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Rundbrief 73(August 2007)
     

 

 

Die Freigabe der überlieferten Hl. Messe
Ein geschichtliches Ereignis


Wichtig für die rechte Bewußtseinsbildung in Sachen Liturgie ist auch, daß endlich die Ächtung der bis 1970 gültigen Form von Liturgie aufhören muß. Wer sich heute für den Fortbestand dieser Liturgie einsetzt oder an ihr teilnimmt, wird wie ein Aussätziger behandelt, hier endet jede Toleranz. Derlei hat es in der ganzen Geschichte nicht gegeben, man ächtet damit ja auch die ganze Vergangenheit der Kirche. Wie sollte man ihrer Gegenwart trauen, wenn es so ist? Ich verstehe, offen gestanden, auch nicht, warum viele meiner bischöflichen Mitbrüder sich weitgehend diesem Intoleranzgebot unterwerfen, das den nötigen Versöhnungen ohne einsichtigen Grund entgegensteht." (Josef Card. Ratzinger, Gott und die Welt - Glauben und Leben in unserer Zeit. 2. Aufl., München 2000).
Tatsächlich, protestantische Gottesdienste waren in den Kirchen oft leichter möglich, als jene überlieferte Hl. Messe, für die diese Kirchen gebaut waren, gerichtet nach oben und nach Osten, zum HERRN hin "orientiert".
Diese überlieferte Hl. Messe war zum Hindernis geworden für eine Neue Theologie, sie war gefährlich geworden, vielleicht das Gefährlichste für die Modernisten.

Wie alt die  überlieferte Messe wirklich ist

Oh nein, es ist keine "tridentinische Messe", sondern die Hl. Messe der Päpste Gregor (6. Jahrh.) und Damasus (4. Jahrh.), sie reicht wesentlich in die Zeit der Apostel. Allmählich, durch die Jahrhunderte wuchs sie, unter dem Schutz des Hl. Geistes, entfaltete sich wie eine Knospe zur Blüte, zusammen mit dem Glauben der Kirche, als Ausdruck des Glaubens als Nährboden des Glaubens. Nie von einer Kommission gemacht (zusammen mit 6 protestantischen Theologen!), nicht das "platte Produkt des Augenblicks" (Card. Ratzinger, Symandron, 1989, W. Nyssen, Köln).

Eher könne die Welt ohne Sonne bestehen, als ohne das Hl. Meßopfer, sagte P. Pio. Übertrieben? Wir haben es erlebt, wir erleben es heute. Verschwunden sind Priesterberufungen und Ordensberufungen. Aus welcher Kraft soll denn ein Priester leben, wenn er sich täglich (den "Lift", den liturgiefreien Tag ausgenommen) beim Gottesdienst den Leuten zuwenden muß, statt sich mit dem Volk gemeinsam zum Herrn zu wenden? Wovon soll der arme Mann leben, und wie soll er es schaffen, sich der Welt nicht gleichförmig zu machen?
Die Diözese Linz weist im Diözesanschematismus folgende Zahlen für den weiblichen Ordensnachwuchs aus (Novizinnen und Kandidatinnen): 1949/201, 1958/242, 1996/6, 1999/2.
Die böse Welt? Ob die 68er Kulturrevolution so gelaufen wäre, ohne die "Öffnung zur Welt" durch "das Konzil" und den "Geist des Konzils" nachher, das ist die Frage.

Europa steht am Abgrund

Die Hälfte der Ehen werden geschieden. Die Kinder, die noch geboren werden dürfen und nicht vorher umgebracht werden, werden großteils vor dem Fernseher oder in der Tagesheimstätte entsorgt. Alte und Kranke - wie weit sind sie der Gesellschaft bzw. ihren Angehörigen noch zumutbar? Kein Zweifel, wir sind auf dem Weg des alten Rom oder des späten Griechenland und unser Reichtum, unsere Technik, unser Militär werden uns nicht helfen können - wenn wir uns nicht wieder dem HERRN zuwenden, gemeinsam, Priester und Volk. Versus Dominum ...
Die Freigabe der überlieferten Hl. Messe ist wahrlich ein geschichtliches Ereignis, ein Jahrhundertereignis, auch wenn einiges nicht unproblematisch ist, besonders im Begleitschreiben an die Bischöfe. Danken wir Gott aus ganzem  Herzen für die Chance, für die Gnade, die wir erhalten. Danken wir dem Hl. Vater Benedikt, in Geduld und zähem Ringen mit den Bischöfen hat er dies gewirkt. Seiner harren noch weitere schwere Aufgaben. So ist etwa die Handkommunion eine schwere Wunde am mystischen Leib Christi. Card. Stickler hat öfters davon gesprochen und dies noch in letzter Zeit in einem Brief erkennen lassen. Und doch: Danken wir Gott von ganzem Herzen, danken wir unserem Hl. Vater Benedikt.
Denken wir aber auch an die vielen, die gelitten haben um der Hl. Messe willen und die heute noch leiden - Priester und Laien. Denken wir auch an jenen Erzbischof, der durch seine Festigkeit und Treue zur katholischen Kirche die Voraussetzung war für dieses Ereignis vom 7. Juli 2007. Ich kann nicht umhin, immer wieder an die arianischen Wirren vor mehr als 1600 Jahren zu denken, an den Hl. Athanasius. Einen "ehrwürdigen Mann der Kirche" nannte kürzlich der Hl. Vater Erzbischof Lefebvre. Ich denke, wir schulden ihm Ehrfurcht, Liebe und Dank.
Am 14. September tritt das Motu proprio in Kraft, Fest Kreuzerhöhung. Wir, die hl. Mutter Kirche, stehen wohl erst am Anfang eines langen, schweren Weges, eines Kreuzweges. Nur das Kreuz unseres Herrn vermag uns zu helfen, uns zu bewahren vor Irrwegen wie Anpassung an den Zeitgeist (oder seine Theologie), Verzweiflung - etwa an der Kirche, Hoffnungslosigkeit oder falschem Optimismus. Kirchenkrisen können lange dauern.
Nun war der 7. Juli 2007 auch ein Herz-Maria-Sühne-Samstag. Maria, Mutter der guten Wende, bitte für uns!

Dr. Felix Bentz
Zwischenüberschriften durch die Redaktion

Was nun zu tun ist


Der Papst bestimmt im Motu Proprio u.a.: "In Pfarren, wo eine Gruppe von Gläubigen, die der früheren Liturgie anhängen, dauerhaft existiert, hat der Pfarrer deren Bitten ... bereitwillig aufzunehmen." (Art. 5 § 1).
Nachdem heute zwar viele Einzelpersonen diesen Wunsch haben, aber solche Gruppen logischerweise (noch) nicht existieren, müssen diese Gläubigen zunächst einmal zusammenfinden. Erstes Ziel ist es, zumindest in jedem Dekanat eine Sonntagsmesse im überlieferten Ritus zu gewährleisten.
Auch Personen, die heute schon an bestimmten Orten eine solche Messe feiern, möchten nebenstehenden Antrag ausfüllen, um weitere Möglichkeiten in Wohnortnähe zu schaffen.
Zelebrationskurse für den überlieferten Ritus werden eingerichtet.


Ich beantrage eine ständige Sonntagsmesse im überlieferten Ritus in Wohnortnähe.
(bitte ganz deutlich schreiben)

Name:_______________________
Vorname:____________________
Straße:______________________
PLZ:________________________
Ort:_________________________
Geburtsjahr:__________________
Diözese:_____________________
Pfarrei:______________________
Unterschrift:__________________

 

Als Priester bin ich bereit, eine regelmäßige Sonntagsmesse im
überlieferten Ritus zu feiern:

Name:______________________
Vorname:___________________
Straße:______________________
PLZ:_______________________
Ort:________________________
Diözese:____________________
Unterschrift:_________________


Senden Sie Ihre Formulare bitte an Pro Sancta Ecclesia  mit folgenden Adressen:
A: 4786 Brunnenthal, Bräustr. 3, Fax 07712 / 2455
D, CH, B, L: D-86833 Ettringen, St.-Georg-Str. 7, Fax (0049) (0) 8249 / 90105
Südtirol: I-39028 Schlanders, Grüblstr. 114 

Ist es der Anfang der Wende?
Die Freigabe der überlieferten Messe läßt Gläubige hoffen

 

Beispielloser Niedergang des Glaubens

Nach dem in der Kirchengeschichte wohl beispiellosen Niedergang des Glaubens in den letzten 40 Jahren - nach dem Ende des Konzils - hat Papst Benedikt XVI. nun die Notbremse gezogen. Ein ganz wesentlicher Grund für die Kirchenkrise ist ja, nicht nur nach der Meinung des Pap-stes, die Liturgiereform. Sie fand allerdings erst Jahre nach dem Konzil statt. Noch heute versuchen Modernisten gebetsmühlenartig, die durch eine Kommission produzierte "Modernisierung" der Liturgie dem Konzil zuzuschreiben. Wenn man die Konzilstexte allerdings liest, ist dort nicht einmal entfernt etwas zu lesen von Volksaltar, Handkommunion, Händeschütteln vor der Kommunion, Abschaffung des Latein und all den anderen "Errungenschaften" der "Messe von 1968". Während des Konzils und noch Jahre nachher, wurde natürlich die überlieferte Messe gefeiert - und diese ist daher korrekterweise die "Messe des Konzils". Wenn heute jemand die "68-er Messe" als "Messe des Konzils" bezeichnet, ist das eine schlichte - und meist sehr bewußte - Irreführung. 

Mittelpunkt Gott oder Mensch

Daß es sich bei der "68-er Messe" nicht nur um eine Änderung der äußeren Form handelt, sondern tatsächlich um eine andere, neue Theologie, geben auch die Modernisten bereitwillig zu. Den wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Meßformen kann man in einem Satz so ausdrücken: In der überlieferten Liturgie steht Gott im Mittelpunkt und in der neuen der Mensch. Die Auswirkungen auf den Glauben der Menschen sind jedenfalls verheerend und zeigen sich u.a. im praktisch flächendeckenden Verlust des Hl. Bußsakramentes.

Die Angst vor der "alten Messe"

Geradezu panische Angst scheinen manche Vertreter der Kirche vor der Rückkehr der überlieferten Messe zu haben, Priester und Oberlaien, aber leider auch Bischöfe. Es geht dabei natürlich nur vordergründig um die paar Menschen, die so ein würdiges Hl. Meßopfer feiern wollen - was sollte man von denen befürchten? In Wirklichkeit ist das Problem die Änderung der Lehre, die durch die 68er-Liturgie stattgefunden hat. Man nennt es auch "Geist des Konzils" - Geist deswegen, weil sich kaum eine der schleichend eingeführten Abweichungen von der kirchlichen Lehre in den Konzilstexten finden läßt.

Wie geht es weiter?

Man kann jetzt gespannt sein, wie sich die Freigabe in der Praxis auswirken wird. Euphorie ist sicherlich falsch am Platz. Es wird sich jedenfalls schnell zeigen, wer von den Priestern und Bischöfen noch in Einheit mit dem Oberhaupt der Kirche steht. Wird die überlieferte Messe weiterhin systematisch unterdrückt, oder läßt man die Gläubigen wenigstens leerstehende Kirchen für einen solchen Gottesdienst nutzen? Jedenfalls können sich in der Zukunft die Hochwürdigen Herren Pfarrer nicht mehr hinter einem "Beschluß des Dekanatsrates" verstecken, wie es in der Vergangenheit z.B. in Wels (Oberösterreich) geschehen ist (die Damen und Herren hatten auf ein entsprechendes Ansuchen hin beschlossen, "in Wels bestehe kein Bedarf"). Ab nun haben die Gläubigen in diesem Fall "den Bischof in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch zu entsprechen. Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission 'Ecclesia Dei' mitzuteilen." (Art. 7).
Auch die Bitte nach einem Begräbnis, einer Taufe oder Hochzeit im überlieferten Ritus darf in Zukunft kein Pfarrer mehr abschlagen.

Enormes Interesse bei den Priestern

Die Priesterbruderschaft Pius X. hat bisher an 12.800 der 16.100 Priester in Deutschland ein Informationsheft über die überlieferte Messe verschickt, mit dem Angebot, einen kostenlosen DVD-Film zum Erlernen dieses Ritus anzufordern. Bis jetzt haben mehr als 2000 (!) Priester von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Eine Zahl, die wirklich hoffen läßt! Besonderes Interesse besteht dabei offenbar bei den jüngeren Priestern!

Priesterseminare und Kirchen

In der Priesterausbildung wird man nun den Kandidaten auch die überlieferte Messe unterrichten müssen (mit dem bestehenden Personal dürfte es da einige Schwierigkeiten geben). In Kirchen und Kapellen wurde gerade in letzter Zeit, als die Absichten des Papstes erkennbar wurden, noch schnell die letzte Kommunionbank entfernt und, wenn möglich, der Hauptaltar endgültig durch einen Mahltisch ersetzt. Man darf gespannt sein, wann es die ersten entgegengesetzten Maßnahmen geben wird (mit den derzeitigen Verantwortlichen in den Pastoralämtern dürfte das wohl ebenfalls ziemlich zäh werden).

Motu Proprio SUMMORUM PONTIFICUM

Arbeitsübersetzung der deutschen Bischofskonferenz

Die Sorge der Päpste ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, daß die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt, „zum Lob und Ruhm Seines Namens“ und „zum Segen für Seine ganze heilige Kirche“.

Seit unvordenklicher Zeit wie auch in Zukunft gilt es den Grundsatz zu wahren, „demzufolge jede Teilkirche mit der Gesamtkirche nicht nur hinsichtlich der Glaubenslehre und der sakramentalen Zeichen übereinstimmen muß, sondern auch hinsichtlich der universal von der apostolischen und ununterbrochenen Überlieferung empfangenen Gebräuche, die einzuhalten sind, nicht nur Irrtümer zu vermeiden, sondern auch damit der Glaube unversehrt weitergegeben wird; denn das Gesetz des Betens (lex orandi) der Kirche entspricht ihrem Gesetz des Glaubens (lex credendi).“(1)

Unter den Päpsten, die eine solche gebotene Sorge walten ließen, ragt der Name des heiligen Gregor des Großen heraus; dieser sorgte dafür, daß sowohl der katholische Glaube als auch die Schätze des Kultes und der Kultur, welche die Römer der vorangegangenen Jahrhunderte angesammelt hatten, den jungen Völkern Europas übermittelt wurden.

Er ordnete an, daß die in Rom gefeierte Form der heiligen Liturgie – sowohl des Meßopfers als auch des Officium Divinum – festgestellt und bewahrt werde.

Alte Messe: Glaube, Frömmigkeit, Kultur

Eine außerordentlich große Stütze war sie den Mönchen und auch den Nonnen, die unter der Regel des heiligen Benedikt dienten und überall zugleich mit der Verkündigung des Evangeliums durch ihr Leben auch jenen äußerst heilsamen Satz veranschaulichten, daß „dem Gottesdienst nichts vorzuziehen“ sei (Kap. 43). Auf solche Weise befruchtete die heilige Liturgie nach römischem Brauch nicht nur den Glauben und die Frömmigkeit, sondern auch die Kultur vieler Völker.

Es steht fraglos fest, daß die lateinische Liturgie der Kirche – mit ihren verschiedenen Formen in allen Jahrhunderten der christlichen Zeit – sehr viele Heilige im geistlichen Leben angespornt und so viele Völker in der Tugend der Gottesverehrung gestärkt und deren Frömmigkeit befruchtet hat.

Daß aber die heilige Liturgie diese Aufgabe noch wirksamer erfüllte, darauf haben verschiedene weitere Päpste im Verlauf der Jahrhunderte besondere Sorgfalt verwandt; unter ihnen ragt der heilige Pius V. heraus, der mit großem seelsorglichen Eifer auf Veranlassung des Konzils von Trient den ganzen Kult der Kirche erneuerte, die Herausgabe verbesserter und „nach der Norm der Väter reformierter“ liturgischer Bücher besorgte und sie der lateinischen Kirche zum Gebrauch übergab.

Unter den liturgischen Büchern des römischen Ritus ragt das Römische Meßbuch deutlich heraus; es ist in der Stadt Rom entstanden und hat in den nachfolgenden Jahrhunderten schrittweise Formen angenommen, die große Ähnlichkeit haben mit der in den letzten Generationen geltenden.

„Dasselbe Ziel verfolgten die Päpste im Lauf der folgenden Jahrhunderte, indem sie sich um die Erneuerung oder die Festlegung der liturgischen Riten und Bücher bemühten und schließlich am Beginn dieses Jahrhunderts eine allgemeine Reform in Angriff nahmen“. (2) So aber hielten es Unsere Vorgänger Clemens VIII., Urban VIII., der heilige Pius X., (3) Benedikt XV., Pius XII. und der selige Johannes XXIII.

Die Reform des Zweiten Vatikanums

In jüngerer Zeit brachte das Zweite Vatikanische Konzil den Wunsch zum Ausdruck, wonach mit der gebotenen Achtsamkeit und Ehrfurcht gegenüber dem Gottesdienst dieser ein weiteres Mal reformiert und den Erfordernissen unserer Zeit angepasst werden sollte.

Von diesem Wunsch geleitet hat Unser Vorgänger Papst Paul VI. die reformierten und zum Teil erneuerten liturgischen Bücher im Jahr 1970 für die lateinische Kirche approbiert; überall auf der Erde in eine Vielzahl von Volkssprachen übersetzt, wurden sie von den Bischöfen sowie von den Priestern und Gläubigen bereitwillig angenommen.

Johannes Paul II. rekognoszierte die dritte Editio typica des Römischen Messbuchs. So haben die Päpste daran gearbeitet, daß „dieses ‘liturgische Gebäude’ […] in seiner Würde und Harmonie“ neu erstrahlte. (4)

Andererseits hingen in manchen Gegenden durchaus nicht wenige Gläubige den früheren liturgischen Formen, die ihre Kultur und ihren Geist so grundlegend geprägt hatten, mit derart großer Liebe und Empfindung an und tun dies weiterhin, daß Papst Johannes Paul II., geleitet von der Hirtensorge für diese Gläubigen, im Jahr 1984 mit dem besonderen Indult „Quattuor abhinc annos“, das die Kongregation für den Gottesdienst entworfen hatte, die Möglichkeit zum Gebrauch des Römischen Messbuchs zugestand, das von Johannes XXIII. im Jahr 1962 herausgegeben worden war; im Jahr 1988 forderte Johannes Paul II. indes die Bischöfe mit dem als Motu Proprio erlassenen Apostolischen Schreiben „Ecclesia Dei“ auf, eine solche Möglichkeit weitherzig und großzügig zum Wohl aller Gläubigen, die darum bitten, einzuräumen.

Nachdem die inständigen Bitten dieser Gläubigen schon von Unserem Vorgänger Johannes Paul II. über längere Zeit hin abgewogen und auch von Unseren Vätern Kardinälen in dem am 23. März 2006 abgehaltenen Konsistorium gehört worden sind, nachdem alles reiflich abgewogen worden ist, nach Anrufung des Heiligen Geistes und fest vertrauend auf die Hilfe Gottes, beschließen wir mit dem vorliegenden Apostolischen Schreiben folgendes:

Ordentlich und außerordentlich

Art. 1. Das von Paul VI. promulgierte Römische Messbuch ist die ordentliche Ausdrucksform der „Lex orandi“ der katholischen Kirche des lateinischen Ritus. Das vom heiligen Pius V. promulgierte und vom seligen Johannes XXIII. neu herausgegebene Römische Messbuch hat hingegen als außerordentliche Ausdrucksform derselben „Lex orandi“ der Kirche zu gelten, und aufgrund seines verehrungswürdigen und alten Gebrauchs soll es sich der gebotenen Ehre erfreuen.

Diese zwei Ausdrucksformen der „Lex orandi“ der Kirche werden aber keineswegs zu einer Spaltung der „Lex credendi“ der Kirche führen, denn sie sind zwei Anwendungsformen des einen Römischen Ritus.

Demgemäß ist es erlaubt, das Meßopfer nach der vom seligen Johannes XXIII. promulgierten und niemals abgeschafften Editio typica des Römischen Meßbuchs als außerordentliche Form der Liturgie der Kirche zu feiern. Die von den vorangegangenen Dokumenten „Quattuor abhinc annos“ und „Ecclesia Dei“ für den Gebrauch dieses Messbuchs aufgestellten Bedingungen aber werden wie folgt ersetzt:

Einzelne Bestimmungen

Art. 2. In Messen, die ohne Volk gefeiert werden, kann jeder katholische Priester des lateinischen Ritus – sei er Weltpriester oder Ordenspriester – entweder das vom seligen Papst Johannes XXIII. im Jahr 1962 herausgegebene Römische Messbuch gebrauchen oder das von Papst Paul VI. im Jahr 1970 promulgierte, und zwar an jedem Tag mit Ausnahme des Triduum Sacrum.

Für eine solche Feier nach dem einen oder dem anderen Meßbuch benötigt der Priester keine Erlaubnis, weder vom Apostolischen Stuhl noch von seinem Ordinarius.

Art. 3. Wenn Gemeinschaften der Institute des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens – seien sie päpstlichen oder diözesanen Rechts – es wünschen, bei der Konvents- bzw. „Kommunitäts“-Messe im eigenen Oratorium die Feier der heiligen Messe nach der Ausgabe des Römischen Messbuchs zu halten, die im Jahr 1962 promulgiert wurde, ist ihnen dies erlaubt.

Wenn eine einzelne Gemeinschaft oder ein ganzes Institut beziehungsweise eine ganze Gesellschaft solche Feiern oft, auf Dauer oder ständig begehen will, ist es Sache der höheren Oberen, nach der Norm des Rechts und gemäß der Gesetze und Partikularstatuten zu entscheiden.

Art. 4. Zu den Feiern der heiligen Messe, von denen oben in Art. 2 gehandelt wurde, können entsprechend dem Recht auch Christgläubige zugelassen werden, die aus eigenem Antrieb darum bitten.

Art. 5 § 1. In Pfarreien, wo eine Gruppe von Gläubigen, die der früheren Liturgie anhängen, dauerhaft existiert, hat der Pfarrer deren Bitten, die heilige Messe nach dem im Jahr 1962 herausgegebenen Römischen Meßbuch zu feiern, bereitwillig aufzunehmen. Er selbst hat darauf zu achten, daß das Wohl dieser Gläubigen harmonisch in Einklang gebracht wird mit der ordentlichen Hirtensorge für die Pfarrei, unter der Leitungdes Bischofs nach der Norm des Canon 392, wobei Zwietracht zu vermeiden und die Einheit der ganzen Kirche zu fördern ist.

§ 2. Die Feier nach dem Meßbuch des seligen Johannes XXIII. kann an den Werktagen stattfinden; an Sonntagen und Festen kann indes ebenfalls eine Feier dieser Art stattfinden.

§ 3. Gläubigen oder Priestern, die darum bitten, hat der Pfarrer auch zu besonderen Gelegenheiten Feiern in dieser außerordentlichen Form zu gestatten, so zum Beispiel bei der Trauung, bei der Begräbnisfeier oder bei situationsbedingten Feiern, wie etwa Wallfahrten.

§ 4. Priester, die das Meßbuch des seligen Johannes XXIII. gebrauchen, müssen geeignet und dürfen nicht von Rechts wegen gehindert sein.

§ 5. In Kirchen, die weder Pfarr- noch Konventskirchen sind, ist es Sache des Kirchenrektors, eine Erlaubnis bezüglich des oben Genannten zu erteilen.

Art. 6. In Messen, die nach dem Meßbuch des seligen Johannes XXIII. zusammen mit dem Volk gefeiert werden, können die Lesungen auch in der Volkssprache verkündet werden, unter Gebrauch der vom Apostolischen Stuhl rekognoszierten Ausgaben.

Art. 7. Wo irgendeine Gruppe von Laien durch den Pfarrer nicht erhalten sollte, worum sie nach Art. 5 § 1 bittet, hat sie den Diözesanbischof davon in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch zu entsprechen. Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ mitzuteilen.

Art. 8. Ein Bischof, der für Bitten dieser Art seitens der christgläubigen Laien Sorge tragen möchte, aber aus verschiedenen Gründen daran gehindert wird, kann die Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ berichten, die ihm Rat und Hilfe zu geben hat.

Art 9 § 1. Der Pfarrer kann – nachdem er alles wohl abgewogen hat – auch die Erlaubnis geben, daß bei der Spendung der Sakramente der Taufe, der Ehe, der Buße und der Krankensalbung das ältere Rituale verwendet wird, wenn das Heil der Seelen dies nahe legt.

§ 2. Den Bischöfen ist die Vollmacht gegeben, das Sakrament der Firmung nach dem alten Pontificale Romanum zu feiern, wenn das Heil der Seelen dies nahe legt.

§ 3. Die geweihten Kleriker haben das Recht, auch das Römische Brevier zu gebrauchen, das vom seligen Johannes XXIII. im Jahr 1962 promulgiert wurde.

Art. 10. Der Ortsordinarius hat das Recht, wenn er es für ratsam hält, eine Personalpfarrei nach Norm des Canon 518 für die Feiern nach der älteren Form des römischen Ritus zu errichten oder einen Rektor beziehungsweise Kaplan zu ernennen, entsprechend dem Recht.

Die Kommission Ecclesia Dei

Art. 11. Die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“, die von Johannes Paul II. im Jahr 1988 errichtet wurde (5), fährt fort mit der Erfüllung ihrer Aufgabe. Diese Kommission soll die Form, die Amtsaufgaben und die Handlungsnormen erhalten, mit denen der Papst sie ausstatten will.

Art. 12. Dieselbe Kommission wird über die Vollmachten hinaus, derer sie sich bereits erfreut, die Autorität des Heiligen Stuhls ausüben, indem sie über die Beachtung und Anwendung dieser Anordnungen wacht.

Alles aber, was von Uns durch dieses als Motu Proprio erlassene Apostolische Schreiben beschlossen wurde, ist – so bestimmen Wir – gültig und rechtskräftig und vom 14. September dieses Jahres, dem Fest der Kreuzerhöhung, an zu befolgen, ungeachtet jeder anderen gegenteiligen Anordnung.

Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter, am 7. Juli, im Jahr des Herrn 2007, dem dritten Jahr Unseres Pontifikats.

Anmerkungen:
1) Institutio Generalis Missalis Romani, Editio Tertia, 2002, Nr. 397.
2) Papst Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Vicesimus quintus annus vom 4. Dezember 1988, Nr. 3: AAS 81 (1989) 899.
3) Ebd.
4) Hl. Papst Piux X., Apostolisches Schreiben „Motu Proprio“ Abhinc duos annos vom 23. Oktober 1913: AAS 5 (1913) 449-450; vgl. PAPST Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Vicesimus quintus annus, Nr. 3: AAS 81 (1989) 899.
5) Vgl. Papst Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben „Motu Proprio“ Ecclesia Dei adflicta vom 2. Juli 1988, Nr. 6: AAS 80 (1988) 1498.

 

RIEF DES HEILIGEN VATERS
PAPST BENEDIKT XVI.
AN DIE BISCHÖFE ANLÄSSLICH DER PUBLIKATION
DES APOSTOLISCHEN SCHREIBENS „MOTU PROPRIO DATA“
SUMMORUM PONTIFICUM
ÜBER DIE RÖMISCHE LITURGIE IN IHRER GESTALT
VOR DER 1970 DURCHGEFÜHRTEN REFORM


Liebe Brüder im Bischofsamt,
hoffnungsvoll und mit großem Vertrauen lege ich den Text eines neuen als Motu Proprio erlassenen Apostolischen Schreibens über den Gebrauch der römischen Liturgie in ihrer Gestalt vor der 1970 durchgeführten Reform in Eure Hände, die Hände der Hirten. Das Dokument ist Frucht langen Nachdenkens, vielfacher Beratungen und des Gebetes.
Nachrichten und Beurteilungen, die ohne ausreichende Kenntnis vorgenommen wurden, haben in nicht geringem Maße Verwirrung gestiftet. Es gibt sehr unterschiedliche Reaktionen, die von freudiger Aufnahme bis zu harter Opposition reichen und die sich auf ein Vorhaben beziehen, dessen Inhalt in Wirklichkeit nicht bekannt war.
Dem Dokument standen näherhin zwei Befürchtungen entgegen, auf die ich in diesem Brief etwas näher eingehen möchte.
An erster Stelle steht die Furcht, hier werde die Autorität des II. Vatikanischen Konzils angetastet und eine seiner wesentlichen Entscheidungen – die liturgische Reform – in Frage gestellt. Diese Befürchtung ist unbegründet. Dazu ist zunächst zu sagen, daß selbstverständlich das von Papst Paul VI. veröffentlichte und dann in zwei weiteren Auflagen von Johannes Paul II. neu herausgegebene Missale die normale Form – die Forma ordinaria – der Liturgie der heiligen Eucharistie ist und bleibt. Die letzte dem Konzil vorausgehende Fassung des Missale Romanum, die unter der Autorität von Papst Johannes XXIII. 1962 veröffentlicht und während des Konzils benützt wurde, kann demgegenüber als Forma extraordinaria der liturgischen Feier Verwendung finden. Es ist nicht angebracht, von diesen beiden Fassungen des Römischen Meßbuchs als von „zwei Riten“ zu sprechen. Es handelt sich vielmehr um einen zweifachen Usus ein und desselben Ritus.
Was nun die Verwendung des Meßbuchs von 1962 als Forma extraordinaria der Meßliturgie angeht, so möchte ich darauf aufmerksam machen, daß dieses Missale nie rechtlich abrogiert wurde und insofern im Prinzip immer zugelassen blieb. Im Augenblick der Einführung des neuen Meßbuchs schien es nicht notwendig, eigene Normen für den möglichen Gebrauch des bisherigen Missale zu erlassen. Man ging wohl davon aus, daß es sich um wenige Einzelfälle handeln würde, die fallweise am jeweiligen Ort zu lösen seien. Dann zeigte sich aber bald, daß vor allem in Ländern, in denen die Liturgische Bewegung vielen Menschen eine bedeutende liturgische Bildung und eine tiefe innere Vertrautheit mit der bisherigen Form der liturgischen Feier geschenkt hatte, nicht wenige stark an diesem ihnen von Kindheit auf liebgewordenen Gebrauch des Römischen Ritus hingen. Wir wissen alle, daß in der von Erzbischof Lefebvre angeführten Bewegung das Stehen zum alten Missale zum äußeren Kennzeichen wurde; die Gründe für die sich hier anbahnende Spaltung reichten freilich viel tiefer. Viele Menschen, die klar die Verbindlichkeit des II. Vaticanums annahmen und treu zum Papst und zu den Bischöfen standen, sehnten sich doch auch nach der ihnen vertrauten Gestalt der heiligen Liturgie, zumal das neue Missale vielerorts nicht seiner Ordnung getreu gefeiert, sondern geradezu als eine Ermächtigung oder gar als Verpflichtung zur „Kreativität“ aufgefaßt wurde, die oft zu kaum erträglichen Entstellungen der Liturgie führte. Ich spreche aus Erfahrung, da ich diese Phase in all ihren Erwartungen und Verwirrungen miterlebt habe. Und ich habe gesehen, wie tief Menschen, die ganz im Glauben der Kirche verwurzelt waren, durch die eigenmächtigen Entstellungen der Liturgie verletzt wurden.
So sah sich Papst Johannes Paul II. veranlaßt, mit dem Motu Proprio „Ecclesia Dei“ vom 2. Juli 1988 eine Rahmennorm für den Gebrauch des Missale von 1962 zu erlassen, die freilich keine Einzelbestimmungen enthielt, sondern grundsätzlich an den Großmut der Bischöfe gegenüber den „gerechtfertigten Wünschen“ derjenigen Gläubigen appellierte, die um diesen Usus des Römischen Ritus baten. Der Papst hatte damals besonders auch der „Priester-Bruderschaft des heiligen Pius X.“ helfen wollen, wieder die volle Einheit mit dem Nachfolger Petri zu finden, und hatte so eine immer schmerzlicher empfundene Wunde in der Kirche zu heilen versucht. Diese Versöhnung ist bislang leider nicht geglückt, aber eine Reihe von Gemeinschaften machten dankbar von den Möglichkeiten dieses Motu Proprio Gebrauch. Schwierig blieb dagegen die Frage der Verwendung des Missale von 1962 außerhalb dieser Gruppierungen, wofür genaue rechtliche Formen fehlten, zumal die Bischöfe dabei häufig fürchteten, die Autorität des Konzils werde hier in Frage gestellt. Hatte man unmittelbar nach dem Ende des II. Vaticanums annehmen können, das Verlangen nach dem Usus von 1962 beschränke sich auf die ältere Generation, die damit aufgewachsen war, so hat sich inzwischen gezeigt, daß junge Menschen diese liturgische Form entdecken, sich von ihr angezogen fühlen und hier eine ihnen besonders gemäße Form der Begegnung mit dem Mysterium der heiligen Eucharistie finden. So ist ein Bedarf nach klarer rechtlicher Regelung entstanden, der beim Motu Proprio von 1988 noch nicht sichtbar war; diese Normen beabsichtigen, gerade auch die Bischöfe davon zu entlasten, mmer wieder neu abwägen zu müssen, wie auf die verschiedenen Situationen zu antworten sei.
Als zweites wurde in den Diskussionen über das erwartete Motu Proprio die Befürchtung geäußert, eine erweiterte Möglichkeit zum Gebrauch des Missale von 1962 werde zu Unruhen oder gar zu Spaltungen in den Gemeinden führen. Auch diese Sorge scheint mir nicht wirklich begründet zu sein. Der Gebrauch des alten Missale setzt ein gewissesMaß an liturgischer Bildung und auch einen Zugang zur lateinischen Sprache voraus; das eine wie das andere ist nicht gerade häufig anzutreffen. Schon von diesen konkreten Voraussetzungen her ist es klar, daß das neue Meßbuch nicht nur von der rechtlichen Normierung, sondern auch von der tatsächlichen Situation der gläubigen Gemeinden her ganz von selbst die Forma ordinaria des Römischen Ritus bleibt.
Es ist wahr, daß es nicht an Übertreibungen und hin und wieder an gesellschaftlichen Aspekten fehlt, die in ungebührender Weise mit der Haltung jener Gläubigen in Zusammenhang stehen, die sich der alten lateinischen liturgischen Tradition verbunden wissen. Eure Liebe und pastorale Klugheit wird Anreiz und Leitbild für eine Vervollkommnung sein. Im übrigen können sich beide Formen des Usus des Ritus Romanus gegenseitig befruchten: Das alte Meßbuch kann und soll neue Heilige und einige der neuen Präfationen aufnehmen. Die Kommission Ecclesia Dei wird im Kontakt mit den verschiedenen Institutionen die sich dem usus antiquior widmen, die praktischen Möglichkeiten prüfen. In der Feier der Messe nach dem Missale Pauls VI. kann stärker, als bisher weithin der Fall ist, jene Sakralität erscheinen, die viele Menschen zum alten Usus hinzieht. Die sicherste Gewähr dafür, daß das Missale Pauls VI. die Gemeinden eint und von ihnen geliebt wird, besteht im ehrfürchtigen Vollzug seiner Vorgaben, der seinen spirituellen Reichtum und seine theologische Tiefe sichtbar werden läßt.
Damit bin ich bei dem positiven Grund angelangt, der mich veranlaßt hat, mit diesem Motu Proprio dasjenige von 1988 fortzuschreiben. Es geht um eine innere Versöhnung in der Kirche. In der Rückschau auf die Spaltungen, die den Leib Christi im Lauf der Jahrhunderte verwundet haben, entsteht immer wieder der Eindruck, daß in den kritischen Momenten, in denen sich die Spaltung anbahnte, von seiten der Verantwortlichen in der Kirche nicht genug getan worden ist, um Versöhnung und Einheit zu erhalten oder neu zu gewinnen; daß Versäumnisse in der Kirche mit schuld daran sind, daß Spaltungen sich verfestigen konnten. Diese Rückschau legt uns heute eine Verpflichtung auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um all denen das Verbleiben in der Einheit oder das neue Finden zu ihr zu ermöglichen, die wirklich Sehnsucht nach Einheit tragen. Mir kommt da ein Wort aus dem zweiten Korintherbrief in den Sinn, wo Paulus den Korinthern sagt: „Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit geworden. In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen. Laßt doch als Antwort darauf … auch euer Herz weit aufgehen!“ (2 Kor 6, 11–13). Paulus sagt das in anderem Zusammenhang, aber sein Anruf kann und soll uns gerade auch in dieser Sache berühren. Machen wir unser Herz weit auf, und lassen wir all dem Raum, wozu der Glaube selbst Raum bietet.
Es gibt keinen Widerspruch zwischen der einen und der anderen Ausgabe des Missale Romanum. In der Liturgiegeschichte gibt es Wachstum und Fortschritt, aber keinen Bruch. Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein. Es tut uns allen gut, die Reichtümer zu wahren, die im Glauben und Beten der Kirche gewachsen sind und ihnen ihren rechten Ort zu geben. Um die volle communio zu leben, können die Priester, die den Gemeinschaften des alten Usus zugehören, selbstverständlich die Zelebration nach den neuen liturgischen Büchern im Prinzip nicht ausschließen. Ein völliger Ausschluß wäre nämlich nicht in Übereinstimmung mit der Anerkennung des Wertes und der Heiligkeit des Ritus in seiner erneuerten Form.
Abschließend, liebe Mitbrüder, liegt mir daran zu betonen, daß diese neuen Bestimmungen in keiner Weise Eure Autorität und Verantwortlichkeit schmälern, weder hinsichtlich der Liturgie noch was die Seelsorge an Euren Gläubigen anbelangt. In der Tat steht jedem Bischof das Recht zu, in der eigenen Diözese die Liturgie zu ordnen (vgl. Sacrosanctum Concilium, Nr. 22: „Sacrae Liturgiae moderatio ab Ecclesiae auctoritate unice pendet quae quidem est apud Apostolicam Sedem et, ad normam iuris, apud Episcopum“).
Nichts wird folglich der Autorität des Bischofs weggenommen, dessen Aufgabe in jedem Fall jene bleibt, darüber zu wachen, daß alles friedlich und sachlich geschieht. Sollten Probleme auftreten, die der Pfarrer nicht zu lösen imstande ist, kann der Ordinarius immer eingreifen, jedoch in völliger Übereinstimmung mit den im Motu Proprio festgelegten neuen Bestimmungen.
Außerdem lade ich Euch, liebe Mitbrüder, hiermit ein, drei Jahre nach dem Inkrafttreten des Motu Proprio dem Heiligen Stuhl über Eure Erfahrungen Bericht zu erstatten. Wenn dann wirklich ernsthafte Schwierigkeiten aufgetreten sein sollten, können Wege gesucht werden, um Abhilfe zu schaffen.
Liebe Brüder, dankbar und zuversichtlich vertraue ich Eurem Hirtenherzen diese Seiten und die Bestimmungen des Motu Proprio an. Seien wir stets eingedenk der Worte des Apostels Paulus, die er an die Ältesten von Ephesus gerichtet hat: „Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat“ (Apg 20, 28).
Der mächtigen Fürsprache Mariens, der Mutter der Kirche, vertraue ich diese neuen Bestimmungen an und erteile Euch, liebe Mitbrüder, den Pfarrern in Euren Diözesen und allen Priestern, die Eure Mitarbeiter sind, sowie allen Euren Gläubigen von Herzen meinen Apostolischen Segen.

Gegeben zu Sankt Peter, am 7. Juli 2007

BENEDICTUS PP. XVI

 

Kirchensteuer - Vatikan stellt erneut klar: 

Abmeldung bei staatlicher Behörde
ist KEIN Kirchenaustritt

 

Neues Dokument will Klarheit schaffen

Es kommt doch langsam Bewegung in die unselige Geschichte mit Hitlers Kirchensteuer: Ein vom Papst unterzeichnetes Dokument (Communicationes 38, 2006 S. 175-177) stellt erneut klar, daß die Abmeldung bei einer staatlichen Behörde niemals ein Kirchenaustritt sein kann.
Es besteht kein Zweifel, daß dieses Dokument gerade auf die Situation in den deutschsprachigen Ländern gemünzt ist. Und verständlicherweise löst es einige Hektik in diesen Diözesen aus, die mit Euro-Milliarden an Kirchenbeiträgen doch ziemlich üppig ausgestattet sind. Denn während Kirchengebäude inzwischen zu Dutzenden verkauft werden, leben tausende hochbezahlte Oberlaien wie die Maden im Speck - und gerade sie sind es immer wieder, welche die Lehre der Kirche verdrehen (DIE WAHRHEIT berichtet immer wieder) - man denke etwa an das Beispiel der "Jugend-CD" der Diözese Linz, die natürlich mit Kirchenbeitragsgeldern finanziert (und bis heute nicht richtiggestellt!) wurde.

Was ist ein Kirchenaustritt?

Als wesentliche Kriterien für einen tatsächlichen Kirchenaustritt nennt das römische Dokument u.a.:
- Die innere Entscheidung, die Gemeinschaft von Glauben, Sakramenten und pastoraler Leitung bewußt verlassen zu wollen.
-  Die direkte (persönliche) Beurteilung und Annahme dieser Entscheidung durch den Bischof oder Pfarrer.
Auf geschätzte 99,9% der Austretenden trifft dies sicherlich nicht zu. Denn der Grund für den "Kirchenaustritt" ist und bleibt eben nur eines: das Geld.
Das heißt aber u.a. im Klartext, daß z.B. die weit mehr als eine Million Österreicher, die sich in den letzten Jahrzehnten staatlich von der Kirche(nsteuerzahler-Gemeinschaft) abgemeldet haben, nach wie vor Mitglieder der Kirche sind! Man kann all diesen Menschen somit auch logischerweise weder ein kirchliches Begräbnis noch irgendein Sakrament verweigern!

Die Tricks der Bischofskonferenzen

Die Bischofskonferenzen sehen sich jedenfalls zum Handeln veranlaßt. Die deutsche BIKO bekräftigte erneut ihren Standpunkt, daß die staatliche Abmeldung einen Glaubensabfall darstellt, und so der Kirchenaustritt "automatisch" gegeben ist. Man tut einfach so, als ob das römische Dokument gar nicht existieren oder zumindest die deutsche Praxis überhaupt nicht berühren würde. Dankenswerterweise macht nun ein Kirchenrechtler, Helmut Zapp, die Probe aufs Exempel: Er hat sich vor der staatlichen Behörde von der Gemeinschaft der Kirchensteuerzahler abgemeldet und zugleich vor der Kirche erklärt, daß er selbstverständlich Mitglied der römisch-katholischen Kirche bleibt. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht! (www.kath.net)
Etwas anders reagierte die österreichische BIKO: Diese hat sofort ein Dokument für die künftige Vorgehensweise bei behördlichen Kirchenabmeldungen erstellt. Darin wird festgelegt, daß der jeweilige Bischof dem Ausgetretenen einen Brief schreibt und mit ihm Verbindung aufgenommen wird. Dabei will man dann so tun, als ob diese Abmeldung doch einem Kirchenaustritt gleichkommt. Mal sehen, wieweit man damit durchkommt.
Es wäre zu wünschen, daß auch in Österreich ein Kirchenrechtler - ähnlich wie in Deutschland - die Probe aufs Exempel macht. Vielleicht findet sich ein einziger?

50 % Rabatt für säumige Zahler -
Unmut in Graz-Seckau!

Auf eine (nicht) ganz neue Idee ist man inzwischen in der Diözese Graz-Seckau gekommen: All jenen säumigen Katholiken, die schon mehr als zwei Jahre keine Kirchensteuer mehr gezahlt haben, erläßt man nun 50% ihrer Schulden, wenn sie gleich zahlen. Damit will man offenbar doch noch schnell ein paar EURO retten, bevor die römische Vorschrift "greift". 
Es ist jedoch mehr als verständlich, daß diese Maßnahme bei den "braven" Beitragszahlern auf einen gewissen Unmut stößt!

Derzeit zwei Kirchensteuer-Treuhandaktionen

Eine ist von der Priesterbruderschaft Pius X.: Hier gibt es nichts Neues. Die diözesanen Finanzkammern schicken gelegentlich Briefe an Beteiligte aus (wohl mit der Hoffnung, sie zu verunsichern). Die zweite Aktion ist auf die Diözese Linz beschränkt und dauert so lange, bis die nötigen Konsequenzen aus der Jugend-CD-Affäre gezogen sind. Hier könnte sich also auch einiges ansammeln. 

Im übrigen sind wir der Meinung, daß es für die (Glaubwürdigkeit der) Kirche sehr gut wäre, das Pastoralamt aufzulösen, die Laien-Angestellten sozialverträglich freizustellen,
das Gebäude zu verkaufen und den Erlös z.B. für die katholische Mission zu verwenden!

Linzer Kirchenzeitung: Sex als Witwer mit 70

Einen Schriftverkehr, der ein Schlaglicht auf die Aktivitäten des Linzer Pastoralamtes samt Kirchenzeitung wirft, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Zunächst der Brief an
Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz SDB, Herrenstraße 19 A-4020 Linz vom 11.5.2007:

Exzellenz, sehr geehrter Herr Bischof Schwarz,
leider muß ich mich wieder einmal wegen Ihrer Kirchenzeitung an Sie wenden: In der gestrigen Ausgabe wird fast eine ganze Seite dem Thema „Liebe und Sexualität im Alter“ gewidmet. Es geht wie immer nach demselben Strickmuster: Man läßt einen Anrufer eine Frage stellen, um dann das gewünschte Thema vor den Lesern ausbreiten zu können. Diesmal ruft (angeblich) ein 70-Jähriger an, der seit 10 Jahren Witwer ist, und eine neue „Freundin“ kennengelernt hat. Diese will mit ihm „schlafen“, aber er weiß nicht recht, ob er das darf, oder ob es eine Sünde ist (ob es diesen Herrn wirklich gibt, oder das ganze nur Fiktion ist, sei dahingestellt).
Die Antwort eines diözesanen „Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaters, Ehe- und Familenseelsorgers“ ist zwar wie gewohnt sehr verschlungen, aber doch eindeutig: Zu-sammenfassend kann man sagen: keineswegs handelt es sich hier um eine Sünde, vielmehr muß der Mann, so die Linzer Kirchenzeitung wörtlich:
„Für sich selbst entscheiden. Wenn der Witwer für sich geklärt hat, was er selbst will, wird er in Behutsamkeit abwägen und mit der Freundin partnerschaftlich besprechen, was geboten ist und gemeinsam gelebt werden kann…“ (man beachte diese wirklich poetische Formulierung!).
Exzellenz, erlauben Sie mir die Frage, ob diese Darstellung in Ihrer Kirchenzeitung der Lehre der Kirche entspricht? Wenn nicht, werden Sie diese Aussagen richtigstellen bzw. die notwendigen personellen Konsequenzen ziehen, damit die Katholiken der Diözese Linz in Zukunft nicht mehr via Kirchenzeitung mit diesen „Linzer Lehren“ konfrontiert werden?
Gott möge Ihnen die nötige Kraft für Ihr Amt in Seinem Weinberg schenken!      
Herbert Lindner für den Verein Heimatmission
Anlage: Kopie aus der Kirchenzeitung vom 10.5.2007

Mit Datum vom 29.5.2007 kam folgende Antwort vom Leiter des Linzer Pastoralamtes und Herausgeber der Linzer Kirchenzeitung, Kanonikus Willi Vieböck:

Sehr geehrter Herr Lindner,
am 14. Mai hat der Herr Diözesanbischof einen Brief von Ihnen erhalten und an mich zur Beantwortung weitergeleitet. Ich habe zunächst genauere Informationen eingeholt und kann Ihnen nun antworten.
1. Der Fall ist nicht fiktiv, es war konkret eine anonyme telefonische Anfrage. Der betreffende Witwer wurde nicht nur am Telefon auf eine unserer 26 Beratungsstellen eingeladen, sondern zusätzlich durch den Beitrag in der Kirchenzeitung dazu ermuntert (weil für eine gute Lösung ausführlichere Gespräche erforderlich sind - wie es auch im Text heißt).
2. In Ihrem Brief zitieren Sie nur einen Teil der Antwort, der sich auf die Unentschiedenheit des Mannes bezieht. Der Anrufer wird mit diesem Satz als erstem Teil der Antwort eingeladen, für sich zu klären, was er selbst will, da er in seiner Anfrage ja nur das Wollen seiner Freundin in den Mittelpunkt gestellt hat. Möglicherweise will er ja überhaupt nicht mit der Frau schlafen. Also muß er zunächst für sich klären und entscheiden, ob er für sich das tatsächlich will, um in der Folge, wenn er das wirklich will, "mit der Freundin partnerschaftlich zu besprechen, was"  dies dann bedeutet und was entsprechend der kirchlichen Lehre "geboten ist und" in der Folge vom Paar "gelebt werden kann".
Sie schreiben, dass es Herrn Franz Harrant in einer "wirklich beachtlichen poetischen Formulierung" gelungen ist, die Wahrheit sozusagen wie einen Mantel zum Hineinschlüpfen zu reichen und nicht wie einen nassen Fetzen ums Gesicht zu schlagen.
In der Folge hat der Ehe- und Familienseelsorger in sehr verantwortungsvoller Art und Weise, in der von Ihnen nicht zitierten zweiten Hälfte der Antwort, auf das Optimum entsprechend der Lehre der Kirche eindeutig hingewiesen und keineswegs eine "Linzer Lehre" verkündet, wenn er schreibt: "Optimal wäre, die sexuelle Beziehung in der Ehe zu leben, weil sie dort auch im Alter als Ausdruck der Liebe einen guten Platz hat. Die Kirche schätzt das Sakrament der Ehe als personalen Bund sehr hoch". Diese Sätze lassen doch an Klarheit nichts vermissen.
Mit freundlichen Grüßen
Willi Vieböck, Herausgebervertreter

Kommentar: Klarer geht's ja nicht mehr (- oder doch?)!
Eine der vielen Fragen, die bleibt: Gibt's ihn oder gibt's ihn nicht, den großen Unbekannten? Vielleicht hat sich hier auch nur ein anonymer Anrufer einen Scherz erlaubt um herauszufinden, womit man sich im Pastoralamt so beschäftigt? Oder sollte sich der "70-jährige Witwer" inzwischen in einer der 26 (!) Beratungsstellen gemeldet haben? Sofern er Kirchenzeitungsleser ist, hat man ihn jedenfalls dazu "ermuntert" - und jetzt wissen wir wenigstens, warum dieser "Fall" in die Kirchenzeitung gekommen ist!  

Die Meinung des Bischofs zu dieser Art von "Mantel-hineinschlüpfen" statt "nassen Fetzen" (gemeint ist damit wohl die kath. Lehre) ist leider nicht bekannt.

Links oder Rechts?
Verkehrte Welt - "Linke" fordert Erziehungsgehalt für alle!  

In Österreich und Deutschland findet zur Zeit politisch dieselbe Diskussion statt: "Konservative" Politiker wollen um Milliardenbeträge staatliche Kinderkrippen für Unter-3-jährige einführen. Gleichzeitig lehnen es diese Politiker aber ab, die Mütter, welche ihre Kleinkinder selbst aufziehen wollen, finanziell zu unterstützen. Ein einziger Krippenplatz kostet dem Staat(sbürger) ca. 1.000,- EURO im Monat! Früher war es eine eindeutig sozialistische Position, daß der Staat "die Lufthoheit über die Kinderwiegen" bekommen muß, wie es ein SPD-Spitzenpolitiker vor ein paar Monaten ganz offen erklärte. Aber heute haben auch die sogenannten "konservativen" Parteien diesen Standpunkt übernommen. Und die Kirche schweigt dazu, wie gewohnt!

Das Volk sieht es anders

In der Bevölkerung wird das Problem allerdings (noch immer) sehr "altmodisch" gesehen. Unter dem Titel "Rabeneltern-Vorstellung dominant" berichtet der ORF von einer aktuellen GfK-Umfrage für das Familienministerium: Danach meinen 37% der Befragten, sie selbst wären die idealen Betreuer und 36% verweisen auf den Partner. Die Eltern zusammen kommen also auf 73%! An nächster Stelle folgen die Großeltern mit 7%, erst danach kommen die Tagesmütter und die staatlichen Kinderkrippen mit jeweils 6%! Angesichts solcher Zahlen muß man sich fragen, wodurch sich die konservativen (meist "christlichen") Politiker gedrängt fühlen, die Steuermilliarden einseitig für eine so kleine Gruppe von Bürgern zu "spenden"? Jedenfalls handelt es sich um eine weitere Schwächung der Institution Familie - ein Kind wird noch mehr als störender "Unfall" betrachtet, den man irgendwie loswerden muß. Und die Frauen, die zuhause - nach christlichem Ideal - ihre Kinder erziehen wollen, werden noch mehr als "dumm" gelten.

Wir brauchen wieder
Familien mit Kindern!

Es ist nun einmal eine Tatsache, daß es auch heute viele Mütter gibt, die ihre Kinder selbst und zuhause aufziehen wollen - und viele von ihnen können sich das leider nicht leisten (eine wirkliche Schande für einen christlichen Staat!). Warum wollen die konservativen Politiker diese Form der "normalen" Familie aber nicht fördern und weiter benachteiligen??? Ist unseren Politikern noch immer nicht klar, daß wir nur durch eine massive, auch finanzielle Unterstützung der Familien unser Problem mit dem Kindermangel lösen können (ohne noch weitere Ausländer ins Land holen zu müssen)?
Fazit: Wir brauchen eine neue Politik!

Das Streitgespräch im Spiegel

kath.net: Ein Streitgespräch im Spiegel zwischen der deutschen Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Ehefrau von Oskar Lafontaine brachte nun Erstaunliches ans Licht: Das Gespräch durchbrach das Links-Rechts-Schema in der Familienpolitik in Deutschland. Während Familienministerin von der Leyen mit ihrer „Krippenoffensive“ die Betreuungsplätze von Kleinkindern auf 500.000 verdreifachen will und dafür Milliarden einsetzt, betreut die Frau des ehemaligen SPD-Finanzministers ihren Sohn als Familienfrau zuhause und plädiert dafür, dass die Politik auch dieses Modell besser unterstützen müsse. Eine ihrer Kernaussagen lautet: „Früher war ich auch davon überzeugt, dass man als Mutter natürlich weiter erwerbstätig sein sollte. Aber als unser Sohn Carl-Maurice 1997 zur Welt kam, brauchte er meine Anwesenheit mehr, als ich vorher gedacht hatte. Heute ist mir das Glück meiner Familie einfach wichtiger als ein Job. Meine Familie macht mich glücklich.“ Untersuchungen hätten gezeigt, dass sich Kinder in der Familie am besten aufgehoben fühlten. Dagegen baue die Krippenoffensive, so Müller, letztlich die Wahlfreiheit der Eltern ab und zwinge Mütter zur Erwerbstätigkeit, die dies gar nicht möchten. Besser wäre ein Erziehungsgehalt für alle, welches die Linke zusammen mit christlichen Familienverbänden im Saarland fordere. Mit dieser und anderen Aussagen hat Frau Müller nicht nur die Feministinnen in ihrer Linkspartei verprellt, sondern auch die Familienministerin zu gereizten Antworten provoziert. Sie warf Müller vor, Familien ein schlechtes Gewissen einzujagen, denn „Männer und Frauen können mit ihrem Beruf und ihren Kindern glücklich werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, so das Credo der Ministerin. Müller konterte mit dem Argument, dass Familien gegenüber Kinderlosen extrem benachteiligt seien. Dieser Rückstand könne nur durch ein Erziehungsgehalt teilweise wettgemacht werden. Der Staat zeige damit auch, dass Erziehung eine Arbeit sei, die wie eine andere zu honorieren sei. Heute gelte nur die familienexterne Betreuungsarbeit durch Fachleute als bezahlungswürdig. Gerade diese Geringschätzung der Familienarbeit sei rückständig. Von der Leyen warf Müller vor, Luftschlösser zu bauen. Ihr Modell sei nicht bezahlbar. Mit der familienexternen Betreuungsoffensive würden dagegen Kinder erreicht, die zuhause zuwenig gefördert würden. Deshalb sollte das von der CSU geforderte (aber noch nicht beschlossene, Anm. d. Red.) Betreuungsgeld von 150 Euro – wenn überhaupt – nur in Form von Bildungsgutscheinen ausbezahlt werden. Müller entgegnete, die Intelligenz- und Bindungsforschung zeige, dass „für die intellektuelle Entwicklung des Kindes die Bindung an eine feste Bezugsperson ganz entscheidend ist. Das ist normalerweise die Mutter, aber nicht wechselndes Personal in Kinderkrippen.“

Vermischtes


Kirchliche Ehrung für
Abtreibungs-"Akzeptiererin"

www.kreuz.net: Die langjährige Generalsekretärin von Aktion Leben Österreich, Gertraude Steindl, erhielt für ihren angeblich "besonderen Einsatz um Familie und Lebensschutz" die Kardinal-Oppilio-Rossi Medaille. Das meldete die Website der Erzdiözese Wien. Die Aktion Leben Österreich "akzeptiert" die Fristentötung. Die Ehrung nahm diesmal der Bischof von St. Pölten, DDr. Klaus Küng vor. Bischof Küng ist in der österreichischen Bischofskonferenz für die Familien zuständig und erklärte noch vor kurzem, daß er "Probleme" mit dieser Organisation habe, und leider "ohne Erfolg" dort mehrmals interveniert hatte.
Schon im November 2006 erhielt Frau Steindl aus der Hand von Kardinal Schönborn den päpstlichen St.Gregorius Orden


"Katholischer" Schulausflug in Abtreibungsklinik

www.kreuz.net und www.kath.net: Einen Skandal erster Klasse lieferte wieder einmal die Diözese Wien (Erzbischof Kardinal Schönborn): Die sechste Klasse der katholischen Privatschule Sacré Coeur unternahm im Februar dieses Jahres einen "Lehrausgang" in den Kinderschlachthof des Abtreibers Christian Fiala.
Personelle Konsequenzen in der Diözese Wien sind bis heute nicht bekannt geworden. Gutgläubige Eltern schicken ihre Kinder noch immer in "katholische" Schulen.


ÖVP-Ministerin verteilt Kondome

www.orf.at: Die ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky hat persönlich in einer Wiener Schulklasse mit 15-Jährigen Kondome verteilt. Ihre Begründung: "Zum Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen helfen nur Kondome". Kdolsky wollte die Aktion natürlich medial entsprechend ausschlachten: Sie erschien, ohne daß Eltern oder Kinder vorher informiert wurden, mit einem Troß von Journalisten. Am folgenden Tag fanden die fassungslosen Eltern die Fotos ihrer Kinder bei derKondomverteilung in fast allen Tageszeitungen.


"Grüne" fordern
Abtreibung auf Krankenschein

Die dritte Präsidentin des österreichischen Nationalrates, Eva Glawischnig, fordert - wieder einmal - die Abtreibung auf Krankenschein. Damit würden die Katholiken (70% der Österreicher) gezwungen, mit ihren staatlich verordneten Sozialversicherungsbeiträgen die Tötung von ungeborenen Kindern zu finanzieren.

Amnesty International
will "Recht" auf Abtreibung

www.kath.net: Amnesty International fordert das "allgemeine Recht auf Abtreibung" von den Regierungen weltweit ein. Kardinal Renato Martini, Präsident des Päpstlichen Rates Iustitia et Pax hat deshalb alle Katholiken aufgerufen, nicht mehr für Amnesty zu spenden.


EU: mehr als 70 % Christen

Von den 453 Millionen EU-Bürgern sind 49,5 % Katholiken. Weiters: Atheisten 25,4 %, Protestanten 12,7 %, Orthodoxe 8,6 %, Moslems 3,5 % und Juden 0,3 %. Das bedeutet, daß in der EU der Anteil der Christen (heute, vor Eintritt der Türkei) mehr als 70 % beträgt. Man muß sich immer wieder fragen, warum sich die Politiker der EU nicht mehr nach christlichen Standpunkten ausrichten!?


Jeder vierte Österreicher
ist psychisch krank

www.orf.at: Fast ein Viertel der Österreicher leidet im Laufe eines Jahres unter irgendeiner psychischen Erkrankung. Jährlich entstehen dadurch Kosten von 7.2 Mrd. EURO, das sind drei Prozent des Bruttonationalproduktes. Depressionen stehen dabei an erster Stelle. Das ist in diesem Ausmaß ein eindeutiges Phänomen der Neuzeit. Könnte ein Grund darin liegen, daß die Menschen früher an die Ewigkeit geglaubt haben und ihre Sünden mittels Beichte "losgeworden" sind?


Mohammed war der erste Islamist

Aus einem Gespräch zwischen dem Mainzer Historiker Ekkehart Rotter und seinem Bruder, dem Islamwissenschaftler Gernot Rotter (Stern 25/07): "Je mehr ich mich als Historiker mit dem Islam beschäftigt habe, desto bewusster wurde mir die Gefahr, die mit der Verbreitung dieser totalitären Ideologie verbunden ist. Intellektuell ist er ohnehin eine Zumutung... Das Goldene Zeitalter des Islam, als in Spanien Muslime und Christen friedlich zusammenlebten, das ist eine Geschichtslüge. Es hat dieses Zeitalter nie gegeben. Es gab während der arabischen Epoche in Spanien permanent Christenverfolgungen... Die zweite Lüge ist, dass die Christen mit Kreuzzügen den Hass gesät hätten. Es war umgekehrt. Als die Muslime 638 Jerusalem eroberten, war das eine christliche Stadt. Der Kreuzzug 1099 war die Reaktion auf den Einfall der Türken in den Nahen Osten. Es galt, die dortigen Christen zu beschützen und die Grabeskirche Jesu in Jerusalem vor einer weiteren Schändung zu bewahren. Von den Angriffskriegen der Türken gegen das Heilige Römische Reich Deutscher Nation will ich gar nicht sprechen. Das Ziel, das die Sultane ausgegeben hatten, war die imperiale Ausdehnung des Islam... Die Islamisierung wird Europa genauso zugrunde richten wie den Nahen Osten. Wir erleben heute eine Kolonisierung durch die Türkei, gesteuert durch das dortige Ministerium für religiöse Angelegenheiten, verantwortlich für die meisten Moscheebauten in Deutschland. Es ist hanebüchen und staatsrechtlich höchst bedenklich, dass wir das dulden. Den Rest erledigt die demographische Entwicklung, die Europa binnen weniger Jahrzehnte zwangsläufig islamisiert... Die Stifter der Religionen konnten unterschiedlicher nicht sein. Mohammed hat Karawanen überfallen und ausgeraubt... Es ist Fakt, dass Mohammed in Medina einen jüdischen Stamm vertreiben, einen anderen vernichten ließ, 600 Juden: der Reihe nach geköpft. Die Jüdinnen: als Beute verteilt... Das steht in der ältesten Mohammed-Biographie von Ibn Ishaq... Mohammed war der erste Islamist. Er hat seine Ideologie mit Gewalt durchgesetzt... Niemand in der islamischen Welt wagt zu behaupten, der Koran sei nicht von Mohammed verfasst. Deswegen tut man sich so schwer, den Koran von seinen aggressiven Inhalten zu befreien. Wer das unternimmt, setzt sein Leben aufs Spiel... Ich meine, dass dem Islam in Europa kein Platz eingeräumt werden darf, solange der Koran nicht mit den Menschenrechten in Übereinstimmung gebracht ist. Solange die Koranstelle gilt, dass ein Muslim mit Christen und Juden keinen Umgang haben darf, wird es keine Integration geben."


Kölner Pfarre sammelt für Moscheebau

www.kath.net: Die Kölner Pfarre St.Theodor mit Pfarrer Franz Meurer, will eine Sonntagskollekte für den Bau einer Kölner Moschee spenden. Der Pfarrgemeinderat hat einstimmig zugestimmt.


Klimaerwärmung -
auch auf dem Mars!

www.orf.at: Passend zur laufenden Klimadebatte meldete der ORF am 4.4.2007, daß auch auf dem Mars eine globale Erwärmung stattfindet, sogar viermal so schell wie auf der Erde! Auf dem Mars stieg die Temperatur zwischen den 70er und 90er Jahren um 0,65 Grad Celsius, auf der Erde in den letzten 100 Jahren nur um 0,75 Grad! Auf dem Mars gibt es weder Autos noch Flugzeuge!


Algerien: 150.000 bis 200.000 Tote

In Algerien sind seit 1992 150.000 bis 200.000 Menschen bei den Auseinandersetzungen mit den Islamisten ums Leben gekommen. Davon 5.000 Polizisten und 17.000 Islamisten. Algerien ist sehr eng mit Frankreich, einem Kernland der EU verbunden. Was ist der Grund, daß unsere Medien praktisch nichts von diesem täglichen Terror vor der Haustür der EU berichten, während man stündlich von jedem einzelnen Toten in so fernen Ländern wie Afghanistan, Irak oder Pakistan hört???


1,4 % sind homosexuell

www.kath.net: In Kanada wurde eine Umfrage unter 121.300 Erwachsenen durchgeführt. Diese ergab, daß ganze 1,4 % der Befragten homosexuell sind. Leider ist das heute ein aktuelles Thema! Es kursieren darüber ja die abenteuerlichsten Zahlen. Den Vogel hat dabei wohl wieder einmal die Linzer Kirchenzeitung abgeschossen: Sie meint, Homosexualität ist so etwas wie "Linkshänder-sein" (das würde dann heißen, fast die Hälfte aller Menschen).


Zum Skandal der Linzer Jugend-CD

DIE WAHRHEIT berichtete in der letzten Ausgabe ausführlich über den Skandal der "Jugend-CD" der Diözese Linz, die an 15.000 Jugendliche verschickt wurde. Inzwischen gibt es eine "Aktion Kirchentreu" mit Kirchenbeitrags-Boykott und einer Gebetsinitiative (www.kirchentreu.info). Die Forderungen sind klar: Öffentliche Richtigstellung der Aussage der CD, Abberufung der Verantwortlichen und Besetzung der Posten im Pastoralamt mit geeigneten, papsttreuen Personen.
Inzwischen ist mehr als ein halbes Jahr vergangen, und nichts davon  ist geschehen. Bischof Ludwig Schwarz, der wahrscheinlich mit der CD nicht einverstanden ist, ist offenbar - aus welchen Gründen auch immer - machtlos.


Nitsch und die ÖVP

Inzwischen versucht die ÖVP-Spitze gar nicht mehr, sich irgendwie von dem Blut- und Orgien-"Künstler" Hermann Nitsch zu distanzieren. Ganz im Gegenteil: Man scheint ganz begeistert zu sein von ihm. Er erhielt nicht nur Auszeichnungen und Preise (natürlich mit Steuergeldern), sondern der nö. Landeshauptmann Erwin Pröll baute Herrn Nitsch sogar ein eigenes Museum! Kostenpunkt des Museums zwischen vier und fünf Millionen Euro, die sich das Land und die Gemeinde Mistelbach teilen. Die Weihe des Museums nahm unter regem Medieninteresse der Propst des Stiftes Herzogenburg Dr. Maximilian Fürsinn, der Mistelbacher Pfarrer Hermann Jedlinger und ein evangelischer Superintendant vor. Erwin Pröll und Andrea Kdolsky durften dabei nicht fehlen. Mistelbach gehört zur Erzdiözese Wien (Erzbischof Kard. Schönborn).
Nitsch ist nicht nur ein Religionsbeschmutzer! Er verwendet für seine Schütt-"Kunst" gerne Monstranzen und Meßgewänder und er liebt auch Kreuzigungs-Szenen und aufgeschlitzte Bäuche. Darüberhinaus ist er auch noch ein Gotteslästerer mit Texten, die man gar nicht veröffentlichen kann.
Zurück zur ÖVP: weil sie so begeistert ist von Hermann Nitsch und seinem Museum, hat sie gleich die erste Regierungsklausur dort abgehalten. Als Katholik kann man das nur als Provokation werten. Offenbar meint die ÖVP-Spitze, daß die Gläubigen eh' schon so wenige oder so blöde sind, daß sie ihre Klausur gerade im Nitsch-Museum abhalten mußte. In Österreich gäbe es dafür sicherlich tausende andere, "neutralere" Orte! 

Briefe


Ein ehemaliger KMB-Obmann


Verehrter Herr Redakteur!
Habe das 1. mal "DIE WAHRHEIT" in Händen! Als 93-jähriger vor den Pforten der Ewigkeit stehend, gaben Sie mir die Hoffnung, daß es noch "Lautsprecher" der ewigen Glaubenswahrheit gibt.
In der Diözese Linz wurde ich nach Kriegsende als Dekanatsobmann der Männerbewegung als Redner in der ganzen Diözese herangezogen. Dafür wurde ich von Papst Paul VI. "Commandatore des Sylvesterordens"...
"An den Zügeln der Vorsehung", aus meinem "Nothelfer Verlag" können Sie ersehen, wie Gottes Vorsehung mein Leben gelenkt hat! ...Daß es mir im Jahr 1988 als "Einzelkämpfer" gelang, den pornographischen "Sexkoffer für Schüler" zu verhindern, können Sie nachlesen (S.142-143).
Mich erschüttert die Duldung durch den Linzer Bischof, daß Homos und "Sex-Verhütung" nun von kirchlichen Einrichtungen angepriesen werden! Weiters, daß ein Rebell gegen Rom die Priesterweihe erhielt. Das sind schon, wie die täglichen Katastrophen, Anzeichen, der in den Evangelien angekündigten Endzeit. Der angekündigte Kirchensteuer-Boykott ist die einzige wirksame Waffe! Wa-rum organisieren sich die papsttreuen Priester der Linzer Diözese nicht zur Säuberung dieser antikirchlichen Umtriebe?...
Leider hat die heutige Generation die NS-Zeit vergessen, wo man für das Bekenntnis für Glaube und Heimat (siehe Seite 98-101) noch den Einsatz des Lebens wagen mußte! Gott segne Sie und Ihre Helfer,
Ihr HR Dr. Josef Zarl, Salzburg


An den Privatsekretär des Papstes


Hochwürdiger Herr Prälat!
In der nicht von mir abonnierten Zeitschrift "DIE WAHRHEIT" vom März 2007 erfuhr ich von Fehlentwicklungen in der Kirche von Österreich, speziell in Wien und Linz.
Aus pastoralen Gründen wäre es meines Erachtens sicher wünschenswert, wenn die dafür Verantwortlichen vor dem Besuch des Heiligen Vaters in Österreich ihren Rücktritt einreichen würden. Dieses hilfreiche Zeichen wäre dann wohl nützlicher als alle noch so gut gemeinten materiellen Vorbereitungen. Ich bitte um gütiges Verständnis für diese in großer Sorge niedergeschriebenen Zeilen und verbleibe in treukatholischer Gesinnung.
Ihre sehr ergebene Erika Wechs-Zeltner (Auslandsösterreicherin).


Weinreben fast bis Schweden -
Achselspray in der Steinzeit

Lieber Herr Lindner, vielen Dank für die erneute Zusendung der interessanten Informationen. Anbei ein kleiner Spendenscheck. Bezgl. "Treibhausklima": Wo bekomme ich das Buch darüber? Bis etwa 1460 gediehen bis fast nach Schweden die Weinreben, die man zu gutem Trinkwein verarbeiten konnte. Dann gab es einen Kälteeinbruch, sodaß Wein nur bis zum 50. Breitegrad gedeiht. Aber wie damals mit dem sogenannten Waldsterben macht man sein politisches Kalkül nun mit dem Treibhausklima und versucht damit Geld und Einfluß zu machen.
Wahrscheinlich haben in der Steinzeit unsere Vorfahren angefangen, Achselspray zu benutzen, sodaß die bis zu den Pyrenäen gehende Eiszeit verschwand!
Warum protestiert hier niemand gegen Karl-Marx-Straßen, Rosa-Luxenburg oder Karl-Liebknecht - Benennungen? 115 Millionen durch Marxisten Umgebrachte zählen wohl nicht?! ...
Gerhard Both, D-Bayreuth


Entscheidung, welche Kirche

Sehr gehrter Herr Lindner,
ich danke Ihnen für die Zusendung des Rundbriefes, den ich zusammen mit 5 weiteren Informationsblättern gelesen habe.
In diesem Zusammenhang erscheint unsere "una sancta catholica et apostolica" tief zerstritten und gespalten, anarchisch und geistig verflacht bis entkernt.
An diese Wahrheit werden wir uns gewöhnen müssen. Jeder Christ muß sich ganz persönlich entscheiden, welcher Kirche er sich anschließen, welchen Weg zum Heil er wählen möchte: Den Weg der überkommenen römisch kath. Kirche oder den Weg der modernistisch-ökumenischen "Konzilskirche" ...
Es gibt nur einen Weg und nur eine "wahre Religion".
Für Ihre Arbeit im Dienste der "WAHRHEIT" danke ich Ihnen aufrichtig mit freundlichen Grüßen
R.Willeke, D-Münster, Stud.Dir.i.R.

 

Baldiger Heiligsprechnungs-Prozess für Erzbischof Lefebrve?

Ohne Zweifel ist es Erzbischof Lefebrve zu verdanken, daß es heute überhaupt noch eine überlieferte Hl. Messe gibt! Die Geschichte wird ihm sicherlich den dafür gebührenden Platz zuweisen. Bis dahin können wir ihm nur dankbar sein für alles, was er dafür (vor allem von Vertretern der "Amtskirche") zu erdulden hatte!
Hier zwei kurze Episoden aus seinem Leben:
- Erzbischof Lefebrve schickt sich an, beim Mittagstisch die Suppe an die anderen auszuteilen. Ein junger Kleriker will ihm die Arbeit abnehmen. Der Erzbischof: "Lassen Sie mich Sie einmal im Leben bedienen!"
- Erzbischof Lefebrve wurde gefragt, was er vom Ökumenismus halte. Darauf der Erzbischof: "Ich habe Freunde unter den Protestanten, aber seine Freunde täuscht man nicht!"      
       

 

 

 

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