Rundbrief 72 (März 2007)
     

 

 

Gedanken zur Fastenzeit

Die ernsteste und heiligste Zeit des Jahres, die Fastenzeit, erinnert uns an das Beispiel des Erlösers, der vierzig Tage lang fastete. Die Zahl vierzig ist in der Sprache der heiligen Schrift die heilige Zahl der Buße.
Wenn der Herr im Alten Bund die Menschen für ihre Sünden strafen wollte, so schickte Er eine vierzigtägige, ja sogar einmal eine vierzigjährige Züchtigung, wie z.B. bei der Sintflut, wo es vierzig Tage regnete, oder bei der 40-jährigen Wanderung des jüdischen Volkes durch die Wüste.
Diese vierzigtägige Bußzeit erinnert uns aber auch daran, daß ein so großes Fest wie die Auferstehung unseres Herrn einer außergewöhnlichen Vorbereitung bedarf. Im Alten Bund verlangte Gott mehrmals, wenn Er besondere Wohltaten spenden wollte, eine vierzigtägige Vorbereitung: bevor z.B. Moses auf dem Berge Sinai und der Prophet Elias auf dem Berge Horeb dem Herrn nahen durften, mußten sie vierzig Tage fasten. So sollten wir das Hauptziel der Fastenzeit, uns aus dem Grabe der Sünde zu erheben, zu erreichen suchen und uns auf einen möglichst würdigen fruchtbaren Empfang der heiligen Osterkommunion vorbereiten
.

 

Bedenken wir zum Fasten noch folgendes:

 

1. Das Fasten heilt unsere Seele
Es ist ein allgemeines Gesetz, gültig im Himmel und auf der Erde: Zahle, was du schuldig bist! Haben wir Unrecht getan, so müssen wir es wiedergutmachen. Wenn wir die Gott zugefügte Beleidigung an uns selber strafen, durch Fasten und Abtötung, so hat Gott uns verheißen, daß Er ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz nicht verschmäht, daß Er um dieser Buße willen uns verzeihen will.

2. Das Fasten bewahrt uns vor der Sünde
"Tut Buße" sagt uns der Herr, und diese Buße besteht zunächst darin, daß jeder Mensch sich ganz - mit Leib und Seele - von den Geschöpfen zum Schöpfer, vom Irdischen zum Himmlischen wende, daß er mit der Seele bete und mit dem Leib faste. Adam und Eva wollten nicht "fasten", sich nicht der verbotenen Speise enthalten und so kam großes Elend über sie; die sündigen Niniviten dagegen wurden nach freiwilliger 40-tägiger Buße vor dem Verderben bewahrt.


3. Das Fasten fördert die Tugend
Wir spüren in uns einen zweifachen Drang bzw. Zug:
- der eine hebt uns empor zu Gott, zum Ewigen,
- der andere reißt uns abwärts, zur Erde, zum Vergänglichen.
Je mehr wir durch Fasten den Zug nach unten schwächen und zurückhalten, desto freier und kräftiger wird der Zug nach oben. Der heilige Kirchenlehrer Chrysologus sagt sehr treffend:


Das Fasten ist der Tod der Laster, das Leben der Tugend, der Friede für den Körper, die Zierde der Glieder, der Schmuck des Benehmens, die Stärkung des Gemütes, die Kraft der Seele, die Schutzmauer der Keuschheit, die Festung der Schamhaftigkeit, die Schule der Verdienste, die Meisterschaft der Heiligkeit.
Zu dieser "Meisterschaft der Heiligkeit" werden wir es nicht auf einmal bringen, aber durch Stetigkeit, Beharrlichkeit und Ausdauer. Haben die Heiligen das Beispiel Jesu mit bestem Erfolg nachgeahmt (im Fasten), so werden es sicher viele Verdammte zu ihrem größten Schaden freiwillig unterlassen haben. Wollen wir das tun, was uns möglich ist!
Pater W. Hähnchen

Abtreibung - Ruin unserer Gesellschaft


'Mörtel' Lugner bringt das Thema ungewollt in die Medien

Abtreibungsklinik im Einkaufszentrum


In der neu eröffneten Wiener "Lugner City" befindet sich auch eine Abtreibungsklinik, die "VenusMed". U.a. protestierten die Lebensschutz-Organisationen "Jugend für das Leben" und "HLI-Österreich" dagegen und machten sich damit - erwartungsgemäß - auch in der Kirche nicht nur Freunde. Abtreibungsgegner wollen jedenfalls das Lugner-Einkaufszentrum bei ihren Einkäufen meiden. Beschwerdebriefe an Lugner wurden von einem Anwalt beantwortet, der mit Strafanzeige wegen Verleumdung, Privatklage wegen Kreditschädigung und mit Unterlassungsklage drohte. Sicherlich würde Baumeister Lugner derzeit Schlagzeilen über seine Opernball-Begleiterinnen bevorzugen.


Lugner exkommuniziert


Am 1.2. gab es eine Protestkundgebung vor der "VenusMed", an der auch Bischof Andreas Laun - als einziger Bischof - teilnahm. Auf die Frage von kath.net in einem Interview, ob denn nun Lugner exkommuniziert ist, erklärte der Bischof: "Sicherlich. Im Katechismus heißt es: 'Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen. Die Kirche ahndet dieses Vergehen gegen das menschliche Leben mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation'".*) Das Interview hat jedenfalls im gesamten deutschen Sprachrauch reges Medieninteresse hervorgerufen.


Die "automatische" Exkommunikation durch die aktive oder passive Beteiligung an einer Abtreibung, auch wenn man etwa nur den "Rat" dazu gibt, wird von den meisten kirchlichen Würdenträgern und Medien peinlichst verschwiegen (natürlich sind auch die Politiker, die entsprechende Gesetze erlassen oder nicht ändern wollen, davon betroffen!). Entsprechend vielseitig waren daher auch die Proteste gegen die Aussage von Bischof Laun:


Baumeister Lugner kündigte sofort, am 2.2., eine Klage gegen Bischof Laun an. "Die Kirche hat auch Hexen verbrannt" und, so Lugner weiter: Er selbst ist Katholik und seine Tochter besucht eine katholische Privatschule, wo er keine Schwierigkeiten mit der Direktorin wünscht. Nicht ganz unrecht hat Lugner wenn er noch meint, dann wären ja auch Bundeskanzler Gusenbauer und Bürgermeister Häupl (beide SPÖ) exkommuniziert (in öffentlichen Krankenhäusern des Landes und des Bundes werden auch Abtreibungen vorgenommen!). Zwei Tage später machte Lugner einen Rückzieher und zog seine Klagsdrohung wieder zurück. Er erklärte, er hätte die Klage zwar gewonnen - möchte aber Bischof Laun ein Friedensangebot machen und ihn zu einer Wallfahrt nach Mariazell einladen. Es ist nicht bekannt, ob Bischof Laun diese Einladung angenommen hat.


Kardinal kontra Bischof


Erich Leitenberger, der Sprecher von Kardinal Schönborn und zugleich Chefredakteur von kathpress erklärte in einer Veröffentlichung die Aussagen von Bischof Laun als "kontraproduktiv" und: "Akademische Diskussionen über Exkommunikation helfen sicher nicht ...". Bemerkenswert ist schon, daß sich Kardinal Schönborn öffentlich gegen einen Bischof stellt - er hat seinen Sprecher Leitenberger weder korrigiert und schon gar nicht entlassen! Und es ist nicht das erste Mal, daß Schönborn durch Kritik an Abtreibungsgegnern aufhorchen läßt. Nicht ganz fein ist vielleicht die Art, Kritik an einem Bischof öffentlich durch den Pressesprecher, einen Laien, kundzutun. Christlich? Solche Defizite im Umgang miteinander sind seit Jahren ein Problem in der Kirche Österreichs!


Reges Medieninteresse bestand jedenfalls über Österreich hinaus, so titelt z.B. SPIEGEL ONLINE (4.2.2007): "Kardinal streitet mit Bischof über 'Mörtel' Lugner". Süddeutsche Zeitung (5.2.): "Mörtel kontra Kirche".


Nicht fehlen darf in diesem Medien-Reigen natürlich die Linzer Kirchenzeitung, am 8.2. wörtlich: "Weihbischof Laun hat ... wieder einmal dem engagierten Einsatz vieler Christen für den Schutz des Lebens einen Bärendienst erwiesen". Pikant ist das deshalb, weil bei der LKZ dieser "engagierte Einsatz" sicherlich nicht zu finden ist! Bemerkenswert ist aber auch, daß eine Kirchenzeitung den Bischof einer Nachbardiözese völlig ungeniert angreifen kann - wer stößt sich heute noch daran?


Aber auch in der Politik hat Lugner naturgemäß Freunde und Verteidiger: Im STANDARD gibt die SPÖ-Frauenministerin Doris Bures den Bischöfen den "Rat": "Kirchenherren sollen sich zurückhalten" und "Ich appelliere an die Kirchenherren, endlich liberaler zu werden". Immerhin, eine "Ermahnung" einer Ministerin für einen amtierenden Bischof - so etwas gibt es nicht alle Tage!


Die "Aktion Leben"


"VenusMed" hat angekündigt, mit der Aktion Leben zusammenarbeiten zu wollen. Bischof Laun zur Aktion Leben Österreich: "... heute vertritt sie mehrere Positionen im Widerspruch zur Lehre der Kirche und im Widerspruch zur gesunden Vernunft". Aber nicht nur Bischof Laun hat Probleme mit der Aktion Leben. Familienbischof Klaus Küng drückt das vornehm so aus (kath.net): "Bezüglich Aktion Leben sind die Probleme bekannt, sie wurden von mir in mehreren Anläufen im Namen der Bischofskonferenz angemahnt. Leider bis jetzt ohne Erfolg".


Die österr. Bischofskonferenz hatte bereits 1993(!) festgestellt, daß die Aktion Leben Positionen vertritt, die der Lehre der Kiche widersprechen. Allerdings, ganz einig dürfte sich die Bischofskonferenz bei diesem Thema heute noch nicht sein: Die Aktion Leben wird von der Kirche nach wie vor nicht nur finanziell unterstützt. Ganz im Gegensatz zu anderen Organisationen, die die Lehre der Kirche vertreten und u.a. gegen Abtreibung aktiv sind. Und, immerhin: vor wenigen Wochen erst bekam die Ge-neralsekretärin von Aktion Leben durch Kardinal Schönborn den päpstlichen Gregoriusorden verliehen!


In Oberösterreich sitzt die Aktion Leben seit vielen Jahren im Linzer Pastoralamt (vermutlich ohne eine Miete oder die Telefonkosten zu bezahlen). Und die Linzer Kirchenzeitung kommt termingerecht zu Hilfe und stellt am 1.2.2007 als "Kopf der Woche" die neue Generalsekretärin vor, mit dem Titel: "Expertin in sozialen Fragen".

 

Amnesty: Kein Lebensrecht für Ungeborene


Die Chefin von Amnesty International, Irene Khan, verteidigt in einem Interview das "Recht auf Abtreibung". "Gemäß Menschenrechtsgesetzgebung gibt es kein Recht auf Leben für einen Fötus. Das ist auch die Position des Europarates..." so die Amnesty-Chefin. Der Vatikan protestierte. Nicht nur in Österreich sind zahlreiche Katholiken auch Mitglied bei "AI".

Ist Abtreibung erlaubt?


Der Staat hat in Österreich die Abtreibung zwar gesetzlich verboten, aber bis zum 3. Monat "straffrei" gestellt. Wirklich mörderisch ist es für Kinder, bei denen durch eine Untersuchung festgestellt wird, daß sie behindert sein könnten - sie "dürfen" bis zur Geburt abgetrieben werden! Hitler läßt grüßen! Die sogenannte Straffreiheit, diese höchst sonderbare gesetzliche Regelung, führte zu der weitverbreiteten irrigen Meinung, daß in Österreich die Abtreibung erlaubt wäre. Sozialistische Politiker reden sogar gerne von einem "Recht auf Abtreibung" und wollen den Staat verpflichten, entsprechende Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich rechnet man in Österreich mit mehr als einer Million im Mutterleib getöteter Kinder seit der Einführung der Fristenlösung (Stati-stiken darüber werden vehement verweigert)! Weltweit werden laut WHO pro Jahr ca. 50 Millionen Kinder abgetrieben. Die Kirche erklärt jeden Katholiken, der irgendetwas mit einer Abtreibung zu tun hat, als automatisch exkommuniziert (natürlich kann man auch diese Sünde beichten - sofern man sie bereut).

 

OGH: "Kind als Schaden"


Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes muß ein Salzburger Arzt lebenslange Unterhaltszahlungen leisten für ein Kind mit Down-Syndrom. Die Mutter gab an, sie sei während der Schwangerschaft von dem Arzt nicht ausreichend aufgeklärt worden. Hier kommen wir mit unseren Gesetzen schon sehr nahe an die Hitlersche Theorie vom "lebensunwerten Leben".


7 Jahre Wartezeit für Adoptionen


Die meisten Kinder werden heute aus wirtschaftlichen Gründen abgetrieben (in einer Zeit des größten Wohlstandes). Sicherlich würden viele Mütter ihr Kind gerne zur Welt bringen, wenn sie wüßten, daß es zu Eltern kommt, die sich darum sorgen. Dies müßte nur entsprechend organisiert und propagiert werden. Es ist nicht verständlich, warum es in Österreich durchschnittlich 7 Jahre dauert, bis ein adoptionswilliges Paar ein Kind zugewiesen bekommt (in Deutschland 6 Jahre; in Spanien, wo es die meisten Adoptionen gibt, ist die Wartezeit nur 10 Monate!).

 

Homo-Adoption per Gesetz


Was uns wohl demnächst in der EU blühen wird, wurde in Großbritannien bereits in ein Gesetz geschmiedet: Jegliche Diskriminierung in der Bereitstellung von Gütern, Einrichtungen und Diensten aufgrund sexueller Orientierung ist strafbar! Im Klartext bedeutet das z.B., daß auch homosexuelle Paare das Recht haben, Kinder zu adoptieren. Und die Kirche wäre somit gezwungen, Kinder an Homosexuelle zu "vermitteln" oder eben aus der Adoptionsvermittlung auszusteigen (was wahrscheinlich die Absicht dahinter ist).

 

EU will Abtreibung flächendeckend


Die neue Links(!)-Regierung in Nicaragua hat als eines der ersten Gesetze ein Abtreibungsverbot - ohne Einschränkungen - erlassen! Allerdings hat man sich damit echte Feinde gemacht. Die EU macht jetzt Druck und droht, die wirtschaftliche Unterstützung zu streichen. "Hilfsprogramme gegen Armut und für die Rechte der Frauen" seien an die Straffreiheit der Kinderabtreibung gebunden, so der EU-Beauftragte für Nicaragua in einem Zeitungsinterview.

 

Doppelmoral bei Hussein-Hinrichtung


Bei der Hinrichtung des verurteilten Diktators und Massenmörders Saddam Hussein wurden Proteste gegen die Todesstrafe gerade aus jenen Ländern laut, die per Gesetz Jahr für Jahr hunderttausende ihrer eigenen Kinder umbringen (lassen). Warum sind die Proteste gegen das himmelschreiende Unrecht gegenüber diesen unschuldigen Wehrlosen so gering, ja fast unhörbar?

*) in „Evangelium Vitae“ Kapitel 62 heißt es:
Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe der Exkommunikation latae sententiae zu, das heißt, die Strafe tritt von selbst durch Begehen der Straftat ein. Die Exkommunikation trifft alle, die diese Straftat in Kenntnis der Strafe begehen, somit auch jene Mittäter, ohne deren Handeln sie nicht begangen worden wäre.

 

Wer ist Schuld an der Verbreitung von AIDS?

 

25 Jahre AIDS

1981 wurde in den USA erstmals über eine seltene Krebsform und Lungenentzündung unter Homosexuellen berichtet. Seitdem breitet sich die Seuche weltweit ungebremst aus und heute gibt es mehr als 40 Millionen HIV-Infizierte. Ein Impfstoff ist nicht in Sicht. Anfangs hieß die Krankheit noch GRID ("Gay-related Immune Deficiency"), ein Immundefekt also, der mit Schwulsein zu tun hat, oder einfach "schwuler Krebs". Durch die häufig wechselnden Partner in diesen Kreisen konnte sich die Krankheit rasant ausbreiten. Später hat man sie dann, politisch korrekt, ganz neutral in AIDS ("Acquired Immune Deficiency Syndrome") umbenannt. Und längst ist AIDS nicht mehr auf Homosexuelle beschränkt.


"Der Papst ist Schuld an AIDS"


Diese wahrlich abenteuerliche Aussage hört man immer wieder - auch in Medien, die sich gerne als "seriös" geben. Nun, eigentlich ist völlig klar, daß das gar nicht möglich ist, denn wenn sich alle Menschen an die Gebote der Kirche halten würden, könnte es AIDS gar nicht geben. Aber, so hört man, wenn der Papst Kondome erlauben würde, würde sich AIDS nicht so schnell ausbreiten. Nun, auch der Papst muß sich an seine Vorgaben, u.a. aus dem Wort Gottes, halten und kann nicht einfach etwas verbieten oder erlauben. Aber glaubt jemand ernsthaft, daß sich ausgerechnet jene Leute, die sich nachweislich nicht an die Lehre der Kirche halten (z.B. Homosexuelle oder wechselnde Partner) vom Papst heute daran hindern lassen, Kondome zu verwenden???


Die Zahlen sprechen für sich


Es gibt in Wahrheit nur ein Mittel, AIDS einzudämmen bzw. zu bekämpfen: Nach der Lehre der katholischen Kirche zu leben! Die nackten Zahlen belegen das eindeutig: Je größer der Anteil der Katholiken in der Bevölkerung, desto kleiner ist die Zahl der AIDS-Infektionen (entnommen aus Komma 32/2006): Hier als Beispiele ein paar Länder aus Afrika:

Land
AIDS-Infektionen
Kath. Anteil
Swaziland
43%
5%
Botswana
37%
4%
Simbabwe
25%
8%
Südafrika
22%
6%
Sambia
17%
26%
Malawi
14%
19%
Mosambik
12%
22%
Kenia
7%
25%
Ruanda
5%
47%
Uganda
4%
36%

 

In Asien haben wir das gleiche Bild:
In Thailand (ca. 60 Mio. Einwohner), wo es eine intensive Kondom-Propaganda gibt, waren im August 2003 fast 900.000 AIDS-Patienten und 125.000 AIDS-Todesfälle gemeldet. Noch 1991 hatte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) für 2003 "nur" ca. 60.000-80.000 AIDS-Fälle prognostiziert.
Auf den katholischen Philippinen hingegen (ca. 70 Mio. Einwohner), wo es praktisch keine Kondom-Werbung gibt, waren 2003 knapp 2.000 AIDS-Patienten und 260 AIDS-Tote zu verzeichnen. Die WHO hatte jedoch schon für das Jahr 2000 80.000-90.000 AIDS-Fälle vorausgesagt!

Anhand dieser Zahlen müßten eigentlich UNO und WHO mit allen Mitteln die Missionierung der Welt durch die Katholische Kirche fördern und unterstützen. Tun sie aber nicht! Stattdessen setzt man weiter auf die flächendeckende Versorgung mit Kondomen - und wird der Seuche doch nicht Herr! Ist es "nur" Geschäft, oder steckt mehr dahinter?

"Segnung" von Homosexuellen im Wiener Stephansdom

 

Wie schon im vergangenen Jahr fand am 14.2.2007, dem Valentinstag, im Wiener Stephansdom eine "Segnung" aller "Liebenden" statt. Der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn hatte, trotz Protesten, dagegen nichts einzuwenden. Eingeladen waren alle "Liebespaare", d.h. unverheiratete, geschiedene und natürlich auch homosexuelle Paare. In seiner Predigt brachte der Dompfarrer Hochw. Faber seine Hoffnung zum Ausdruck, daß sich Homos in der christlichen Gemeinde willkommen und zuhause fühlen mögen - obwohl sie oft "Ausgrenzungen" und "Schwierigkeiten" erleiden müssen.
In den Fürbitten bat ein Diakon um die "kirchliche und gesellschaftliche Achtung und Anerkennung" der Homo-Unzucht. Darauf folgte noch eine Bitte um Liebe und Treue von geschiedenen Wiederverheirateten.


Was Hochw. Faber verschwieg


Nicht erwähnt hat der Wiener Dompfarrer die Lehre der Bibel und der Kirche über Homosexualität: Im Wort Gottes wird diese mehrmals als schwere Sünde und ein Greuel vor Gott bezeichnet. Und auch die Kirche, sie kann gar nicht anders, hat diese Lehre stets bekräftigt!


Nicht erwähnt hat Hochw. Faber aber auch, daß Homosexualität durchaus heilbar ist, sofern die Betroffenen es selbst auch wollen. Es gibt genügend Beispiele von Therapeuten, die diesbezüglich tausende Erfolge vorweisen können. Durch den "Segnungs"-Gottesdienst im Stephans-dom hat die Diözese Wien aber sicherlich eher das Gegenteil einer Therapie erreicht: Die Teilnehmer dürften in ihrer derzeitigen Lebensführung gestärkt den Dom verlassen haben.

Die Parteienlandschaft in Österreich

 

Der ÖVP fehlten die konservativen Wähler


Ganz knapp verlor die ÖVP bei den letzten Wahlen die Mehrheit und damit den Bundeskanzler-Posten an die SPÖ. Analysen nach der Wahl haben gezeigt, daß es gerade die "konservativen" Katholiken waren, die der ÖVP am Ende gefehlt haben, indem sie der Wahl fernblieben oder die FPÖ wählten (in der FPÖ ist mit Ewald Stadler der einzige Bundespolitiker, der offen, ohne Wenn und Aber, für die katholischen Werte eintritt). Erkennbar wird die Einstellung unserer Landes- und Bundespolitiker nicht nur bei der Kultur-Förderung, wo führende ÖVP-Politiker z.B. ganz offen den Gotteslästerer Hermann Nitsch (ver)ehren - und mit unseren Steuergeldern fördern.
Besonders fatal ist die Entwicklung in der Familienpolitik. Die Freude über die neue ÖVP-Familienministerin Kdolsky währte nur kurz: Bis ihre Aussagen in einem Buch bekannt wurden, das kurz vorher erschien. Titel: "Kinderlos, na und? Kein Baby an Bord". Sie kritisiert darin u.a. eine "politische Verklärung der Mutterschaft".
Sie selbst hat kein Kind, denn, so Kdolsky in dem Buch, sie hat eine "so tolle Partnerschaft. Wer weiß, ob die auch so wäre, wenn wir ein Kind hätten." Jedenfalls decken sich die Ansichten und Pläne von Kdolsky mit jenen von Frauenministerin Bures (SPÖ) in vielen Punkten. Es geht u.a. immer wieder um die "bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf". Auf Gemeinde-Ebene, wo durchaus noch ÖVP-Politiker mit katholischen Ansichten zu finden sind, gab es auch innerparteiliche Kritik an Kdolsky. Aber damit niemand meint, ihre Wahl als ÖVP-Familienministerin wäre ein Irrtum gewesen, stellte Vizekanzler Molterer gleich klar: "Wer Kdolsky angreift, bekommt es mit mir zu tun!".


Wir sterben aus!


Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, obwohl sich kein Politiker getraut, das Problem offen anzusprechen: Unsere Gesellschaft hat viel zu wenig Kinder, um weiterhin bestehen zu können. Das eine Problem sind die Abtreibungen, wodurch in Österreich seit 30 Jahren mehr als eine Million Kinder fehlen. Und es wird täglich mehr Menschen klar, daß der Zuzug von Ausländern, womit unsere Politiker das Problem lösen wollten, auch nicht das Gelbe vom Ei sind. Andererseits ist die Politik (Rot wie Schwarz) nicht in der Lage oder nicht gewillt, durch steuerliche und gesellschaftliche Maßnahmen die Familien so zu fördern, daß sie wieder mehr Kinder bekommen wollen. Bei den Sozialisten ist es klar, daß sie die Kinder möglichst bald von den Familien weg in den eigenen Betreuungsstätten haben wollen, um sie wunschgerecht zu "schulen". Warum die ÖVP aber in die gleiche Kerbe schlägt, ist für viele Katholiken unverständlich. Geht es wirklich "nur" um die Mütter als Arbeitskräfte?
Nun, niemand will Frauen daran hindern, einem Beruf nachzugehen - aber bitte freiwillig! Denn es gibt auch Frauen, die gerne bei den Kindern zuhause bleiben würden, wenn sie es sich finanziell leisten könnten. Es geht nicht darum, zusätzliche Steuergelder auszugeben: Wenn das viele Geld, das für staatliche Kinderbetreuung ausgegeben wird, von den Eltern wahlweise selbst verwendet werden könnte, wäre vielleicht ein wirklicher Umschwung in der Gesellschaft noch möglich. Die Vorteile wären: Wir hätten weniger Arbeitslose und mehr Kinder. Damit verbunden vielleicht auch noch die Chance, den Zusammenbruch unseres Gesellschaftssystems zu verhindern. Und außerdem geht es, nicht zuletzt, um unsere eigenen Pensionen!

 

DIE CHRISTEN
Leben. Werte. Zukunft.

Österreich hat eine neue Partei!
Für eine lebenswerte Zukunft.
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Schwerpunkte sind:

- Ehe und Familie
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Diözese Linz: Skandal um Jugend-CD

Bischof Schwarz hat nichts gewußt - Aufruf zum Kirchensteuer-Boykott

 

Nach einigen Monaten des Abtastens, wieviel sich der neue Bischof Ludwig Schwarz wohl gefallen lassen wird, hat das Pastoralamt nun in der Diözese Linz offenbar wieder das Zepter übernommen. Ab Mitte Oktober 2006 wurde eine "Jugend-CD" an jene 15.000 19-jährigen Oberösterreicher verschickt, die nun beginnen sollen, Kirchensteuer zu zahlen (siehe gegenüberliegende Seite). Man will den Jugendlichen, die heute ohnehin von Glaube und Kirche - trotz jahrelangem Religionsunterricht - zum überwiegenden Teil keine Ahnung mehr haben, das Bild der "neuen, modernen Kirche" (der Diözese Linz) vorstellen. Keine Verbote, keine Gebote mehr! Die "neue Kirche", so der Eindruck, den die CD vermittelt, nimmt ihre eigenen Lehren ohnehin nicht mehr ernst. Hauptsache, die Jugendlichen bezahlen ihre Kirchensteuer (wenn man sich da nur nicht täuscht - für wie dumm hält man die Jugendlichen eigentlich? Warum sollten sie ihr meist sauer verdientes Geld dieser Kirche geben?)!


Beifall von vielen Seiten


Natürlich verursachte die CD einige Aufregung und fand nicht nur bei der Sozialistischen Jugend, sondern auch bei den liberalen Medien großen Beifall. Einige Schlagzeilen: ORF: "Diözese Linz: Überraschende Aussagen zum Thema Sexualität". OÖ. Nachrichten: "Ungewöhnliche Post für junge Katholiken in Oberösterreich". Ein bißchen satirisch kath.net: "Sodom, Linz und Gomorra - Ein katholischer Städteführer". Bischof Ludwig Schwarz erklärte daraufhin am 20.10.2006, er habe von der CD "nichts gewußt" und sei "sehr betroffen". Er meinte, es sei "an einer Verbesserung zu arbeiten". Dem Vernehmen nach ordnete er an, den Versand der CD einzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war erst ein Teil der CDs an die Jugendlichen verschickt.
Am 23.10.2006 forderten gläubige Gruppierungen personelle Konsequenzen im Pastoralamt (zum wievielten Male eigentlich?) und kündigten einen Kirchensteuerboykott an. Neu ist vielleicht, daß immer mehr Gläubige, die bisher noch immer gemeint haben, aus falschem Gehorsam "den Mund halten" zu müssen, nun doch langsam wach werden: Sie begreifen, daß das, was hier wieder einmal vom Pastoralamt Linz mit dem Geld der Katholiken veranstaltet wird, wirklich NICHTS mehr mit der Lehre und dem Auftrag Christi zu tun hat.
Es überrascht nicht, daß sich die Linzer Kirchenzeitung (Herausgeber Pastoralamtsleiter Bischofsvikar Willi Vieböck) sehr positiv zur Jugend-CD äußert. Chefredakteur Fellinger meinte am 26.10.2006 in seinem Kommentar zur CD auf Seite zwei u.a., solche Dinge werden zwar normalerweise von der "katholischen" Jugend in den Pfarrheimen besprochen, aber: "Nicht alle Jugendlichen besuchen Pfarrheime. Für sie braucht es manchmal ein Stück Entgegenkommen" (Red.: welch' poetische Formulierung!).
Am 9.11.2006 kamen auch noch die Sprecher von KMB und KFB (Kath. Männer- und Frauenbewegung) zu Hilfe und kündigten an, das Thema "Homosexualität", wofür ja auf der CD auch geworben wird, als "Jahresschwerpunkt" 2007 in den Pfarren verstärkt zur Sprache zu bringen. Die "Sprecher" dieser Organisationen behaupten stets, für die tausenden Mitglieder zu "sprechen". Die Gläubigen sollten ihre Mitgliedschaft in der KA vielleicht einmal überdenken.
Am 10.11.2006 meldete sich dann Pastoralamtsleiter Bischofsvikar Willi Vieböck persönlich zu Wort und wünscht sich wörtlich "noch viele solcher CDs".


Nach 2 Monaten unverändert


19.12.2006: Der Skandal ist jetzt zwei Monate alt und die "Jugend-CDs" werden vom Pastoralamt nach wie vor unverändert ausgeschickt: Die 15.000 19-Jährigen haben sie bereits erhalten, und auf Anfrage bekommt man sie weiterhin problemlos zugesandt. Auch über das Internet der Diözese Linz ist das Produkt nach wie vor verfügbar. Nachdem dies publik wurde und erneut Proteste von Gläubigen auslöste, konnte sich Bischof Schwarz aber diesmal offenbar doch durchsetzen und die weitere Veröffentlichung der CD mit den "Lehren des Pastoralamtes" einstellen. Diese Maßnahme kommentierten die liberalen Medien u.a.: STANDARD: "Umstrittene Website über Sexualität der Diözese Linz abgeschaltet". OÖN: "Diözese Linz schaltete Sex-Website ab" und "Diözesaner Rückzieher". Gratiszeitung "Neue": Kein Sex mehr im Internet". KURIER: "Diözese stoppt Internet-Aufklärung".
Die ganze CD-Aktion hat den oberösterreichischen Kirchensteuerzahlern mit Sicherheit einige 10.000 Euro gekostet. Anfragen von Gläubigen über die tatsächlichen Kosten der Aktion werden vom Pastoralamt natürlich nicht beantwortet (Motto: Das geht die Kirchensteuerzahler gar nichts an!)

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Werden die Jugendlichen
eine Richtigstellung erhalten?


Es ist heute für katholische Eltern wahrlich nicht einfach, ihren Kindern die katholische Lehre nahezubringen. Hier fällt diesen Eltern wieder einmal die eigene Kirche, genauer gesagt das Pastoralamt, in den Rücken. Es ist zu hoffen, daß die 15.000 Jugendlichen von der Diözese eine Richtigstellung erhalten - in jeder weltlichen Organisation wäre dies selbstverständlich!

Jugend-CD der Diözese Linz an 15.000 19-Jährige:


"Über Verhütung solltest du dir Gedanken machen, bevor du mit jemandem ins Bett gehst"
"Heute geht das viel einfacher und ist mit weit weniger Aufwand und Risiken verbunden"

Das Pastoralamt der Diözese Linz (Bischof Dr. Ludwig Schwarz) sandte an alle angehenden Kirchensteuerzahler eine aufwendig gemachte CD, die als eine Art Nachschlagewerk gedacht ist; es sind 12 Videos und hunderte Kurztexte zu verschiedenen Themen. Auf der CD sind Aussagen enthalten, die mit der Lehre der Kirche in keiner Weise vereinbar sind! Zusammenfassend kann man sagen, daß auf der CD jede mögliche und unmögliche (eher unter-) weltliche Sicht der Dinge wiedergegeben wird, nur eine "Sicht" vermißt man völlig: Jene der Kirche! (etwa zu: Verhütung, Abtreibung, Homo, Glaube, Sonntagsgebot ...). Man will den Jugendlichen offenbar vermitteln, daß auch in der Kirche heute ohnehin alles erlaubt und nichts verboten ist, sie sollen nur brav ihre Kirchensteuer zahlen (auch der Erfolg dieser "Taktik" darf stark angezweifelt werden).


Die Diözese Linz klärt ihre 19-Jährigen auf, daß noch bis vor 6 Jahren bei der Verhütung "mit Spülungen, Glycerin und Gelatine herumexperimentiert" wurde, aber "Heute geht das viel einfacher und ist mit weit weniger Aufwand und Risiken verbunden."

 

Hier aus der Vielzahl von Themen einige Auszüge:


SEX / Verhütung
Verhütung, so wie wir sie kennen, gibt es seit den 60er Jahren, aber es ist kein Fremdwort in der Geschichte des Sex. Verhütet oder versucht zu verhüten wurde schon immer.
Um die Jahrhundertwende wurde etwa mit Spülungen, Glycerin und Gelatine herumexperimentiert oder es gab Kondome mit Seidenbändchen zur Wiederverwendung, auch war der Coitus Interruptus weithin beliebt. Funktioniert hat das alles nicht wirklich und darüber geredet hat man schon gar nicht. Heute geht das viel einfacher und ist mit weit weniger Aufwand und Risiken verbunden.
Über Verhütung solltest du dir Gedanken machen, bevor du mit jemandem ins Bett gehst. Informier dich was es alles so gibt (Pille, Kondom, Pflaster, Diaphragma etc.), was schützt auch vor Geschlechtskrankheiten wie Aids, was verträgst du, womit geht es auch deiner/m PartnerIn gut.
Und vor allem es betrifft euch beide, jeder ist dafür verantwortlich, sowohl vorher als auch nachher. Keine Scheu, sprecht drüber, wir leben im 21. Jahrhundert!
Es folgen die passenden „Links“, das sind Internet-Adressen wohin man mit einem einfachen „Mausklick“ sofort verbunden wird. Unter dem Link „AKH – First love“ kann man z.B. lesen:
Wenn du erfahren hast, dass du schwanger bist, ist es wichtig, dir erst mal Klarheit zu verschaffen, was du tun kannst. Du kannst das Baby bekommen, du kannst es nach der Geburt zur Adoption freigeben (d.h. ein Paar, das sich ein Kind sehr wünscht, wird dein Baby aufziehen) oder du kannst bis zum 3. Schwangerschaftsmonat einen Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung, Fristenlösung) vornehmen lassen.


SEX / Homosexualität
Noch immer gibt es viel Unwissen bezüglich Homosexualität, noch immer gibt es große Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen, noch immer gibt es Angst und Scham bei Betroffenen, Angehörigen, FreundInnen und Verwandten.
Ca. 5 % der Bevölkerung sind homosexuell geprägt. Wie die restlichen 95% sehnen sie sich nach Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit, verlässlichen Beziehungen. Sie haben es jedoch oft schwerer als diese, ihre Sehnsüchte erfüllt zu finden.
„Die Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer gleichgeschlechtlichen Orientierung kann sich nicht auf christliche Prinzipien berufen. Diese Frauen und Männer sind – wie alle anderen auch – ohne Vorbehalte eingeladen, in unseren Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen mitzuleben, mitzufeiern und mitzuarbeiten.“ (Der Linzer Pastoralrat am 13.11.1999).
Es folgen die passenden „Links“, u.a. zu Homosexuellen-Organisationen.


Glaube
Jede/r sollte an etwas glauben können. ... Das richtige "glauben" ist so eine Sache. Immer mehr finden ihre individuelle Form, ihren eigenen Zugang zu Spiritualität und Glauben, auch unabhängig von Institutionen. Heutzutage gilt meist: Gut ist, was gefällt.
Ob Gott, Naturgeist oder Aliens, ob Himmelreich, Nirwana oder die Ewigen Jagdgründe, ob mit technischen Mitteln, Esoterik oder Glaube, jeder sucht auf irgendeine Art und Weise sein Leben lang nach Antworten ...
Sonntag
Ein Tag in der Woche, der gemeinsam frei ist. An dem man gemeinsam etwas unternehmen kann, an dem Freundschaften, Beziehungen, Familienleben oder die Aktivitäten in der Freizeit gepflegt werden können...
Kein Wort von Sonntagsmesse oder etwa "Tag des Herrn".

 

Kirchensteuer-Boykott
Katholiken der Diözese Linz wollen so lange einen Kirchensteuer-Streik durchführen, bis von der Diözese wegen der Jugend-CD personelle Konsequenzen gezogen werden. Wenn Sie sich daran beteiligen wollen, melden Sie sich bitte bei:
Dr. Alfons ADAM & Mag. Gernot STEIER
3040 Neulengbach, Rathausplatz 108, Tel. 02772-52844
www.kirchentreu.info

 

ORF: Der Linzer Bischof hat 'abgeschrieben'!


Diözesane Seilschaften lassen ihre Muskeln spielen

Am 8.2.2007 brachte der ORF die Meldung "Diskussion um Fastenhirtenbrief". Der Linzer Bischof habe, so der ORF, in seinem neuen Fastenhirtenbrief vom Schweizer Bischof Kurt Koch abgeschrieben! Rund zwei Drittel des kommenden Hirtenbriefes haben sich, so der ORF, an dem Text seines Amtsbruders orientiert. Wörtlich heißt es: "Diözesanbischof Schwarz verwendete die Gedanken seines Schweizer Kollegen nicht nur als Anregung, sondern übertrug sie streckenweise wortwörtlich in den Hirtenbrief, den er heuer seinen Gläubigen in Oberösterreich vorsetzt." (Man beachte hier die ORF-Formulierung "vorsetzt"!). Angeblich haben das, so der ORF, "heimische Theologen" kritisiert.
An dieser ORF-Meldung gibt es mehrere Punkte, die bemerkenswert sind:
1. Der ORF nennt keinen einzigen Namen der sogenannten "heimischen Theologen". Das nennt man wirklich seriöse Berichterstattung!
2. Rätselhaft ist, woher der ORF den noch gar nicht fertigen, geschweige denn veröffentlichten Text des Hirtenbriefes hat? Es muß da eine Quelle in der oberen Etage der Diözese im Umfeld des Bischofs geben (womöglich im Pastoralamt, das durch die Jugend-CD derzeit ziemlich unter Druck steht?). Will man dem Bischof zeigen, wie "mächtig" man ist? Ein Kompliment muß man diesen Leuten aber machen: Wer hätte ihnen zugetraut, daß sie so belesen sind, und den Text des Hirtenbriefes von Bischof Koch vor zwei Jahren sofort wiedererkennen?
3. Der Hirtenbrief unterstreicht das Festhalten an der Lehre der Weltkirche - auch in der Diözese Linz. Natürlich hören das gewisse progressive Kreise in der Diözese nicht gern (und vielleicht ist ihnen der Inhalt deshalb so gut im Gedächtnis geblieben). Aber es ist in der Kirche nun einmal so, daß vieles, was in der Schweiz richtig und aktuell ist, genauso in Linz zutrifft. Auch die Probleme sind sehr ähnlich gelagert (im Hirtenbrief geht es u.a. um Priesterberufungen).
Und zum Glück hat man beim ORF noch nicht bemerkt, daß das bei Hirtenbriefen nicht so ist, wie in der Schule: Stellenweise wird da sogar aus der Heiligen Schrift abgeschrieben! Womöglich gäbe es dann noch mehr Meldungen über Plagiats-Vorwürfe!

ORF: Die Spezialisten der Abteilung Religion

 

Österreich hat (noch) einen Katholikenanteil von mehr als 70%. Der ORF, unser staatlicher Rundfunk, bezahlt seine Angestellten sehr gut - es sind ja lauter Fachleute auf ihrem Gebiet! Hier sind zwei Meldungen über kirchliche Themen, die jedem angehenden Ministranten zumindest ein Schmunzeln entlocken müßten. Anhand dieser beiden Beispiele kann man sich aber ungefähr vorstellen, was von den Meldungen im ORF im Allgemeinen zu halten ist - bei Themen, die man vielleicht nicht so leicht überprüfen kann.

pro multis = für alle?


Einen Übersetzungsfehler hat man im Vatikan nun aufgedeckt und korrigiert. Im Zuge der Liturgiereform vor 40 Jahren hat man in einigen Sprachen - auch im Deutschen - die Wandlungsworte (sicherlich nicht ohne Absicht!) falsch übersetzt. Anstatt "...mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird ..." übersetzte man "... für alle ...". Der Vatikan hat diesen "Irrtum" jetzt richtiggestellt. Jeder Lateinschüler im ersten Jahrgang hätte für die bisherige Übersetzung wohl ein glattes "Nicht Genügend" bekommen. Man kann sich natürlich fragen, warum die Richtigstellung durch den Vatikan 40 Jahre gedauert hat. Immerhin geht es um das Zentrum des Glaubens, die Hl. Messe, und hier wiederum um das Zentrum der Messe, die Hl. Wandlung!
Auch der ORF brachte diese Meldung am 18.12.2006, natürlich mit dem Hinweis, "es habe allerdings auch kritische Stimmen gegen die Änderung gegeben". Und darauf folgt die Erklärung des ORF, was denn die Wandlung eigentlich ist, wörtlich: "Die Wandlungsworte sprechen die katholischen Priester, wenn sie zum Abschluss des Gottesdienstes Wein und Hostien an die Gläubigen ausgeben".

 

Vor dem Konzil
Predigten auf Latein?


Auch von der kommenden "Freigabe" des überlieferten Ritus (der ja nie verboten war) hat der ORF etwas mitbekommen. Er erklärt am 12.10.2006 den Unterschied zwischen neuer und alter Liturgie so: "... seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil darf in der Muttersprache gepredigt werden."
Da müssen einem die Leute von früher ja wirklich leid tun, die kein Latein verstanden .

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Diözese Linz: Weihekandidat ruft zu Rebellion und "massivem

Widerstand" gegen Rom auf

 

In der Diözese Linz, mit mehr als einer Million Katholiken, sind Priesterkandidaten seit Jahren Mangelware. So freute man sich 2006 über den einzigen Diözesanprie-ster, Andreas Golatz, der am 29.6. zur Weihe anstand. Acht Tage vorher, am 21.6., gab Herr Golatz der linksliberalen Tageszeitung STANDARD ein freimütiges Interview. Er sprach sich u.a. für Frauenpriester und gegen den Zölibat aus und erklärte u.a. "Auf dieser Ebene (er meint die Diözesen) muß der Wiederstand gegen Rom so massiv werden, bis endlich etwas passiert. Wir brauchen einen regelrechten Aufstand gegen Rom." Zum Zölibat meint er aber, er selbst wäre für eine Ehe nicht geeignet, weil er "ein sehr freiheitsliebender Mensch" ist, und daher "wahrscheinlich in einer Ehe so meine Probleme hätte". Zum "völlig veralteten Idealbild des Priesters in der Gesellschaft" sagt Golatz: "Wir sind heute nicht mehr die, die 24 Stunden und 7 Tage die Woche für ihre Schäfchen da sind". So nebenbei meint Golatz noch, daß die Probleme der Kirche von den Bischöfen nicht erkannt bzw. ernstgenommen werden.
Die Aufregung ob soviel "Ehrlichkeit" war natürlich - nicht nur in den weltlichen Medien - groß. Mehrere katholische Gruppierungen protestierten und tatsächlich sagte Bischof Schwarz die geplante Priesterweihe wenige Tage vorher ab. Erwartungsgemäß erhielt Golatz daraufhin Schützenhilfe von einer ganzen Reihe diözesaner "Würden"-Träger. So sprach der Linzer Dechant Handlechner im ORF von einem "handfesten Skandal" (er meinte natürlich die Absage der Weihe, nicht etwa die Aussagen von Golatz) und daß man "seine Meinung nicht mehr artikulieren darf". Wörtlich: "Das ist fast Diktatur-mäßig". Auch der Sprecher des Linzer Priesterrates, Walter Wimmer, sprang Golatz bei: "Statt der Absage hätte ich mir weitere Dialoge gewünscht. Aber es ist ein generelles kirchliches Problem: Es gibt eine massive Dialog-Verstopfung". Nun, gerade diese "Dialog-Verstopfung" (die Wortschöpfung ist zwar genial) dürfte aber nicht ganz den Tatsachen entsprechen. Denn laut Aussage des Bischofs hat er zehn(!) persönliche Gespräche mit Golatz geführt (über die Früchte dieser Gespräche lesen Sie am Ende des Beitrags). Unterstützung kam u.a. auch von Generaldechant Wild und Regionaldechant P. Arno Jungreithmair (zum Zölibat: "die Gründung einer Familie ist ein Menschenrecht") sowie Frau Margit Hauft, "Präsidentin der KA OÖ", die nicht müde wird, sich fürs Frauenpriestertum stark zu machen - angeblich vertritt sie die Meinung von tausenden katholischen Frauen.


Woher kommen Golatz' Ansichten?


Golatz sagte zu seiner Rechtfertigung später, das Wort Aufstand sei eine "unglückliche Wortwahl" und eine "diplomatische Vorgehensweise" wäre vielleicht besser gewesen. Es sei ihm in seinem Interview lediglich darum gegangen, "auf Anliegen von Gläubigen, die ihm wiederholt vorgetragen wurden, deutlich hinzuweisen". Nun kann man sich Gedanken darüber machen, mit welcher Art von Gläubigen Golatz in den letzten Jahren eigentlich Kontakt hatte:
Zunächst wird man gleich im Priesterseminar fündig, wo Golatz die letzten Jahre wohl gelebt hat: Regens Mittendorfer - kurzzeitig Generalvikar des letzten Bischofs - erklärte zu den Aussagen seines Kandidaten nicht etwa, daß diese falsch sind, sondern: "Sein Verhalten war unklug" und in Zukunft müsse in der Ausbildung die "Medienschulung" noch mehr intensiviert werden. Von Golatz hatte er eigentlich erwartet, daß dieser zuerst seinen Dienst beginnt, "sich bewährt, und erst dann diese Themen anspricht"(!). Regens Mittendorfer hat übrigens - auch ganz ehrlich - nie ein Hehl aus seiner Befürwortung des Frauenpriestertums gemacht.
Ein weiterer wichtiger Ort für Kontakte war für Golatz in den letzten Jahren sicherlich auch die Theologische Hochschule Linz. Von dort kommen ja seit vielen Jahren Signale für das Frauenpriestertum und gegen den Zölibat. Der heutige Generalvikar DDr. Lederhilger war übrigens selbst dort jahrelang Professor für Kirchenrecht.
Schließlich war Golatz als Diakon in Peuerbach bei Pfarrer Johann Padinger.


Golatz wurde geweiht


Golatz hat seine Aussagen im STANDARD bis heute nicht öffentlich widerrufen - im Gegenteil! Zunächst hieß es noch, er muß diese auf jeden Fall zurücknehmen, wenn er geweiht werden will. Davon war dann aber nicht mehr die Rede. Golatz erklärte in der LKZ lediglich, es waren ihm damals "die Bedeutung, die Zielsetzung des Gesprächs und die daraus resultierenden Konsequenzen nicht ausreichend bewußt". Er sprach's - und wurde mit 3-monatiger Verspätung am 22.9. doch geweiht. Angeblich versprach er dem Bischof persönlich, bis auf weiteres keine Interviews mehr zu geben. Als Kaplan kam Golatz dann ausgerechnet nach Traun, zu Generaldechant Wild.


Golatz ruft erneut zur Rebellion auf


Zum allgemeinen Erstaunen gab nun Hochw. Golatz am 12.1.2007, nur drei Monate nach seiner Priesterweihe, dem STANDARD erneut ein ganz ehrliches Interview: Er bekennt sich darin ausdrücklich zu seinen Forderungen im ersten Interview und fordert u.a., daß die Diözesen "gemeinsam gegen Rom auftreten müssen" und: "Wir brauchen eine Art Rebellion an der Kirchenbasis" ...
Fortsetzung folgt - mit Sicherheit!

Ein mutiger Katholik


- aber leider nur einer! Der Brief des Linzer Katholiken beschreibt eine ganz "normale" Sonntagsmesse in der Diözese Linz. Lesens- und nachahmenswert ist aber, wie er darauf reagiert hat. Denn eines ist sicher: Wenn nur jeder tausendste Katholik der Diözese ebenso reagieren würde, wäre der Spuk der Laienpredigt von heute auf morgen vorbei! Hier sein Brief:
Sehr geehrter Herr Pastoralamtsleiter!
Wenn es sich ergibt, besuche ich manchmal die Sonntagsmesse in der Linzer Friedenskirche, so auch heute um 9:30 Uhr. Ich schildere nun (als Gedächtnisprotokoll) den Vorfall:
Neben dem Priester am Altar steht und agiert wie eine Konzelebrantin eine junge Frau in liturgischer Kleidung (bodenlanges weißes liturgisches Kleid mit violetter Verbrämung). Sie liest aus dem Evangelium und predigt über den Advent.
Für mich ist das Verhalten der Frau und des Priesters provozierend. Ich verlasse meinen Platz im hinteren Teil der Kirche, gehe nach vorne, Kniebeuge vor dem Allerheiligsten, Kreuzzeichen. Dann setze ich mich auf den freien Sessel (auf dem vorher die Frau saß) neben dem Priester und sage zu ihm sehr leise (die Gottesdienstbesucher sollten glauben, ich bitte um eine unaufschiebbare Sache wie einen Versehgang):
Ich möchte künftig nicht, daß eine Frau predigt.
Der Priester: Das ist der Wunsch des Bischofs.
Ich: Das glaube ich nicht.
Priester: Wenn Sie das nicht wollen, suchen Sie sich eine andere Kirche. Sie dürfen nur mehr mit einer persönlichen Einladung kommen.
Ich: Sie sind hartherzig und spalten die Kirche.
Daraufhin gehe ich, Kniebeuge vor dem Allerheiligsten, Kreuzzeichen, auf meinen Platz im hinteren Teil der Kirche. Nach der Predigt der Frau geht der Priester zum Mikrofon. Er erklärt den Besuchern, daß sich da jemand gerade über die Frauenpredigt beschwert hat. Er sagt, daß es dafür diözesane Richtlinien gibt. Er betont, daß auch er selbst hinter der Frau und ihrer Predigt steht. Die Menschen applaudieren dem Priester sehr lange. Der Gottesdienst geht "normal" (ohne daß ich hier auf eigenmächtige Änderungen der Liturgie wie nach der Wandlung die Worte "Sehen Sie hier das heilige Brot" eingehen möchte) zu Ende.
Ich ersuche um Kenntnisnahme dieser Gedächtnisnotiz und ersuche um antwortende Stellungnahme und Ihre Entscheidungen im Sinne der Kirche.
Mit freundlichen Grüßen: F.E. 3.12.2006


Rückkehr in die Kirche durch die alte Messe


Wenn man diesen Brief liest, bekommt man eine Ahnung, warum bei manchen Kirchenfunktionären eine fast panische Angst vor der "Wieder-Erlaubnis" (sie wurde nie verboten!) der überlieferten Messe herrscht.
Ich bin ein Mann von 40 Jahren aus der Stadt Ried/I, war früher aus der Kirche ausgetreten, war aber für das Religiöse nach einigen Jahren nicht mehr so verschlossen. Da kam ich durch das Pfarrdorf Hohenzell und habe auf der Durchfahrt Halt gemacht. Ich wollte mir nur die dortige Kirche anschauen. Der Pfarrer dieser Kirche hat gerade eine stille Hl. Messe zelebriert nach der früheren Ordnung.
Diese Begegnung hat auf mich einen ganz besonderen Eindruck gemacht. In der Stille des Geschehens am Altar spürte ich eine Kraft, die davon ausging. Die Sprache war mir zwar unverständlich, aber ich wußte mich im hl. Geschehen aufgehoben und geborgen. In dieser Stunde reifte in mir der Entschluß, wieder heimzukehren in die Kirche, aus der ich vor 15 Jahren ausgetreten bin. Ich wollte nach dieser Meßfeier sofort beichten gehen. Aber es wurde mir bedeutet, daß ich vorher den offiziellen Schritt des Eintritts in die Kirche vollziehen und mein Zusammenleben mit der Frau in Ordnung bringen müsse.
Beide Schritte habe ich gesetzt, sodaß ich jetzt wieder Vollmitglied der Kirche sein darf. Ich sehe das so, daß die lateinische Messe von damals in Hohenzell in mir die Kraft geweckt hat, diesen Schritt zu vollziehen. Seither besuche ich öfters solche Messen, weil ich um die Kraft weiß, die davon ausgeht. F.K.

Brief an den Linzer Generalvikar zur

Laienpredigt


Will der Bischof die Laienpredigt oder nicht?

 

Der Linzer Generalvikar Univ.Prof. DDr. Severin Lederhilger ist, der "Zufall" wollte es so, selbst Kirchenrechtler und hat jahrelang auf der Linzer Theologischen Hochschule gelehrt. Folgender Brief vom 13.1.2007 ist bis heute ohne Reaktion:
Hochwürden, sehr geehrter Herr Generalvikar Lederhilger,
ganz herzlichen Dank für Ihr ausführliches Antwortschreiben vom 4.1.2007! Es beruhigt mich, wenn Sie erklären, daß die Gesetze und Regelungen der Weltkirche auch in der Diözese Linz uneingeschränkt gelten. Gerne nehme ich zu einigen Punkten in Ihrem Brief Stellung:
Wenn ich vom gravierenden Mißstand der regelmäßigen Laienpredigt bei den Sonntagsmessen spreche, meine ich ausdrücklich nicht die sicherlich sehr seltenen Fälle, wo der Priester krank oder schon so gebrechlich ist, daß er nicht (mehr) predigen kann, oder eine Kinderliturgie, Missions-Messe oder ähnliches. Allerdings ist es mir auch in diesen Fällen ein Rätsel, wie der Priester bzw. Pfarrer einem Laien die Homilie erlauben kann - heißt es doch zu diesem Thema z.B. ausdrücklich in der INSTRUKTION ZU EINIGEN FRAGEN ÜBER DIE MITARBEIT DER LAIEN AM DIENST DER PRIESTER (Artikel 3): „Deshalb ist nicht einmal der Diözesanbischof bevollmächtigt, von der Norm des Kanons zu dispensieren...“.
Zum Thema „Priestermangel in der Diözese Linz“ möchte ich nur darauf verweisen, daß wir laut Jahrbuch 2007 in der Diözese pro Pfarre (auch in der allerkleinsten!) im Durchschnitt immerhin noch 1,6 Priester haben! Ich wage also zu behaupten, daß mit etwas gutem Willen sonntags in jeder Pfarre zumindest ein Priester zur Verfügung stehen sollte, der auch noch so fit ist, um predigen zu können. Außerdem ist hier festzuhalten, daß die Zahl der Sonntagsmeßbesucher erheblich schneller sinkt, als jene der Priester. Zu diesem Thema gehören aber auch die weitverbreiteten sonntäglichen „Wortgottesdienste“ durch kirchliche Angestellte, wobei den Gläubigen natürlich verheimlicht wird, daß sie damit ihre Sonntagspflicht nicht erfüllen – wenige Kilometer weiter ist ja die nächste Gelegenheit für eine Heilige Messe! Einerseits fährt heute fast schon jeder mit dem Auto zur Kirche, andererseits dürfte bei der Finanzlage der Diözese z.B. auch ein Taxi- oder Autobusdienst für die Fußgänger in die nächste Kirche kein wirkliches Problem sein!
Wir haben also in der Diözese Linz seit Jahren folgendes Bild: Man behauptet, aus Gründen des „Priestermangels“ müsse man sonntags Laien predigen lassen, „Wortgottesdienste“ halten uvam, weil man angeblich die Gemeinden nicht spalten will. In Wirklichkeit spaltet man genau durch diese Maßnahmen die Gemeinden: Denn „normale Katholiken“, die mit den Abweichungen vom Kirchenrecht nicht einverstanden sind, werden gezwungen, sich eine andere Pfarre zu suchen. Und es gibt sogar Pfarrer, die einem ins Gesicht empfehlen, sich eine andere Pfarre zu suchen, wenn man sie auf einen Mißstand in ihrer Pfarre anspricht. An diesem kleinen Beispiel läßt sich leicht die Redlichkeit der heutigen „Kirchenreformer“ erkennen.
Das eigentliche Thema meiner Anfrage waren jedoch jene weit mehr als 95% der Fälle von Laienpredigten bei sonntäglichen Pfarrgottesdiensten in der ganzen Diözese, die regelmäßig (meist 14-tägig oder monatlich) aufgrund der vertraglichen „Arbeitsvereinbarung“ von den Pastoralassistenten/inn/en u.ä. gehalten werden. Sie haben natürlich Recht, es handelt sich dabei nicht um „Dienstverträge“, sondern es sind z.B. „Protokolle ... bezüglich der Anstellung von Frau ...“ (oder „Herrn“). Ich nehme an, daß Ihnen diese „Anstellungs-Protokolle“ – erstellt vom Pastoralamt - auch bekannt sind. Von allen mir vorliegenden Exemplaren (das älteste ist bereits von 1994!) hat – zumindest laut Verteiler - stets auch der Generalvikar eine Kopie erhalten. Und auch wenn in den neueren „Protokollen“ sogar (ganz verschämt) auf can. 767 §1 verwiesen wird, ist dieser Hinweis offenbar in der Praxis völlig irrelevant. Wenn man die Pfarrer auf die regelmäßige sonntägliche Laienpredigt der kirchlichen Angestellten in ihrer Pfarre anspricht, hört man stets nur achselzuckend „von Linz aus ist das so gewollt“ (gemeint ist dabei offenbar das Pastoralamt) und einige meinen sogar „der Bischof will das so“ (was den Pfarrern vielleicht so eingeredet wird)!
Sehr geehrter Herr Generalvikar Lederhilger, abschließend erlauben Sie mir eine Bitte: Ihrem Brief entnehme ich, daß Sie selbst kein Befürworter der regelmäßigen Laienpredigt sind. Wenn Sie die diesbezüglichen, weitverbreiteten Mißverständnisse in der Diözese tatsächlich ausräumen wollen, wäre es wohl das naheliegendste, eine diesbezügliche Klarstellung Ihrerseits zu veröffentlichen - vielleicht sogar mit der Unterschrift des Bischofs! Es gibt viele Gläubige und Priester die Ihnen dafür sehr dankbar sein würden!
In der Hoffnung auf einen mutigen Schritt Ihrerseits verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Herbert Lindner für den Verein Heimatmission

Vermischtes


Neue Sehnsucht
nach dem alten Ritus


- Der vergrabene Schatz im Acker. Mit diesem Titel verschickt die Pius-Bruderschaft eine 100-seitige Broschüre an alle Priester in Deutschland. Sie enthält wichtige Informationen zur überlieferten Liturgie, über die ja zum Teil abenteuerliche Geschichten (bewußt?) verbreitet werden. Ferner wird den Priestern das Angebot gemacht, eine DVD kostenlos zu bestellen, womit man den alten Ritus erlernen kann.
Bemerkenswert war die Resonanz der Priester auf diese Publikation: Die erste Aussendung ging zunächst an 7.800 Priester. Davon haben bisher 1.450, also etwa 20%(!), die Lern-DVD bestellt (davon ca. 25% anonym bzw. an eine andere Adresse)! Nun erhielten auch die restlichen 4.500 Priester Deutschlands die Broschüre.
Wenn jetzt das lange erwartete Dokument des Papstes kommt, in dem er die überlieferte Messe offiziell "freigibt" (sie war nie verboten), dann kann man nur hoffen, daß diese auch vielerorts zelebriert wird. Obige Zahlen sind da ein wahrer Lichtblick!
Bestelladresse der Broschüre: Sarto-Verlag, Postfach 1247. D-84498 Altötting. ISBN-10: 3-932691-53-9


Fußball in Kirchen: "Verstimmte Gläubige nehmen wir in Kauf"


kath.net: Der Wiener Bischofsvikar Karl Rührlinger wollte bei der vergangenen Fußball-WM das Eröffnungsspiel in der Wiener Kapuzinerkirche übertragen lassen. Er versprach sich damit offensichtlich wieder mehr Kirchenbesucher. In der PRESSE meinte er: "In der Kirche ist Platz für alles: für die Stille und Besinnung ebenso wie für das Heitere, Fröhliche und Bunte" (vielleicht wollte er damit auch auf die so beliebten "Faschingsmessen" anspielen). Auf die Frage, ob man sich mit diesen profanen Aktivitäten nicht auch Feinde macht, meinte Hochw. Rührlinger: "Es gibt natürlich auch kritische Anmerkungen. Damit müssen wir rechnen. Wir nehmen verstimmte Gläubige in Kauf, ...". Ob Rührlinger dies vorher mit Erzbischof Kardinal Schönborn abgestimmt hatte, wurde nicht bekannt. Nach Protesten wurde wenige Stunden vorher die Fußballübertragung in der Kirche abgesagt und in den Hof des Kapuzinerklosters verlegt, wo dann etwa 30 Personen das Spiel verfolgten.


Leitenberger: "Orden ist illegal"


Erich Leitenberger, der Sprecher von Kardinal Schönborn und Chefredakteur der kathpress bezichtigte den katholischen Mercedarier-Orden, daß er "illegal" sei und mit der Kirche "sicher nichts zu tun" hat. Zuvor war der Presse ein Foto zugespielt worden, das den katholischen FPÖ-Abgeordneten Ewald Stadler in der Tracht bei einer Veranstaltung des Mercedarier-Ordens zeigt.
kath.net hat in Rom bei der Ordenskongregation nachgefragt und die Auskunft erhalten, daß es den Mercedarier-Orden selbstverständlich (seit 1218!) gibt. Das Generalat befindet sich in Rom.
Der Mercedarier-Orden selbst kritisierte die Aussagen Leitenbergers und betonte, daß sie "jeder Grundlage" entbehren. Und weiter: "Die Mitglieder der Wiener Merce-darierkommende wurden in Rom vom Generalmagister (Generaloberen) ... in die dem Orden angegliederte Laiengemeinschaft ... aufgenommen und haben die Erzdiözese Wien davon in Kenntnis gesetzt. Das Erzbischöfliche Ordinariat bestätigte den Erhalt dieser Mitteilung."
Kommentar: Es mag ja sein, daß Leitenberger eine persönliche Abneigung gegen Ewald Stadler hat. Aber in jeder anderen Organisation würde ein Pressesprecher nach einer solchen Aktion wohl gefeuert. Als menschlich "normal" könnte man noch ansehen, wenn sich Leitenberger beim Orden und bei Stadler öffentlich entschuldigen würde. Aber wir sind ja in der Kirche, und da gelten halt andere (christliche?) Umgangsformen. Man muß leider davon ausgehen, daß auch Kardinal Schönborn nichts gegen die Eskapaden seines Sprechers einzuwenden hat.


Hochkarätiger Häretiker im
Linzer Priesterseminar


kreuz.net: Beim 200-Jahr-Jubiläum des Linzer Priesterseminars am 25.10.2006 wurde die Stunde der Laien beschworen. Als Redner trat u.a. Hubertus Halbfas auf und sprach zum Thema "Die Vermittlung des Glaubens in einer Zeit weitreichender Traditionsbrüche." Halbfas ist einer der wenigen deutschsprachigen Theologen der Nachkonzilszeit, dem aufgrund von Irrlehren die kirchliche Lehrbefugnis zur Priesterausbildung entzogen wurde. Böse Zungen würden sagen: Also ideal als Vortragender im Linzer Priesterseminar ...


Braucht die Kirche solche Priester?


Modernisten haben immer wieder Probleme, die vergleichsweise hohe Anzahl der Priesterkandidaten in den "konservativen" Seminaren zu erklären. Gelegentlich hört man dann, in den "modernen" Seminaren seien die Anforderungen halt weit höher, die man an die Kandidaten stellt. Am Fall des jüngst geweihten Priesters Golatz erkennt man, welcher Art diese "hohen" Anforderungen wohl sein müssen.


"Sündige" Schneekanonen!


Diesmal geht es nicht um Irrlehren oder sonstige Skandale. Zur Abwechslung hört man einmal etwas ganz Entspanntes von der Katholisch-Theologischen Hochschule in Linz: Der soeben angetretene Rektor, der Moraltheologe Michael Rosenberger, läßt gleich aufhorchen mit der Meldung, daß Schneekanonen sündhaft sind. Besser gesagt, sein können, denn, so der Rektor, es gibt Ausnahmen, z.B. bei Skirennen. Die Begründung ist klar: Schneekanonen brauchen Energie und heizen so den Treibhauseffekt weiter an, dadurch haben wir noch weniger Schnee usw. ... Und wir hatten immer gedacht, es gibt heute gar keine Sünde mehr ...?!
Reges Medieninteresse war jedenfalls gewiß. Sogar die Frankfurter Allgemeine brachte einen halbseitigen Artikel mit dem Titel: "Sündiger Kunstschnee - Wenn 'Schifoan' nicht mehr geht, kommt auch die österreichische Identität ins Rutschen".
Treibhausgase nicht Ursache für Erderwärmung
Zu diesem Bericht paßt die Meldung im ORF vom 13.2.2007 (Quelle ist ein Bericht in timesonline - vom ORF schlecht übersetzt): Ein dänischer Wissenschaftler und ein britischer Journalist haben soeben ein Buch herausgegeben, in dem sie die ganze Theorie des Klimawandels durch die Treibhausgase in Frage stellen. Nach ihrer Theorie, die sie auch begründen, gab es eine Phase der Erderwärmung auch schon im Mittelalter und sie ist hauptsächlich auf Hyperaktivität der Sonne zurückzuführen.
Bleibt nur die Frage, ob die Schneekanonen in diesem Fall, wenn das stimmen sollte, auch noch sündig sind oder rehabilitiert werden?


Hostiendiebstahl: Handgemenge


In der Wiesbadener Bonifatiuskriche ging ein Mann nach dem Empfang der Hand-Kommunion weg und steckte die Hostie in seine Tasche. Kirchenbesucher machten den Pfarrer darauf aufmerksam, worauf es zu einem Handgemenge beim Ausgang der Kirche kam. Ob der Mann die Hostie letztlich mitgenommen oder doch gegessen hat, ist nicht bekannt. Der Pfarrer versuchte noch, sich für seine "emotionale Reaktion" zu entschuldigen, aber vergebens: Der Mann, der nicht aus der Gemeinde stammt, erstattete Anzeige gegen den Pfarrer wegen versuchter Körperverletzung.
Kommentar: Müßte dieser einzige Fall nicht genügen, wieder allgemein auf die Mund-Kommunion umzustellen?


Europäischer Gerichtshof verurteilt Österreich wegen Mühl-Bild


Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Republik Österreich verurteilt. Österreich muß 12.000 Euro Entschädigung an die "Vereinigung Bildender Künstler" und 16.000 Euro Prozeßkosten bezahlen.
Objekt des Streites: Das in der Wiener "Secession" ausgestellt gewesene Bild "Apokalypse" von Otto Mühl zeigt den Papst, Mutter Theresa, Bischof Krenn u.a. beim Gruppensex (der Pornojäger Martin Humer hatte das Bild damals dankenswerterweise "zugenitscht"). Erst in zweiter (österreichischer) Instanz wurde dann ein Ausstellungsverbot für dieses Bild verhängt.
Genau dieses Ausstellungsverbot wurde nun vom Europäischen Gerichtshof als "Verletzung des Rechts auf Meinungsfreiheit" verurteilt. Die Präsidentin der "Secession" Barbara Holub freut sich über das Urteil, das "auf europäischer Ebene dem nationalen Kleingeist entgegenwirkt".


Diakon Schrittwieser macht Karriere


Der Welser Diakon Franz ("Samy") Schrittwieser, der durch seine Simulation der Hl. Messe traurige Berühmtheit erlangte, ist jetzt natürlich der Liebling des Linzer Pastoralamtes. Obwohl - oder weil? - der vorige Bischof Aichern offenbar seinetwegen zurücktreten mußte (um eine Visitation zu vermeiden), macht Schrittwieser nun Karriere in Linz. So wurde er u.a. zum "Referent für Diakone" ernannt - dem Vernehmen nach ohne Wissen des Bischofs. Eine Funktion, die offenbar extra für Samy Schrittwieser geschaffen wurde - die gab es noch nicht einmal in Linz, und da gibt es wirklich vieles!
In der Linzer Kirchenzeitung darf Diakon Schrittwieser jetzt auch gelegentlich einen Kommentar zu den Sonntagsevangelien schreiben (das machen sonst normalerweise nur Laien). So erklärt er zu der Stelle von der Tochter des Jairus und von der blutflüssigen Frau (weil beide Wunder durch "Berührungen" geschahen): "Zum Weiterdenken: Wann habe ich in letzter Zeit jemand gestreichelt, oder bin ich gestreichelt worden? Haben Sie den Mut, Menschen zu berühren!"
Jetzt kann man erst den sogenannten "Friedensgruß" so richtig verstehen, zu dem man in der neuen Liturgie immer wieder aufgefordert wird (um sich mit wildfremden Menschen zu "versöhnen") ...

 

Der Niedergang der Diözese Linz
ein Kommentar


Es kam, wie es kommen mußte ...
Nach dem "freiwilligen" vorzeitigen Rücktritt von Bischof Maximilian Aichern schöpften viele Gläubige Hoffnung auf eine Erneuerung der Diözese. Aufgrund der bestehenden Strukturen und Seilschaften wäre dies allerdings nur durch einen Kraftakt des neuen Bischofs Dr. Ludwig Schwarz möglich gewesen: Er hätte den Großteil des Leitungspersonals der Diözese austauschen müssen - beginnend im Pastoralamt. Dies ist nicht geschehen und man mußte kein Prophet sein, um vorauszusehen, was jetzt geschieht: Nach wenigen Monaten haben nun auch die einfältig-sten "Kirchenkritiker" (meist im Sold der Kirche stehend) begriffen, daß ihnen auch vom neuen Bischof keine Gefahr droht. Und so wird das Treiben logischerwiese immer bunter ... Dabei ist es von den Folgen für die Katholiken und die Diözese unerheblich, ob der Bischof selbst mit diesen Dingen einverstanden ist, oder aus einem anderen Grund nicht agieren oder reagieren kann - oder will.

Betrug an Sterbenden

 

Es mehren sich die Fälle, bei denen von Angehörigen Verstorbener guten Glaubens angenommen wird, ihre Lieben seien vor ihrem Tod mit den Sakramenten der Kirche versehen worden. Dies ist leider nicht immer der Fall, sie können auch getäuscht worden sein, indem ein "Krankensegen" statt der Sterbesakramente erteilt wurde.
Aus gegebenem Anlaß seien hier einige Punkte der Lehre der katholischen Kirche festgehalten:
- Wer in einer Todsünde, also nicht im Stand der heiligmachenden Gnade stirbt, hat sich von Christus getrennt und kann deswegen nicht zur ewigen Seligkeit gelangen.
- Das Sakrament der Krankensalbung, die letzte Ölung, kann ebenso wie die meisten Sakramente nur von einem Priester gespendet werden, nicht aber von einem Diakon oder gar von einem Pastoralassistenten, der dem Laienstand angehört.
Es handelt sich bei obiger Feststellung nicht um eine Frage der Disziplin, sondern um eine Frage der Weihegewalt und des Priestertums. Nach dem Willen Christi und nach beständiger katholischer Lehre steht die Gewalt, Sakramente zu spenden, dem Priesteramt zu. Schon im Jakobusbrief heißt es deswegen: "Ist jemand krank unter euch, so rufe er die Priester der Kirche zu sich, diese sollen für ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben." (5,14).
- Der Empfang der Krankensalbung setzt, da sie ein Sakrament der Lebenden ist und im Stand der Gnade empfangen werden muß, weitgehend eine gültige heilige Beichte voraus, soweit der Kranke dazu in der Lage ist. Bei vielen bietet diese Beichte eine letzte Möglichkeit, vor dem Sterben sein Gewissen zu erleichtern und sich von Sünde zu befreien.
- Wer dagegen die heilige Kommunion im Stande schwerer Sünde ohne gültige Beichte empfängt, begeht eine weitere Todsünde, ein Sakrileg.
Wenn Diakone oder Laien, wie z.B. Pastoralassistenten, Kranken bzw. Sterbenden einen "Krankensegen" geben und ihnen die Kommunion reichen, empfangen Kranke dabei nicht die Sterbesakramente, sondern sie werden unter Umständen getäuscht und ihr Seelenheil wird gefährdet.
Angehörige von Kranken sollen deshalb dafür sorgen, daß rechtzeitig ein Priester ans Krankenbett geholt wird. Für den Priester gibt es bei der Spendung der Sterbesakramente keinen Ersatz!
Grobe Mißstände im obgenannten Bereich sollten wegen der drohenden Gefahr in weiteren Fällen an den Bischof gemeldet werden - eine Kopie kann an uns gesandt werden.
D.B.

Betrug an Lebenden

 

Sonntags-Wortgottesdienste ohne Priester haben sich heute in vielen Diözesen bereits etabliert. Man will damit mehr und mehr die Protestantisierung der Kirche durchsetzen, indem man die Priester durch Laien ersetzt.
Im Kirchenrecht heißt es dazu eindeutig: "Am Sonntag ... sind die Gläubigen zur Teilnahme an der Meßfeier verpflichtet ..." (can. 1247). Dafür gibt es nur die eine Ausnahme, "Wenn ... die Teilnahme an einer Eucharistiefeier unmöglich ist, wird empfohlen, ..." (can. 1248). Nun, dieses "unmöglich" ist wahrscheinlich auf Gebiete in der 3. Welt gemünzt, wo die nächste Kirche vielleicht 100 km oder mehr entfernt ist. Niemand wird ernsthaft behaupten wollen, daß der Besuch der nächsten Pfarrkirche in 3 km Entfernung heutzutage "unmöglich" ist!
Bereits vor 13 Jahren, am 1.1.1994 trat beispielsweise in der Diözese Linz eine "Diözesane Rahmenordnung: Liturgische Sonntagsfeier ohne Priester" in Kraft. Unterschrieben war sie vom damaligen Diözesanbischof Maximilian Aichern. Darin hieß es u.a. wörtlich: "Die Zusammenkunft zum sonntäglichen Gemeindegottesdienst im eigenen Ort soll daher Vorrang haben vor der Teinahme an einer Eucharistiefeier in einer Nachbargemeinde." Nachdem DIE WAHRHEIT den Skandal aufgedeckt hatte, verteidigten die Verantwortlichen noch eine Zeitlang diesen Text (z.B. Pastoralamtsleiter Vieböck), bis die Passage schließlich aus der Verordnung wieder gestrichen werden mußte. Allerdings - in der Praxis waren diese Laien-Sonntagsgottesdienste (mit Mann oder Frau im "liturgischen Gewand") längst Wirklichkeit und sind heute völlig selbstverständlich!


Laien-Wortgottesdienste spalten
die Gemeinde und die Kirche!


Begründet wird diese gezielte Politik zunächst mit dem Priestermangel. Jedoch: Für jede Pfarre stehen beispielsweise in der Diözese Linz im Durchschnitt noch immer 1,6 Priester zur Verfügung (wo sind die alle am Sonntag?)! Und die Zahl der Gottesdienstbesucher nimmt weit schneller ab, als die der Priester! Aber nun behauptet man, "wir wollen die Gemeinden nicht spalten, und deshalb kann man nicht die Sonntagsmesse für zwei Nachbargemeinden in einer Kirche gemeinsam abhalten."
Wie faul dieses Argument ist, kann man leicht durchschauen - tatsächlich spalten die Laiengottesdienste die Gemeinden! Denn jene Katholiken, die sich an die Gebote der Kirche halten, sind gezwungen, sich irgendwo eine Pfarre zu suchen, wo am Sonntag noch eine hl .Messe gefeiert wird. Und jene, die es vielleicht nicht besser wissen, bleiben halt bei "ihrem" Oberlaien. Und die Verantwortlichen vermeiden es natürlich peinlichst, die Gläubigen auf die Vorschriften im Kirchenrecht hinzuweisen.
Und von der Weltkirche entfernen wir uns so Schritt für Schritt!

 

In eigener Sache


Ein ganz herzliches, ewiges Vergelt's Gott für Ihre Spenden, Gebete und Zusendungen! Leider können wir uns nicht bei jedem Wohltäter einzeln bedanken. Wir können nur so viele Rundbriefe verschicken, wie Sie mit Ihren Spenden finanzieren! Wenn Sie eine Spendenquittung brauchen, vermerken Sie das bitte auf Ihrer Überweisung. Wenn Sie uns per e-Mail schreiben, geben Sie bitte immer Ihre volle Postanschrift bekannt!
Ihre Adresse: Bitte vergleichen Sie Ihre Anschrift am Deckblatt des Rundbriefes! Es kommen immer wieder Rundbriefe durch die Post mit dem Vermerk "Anschrift ungenügend" zurück. Wir wissen dabei nicht, ob es sich z.B. um eine Umstellung der Straßennamen durch die Gemeinde handelt. Oder vielleicht nur eine Kleinigkeit bei der Adresse (Hausnummer, Name, ...) falsch geschrieben ist. Wir können solchen Rücksendungen nicht einzeln nachgehen und müssen diese Adressen aus unserer Kartei streichen.
Doppelsendungen: Sollten Sie den Rundbrief doppelt bekommen, werfen Sie bitte einen davon unfrankiert mit dem Vermerk "Doppelsendung" in den nächsten Briefkasten!
Zeitschriften-Empfehlungen: DIE WAHRHEIT erscheint derzeit nur etwa 2-3 mal im Jahr. Das ist für eine aktuelle Information der Katholiken natürlich viel zu selten. Wir empfehlen Ihnen daher, eine oder mehrere der nebenstehenden Zeitschriften zu bestellen. Sie sind zum Teil auch kostenlos (wie etwa die IK-Nachrichten) oder - zumindest für die meisten - erschwinglich!

Wenn Kirche Demokratie spielt ...


Ein normaler Katholik aus der Diözese Linz erzählt, wie er Pfarrgemeinderat werden sollte:
Mein Pfarrer hatte mich gebeten, bei der PGR-Wahl zu kandidieren. Also erklärte ich mich bereit und erhielt bei der üblichen Vorwahl die meisten Stimmen in der Pfarre. Doch obwohl ich alle in der Wahlordnung angeführten Kriterien in geradezu idealer Weise erfüllte, strich mich der Pastoralassistent ohne Angabe eines Grundes von der Kandidatenliste (er hatte zuvor auch kein Wort mit mir darüber gesprochen). Der offensichtliche Grund für meinen Ausschluß war schlicht meine Kirchen- bzw. Papst-Treue. Ich schöpfte zwar alle (diözesan-)rechtlichen Mittel gegen diese Willkür aus, hatte aber keine Chance: Das Pastoralamt, das die "Wahlordnung" selbst erfunden hatte (man spielt Demokratie!), half tatkräftig mit, meinen Ausschluß zu begründen. Man erklärte mir nachträglich, ich hätte unmittelbar vor der Wahl "zu wenig in der Pfarre mitgearbeitet". Abgesehen davon ,daß diese Voraussetzung in der Wahlordnung überhaupt nicht vorgesehen ist, war ich in der Pfarre vorher Firmhelfer, Lektor und sogar Erstkommunion"mutter" (obwohl ich männlichem Geschlechtes bin!). Und es ist kein Geheimnis, daß ein Großteil der PGR-Kandidaten dieses erfundene Kriterium wirklich nicht erfüllt.
Mein Eindruck: Demokratie ist in der Diözese Linz offenbar nur erwünscht, wenn damit kirchen- und romkritische Positionen gestärkt werden können.

 

 

 

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