Rundbrief Nr. 68 (Dezember 2004)  

 

Die Manipulation durch die Medien

Wer die Medien hat, hat die Macht

Wie umfassend der Einfluß der Medien ist, haben diese in jüngster Zeit u.a. an den Beispielen Bischof Krenn und dem italienischen EU-Kommissions-Kandidaten Buttiglione wieder eindrucksvoll bewiesen. Die Kunst der Manipulation besteht dabei nicht nur in der Verbreitung von glatten Unwahrheiten. Vielmehr wird - überaus geschickt - (ein Teil der) Wahrheit weggelassen, verzerrt dargestellt, kommentiert, mit Unwahrheit vermischt. Man kommentiert Ereignisse und stellt dies aber so dar, als ob es sich um einen Tatsachenbericht handeln würde. Die heutigen Medien sind bei vielen Themen, etwa bei Kirche und Glauben, weitgehend gleichgeschaltet - und zwar kritisch bis feindlich. Die offiziellen Kirchenzeitungen sind dabei nicht ausgenommen. Das Tragische ist, daß auch die Verantwortlichen der Kirche - aus Furcht oder persönlichem Kalkül - nach der Pfeife der Medien tanzen.

Manipulation durch Weglassen bzw. Auswahl der Meldungen. Ein Beispiel aus der Weltpolitik: Es wird z.B. stündlich über jeden einzelnen Verletzten, Toten oder Entführten im Irak berichtet, während man über die zwei Millionen Toten im Sudan seit 20 Jahren praktisch nichts hört. Oder ein Beispiel aus dem Bereich der offiziellen "Kirchenzeitungen": Wenn sich irgendwo 20 Kirchenvolksbegehrer oder sonstige Kirchenkritiker treffen, ist viel darüber zu hören und zu lesen. Wenn sich hingegen ein paar hundert oder tausend kirchentreue Katholiken oder Lebensschützer treffen, werden Sie kaum etwas darüber erfahren.

Manipulation durch Kommentare, die als Tatsachenberichte verkleidet sind. Als Beispiel der Abschuß von Bischof Krenn: Abgesehen von den vielen Unwahrheiten, die in diesem Zusammenhang verbreitet wurden - jedermann konnte beobachten, wie oft die Medien ganz fix den Rücktrittstermin für Bischof Krenn verkündeten - was sich immer wieder als reine Erfindung herausgestellt hat. Letztendlich zeigte diese Wühlarbeit Wirkung: Die Medien haben (u.a. in Zusammenarbeit mit Kardinal Schönborn) obsiegt. Hier hat sich besonders auch der ORF hervorgetan.

Manipulation durch "Meinungsbildung" am Beispiel der US-Präsidentenwahl: In Europa hätte laut Umfragen Kerry die Wahl gegen Bush haushoch gewonnen. Und das nicht nur in den Ländern mit Irakkrieg-feindlichen Regierungen (z.B. Deutschland: Kerry 74%, Bush 10%; Frankreich: K. 64%, B. 5%), sondern auch in den "Kriegs-Teilnehmer-Ländern" (Italien K. 58%, B. 14%; U.K. K. 47%, B. 16%). Woher kommt's? Tatsache ist, daß mehr als 99% der Europäer ihre Informationen über Bush bzw. Kerry ausschließlich durch die Medien erhielten. Bemerkenswert ist, daß die Engländer, die ja auch amerikanische Medien konsumieren können, im europäischen Vergleich noch am Bush-freundlichsten abgestimmt hätten. Es wurden sogar Filme gedreht, Bücher geschrieben, Künstler mobilisiert, um diesen bekennenden Christen zu Fall zu bringen. Trotzdem hat es diesmal für die Medien nicht ganz gereicht. Tatsache ist, daß Bush die Wahl laut Nachwahl-Analysen vor allem aufgrund seiner moralischen Position gewonnen hat. Er stand ausdrücklich für christliche Werte, für die Familien, gegen Abtreibung und Homo-Ehe. In der Vergangenheit war Europa immer 10 - 20 Jahre hinter Amerika zurück. Wird es auch in Europa zu einer Rückkehr der Werte kommen? Beim Zustand unserer Kirche und Politik kaum vorstelltbar!

Unkorrigierte Falschmeldungen - die "Spezialisten" des ORF: Vom 25. - 26.8.2004 brachte der ORF im Internet die Meldung, daß Wissenschafter einen 50 Millionen Lichtjahre entfernten Planeten entdeckt haben. Für jeden, der sich ein bißchen mit dem Weltall beschäftigt, ist das blanker Unsinn. Natürlich sollte es heißen: 50 Lichtjahre (wir können Planeten derzeit nur in einer Entfernung von max. ein paar hundert Lichtjahren "sehen"). Eine Falschmeldung, immerhin um einen Faktor eine Million! Nun das Interessante: Am 26.8. mittags war diese Meldung plötzlich - ohne irgendeine Berichtigung - verschwunden! (Haben Sie im ORF schon einmal eine Richtigstellung einer Meldung gehört?). Jedenfalls war es trotz ausführlichem Schriftwechsel (5 Briefe!) nicht möglich, vom ORF eine Richtigstellung seiner Meldung (nicht einmal brieflich) zu bekommen!

Beim ORF gibt es aber nicht nur die Abteilung "Science" (Wissenschaft), sondern auch eine Abteilung "Religion". Daß der ORF nicht gerade kirchenfreundlich eingestellt ist, ist ziemlich offensichtlich. Und auch von dieser Abteilung kommt eigentlich nie eine Richtigstellung.          

 

                                                                          

Die EU und das Christentum

Vielfalt und Toleranz gegen jedermann, nur das Christentum hat keinen Platz mehr

Überlegungen zum Fall Rocco Buttiglione: Während man in den USA mit moralischen Grundsätzen eine Wahl gewinnen kann, geht das alte, christliche Europa in die ent-gegengesetzte Richtung. Die Verfassung ohne Gottesbezug war erst der Anfang. In diesem Europa hat alles einen Platz, vielleicht bald auch die Türkei (deren Gebiet zu lediglich 3% in Europa liegt) - obwohl die weitaus überwiegende Mehrheit der EU-Bürger dagegen ist. Aber ein einziger Kommissar, der katholisch ist und dazu auch steht, ist in der EU-Kommission offenbar nicht tragbar.

Mit Rocco Buttiglione versuchte die italienische Regierung, einen bekennenden Katholiken als Kommissar in die EU-Zentrale zu entsenden. Bei dessen gezielter Befragung durch das Europäische Parlament wurde er jedoch abgelehnt. Was war sein Makel? Er hat nichts anderes getan, als seine katholische Überzeugung zu bekennen: Was hat er wirklich gesagt? Er sprach sich u.a. für die Familie aus und wandte sich z.B. ausdrücklich gegen die Diskriminierung Homosexueller, auch wenn er persönlich, als Christ, in Homosexualität eine Sünde sieht. Das war aber für das "Neue Europa" zuviel. Es gab wieder nur ganz wenige Medien, die den kompletten Wortlaut der Befragungen wiedergaben. Wie in solchen Fällen üblich, wurde entstellt, aus dem Zusammenhang gerissen oder "kommentiert". Wer erwartet hätte, die Kirche oder etwa die offiziellen katholischen Medien oder die Laien-Verbände würden Buttiglione zu Hilfe eilen, hat sich wieder einmal geirrt. Nun, Buttiglione musste nicht zuletzt auf Druck der Medien seine Bewerbung zurückziehen, um nicht die ganze Kommission scheitern zu lassen. Aufgrund der heutigen Situation kann man davon ausgehen, daß keiner der Gründer des "Gemeinsamen Europa", weder Schumann, noch de Gasperi oder Adenauer heute eine Chance hätte, EU-Kommissar zu werden.

Die Frage ist, vertritt diese EU noch ihre Bürger? Von den derzeit 455 Millionen Bürgern in der EU sind 78% Christen bzw. 58% Katholiken und nur 16% religions- oder konfessionslos. Die konservative EVP stellt im EU-Parlament zwar die größte Fraktion, aber trotzdem scheint es so zu sein, dass die Homo-Lobby mehr Einfluß auf die europäische Politik hat als das Christentum!

Buttiglione hat seinen Humor nicht verloren: In einem Interview meinte er auf die Frage, was er denn seinem Nachfolger Frattini für die Befragung beim EU-Parlament wünschen würde, sagte er: "Ich hoffe, niemand wird ihn fragen, ob er Freimaurer ist."

Erwartungsgemäß hat sich zum Fall Buttiglione natürlich auch die Linzer Kirchenzeitung zu Wort gemeldet. Nicht nur in einem Leserbrief eines kirchlichen Angestellten ("Pfarrassistent"), der sich für die (seine) Kirche "schämt", "wenn ein Politkommissar, der Homosexualität als Sünde bezeichnet, sich papsttreu nennen darf". Es wird im redaktionellen Teil auch auf die Un-"Fairness" von gewissen Katholiken hingewiesen. Denn "viele, die jetzt für Buttiglione schreien", wollten auch Heinz Fischer nicht als Bundespräsident, "weil Heinz Fischer sich als Agnostiker bezeichnet" (LKZ 4.11.2004; um "passende" Vergleiche ist die LKZ ja nie verlegen – Herausgeber ist Bischofsvikar Ksr. Willi Vieböck). Unser Kommentar: Schon schlimm, wenn Katholiken (in Österreich 70%) einen katholischen Bundespräsidenten haben wollen!

 

 

30 Jahre Abtreibung - Debatte in Salzburg

"Liebe Gabi, ein Krankenhaus ist kein Schlachthaus!"

Mit deftigen Sprüchen kämpfen derzeit Lebensschützer gegen die Abtreibungspläne der neuen Salzburger Landesregierung. Die SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller will ab April 2005 an Landeskliniken in Salzburg Abtreibungen durchführen lassen. Vorangegangen ist eine längere Diskussion u.a. mit dem Koalitionspartner ÖVP, der anfangs in diesem Zusammenhang sogar von einer "Koalitionsfrage" sprach.

Abtreibungen auch in ÖVP-regierten Ländern

Leider ist es so, daß in anderen öffentlichen Krankenhäusern, auch in ÖVP-regierten Bundesländern, längst Abtreibungen vorgenommen werden. Zum Beispiel in Oberösterreich (Landeshauptmann Josef Pühringer, ÖVP) oder in Niederösterreich (Landeshauptmann Erwin Pröll, ÖVP).

Zunächst Lob für Erzbischof Kothgasser

Frau Landeshauptmann sprach sich zunächst natürlich für den "Dialog" und einen "konstruktiven Umgang mit diesem Streitthema" aus, ohne freilich nur einen Schritt von ihrem Standpunkt abzuweichen. Interessant ist ihre Einschätzung der Rolle der Kirche zu diesem Thema, wo es immerhin um Leben und Tod der hilflosesten Menschen geht. Während Frau Landeshauptmann durchaus Teile der Kirche regis-triert hat, die den "Streit mitgeschürt" haben (sicherlich nicht die bezahlten Oberlaien), lobte sie ausdrücklich den Salzburger Erzbischof Kothgasser: Er sei kein "Hetzer", und sie verstehe sich gut mit ihm. Unterstützung erhielt sie (natürlich) auch von der "Frauenkommission der Erzdiözese Salzburg", die dazu aufforderte, Unterschriftslisten von Lebensschutz-Gruppen nicht aufzulegen oder zu unterschreiben (Sie haben schon richtig gelesen!). Während der Salzburger Weihbischof Laun die Abtreibungsgegner aktiv unterstützt, ist der Salzburger Erzbischof Kothgasser zwar eigentlich auch gegen Abtreibung, aber er findet die Vorgangsweise der Abtreibungsgegner nicht angemessen. Die Frage bleibt, wer hat Erfolg? Mit dem schmeichelweichen Dialog hatte Kreisky einst, unter Kardinal König, die Abtreibung in Österreich eingeführt.

Es ist wirklich nicht verwunderlich, wenn bei solch konsequentem Verhalten der Amtskirche auch "konservative" ÖVP-Politiker kalte Füße bekommen und bei moralischen Themen immer weiter zurückweichen (z.B. bei der Homo-Ehe oder dem Gottesbezug in der Verfassung - DIE WAHRHEIT berichtete).

Abtreibungen sind rechtswidrig!

Trotzdem ist es eine Tatsache, daß Abtreibung in Österreich gesetzlich nach wie vor verboten ist! Es wurde lediglich (welch' wunderbarer Trick!) die Abtreibung innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate "straffrei" gestellt. Das bedeutet, wer in Österreich z.B. auf der Autobahn 11 km/h zu schnell fährt, wird bestraft, wer aber ein Kind umbringt, das erst drei Monate im Mutterleib lebt, bleibt "straffrei".

Somit ist das, was Frau Burgstaller und andere Politiker in den Krankenhäusern "ermöglichen" bzw. mit Geldern von Bürgern finanzieren, tatsächlich gegen das Gesetz!

30 Jahre Abtreibung in Österreich

Am 1.1.2005 sind es genau 30 Jahre, daß in Österreich dieses Abtreibungsgesetz in Kraft ist. In dieser Zeit wurden schätzungsweise 2,5 Millionen Kinder durch "Ärzte" im Mutterleib umgebracht. Statistiken werden darüber ja - wohl bewußt - nicht geführt. Inzwischen bemerken sogar Politiker, daß z.B. unsere Renten nicht mehr zu finanzieren sind. Die Lösung, die uns dafür angeboten wird, ist: noch mehr Ausländer ins Land holen.

Das Übelste bei diesem "Gesetz" ist aber, daß bei Kindern, bei denen vermutet wird, daß sie behindert sind, eine Abtreibung bis zum Geburtstermin "straffrei" ist! Nur noch heuchlerisch kann man da die Teilnahme von Politikern und kirchlichen Würdenträgern bei diversen Gedenk-Veranstaltungen für die behinderten Opfer des Nazi-Regimes bezeichnen - angesichts der heutigen Gesetzeslage im katholischen Österreich!

Österr. Bischofskonferenz und Aktion Leben

Die "Aktion Leben" propagiert u.a. auf ihrer Jugendseite im Internet frühabtreibende Verhütungsmittel (z.B. die "Pille danach"). Natürlich gibt es dort auch "Links", etwa zur HOSI (Homosexuellen-Initiative). Die sogenannte "Aktion Leben" setzt sich auch für die Aufrechterhaltung der "Fristenregelung" ein und wird u.a. durch die Österreichische Bischofskonferenz mitfinanziert. In Oberösterreich sitzt diese "Arbeitsgemeinschaft" im Pastoralamt Linz. Sie besteht u.a. aus KFB, KMB, KJ, KBW, KFV, Caritas und der Abteilung "Ehe und Familie" vom Pastoralamt Linz. Die Kirchensteuerzahler sind - zum Großteil unbewußt - finanziell daran beteiligt.

Aus dem Eid des Hippokrates (460-377 vor Chr.)

 

"Ich werde niemandem,
nicht einmal auf ausdrückliches Verlangen,
ein tödliches Medikament geben, und ich werde auch keinen entsprechenden Rat erteilen; ebenso werde ich keiner Frau
ein Abtreibungsmittel aushändigen."

Aus einem Eid Alexander des Großen (324 vor Chr.)

"Ich wünsche euch nun, da alle Kriege beendet sind, daß ihr mit dem Frieden glücklich werdet. Alle Sterblichen sollen von nun an in Einigkeit wie ein einziges Volk zum gemeinsamen Wohl zusammenleben. Ihr sollt die ganze Welt als euer Vaterland betrachten, mit gemeinsamen Recht, in dem die Besten, unabhängig von ihrer Abstammung, regieren. Ich mache keinen Unterschied zwischen Griechen und Barbaren. Mich kümmert nicht die Herkunft der Bürger und nicht die Rasse, in der sie geboren sind. ..."

 

 

Die Hetzkampagne gegen Bischof Krenn

Ein Bild der nachkonziliaren Kirche

Wir können hier nicht den ganzen Skandal dokumentieren, wie er in der jüngeren Kirchengeschichte mit Sicherheit einmalig ist. Dr. Fred Duswald hat in der Zeitschrift AULA (10/04) über die Vorgänge einen informativen Bericht verfasst mit dem Titel "Heucheln und Meucheln".

Was ist geschehen? Bischof Krenn war von Anfang an ein Stachel im Fleisch sowohl für die (meist bezahlten) Kirchenfunktionäre wie auch für den Großteil seiner Bischofskollegen (siehe u.a. DIE WAHRHEIT Nr. 67). Nicht nur, daß er stets deutlich und verständlich die Lehre der Bibel und der Kirche vertrat, er hatte zuletzt auch ein volles Priesterseminar. Und beides ist, so will man uns ja immer einreden, heute gar nicht mehr möglich. Nun bot sich aber endlich eine Handhabe gegen Krenn:

1. Einer seiner Seminaristen hatte auf seinem Computer Kinderpornographie. Diesen Fall hatte Bischof Krenn selbst schon im Vorjahr an die zuständige Staatsanwaltschaft übergeben (es gibt Vermutungen, dass dieser Seminarist eingeschleust wurde). Der Seminarist wurde verurteilt.

2. Es gab, soviel scheint heute sicher, homosexuelle Vorfälle im St.Pöltener Seminar. Es ist selbstverständlich, daß derartige Vorwürfe untersucht und die nötigen Konsequenzen daraus gezogen werden müssen. Auch hier hatte Bischof Krenn bereits eine Kommission eingesetzt, um die Sache aufzuklären. Es gibt solche Verfehlungen aber leider auch in anderen Diözesen, allerdings vertuscht man sie in der Regel. Vor einigen Jahren visitierte Kardinal Schönborn im Auftrag Roms alle österreichischen Priesterseminare. Er kam damals zu dem Ergebnis: In den Seminaren ist alles OK. Ein Dokument, worin homosexuelle Vorwürfe in einem österreichischen Seminar, genau mit Daten und Namen, dokumentiert sind, weigerte sich damals der Kardinal jedoch, auch nur entgegenzunehmen.

Zurück nach St.Pölten: Eine Chance wie diese würde sich den Krenn-Widersachern wohl nicht mehr so schnell bieten. Sogleich begaben sich mehrere Bischöfe (genannt seien hier nur Kardinal Schönborn und Krenns eigener Weihbischof Fasching) gemeinsam mit den Medien(!) auf Krenn-Jagd. Schönborn griff im österreichischen Fernsehen Krenn offen an (ohne daß dieser die Möglichkeit der Verteidigung hatte). In der selben Sendung beschwerte sich Schönborn auch über die Kirchenleitung in Rom, die ja längst wüßte, was sich im Seminar in St.Pölten so tut, aber nicht reagiert (siehe weiter unten).

Daraufhin wurde von Rom der Vorarlberger Bischof Klaus Küng als Visitator der Diözese St. Pölten eingesetzt. Ein Abschlußbericht über diese Visitation wurde allerdings bis heute nicht bekannt. Bemerkenswert ist, daß die Medien, die sonst auf solche Berichte ganz scharf sind, über diesen Bericht nie geschrieben haben, bzw diesen nie eingefordert haben (wo sind die "guten Kontakte", die "gutinformierten Kreise"?). Inzwischen wurden von den Medien, nicht nur vom ORF, immer wieder konkrete Rücktrittstermine für Bischof Krenn genannt - die Termine verstrichen. Natürlich beteiligten sich auch die kirchlichen Medien nach Kräften an der Krenn-Demontage, etwa die offizielle Kathpress mit Schönborns Medien-Chef Leitenberger (ein von Kirchenbeiträgen bezahlter Laie).

Bischof Krenn wurde inzwischen in Rom von Kardinal Re (Bischofkongregation) persönlich nahegelegt, "freiwillig" zurückzutreten. Krenn lehnte jedoch ab und sagte, er tritt nur zurück, wenn der Papst das anordnet. Wenig später erhielt Krenn per Fax ein Schreiben vom Büro Kardinal Re mit der Unterschrift des Papstes (die Echtheit dieser Unterschrift kann von uns nicht überprüft werden; sie soll aber mit starker, sicherer Schrift geschrieben sein). Küng wurde Krenns Nachfolger und schloß sogleich das ganze Seminar und schickte alle Seminaristen nach Hause. Diese können sich nun einzeln wieder bewerben. In die diesbezügliche Kommission hat Bischof Küng, Sie werden es nicht erraten, ausgerechnet Krenn-Widersacher Fasching berufen. Das Gleichgewicht der Anzahl von Seminaristen an den deutschsprachigen Seminaren (Tendenz Richtung Null) ist somit jedenfalls wiederhergestellt.

Auffällig war, wie oft Küng und Schönborn von "Neuanfang" und "Erneuerung" der Diözese St.Pölten gesprochen haben. Das sollte wohl darauf hinweisen, daß das, was unter Bischof Krenn in der Diözese geschah, nicht gut, zumindest "erneuerungsbedürftig" war. Kardinal Schönborn erklärte nun im ORF, vom Vatikan sei sehr zügig gehandelt worden (siehe oben).

Die verbleibenden Bischöfe haben jetzt natürlich die Hoffnung, daß möglichst schnell Gras über die ganze Sache wächst. Die größte Sorge bereiten die steigenden Kirchenaustrittszahlen bzw. das dadurch schwindende Geld. Zumindest eigenartig, um nicht zu sagen sonderbar, klingt auch das Hirtenwort der österreichischen Bischöfe vom 7.10.2004: "Bischof Krenn wurde und wird von uns anderen Bischöfen nicht unsolidarisch behandelt."

Fazit: Niemand bestreitet, daß Kinderpornographie oder Homosexualität in einem Priesterseminar nichts, aber schon gar nichts zu suchen haben. Solche Vorfälle müssen schonungslos aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Der Skandal bei dieser Geschichte ist aber, wie ausgerechnet Bischöfe, in deren Diözesen es wirklich drunter und drüber geht, mit ihrem eigenen Mitbruder verfahren. Mit diesen Vorgängen ist jedenfalls endgültig bewiesen, was manche Katholiken schon länger wissen: In der nachkonziliaren Kirche ist es nicht mehr möglich, eine Diözese gemäß den normalen katholischen Richtlinien und der normalen katholischen Lehre zu leiten und zu führen.

Zur Information: Bischof Küng war 15 Jahre Diözesanbischof in Vorarlberg. Die dortige Kirchenzeitung wird bis heute in Kooperation mit der Linzer Kirchenzeitung herausgegeben. Die überlieferte, lateinische Messe hatte Küng in Vorarlberg zunächst genehmigt und später wieder unterbunden.

 

 

Nobelpreis für Elfriede Jelinek

Die Vergabe des Literatur-Nobelpreises an die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek hat nicht nur bei der Skandal-Autorin selbst Verwunderung ausgelöst. Allerdings war spätestens seit der Verleihung des "Friedens"-Nobelpreises an Arafat klar, was von dieser Auszeichnung zu halten ist.

Jelinek über Jelinek

Jelinek, die viele Jahre Mitglied der KPÖ war, bezeichnet sich selbst als psychisch krank - was auch der Grund ist, warum sie den Preis nicht persönlich in Stockholm entgegennehmen konnte. In verschiedenen Interviews sagt sie u.a. ganz offen über sich selbst: "Der Haß ist mein Motor"; "Meine Kreativität kommt aus dem Negativen"; "Ich schreibe über das Zerstörerische"; "Meine Grundausstattung sind Valium, Betablocker und Antidepressiva. Das Theaterstück 'Bambiland' hab ich in einem einzigen Drogenflush hingeschrieben"; "Mein Selbsthaß kommt jeden Tag". Soweit Jelinek über sich selbst.

Stellungnahme von L'Osservatore Romano

Erfreulich klar, wenn auch vornehm, hat sich diesmal die Vatikanzeitung L'Osservatore Romano über die Werke Jelineks zu Wort gemeldet: Die Zeitung spricht u.a. von "perverser Psychologie ..., die in jeder Form der Liebe nur das unheilbare Erbe des Bösen, der Sünde und der Gewalt aufzeigen will"; "Szenen roher Sexualität, die nicht auf die Emanzipierung der Frau vom Erotismus hindeuten, sondern Sex und Pathologie, Macht und Gewalt verbinden"; "ausufernder Obszönität, die im absoluten Nihilismus mündet". Soweit die Vatikanzeitung.

Die "kirchlichen" Stellungnahmen: positiv

Es verwundert ob solcher Eindeutigkeiten nicht, wenn sich kirchliche Wichtigmacher in Österreich wie die Kath-press, die Katholische Aktion und natürlich auch die Linzer Kirchenzeitung durchaus positiv zur neuen Nobelpreisträgerin äußern. Dies muß man wahrscheinlich schon deshalb tun, um sich von "Rom" entsprechend abzugrenzen. Das "Literarische Forum der KA" meint u.a., Jelineks Anliegen wäre durchaus mit christlichen Ambitionen vergleichbar, ihre Herangehensweise entspreche dem einer "Moralistin". Matthäus Fellinger, Chefredakteur der Linzer Kirchenzeitung (14.10.04) meint in einem Artikel über Jelinek: "Die den Etablierten auf die Nerven gehen, sind für die Kirche genauso wichtig, wie Bischöfe und Kommunionausteiler" (wobei man ihm - zumindest bei den Kommunionausteilern - sogar zustimmen kann).

Die öffentlichen Medien

Das offizielle Österreich ist natürlich stolz auf eine österreichische Nobelpreisträgerin. Manche, die vorher vielleicht noch negativ über Jelinek gesprochen haben, sind nun, dem Zeitgeist gemäß, umgeschwenkt. Und das ist ja letztlich auch der Sinn einer solchen "Auszeichnung". Die Medien loben die Werke Jelineks in den höchsten Tönen, reden vielleicht beiläufig von einigen Kritikern. Interessant ist jedoch, daß man praktisch nirgendwo ein Zitat eines dieser "umstrittenen" Stücke liest oder hört. Damit würde man wohl dem gewöhnlichen Volk zusehr die Augen öffnen - und das will man ja auch wieder nicht.

Auszeichnung für Hermann Nitsch durch Landeshauptmann Pröll

Der Blut- und Orgien-"Künstler" Hermann Nitsch erhielt vom Niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll den Kulturpreis 2004 verliehen, dotiert mit 11.000 EURO. Der Preisverleihung sind heftige Proteste aus der niederösterreichischen Bevölkerung vorausgegangen.

Nitsch machte sich einen Namen nicht nur durch seine "Schüttbilder" und Orgien, sondern tat sich besonders durch Verhöhnung der katholischen Religion sowie sein gotteslästerliches Werk "Die Eroberung von Jerusalem" hervor. Darin wird Christus in perversester Weise durch den Dreck gezogen (DIE WAHRHEIT berichtete mehrfach).

Es ist eigenartig und für einen normalen Katholiken schwer verständlich, wenn man in einem katholischen Land mit ÖVP-Mehrheit mit Steuergeldern solche Art von "Kunst" fördert. Auf der anderen Seite redet man dauernd von Sparmaßnahmen, Pensionskürzungen, Rezeptgebühren-Erhöhung uam.

Es wurde auch nicht bekannt, ob etwa der neue St.Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng gegen diese Preisverleihung protestiert hat. Die ÖVP-Politiker können offenbar nach wie vor, ohne Wenn und Aber, mit "ihren" katholischen Wählern rechnen.

Amerika, du hast es besser!

Kardinal Schönborns 'heiße' Silvester

Interview mit Claus Peymann, ehemaliger Direktor des Wiener Burgtheaters (WELT AM SONNTAG, 21.11.2004):

...Frage: Sind Sie, der Bremer Protestant, durch Wien katholischer geworden?

Peymann: Ich bin durch Wien eher antikatholisch geworden. Wien hat mir die Augen geöffnet in bezug auf die Macht der katholischen Kirche in diesem durch und durch katholischen Staat. Das kann man hier in Deutschland gar nicht verstehen. Ich habe sogar viele Jahre mit dem Kardinal Schönborn Silvester gefeiert!

F.: Wie muß man sich das vorstellen?

P.: Heiß. Wir waren immer beim damaligen Kunstminister Scholten eingeladen, 14 Leute. Da saßen der Kardinal, der Kunstminister, der Innenminister, André Heller, Peter Turrini, Kirsten Dene, Claus Peymann, plus Freundinnen oder Frauen. Das ist eben auch das katholische Wien. Eine echte Arthur-Schnitzler-Gesellschaft....

 

 

 

Der "Linzer Weg" in die Unabhängigkeit

Österreich baut seine eigene Kirche - und Rom schweigt

Seit Jahrzehnten ist in Österreich - allen voran die Diözese Linz - eine zweite Reformation im Gange. Zunächst hatte man noch versucht, Lücken im Kirchenrecht ausfindig zu machen und "auszunutzen". Aber diese Mühe gibt man sich heute nur noch selten. Längst ist man sicher, daß "von Rom", zumindest unter dem jetzigen Papst, ohnehin keinerlei Reaktionen zu befürchten sind. Von dort kommt zwar ab und zu ein Dokument, welches auf einzelne Mißbräuche und Fehlentwicklungen hinweist, aber in Österreich, besonders in der Diözese Linz, werden solche Instruktionen regelmäßig schlicht ignoriert.

Liturgie: Es hat sich nichts geändert

Im März 2004 wurde vom Vatikan das Liturgiedokument "Redemptionis sacramentum" veröffentlicht (DIE WAHRHEIT brachte die wichtigsten Teile daraus). Darin wurden in wunderschönen, deutlichen Worten fast alle Mißstände aufgelistet und erklärt. Heute kann man mit ruhigem Gewissen sagen: Es hat sich seitdem in der Praxis nichts, aber rein gar nichts geändert. Die (meist bezahlten) Laien lesen weiter das Evangelium und predigen; es gibt weiterhin Kommunionausteiler, auch wenn nur eine Hand voll Gläubige zur Kommunion gehen; Priester verwenden selbstgestrickte Texte; Laien halten Sonntags-Wortgottesdienste uvam. Weder ein Bischof noch Rom machen Anstalten, dieses große Ärgernis vieler Gläubiger zu beseitigen.

Priestermangel? Die Kirchen leeren sich!

Linz nimmt zwar in vielfacher Hinsicht die Vorreiterrolle ein, aber die Probleme sind doch in allen Diözesen ähnlich. Jetzt, nachdem man den "lästigen" St. Pöltener Bischof Kurt Krenn endlich losgeworden ist, geht es auch in der Bischofskonferenz wieder schneller und mit weniger Widerstand in die gewünschte Richtung. Man spricht vom Priestermangel - offenbar um noch mehr Oberlaien in den Pfarren unterzubringen. Das Geld ist ja, zumindest in Österreich (noch) da. Tatsächlich nimmt aber die Zahl der Gläubigen, die sonntags noch in die Kirche gehen, viel schneller ab, als die der Priester!

Die "neue Geschiedenenpastoral"

Längst hält man sich nicht mehr an die eindeutige Weisung Christi oder an das Kirchenrecht. Ganz offen versucht man z.B. sich "Freunde" bei den Widerverheirateten zu machen. Und zwar nicht in der Form, die Christus uns vorgegeben hat ("Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!" Joh.8,11), sondern man legitimiert einfach die neu eingegangene, zweite Ehe. Dies geschieht immer offener und meist natürlich auf dem Rücken des "ersten Partners". Kardinal Schönborn hat beim Begräbnis von Bundespräsident Klestil mit dessen zwei Frauen diesen Spagat in aller Öffentlichkeit versucht. Später, unmittelbar nachdem Bischof Krenn weggemobbt war, wurde Schönborn deutlicher und kündigte im Fernsehen "Bewegung" im Umgang mit den Widerverheirateten an - aber Genaueres wollte er (noch) nicht "an die große Glocke hängen".

Nun, weiter als dies in der Diözese Linz schon lange praktiziert wird, kann wohl auch Kardinal Schönborn nicht gehen. In der Linzer Kirchenzeitung wird längst ganz offen darüber geschrieben und in den Pfarren gepredigt und praktiziert. Hier zu diesem Thema ein Brief vom 17.10.2004:

Brief an Diözesanbischof Maximilian Aichern (bis heute ohne Antwort):

Exzellenz, in den "Oberösterreichischen Nachrichten" vom 15.10.2004 ist zu lesen, daß es in der Diözese Linz eine eigene, dem Kirchenrecht widersprechende Regelung bezüglich Wiederverheirateten gibt. Diese dürfen hier z.B. "zur Kommunion gehen, Firmpaten werden, beichten ...". Rolf Sauer, Leiter der "Abteilung Ehe und Familie" im Pastoralamt Linz, findet u.a. in diesem Artikel auch die "Segnung von zweiten Ehen" für richtig.

Exzellenz, sind diese Darstellungen in den OÖN tatsächlich die Positionen der Diözese Linz? Wenn nicht, werden Sie eine Richtigstellung veranlassen? Herbert Lindner

Diverse "Kirchennutzungen"

"Geist ist geil" - Jugend-Gottesdienste in Wien

Immer tollere Einfälle haben die Jugend-"Seelsorger" unserer Kirche, um die Jugendlichen wenigstens einmal in die Kirche zu bringen. In Wien (Erzbischof Kardinal Schönborn) kam man auf die grandiose Idee, mit 10.000 Watt, Licht- und 3D-Effekten sowie "modernen" Themen die Jugendlichen anzulocken. Eines dieser offensichtlich bewußt zweideutigen Themen war: "Macht:Liebe". Das nächste ist "Geist ist geil". Es wurde noch nicht bekannt, wieviele Jugendliche sich bei diesen Gottesdiensten schon bekehrt haben.

Kirchen als Konzertsäle

Als geschäftstüchtig erweist sich so mancher Pfarrer. Die Kirchen lassen sich zwar nicht mehr mit Gläubigen, aber wenigstens mit Kulturinteressierten füllen. Durch Konzerte mit saftigen Eintrittspreisen (in der kath. Kirche grundsätzlich verboten!) läßt sich das Budget etwas aufbessern. Es gibt inzwischen ganze Zyklen wie z.B. den "Aspacher Konzertsommer" wo im ganzen Innviertel (As-pach, Schärding, Braunau, Mining) Konzerte in den Kirchen stattfinden. Inklusive "Begrüßung mit Sekt und Imbiß" kostete die "VIP-Card" für ein enzelnes Konzert bis zu EURO 100,- bzw. EURO 600,- im "Gesamt-Abo". Unser Kommentar: Gar nicht billig!

Und weil die Mißachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt,
wird die Liebe bei vielen erkalten."
(Christus über die Endzeit in Mt. 24,12)

 

 

Die 16 Gebote der Konzilskirche für die Priester

Zusammengestellt von Dr. theol. L. Malum

Dem Ergebnis nach zu urteilen werden diese Gebote an unseren Theologischen Hochschulen sehr erfolgreich gelehrt:

1. Rede nie über die Wahrheit. Es gibt viele Wahrheiten, jeder Mensch hat seine eigene und jede davon ist relativ.

2. Rede nie von der Kirche, sondern immer von den Kirchen, auch wenn Christus nur eine Kirche gegründet und für deren Einheit gebetet hat. Es könnten sich sonst die Protestanten benachteiligt fühlen, und das würde der Ökumene schaden.

3. Rede und schreibe nicht von der "Römisch-Katholischen" Kirche, es genügt "Katholische" Kirche. Das schafft einerseits etwas Distanz zu Rom und man fühlt sich mehr mit den Altkatholiken verbunden - dort dürfen die Priester heiraten.

4. Du kannst gar nicht genug auf die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes hinweisen. Vermeide aber das Gerede von Sünde, Geboten, Versuchung, Beichte, Seele, Satan, Fegfeuer, Hölle oder die ewige Verdammnis. Das sind vorkonziliare Relikte und du könntest damit die Menschen verschrecken. Außerdem kannst du so die mühsame Zeit des Beichtehörens vermeiden oder zumindest abkürzen.

5. Vermeide jeden Eindruck, die Hirten wären für ihre Herde verantwortlich und würden vom ewigen Richter für jeden einzelnen zur Rechenschaft gezogen. Das ist vorkonziliares Denken. Heute sind die Menschen mündig, man "begleitet" sie nur noch, (wohin auch immer, und sei es in die Hölle). So ersparst du dir, zumindest auf der Erde, eine Menge Ärger. Lächle die Menschen immerfort an, auch wenn es manchmal dumm aussieht oder um eine ernste Sache geht.

6. Gib dich nicht durch deine Kleidung in der Öffentlichkeit als Priester zu erkennen; vermeide, über Dogmen oder Kirchenlehrer zu reden. Andernfalls erweckst du nur den Eindruck von Engstirnigkeit und Sturheit! Wenn dich jemand konkret auf einen Verstoß gegen die Lehre Chrsiti oder das Kirchenrecht anspricht, erkläre ihm, es gibt immer zumindest zwei Wahrheiten: Eine kirchenrechtliche und eine pastorale. Dokumente der Weltkirche (aus "Rom") kannst du völlig ignorieren. Dies wird deiner Karriere höchst förderlich sein!

7. Achte stets auf einen abwechslungsreichen Sonntagsgottesdienst. Vermeide aber den Begriff Meßopfer, nenne es lieber Mahlfeier, Brotfeier, Gemeindefeier... Die kirchlichen Vorschriften kannst du dabei völlig außer acht lassen, sonst erweckst du nur den Eindruck der Autoritätshörigkeit und Einfallslosigkeit. Kreativität ist gefragt! Laß viele Laien mitwirken. Auch wenn es noch so naiv und falsch ist, was sie dabei reden und tun, korrigiere sie nicht, du könntest ihnen die Freude nehmen. Es ist kein Problem, wenn immer weniger Menschen zum Sonntagsgottesdienst kommen. Hauptsache, die Oberlaien haben ihren Spaß (und ihr Einkommen) dabei. Wenn die Aufführung eurer Messe einigen "Altgläubigen", Ewiggestrigen nicht gefällt, können diese ja woanders hingehen.

8. Öffne die Kirche für alles und jedermann, ob Konzert oder Theater, für Protestanten, Muslime oder andere Religionen. Nur eines mußt du auf jeden Fall verhindern: Daß eine lateinische Messe, wie sie seit Jahrhunderten überliefert ist und bis auf die Apostel zurückgeht, darin gefeiert wird.

9. Stelle nie die Röm. Kath. Kirche als die allein seligmachende dar. Jede Religion hat ihre guten Seiten und führt auch auf irgendeinem Weg zu Gott.

10. Vermeide, über Glaubenswahrheiten, welche die Gottesmutter Maria betreffen, zu reden. Das erschwert nur die Ökumene und den Dialog mit den Protestanten. Sag nie, die Protestanten hätten die Kirche verlassen, aber die Kirche nimmt sie mit offenen Armen wieder auf - das erweckt den Anschein, die Kath. Kirche wäre die einzig richtige.

11. Vermeide, über die Dreifaltigkeit zu reden, das erschwert den Dialog mit anderen Religionen. Verwende jedoch oft den Begriff "Abrahamitische Religionen". Er schließt nicht nur alle Christen, sondern auch Juden und Moslems mit ein (auch wenn der Islam erst 600 Jahre nach Christus entstand).

12. Drücke dich in deiner Rede niemals deutlich aus, sodaß sie jeder einfache Mensch verstehen könnte (etwa wie Christus: Ja, ja, nein, nein), sondern bilde komplizierte Schachtelsätze und rede um den Brei herum. So kann dich niemand an deinen Aussagen festnageln und du kannst deine überragende Intelligenz dokumentieren.

13. Rede nie über die Abtreibung als schwere Sünde! Wenn es sich aber nicht vermeiden läßt, dann sprich wenigstens nicht von "ungeborenen Kindern", sondern von "Embryonen". Das klingt sehr gebildet und nicht so dramatisch.

14. Wenn an einem Ort (etwa in einem Kloster) mehrere Priester sind, soll das Angebot an Hl. Messen nicht ausufern. Ein gemeinsamer Gottesdienst (Konzelebration) am Tag genügt. Jeder Priester hat das Recht auf mindestens einen LIFT (liturgiefreien Tag) pro Woche.

15. Vermittle im Religionsunterricht nicht ein einseitiges katholisches Glaubenswissen, verwende keinesfalls einen Katechismus! Singe, male, diskutiere, führe irgendwelche Filme vor. Zeige auf, wie viele Religionen es gibt und daß überall, auch in der von Christus gegründeten Kirche, eine Teilwahrheit steckt. So arbeitest du mit an der Eine-Welt-Religion mit einer friedlichen Zukunft für die gesamte Menschheit ohne Krieg. Rede nicht über Gebote oder Sonntagspflicht - die Jugendlichen sollen sich wenigstens am Sonntag ausschlafen können. Überhaupt sollen mehr abgesprungene Priester, Wiederverheiratete und "In-wilder Ehe"-Lebende als Religionslehrer eingesetzt werden, damit die Schüler gleich sehen, wie ernst es die Kirche selbst mit Geboten und Gelübden nimmt. So bekommen die Kinder und Jugendlichen gleich die richtige Sicht von Kirche für ihr weiteres Leben mit.

16. Wenn Priester oder Bischöfe glauben, sich nicht an diese Richtlinien halten zu müssen und sich dabei womöglich auf vorkonziliare Dokumente wie die Bibel, Dogmen, Schriften von Kirchenlehrern oder das Kirchenrecht berufen, seien diese abgesetzt oder zumindest ins letzte Nest der jeweiligen Diözese verbannt.

Sie haben's sicherlich gemerkt: Diese Seite soll natürlich ein Beitrag zum bevorstehenden Fasching sein!

Belauscht - Unterhaltung zweier Patres:

Pater A.: "Bei der Entstehung der 'alten
Messe' hat der Heilige Geist mitgewirkt."

Pater B.: "Bei der 'neuen Messe' aber auch!"

Pater A.: "Ja, um das Ärgste zu verhindern!"

Aus dem reichhaltigen Programm des "Bildungshauses" Puchberg 2004:

'Lieben und Trennungen'; 'Die Kunst der Berührung'; 'Die neue Lebensgemeinschaft'; 'Lebenslust'; 'Aus Träumen lernen - Traumseminar'; 'Akt- und Naturstudien'; 'Nachhaltig und genußvoll leben'; 'Seminar für Übergewichtige'; 'Selbst-"Herrlichkeits"-Training für Frauen'; 'Kreistänze', 'Russische Tänze', 'Antaios und die Kraft de Erde', 'Afrikanische Trommeln', uvam.

 

 

Wollen Sie von einer Pastoralassistentin begraben werden?

Wenn nicht, sollten Sie ein "Geistliches Testament" verfasen!

Die Peinlichkeiten heutiger Begräbnisse sind alltäglich geworden und eine zusätzliche Belastung für die Hinterbliebenen. Oft fungieren Pastoralassistent/Innen an Stelle der Priester - mit oder ohne liturgischen Gewändern. Typisch: Im neuen Begräbnisritus wurde das Wort "Seele" fast zur Gänze gestrichen. Die Schwierigkeiten beginnen schon bei den Sterbesakramenten, und nicht selten wird die Krankensalbung - ungültig! - von einem Diakon oder Laien gespendet.

Gläubige katholische Christen können vielen dieser Belastungen für sich selbst oder auch für Angehörige (Eltern) durch ein "Geistliches Testament" (GT) vorbeugen. Ein GT ist zu unterscheiden von einem vermögensrechtichen Testament, welches streng geregelten Formvorschriften unterliegt (Beratung durch einen Notar!). Ein Vermögenstestament wird ja auch erst nach dem Begräbnis eröffnet und kommt zu spät, um darauf Einfluß zu nehmen. Ein GT ist dagegen eine postmortale einfache Beauftragung, es genügt hier die Unterschrift des Auftraggebers. Nach Rücksprache mit Juristen aus Österreich und Deutschland wurde ein Formular erstellt, das Gläubigen, die für Begräbnis und Requiem den überlieferten Ritus wünschen, unter Einbindung von Vertrauenspersonen (Angehörigen etc.), eine gute Gewähr gibt. Ein solches Begräbnis kann zu einem letzten klaren Bekenntnis des Glaubens und für manche Nahe- und Fernstehenden zu einer Begegnung mit der Gnade Gottes werden!

Sie können diese Formulare sowie entsprechenden Rat anfordern bei: Dr. Felix Bentz, Kreuzberg 125, A-4780 Schärding; Telefon 07712/2455.

Vermischtes

Abstinenzprogramm erfolgreich gegen AIDS

In Uganda sind heute nur mehr 6% der Bevölkerung mit AIDS infiziert, in den 80-er Jahren waren es noch 30%. Der Präsident von Uganda, Museveni, erklärte auf der AIDS-Konferenz in Bangkok: "Ich sehe die Kondome als Improvisation, nicht als Lösung." Uganda setze auf "optimale Beziehungen, die auf Liebe und Vertrauen gegründet sind, auf Abstinenz, Glaube, und erst nach all diesem auf Kondome". Die US-Regierung unterstützt das Programm. (kath.net).

Multi-Kulti? Islamische Höllen-Predigt

In unseren Landen werden Politiker und Kirchenführer nicht müde, auf die guten Beziehungen zu den Moslems hinzuweisen. Oft glaubt man, die islamische Religion ist ohnehin ganz ähnlich wie die christliche ("Abrahamitische Ein-Gott-Religionen"), die Unterschiede würden nur von "Ewiggestrigen" konstruiert und hochgespielt. Über die tatsächlichen Texte im Koran hat DIE WAHRHEIT bereits berichtet. Schwieriger ist es schon zu dokumentieren, was die Moslems bei ihren Predigten hören, weil ja kaum jemand die Sprache versteht. Das ZDF hat eine Predigt in der Mewlana-Moschee in Berlin, bei der 1200 Männer anwesend waren, aufgezeichnet und übersetzt. Der Hodscha erklärte: "Es gibt Deutsche, die auch gut sind. Aber sie sind und bleiben doch Atheisten. Wozu nutzen sie also? Haben wir jemals einen Nutzen von ihnen gehabt? Auf der ganzen Welt noch nicht. Weil Allah mit ihnen Mitleid hatte, gab er ihnen Freuden im Diesseits. Aber im Jenseits kann der Deutsche wegen seiner Ungläubigkeit nur das Höllenfeuer erwarten. ... Diese Deutschen, diese Atheisten, rasieren sich nicht unter den Armen. Ihr Schweiß verbreitet einen üblen Geruch und sie stinken. Sie benutzen daher Parfum und haben eine ganze Parfumindustrie aufgebaut" (TAGESPOST).

Brief des heiligen Athanasius (+373)
Bischof von Alexandrien, an seine Gläubigen

So neu ist die heutige Situation der Kirche nicht. Schon vor 1600 Jahren gab es Probleme, die den heutigen verblüffend gleichen. Athanasius wurde zunächst von der Kirche verbannt und später von ihr heiliggesprochen:

"Gott möge euch trösten! ... Daß die anderen mit Gewalt die Kirchen besetzt halten, während ihr in diesen Zeiten davorsteht, das betrübt euch sehr. So ist es heute: Sie haben die Gebäude, Ihr aber habt den apostolischen Glauben. Mögen jene auch unsere Kirchen besetzen, so stehen sie doch außerhalb des wahren Glaubens. Ihr aber bleibt treu, wenn ihr auch außerhalb der Gotteshäuser seid, denn in euch ist der Glaube. Denken wir nach: Was ist das Wichtigere, das Gebäude oder der Glaube? Der wahre Glaube selbstverständlich! Wer hat in diesem Kampf gewonnen, wer hat verloren, jener, der das Gebäude besitzt oder jener, der den Glauben bewahrt? Das Kirchengebäude ist natürlich gut, wenn man dort den apostolischen Glauben lehrt. Es ist heilig, wenn dort alles heilig ausgeübt wird ...

Ihr seid die Glücklichen, die in der Kirche durch ihren Glauben verbleiben, Ihr, die ihr festhaltet an den Fundamenten des Glaubens, der Euch durch die apostolische Tradition überliefert worden ist. Und wenn abscheuliche Mißgunst ihn, wie so häufig, erschüttern wollte, so hat sie doch nie Erfolg gehabt. Jene aber sind vom Glauben in der jetzigen Krise abgewichen.

Niemand wird jemals Euren Glauben überwinden, geliebte Brüder! Und wir glauben, daß Gott uns eines Tages unsere Kirchen zurückgeben wird.

Je mehr nun jene sich anstrengen, die heiligen Stätten zu besetzen, desto mehr trennen sie sich von der Kirche. Sie behaupten von sich, sie stellen die Kirche dar, in Wirklichkeit spalten sie sich von ihr ab und verirren sich.

... Die Katholiken, die treu zur Tradition stehen - selbst wenn es nur noch eine Handvoll ist - diese sind es, die die wahre Kirche Jesu Christi darstellen."

 

 

Pius X. ist rechtmäßiger Teil der Kirche

Interview mit Pater Michael Weigl, österreichischer Distriktoberer der Priesterbruderschaft

DIE WAHRHEIT: Hochwürden Pater Michael Weigl, als Oberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Österreich werden Sie wohl oft gefragt, ob Sie katholisch seien und wie Sie es mit der Kirche und dem Papst hielten. Was antworten Sie darauf?

PATER WEIGL: Die Antwort lautet zweimal eindeutig ja, wir sind sicherlich römisch-katholisch und stehen zur Kirche und zum Papst. Das ist gar nicht schwer zu begründen, wenn man ein paar Grundsätze verstanden hat. Die von Gott eingesetzte Kirche hat den Auftrag, das ihr anvertraute Glaubensgut, durch das wir selig werden können, zu bewahren und vertiefend zu erfassen. Dem ist auch die kirchliche Autorität verpflichtet und selbst der Papst hat vor Gott keine andere, weitergehende Gewalt.

Da die Priesterbruderschaft St. Pius X. 1970 kanonisch rechtmäßig errichtet wurde, ist sie damit Bestandteil der katholischen Kirche. Unser Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre, wurde zwar mit Kirchenstrafen belegt, da jedoch die Gründe dafür nachweisbar der geänderte Kurs der – wie sie sich selbst bezeichnet – "nachkonziliaren Kirche" sind, stellen diese Strafen eine Überschreitung der kirchlichen Gewalt dar und sind damit ungültig, also nichtig. Dasselbe gilt für die über unsere Weihbischöfe ausgesprochenen Sanktionen.

D.W.: Wird es nicht als unglaubwürdig empfunden, wenn Sie einerseits behaupten katholisch zu sein, andererseits die Haltung des aktuellen Obersten Hirten der Kirche einfach ignorieren?

P.W.: Die Geschichte hat zur Genüge bewiesen, daß kirchliche Autoritäten, ja selbst Päpste fehlbar sind. So wurde z.B. Athanasius (295-373; siehe Seite 8), Bischof von Alexandrien, mehrmals verurteilt aber schließlich heiliggesprochen und Kirchenlehrer. Vielleicht wird schon in ein paar Jahrzehnten allen klar sein, was von unserer heutigen Zeit „Gutes" und „Schlechtes" übriggeblieben sein wird. Darum scheint nur oberflächlich betrachtet unsere Haltung ein Widerspruch zu sein, der sich unter den gerade dargestellten Grundsätzen auflöst. In einem Leserbrief gegenüber dem "profil" habe ich das einmal so formuliert: "Unser Papst Johannes Paul II. hat am 1. Fastensonntag des Heiligen Jahres 2000 in seinen ‚Vergebungsbitten’ bezüglich der Verfehlungen der Kirche in ihrer Vergangenheit zu einer Reinigung des Gedächtnisses aufgerufen. Es wäre ihm zu wünschen, wenn er selbst noch von seiner Autorität in der Weise Gebrauch machen würde, daß traditionelle katholische Priester nicht mehr dank der Interpretation seiner Handlungen fälschlich als ‚außerhalb der katholischen Kirche’ stehend bezeichnet würden. Andernfalls wird sich einer seiner Nachfolger für die aktuelle Verfolgung der eigenen kirchlichen Tradition entschuldigen müssen."

D.W: Das wirkt ja so, als ob Sie überzeugt wären, daß es ein Zurück hinter das Zweite Vatikanische Konzil geben würde?

P.W: Das halten die meisten Katholiken tatsächlich für unmöglich. Aber man muß es etwas genauer ausdrücken, um unsere Hoffnung zu verstehen. Leider werden wahrscheinlich die meisten modernistischen Katholiken, insbesondere der Klerus, ihre Haltung nicht ändern. Aber da die Kirche göttlicher Einsetzung ist, wird es innerhalb der Kirche eine Neubesinnung auf die traditionelle Lehre und Praxis der Kirche geben. Das hat uns unser Herr Jesus Christus versprochen. Das bestätigt sich leider in einem negativen Sinn auch in den ständig zunehmenden Auflösungserscheinungen der "nachkonziliaren Kirche". Die Kirche der Zukunft wird wieder im vollen Sinn katholisch sein – die aktuell, ohne klerikalistische Auswüchse, die Lehre verkündigt -, oder sie wird eben nicht mehr sein, weil sie aufgelöst werden wird in einer neuen Welteinheitsreligion.

D.W: Können Sie denn ihre Hoffnung auf eine Neubesinnung belegen?

P.W: Ja, es gibt neuere Hinweise in der Theorie. Kardinal Medina hat bereits geäußert, daß die tridentinische Messe nie verboten gewesen ist, und Kardinal Ratzinger hat ihn bei einem Interview vom 5.9. 2003 darin bestätigt. Aber es fehlen noch die entsprechenden Handlungen, denn gerade auch wegen der überlieferten Messe, als Ausdruck des in 20 Jahrhunderten gewachsenen Glaubens, wurden und werden wir ja verfolgt. Natürlich gibt es auch andere Gemeinschaften, welche die überlieferte, tridentinische Messe lesen und von Rom offiziell anerkannt sind, aber diese teilen unsere konsequente Haltung nicht (mehr) und Rom bzw. die Ortsbischöfe machen ihnen das Leben nach wie vor eher schwerer, als daß sie deren Wirken unterstützen.

Das "Experiment der Tradition"

D.W: Es gibt ja immer wieder Kontakte und Gespräche mit hohen Würdenträgern in Rom. Leider bisher erfolglos. Was wollen Sie denn von Rom so Unerfüllbares, um zu einer „vollen Einheit" zurückzukehren?

P.W: Zunächst wollen wir für alle Priester die Erlaubnis, jederzeit die überlieferte Messe, die ja keineswegs verboten wurde, feiern zu dürfen. Für unsere Gemeinschaft wollen wir lediglich - um mit unserem Gründer zu sprechen - das „Experiment der Tradition", ohne Konzessionen an den Zeitgeist, anerkannt leben dürfen. Denn: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" (Mt 7,16).

D.W: Pater Weigl, wir danken für das Gespräch!

 

 

Dürfen Katholiken zur Messe von Pius X. gehen?

Aufgrund der immer schlimmer werdenden Zustände bei den Sonntagsgottesdiensten können Gläubige, die einen normalen, würdigen Gottesdienst feiern wollen, oft nur mehr in eine überlieferte Messe ausweichen. Auf eine diesbezügliche schriftliche Anfrage antwortete am 27.9.2002 der Sekretär der zuständigen Kommission "Ecclesia Dei" in Rom, Msgr. Camille Perl, der sicherlich völlig unverdächtig ist (entnommen dem Mitteilungsblatt Pius X.):

Frage: "Kann ich meine Sonntagspflicht erfüllen, indem ich einer Messe der Pius-Bruderschaft beiwohne?"

Antwort: "Im strikten Sinn können Sie Ihre Sonntagspflicht erfüllen, wenn Sie einer Messe beiwohnen, die von einem Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. zelebriert wird".

F: "Ist es eine Sünde für mich, einer solchen Messe beizuwohnen?"

A: "... Wenn Ihre Absicht nur lediglich darin besteht, aus Gründen der Andacht an einer Messe nach dem Missale von 1962 teilzunehmen, wäre dies keine Sünde."

F: "Ist es eine Sünde für mich, wenn ich etwas zur Sonntagskollekte in einer Messe der Priesterbruderschaft St. Pius X. beisteuere?"

A: "Es scheint, daß ein bescheidener Beitrag zur Sonntagskollekte gerechtfertigt sein kann."

 

Interview mit Volksanwalt Mag. Ewald Stadler

Neues von der Aktion "Kirchenbeitrag für Pius X."

DIE WAHRHEIT: Herr Mag. Stadler, wie stehen die Verhandlungen mit der Bischofskonferenz in Sachen "Kirchenbeitrag für Pius X."?

Mag. Stadler: Vor mehreren Wochen war eine Abordnung des Erzbischofs von Wien bei mir vorstellig. Ich habe ihnen dort die Linie erklärt, daß mit dem Mobbing gegen Bischof Krenn der Rubikon überschritten ist. Daß es jetzt entweder die Anerkennung unserer Zahlungen an Pius X. gibt, oder wenn das nicht anerkannt wird und wenn der erste geklagt wird, daß dann das Volksbegehren gestartet wird. Seitdem habe ich von der Bischofskonferenz nichts mehr gehört. Es wurde dann in Aussicht genommen, daß noch der Sekretär der Bischofskonferenz ein Gespräch mit mir führen soll über die näheren Umstände, aber dieses Gespräch hat, jedenfalls bis jetzt, nicht stattgefunden.

D.W.: Das heißt, es hat auch bis jetzt noch keine Klage gegben?

M.St.: So ist es. Und eine Klage, die anhängig war, ist ruhend gestellt worden.

D.W.: Ist es richtig, daß Forderungen der Diözesen nach drei Jahren verfallen?

M.St.: Ja, das ist die allgemeine Verjährungsfrist. Alle Ansprüche, die außerhalb von drei Jahren sind, sind ja mit der Einrede der Verjährung nicht mehr verfolgbar. Das ist allgemeines Schuldrecht.

D.W.: Das heißt, jene Beträge, die aus älteren Forderungen stammen, sind praktisch schon "offiziell" an Pius X. gegangen?

M.St.: Genauso ist es.

D.W.: Wieviele Katholiken sind es derzeit, die sich an der Aktion beteiligen?

M.St.: Derzeit sind es etwa Hundert quer durch Österreich, und es kommen jede Woche mehrere neu dazu.

D.W.: Das heißt, derzeit "abwarten". Wird es ein Volksbegehren geben?

M.St.: Ich habe den Vertretern des Erzbischofs gesagt, nicht wir sind am Zug, sonder sie sind am Zug. Ich habe keinen Grund, mutwillig ein Volksbegehren vom Zaun zu brechen. Aber wenn man mich dazu zwingt, indem man die Leute, die sich dieser Aktion angeschlossen haben, klagt, werde ich mich allerdings nicht scheuen, das auch zu tun.

D.W.: Herr Volksanwalt, wir danken für das Gespräch.

So funktioniert's:

Volksanwalt Stadler versucht derzeit, mit den österreichischen Diözesen eine gütliche Regelung zu finden, daß die Kirchenbeitrags-Zahlungen an die Pius-Bruderschaft (IBAN: AT642011131002001008, BIC: GIBAATWW) offiziell anerkannt werden. Von P. Weigl, dem österr. Distriktoberen der Pius-Gemeinschaft (A-3542 Jaidhof 1) haben wir die Zusage, daß er die bis zur Lösung des Konfliktes einbezahlten Beträge nicht verwendet und im Falle des Scheiterns zurückbezahlt (er würde nur die Zinsen als Verwaltungsbeitrag behalten). Dazu zwei Muster-Briefe:

An die Kirchenbeitragsstelle (EINSCHREIBEN): Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Ihren Kirchenbeitragsbescheid für das Jahr xxxx erhalten. Mit unserem Gewissen können wir allerdings nicht mehr vereinbaren, diesen Kirchenbeitrag an die Diözese xxx zu entrichten. Daher haben wir den vollen Betrag an die Priesterbruderschaft St.Pius X. überwiesen. Den Einzahlungsschein legen wir in Kopie diesem Schreiben bei.

Ferner haben wir Herrn Volksanwalt Mag. Stadler die Vollmacht erteilt, uns in Sachen Kirchenbeitrag rechtsfreundlich zu vertreten. Wir bitten Sie daher, alle eventuellen zukünftigen Schreiben in dieser Sache an Herrn Mag. Stadler zu richten. Mit freundlichen Grüßen ...

Herrn Volksanwalt Mag. Ewald Stadler, Singerstr.17, PF 20, 1010 Wien: Sehr geehrter Herr Mag. Stadler, wir möchten Sie bitten, uns in Sachen Kirchenbeitrag rechtsfreundlich zu vertreten. Wir erteilen Ihnen dazu hiermit, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, die Vertretungsvollmacht. Sämtliche Unterlagen finden Sie als Kopie in der Anlage. Mit freundlichen Grüßen ...

 

 

Sonntagsmesse im überlieferten Ritus
für den oberösterreichischen Zentralraum
in Köppach bei Schwanenstadt

Es ist so weit! Nach zähem Ringen ist es uns nun gelungen, eine Kirche und einen Priester aufzutreiben, um im Raum Wels sonntags eine normale, würdige Heilige Messe im überlieferten, lateinischen Ritus (mit normaler katholischer Predigt) feiern zu können. Zunächst ist es nur vierzehntägig möglich (normalerweise 1. und 3. Sonntag), und leider erst um 15 Uhr. Das ist sicherlich nicht ideal, aber es liegt u.a. an der Anzahl der Meßbesucher, um dies zu ändern - ideal wäre wöchentlich und vormittags.

Die Messe hält ein Priester der Pius-Bruderschaft, nachdem sich Pater Hönisch SJM aufgrund der Ereignisse in St.Pölten derzeit nicht getraut, eine öffentliche Messe zu feiern (wir werden sehen, wie lange dieser Orden überhaupt noch in Österreich bleiben darf; SJM ist zwar eine Kongregation päpstlichen Rechts, aber was bedeutet das schon in der heutigen Kirche Österreichs).

Die Marienkapelle Köppach ist in Privatbesitz. Es gibt dort keinen Strom und keine Heizung - also richtig romantisch (manche sagen, wie in der Urkirche). Vor der Hl. Messe ist Beichtgelegenheit.

1. und 3. Sonntag um 15 Uhr - Zufahrt:

Köppach liegt zwischen Schwanenstadt (6 km) und Atzbach (1km). Man fährt von Wels kommend nach dem Stadttor in Schwanenstadt gleich rechts und dann einfach der Hauptstraße folgend Richtung Atzbach. Von der Stadtgrenze Wels sind es 26 km (ca. 20 min.).

Bei Unklarheiten bitte anrufen bei: Piusbruderschaft Salzburg: 0662 / 640147 oder Lindner: 07246 / 6108-0.

Linz: Gottesdienstleiterin "durfte
das Evangelium verkünden und
bei der Brotfeier am Altar mitfeiern"

Was in der Diözese Linz ganz und gar alltäglich ist, formulierte eine "Gottesdienstleiterin" sehr treffend so (übernommen von KATH.NET):

Für erneute Aufregung in der Diözese Linz sorgte bei Katholiken das Outing einer Gottesdienstleiterin auf einer Unterseite der offiziellen Diözesanhomepage. In dem KATH.NET vorliegenden Interview der Linzer Pfarre St. Peter erklärt Ehrentrud Kitzmüller, dass sie bereits im Mai 2001 vom Pfarrer gefragt worden sei, ob sie denn nicht eine Ausbildung zur Gottesdienstleiterin machen möchte. Später wurde sie dann zu einem Ausbildungskurs für die Leitung von Gottesdiensten geschickt, wo sie immer wieder selber Wortgottesdienste vorbereiten und auch durchführen musste. Kitzmüller gab bekannt, dass sie bei der Messe am Christtag vom Pfarrer das offizielle Ernennungsdekret zur Gottesdienstleiterin und ein eigenes liturgisches Gewand, welches vorher noch gesegnet worden war, überreicht bekam. Wörtlich sagt sie in dem Interview: "Nachdem ich von unserem Herrn Pfarrer persönlich gesegnet worden war, durfte ich das Evangelium verkünden und bei der Brotfeier am Altar mitfeiern."

Kommentar: In der Diözese Linz versucht man seit Jahren, die Gläubigen an die "Frau am Altar" zu gewöhnen. Immer wieder bringt auch die Linzer Kirchenzeitung entsprechende Fotos mit in Priestergewänder gekleideten Damen (zuletzt wieder am 16.12.2004 - gemeinsam am Altar mit Bischof Maximilian Aichern).

 

Der Linzer Generalvikar
zeigt sein Gesicht

Der Verein Heimatmission hat sich vergeblich bemüht, eine der leerstehenden Kirchen in Wels für eine Hl. Messe im überlieferten Ritus verwenden zu dürfen (wir haben in der letzten WAHRHEIT darüber berichtet). Die Damen und Herren der Welser Pastoralkonfernz sahen "keinen Bedarf" dafür. Dazu schrieb die Linzer Kirchenzeitung: "Generalvikar Mag. Maximilian Mitten-dorfer anerkennt, dass es in der Diözese eine qualifizierte Minderheit gibt, welche die heilige Messe im alten Ritus feiern möchte. So lange dies im Rahmen der katholischen Kirche - und nicht etwa im Kreis der Lefebrianer - geschehe, sei dies durchaus legitim."

Was der Generalvikar offenbar nicht wußte: Für die Hl. Messe in Wels im überlieferten Ritus war ein Priester der von Rom beglaubigten Kongregation SJM (gegründet von P. Hönisch) und nicht ein "Lefebvrianer" vorgesehen. Von uns darauf angesprochen, ob wir denn nun eine der leerstehenden Kirchen in Wels nutzen dürfen, wollte er plötzlich nichts mehr davon wissen!

Man kann nur immer wieder darauf hinweisen, daß in unseren Kirchen praktisch alles erlaubt ist. Sei es Theaterspielen, Konzert oder Faschingsmesse. Es werden im Sinne der "Ökumene" Protestanten, Muslime und auch Vertreter anderer Religionen eingeladen. Nur eines ist offenbar das Schlimmste, das fürchtet man wie der Teufel das Weihwasser: Die normale, überlieferte Heilige Messe, die übrigens nie verboten wurde.

Denn es muß Parteiungen geben unter euch, nur so wird sichtbar,
wer unter euch treu und zuverlässig ist.
(1.Kor.11,18 - Einheitsübersetzung)

 

 

 

Nein zu diesem Europa

Anläßlich der Unterzeichnung der geplanten EU-Verfassung durch die europäischen Staats- und Regierungschefs sagen wir Nein zu diesem Europa.

Nein zu diesem Europa, das durch die ausdrückliche Verwerfung eines Gottesbezuges in der geplanten Verfassung eine Absage an Gott und die Ideale der christlichen Gründerväter der europäischen Einigung darstellt.

Nein zu diesem Europa, das - wie der Fall Buttiglione zeigt - katholische Politiker wegen ihres Festhaltens an der katholischen Moral- und Gesellschaftslehre massiv diskriminiert.

Nein zu diesem Europa, das durch bestehende und geplante Regelungen unmoralische, widernatürliche und kinderfeindliche Verhaltensweisen und Forschungsmethoden begünstigt.

Nein zu diesem Europa, das die katholischen Christen, die Angehörigen des größten Bekenntnisses in Europa, z.B. durch „Antidiskriminierungsrichtlinien", belastet und gleichzeitig mit der geplanten Aufnahme der nichteuropäischen Türkei in die EU einer Islamisierung Europas Vorschub leistet.

Nein zu diesem Europa, das die demokratischen Grundfreiheiten der europäischen Völker gefährdet, wie das Beispiel Österreich zeigt, wo nach einer demokratischen Wahl eine nicht genehme Regierung massiven Pressionen durch die übrigen EU-Regierungen ausgesetzt war.

Wir fordern daher, daß auch den Wählern in Deutschland und Österreich, und zwar schnellstmöglich, die Gelegenheit geboten wird, in einer Volksabstimmung ihr Votum zu der geplanten EU-Verfassung und zum EU-Beitritt der Türkei abgeben zu können.

Wir fordern die Rückkehr zu einem Europa mit christlich-humanen Grundwerten.

Wir haben uns in gleicher Sache in offenen Briefen an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen in Deutschland und Österreich gewandt.

Wir appellieren an alle, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, uns zu unterstützen.

Vereinigung der Initiativkreise katholischer Laien und Priester im deutschen Sprachraum e.V.

und

Pro Sancta Ecclesia Initiative katholischer Laien und Priester e.V.

Dr. Wolfgang Graf, St. Georg-Straße 7, D-86833 Siebnach, Fax 0049-8249-90105; Tel. 0049-8249-90106.

 

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