für den Katholikentag und 1,4 Mio. EURO für das 850-Jahr-Jubiläum von Mariazell samt Papstbesuch an die Bischofskonferenz überwiesen.
Man fragt sich angesichts der hunderten Millionen EURO Kirchensteuer, die der Kirche - durch die Staatsgewalt - zufliessen, ob sie nicht auf diese zusätzlichen Gelder vom Staat verzichten und dafür ein etwas schärferes katholisches Profil zeigen sollte?

 

Eine Vision von Anna Katharina Emmerich

Die stigmatisierte Seherin (1774-1824) hatte viele Visionen, u.a. über die Zukunft der Kirche. Im folgenden ein Auszug aus dem Buch "Anna Katharina Emmerich" von P. Karl Erhard Schmöger (Paul Patloch-Verlag, Aschaffenburg). Zur Erklärung: Schurz und Maurerkelle sind Symbole der Freimaurerei, die auch Gegenkirche oder Afterkirche genannt wird:
Ich sah eine ungeheure Zahl von Menschen, die beschäftigt waren, die Peterskirche niederzureißen. Ich sah aber auch andere, die wieder an ihr herstellten. Es zogen sich Verbindungslinien von handlangernden Arbeitern durch die ganze Welt, und ich wunderte mich über den Zusammenhang. Die Abbrechenden rissen ganze Stücke hinweg, und es waren besonders viele Angehörige von Sekten und Abtrünnige dabei. Wie nach Vorschrift und Regel rissen Leute ab, die weiße, mit blauem Band eingefasste Schürzen mit Taschen anhatten und deren Maurerkellen im Gürtel steckten. Sie hatten sonst Kleider aller Art an, und es waren große und vornehme Leute in Uniformen dabei, die aber nicht selbst arbeiteten, sondern nur mit ihrer Kelle an den Mauern Stellen anzeichneten, wo und wie die Arbeiter abreißen sollten. Manchmal aber, wenn sie nicht gleich wussten, wie abbrechen, nahten sie sich, um sicherzugehen, einem der Ihrigen, der ein großes Buch hatte, als stünde die ganze Art des Baues und Abbruches darin verzeichnet. Dann zeichneten sie wieder eine Stelle genau mit der Maurerkelle an, und schnell war sie herunter. Diese Leute rissen ganz ruhig und mit Sicherheit ab. Und dabei ging alles scheu und heimlich und lauernd vor sich. Den Papst sah ich betend. Er war von falschen Freunden umgeben, die oft das Gegenteil von dem taten, was er anordnete...
Während die Kirche auf der einen Stelle abgebrochen wurde, ward auf der anderen Seite wieder daran gebaut, aber ohne Nachdruck. Ich sah viele Geistliche, und einer ging, ohne sich stören zu lassen, gerade durch die Abbrechenden durch und ordnete Erhaltung und Wiederherstellung an. Andere Priester sah ich träge ihr Brevier beten und dazwischen etwa ein Steinchen als große Rarität unter dem Mantel herbeitragen oder anderen hinreichen. Sie schienen alle kein Vertrauen, keine Lust, keine Anweisung zu haben und gar nicht zu wissen, um was es sich handelte. Es war ein Jammer... Ich sehe den Heiligen Vater in großer Bedrängnis. Er bewohnt einen anderen Palast und lässt nur wenige Vertraute vor sich. Würde die schlechte Partei ihre große Stärke erkennen, sie wäre schon losgebrochen. Ich fürchte, der Heilige Vater wird vor seinem Ende noch große Drangsale leiden müssen. Die schwarze Afterkirche sehe ich im Wachsen und ihren üblen Einfluss auf die Gesinnung...
Als ich die Peterskirche in ihrem abgebrochenen Zustand sah und wie so viele Geistliche auch an dem Werk der Zerstörung arbeiteten, ohne dass es einer vor dem anderen öffentlich wollte getan haben, da empfand ich solche Betrübnis darüber, dass ich heftig zu Jesus schrie, er solle sich erbarmen... Ich sah die Peterskirche, welche bis an den Chor und den Hauptaltar abgebrochen war. Michael stieg geschnürt und gerüstet in die Kirche nieder und wehrte mit seinem Schwert vielen schlechten Hirten, die in sie eindringen wollten. Schon war der ganze Vorderteil der Kirche abgetragen, nur das Allerheiligste stand noch da! - Da erblickte ich eine majestätische Frau. Sie wandelte über den großen Platz vor der Kirche. Ihren weiten Mantel hatte sie auf beide Arme gefasst und schwebte leise in die Höhe. Und da stand sie nun auf der Kuppel und breitete weit über den ganzen Raum der Kirche ihren Schutzmantel aus, der wie von Gold strahlte. - Die Abbrechenden hatten eben ein wenig Ruhe gegeben. Nun wollten sie wieder heran, aber sie konnten sich auf keine Weise dem Schutzmantel Mariens nähern... Auf der anderen Seite entstand jetzt eine ungeheure Tätigkeit der Aufbauenden. Es kamen viele kräftige junge Leute, geistliche und weltliche, es kamen Frauen und Kinder. Es kamen auch ganz alte, krüppelige, vergessene Männer. Und der Bau ward wiederhergestellt...

 

Richtigstellung zu "Kein ganz gewöhnliches Paar"

Wir haben in der WAHRHEIT Nr. 76 einen Brief an Bischof Schwarz zu einem Artikel in der LKZ veröffentlicht. In dem Brief hieß es, "... So nebenbei werden noch erwähnt: Er wurde als Geschiedener in den Pfarrgemeinderat gewählt und beide gehen zur Kommunion." Der Chefredakteur der LKZ, Matthäus Fellinger legt Wert auf die Feststellung, dass das bezüglich Kommunion in der LKZ so nicht geschrieben stand. Dort war zu lesen: "Für gemischt-konfessionelle Paare wäre die eucharistische Gastfreundschaft, die ein Kommunizieren bei der jeweiligen anderen Konfession erlaubt, ein besonderer Wunsch."
Zur Erinnerung: Die LKZ brachte einen zweiseitigen begeisterten Artikel über ein ökumenisches "Paar", das aber leider nicht heiraten kann, weil der Mann mit einer anderen Frau verheiratet ist, die er nach dreißig Jahren Ehe verließ - als sie krank wurde.


 

 

 

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