Rundbrief Nr. 67 (Mai 2004)  

 

 

  Das neue Liturgie-Dokument aus Rom

Der Vatikan versucht, die Notbremse zu ziehen - ist es bereits zu spät?

 

Eine Bestandsaufnahme

Die dramatisch sinkenden Zahlen der Gottesdienstbesucher - und in der Folge die Kirchenaustritte - sind lediglich die Auswirkungen der heutigen Kirchenkrise. Die Ursachen dafür sind in erster Linie beim Zustand der Liturgie sowie des Klerus und der Orden zu suchen. Die neue Messe hat für die Kirche einen "extrem ernsten Schaden bewirkt" und "Ich bin überzeugt, daß die kirchliche Krise, in der wir uns heute befinden, zu einem großen Teil vom Kollaps der Liturgie abhängt". Das schreibt kein Geringerer als Kardinal Ratzinger, nach dem Papst die zweithöchste Person in der Kirchenhierarchie, in seinem Buch Aus meinem Leben (Seite 173). Warum sich aber der größte Teil der Kirchenleitung bis heute nicht einmal um die schlimmsten Auswüchse in der Liturgie annimmt, ist für einen Laien nicht nachvollziehbar. Augen zu, positiv denken und stets mediengerecht lächeln wird die Lage mit Sicherheit nicht verbessern!

Das neue Dokument: keine Reform

Nun versucht Rom, spät aber doch, mit der Instruktion Redemptionis sacramentum die Notbremse zu ziehen. Das Dokument enthält absolut nichts Neues, sondern ist lediglich eine Zusammenfassung derzeit bestehender Normen und Vorschriften. Es hat einen Umfang von ca. 50 Seiten, davon auf fast 20 Seiten 295 Literaturhinweise. Nachdem der Inhalt dieses Dokumentes erfahrungsgemäß kaum in einer offiziellen Kirchenzeitung zu lesen sein wird, haben wir die wichtigsten Punkte auf den Seiten 9-11 in diesem Rundbrief abgedruckt.

Rom hat ein Problem - die Bischöfe

Eine Verbesserung des Zustands der Liturgie - und damit der Kirche - ist allerdings realistischerweise nicht zu erwarten: Nachdem man nach dem Konzil u.a. auch die Demut und den Gehorsam aus den Köpfen und Herzen der Priester und Laien erfolgreich eliminiert hat, wird man auch dieses Dokument in den meisten Diözesen in der Praxis einfach ignorieren. Auch haben wir heute Bischöfe, die nicht in der Lage oder gar nicht willens sind, den Gehorsam bei den Priestern, den ihnen diese gelobt haben, überhaupt einzufordern. Man darf auf die kommenden Bischofsernennungen hoffen.

 

Brief an Kardinal Arinze

Die Gläubigen werden in dem Dokument ausdrücklich aufgefordert, Verstöße gegen die Ordnung der Liturgie an den Bischof oder direkt nach Rom zu melden. Hier ein Schreiben an Francis Kardinal Arinze, Gottesdienstkon-gregation, Piazza Pio XII. 10, I-00193 Rom:

Eminenz, hochwürdigster Herr Kardinal Arinze, zunächst möchte ich Ihnen im Namen vieler Katholiken meinen ganz herzlichen Dank für das lange erwartete und sehr notwendige Dokument Redemptionis sacramentum aussprechen. Ich muß mich gleich mit zwei der brennendsten Probleme in der Diözese Linz an Sie wenden, welche in der Vergangenheit u.a. zu schwerwiegenden Spaltungen unter den Gläubigen in den Gemeinden geführt haben:

1. Es werden bei Sonntagsmessen regelmäßig von "Pastoralassistenten" und "Pfarrassistenten" (Männer und Frauen) nicht nur die Homilie, sondern meist der gesamte Wortgottesdienst gehalten (nicht selten mit frei erfundenen Texten). Der Priester wird dabei oft überhaupt nur für die Zeit von der Opferung bis zur Kommunion aktiv.

2. In "Pfarren ohne Priester" werden sonntags von den "Pastoralassistenten" und "Pfarrassistenten" (Männer und Frauen) Wortgottesdienste gehalten. Diese Laien sind meist wie Priester gekleidet. Die Gläubigen werden dabei im Unklaren darüber gelassen, daß ein solcher Wortgottesdienst dem Sonntagsgebot nicht genügt.

Ich wende mich nun direkt an Sie, und nicht an Diözesanbischof Maximilian Aichern, weil diese Zustände der Diözesanführung nicht nur seit Jahren bekannt sind, sondern von dieser selbst veranlaßt und gefördert werden. An Bischof Aichern haben sich schon viele Gläubige mit ihren Sorgen direkt gewandt, wobei man aber nicht einmal weiß, ob der Bischof solche Briefe überhaupt zu Gesicht bekommt.

Selbstverständlich kann ich Ihnen für alle Mißstände Unterlagen zur Verfügung stellen. In der Hoffnung, daß eine zweite "Reformation" in der Diözese Linz noch abzuwenden ist verbleibe ich mit vorzüglicher Hochachtung Herbert Lindner

 

 

 

Wo die wirklichen Probleme der Kirche liegen

Wie die neue Liturgie entstand

Die Auswüchse der heutigen Liturgie sind in der "neuen Liturgie" selbst zu suchen. Man muß immer wieder darauf hinweisen, dass die neue Liturgie mit dem letzten Konzil, genauer gesagt mit den Konzilstexten, so gut wie nichts zu tun hat, ja ihnen zum Teil sogar widerspricht (lesen Sie nach!). Dort ist mit keinem Wort die Rede von Volksaltar, Steh- oder Handkommunion, Händeschütteln oder vom völligen Eliminieren des Latein. Im Gegenteil, es wird ausdrücklich gefordert, Änderungen sehr vorsichtig und nur dann vorzunehmen, wenn "ein wirklicher und sicher zu erhoffender Nutzen der Kirche es verlangen" (SC 23). Die neue Liturgie wurde aber dann, einige Jahre nach dem Konzil - trotz vielseitiger Warnungen - von einer Kommission, sozusagen am grünen Tisch, konstruiert: ein für die Kirche einmaliger Vorgang! Immerhin hatte sich die bisherige Liturgie (die auch heute noch gültig und keineswegs verboten ist) über die Jahrhunderte hinweg ganz behutsam entwickelt und geht letztlich auf die Zeit der Apostel zurück.Und immerhin ist das ganze Kasperltheater, das heute von Oberlaien bei vielen Gottesdiensten aufgeführt wird, erst durch die liturgischen Änderungen möglich geworden.

 

Die Auswirkungen der neuen Liturgie

Die schlimmste Auswirkung hat mit Sicherheit die Abwendung des Priesters von Gott (im Tabernakel) hin zum Volk. Was auf den ersten Blick vielleicht als Nebensächlichkeit erscheint, hat tatsächlich verheerende Folgen: Vom Hl. Opfer, das früher in der Messe Gott dargebracht wurde, hat man sich verabschiedet. Heute erleben wir fast ausschließlich Priester, die meinen, der versammelten Gemeinde eine Vorstellung geben und Unterhaltung bieten zu müssen (man findet kaum noch zwei identische Hl. Messen). Nur ganz wenige Priester sind in der Lage, mit dem Gesicht zum Volk das Opfer Gott darzubringen. Überall spürt man die Sorge, daß die (noch verbliebenen) Gottesdienstbesucher womöglich auch noch wegbleiben könnten. In diesem Zusammenhang muß man auch auf einen Text des Konzils (SC 22§3) hinweisen: "Deshalb darf niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern". Daß die Gläubigen nicht wegen des Priesters, sondern wegen Gott zur Hl. Messe kommen könnten, ist nicht mehr geläufig. Bildhaft könnte man sagen, der Priester betet heute die Gemeinde an und nicht mehr Gott. Letztlich hat die Liturgiereform nicht nur das Sakra-mentsverständnis, sondern praktisch eine ganze Priester-generation ruiniert. Es ist bezeichnend, daß man heute in den Kirchen praktisch alles erlaubt, von der Faschingsmesse bis zum Jugend-Happening. Nur eines will man mit allen Mitteln verhindern: Die Zelebration der "alten", überlieferten Heiligen Messe (siehe Beispiel auf Seite 4). Fürchtet man hier, daß die Gläubigen merken könnten, daß diese die würdigere, dem Wesen des Geheimnisses der Kirche besser entsprechende Messe ist?

"Räte"-System mitschuld

Freilich hat auch das Räte-System, das seit dem Konzil geradezu wuchert, seinen Anteil an der Krise. Es gibt heute, um nur einige zu nennen: Priesterräte, Dechanten- Dekanats- und andere Konferenzen, Gremien, Kreise, Pastoralräte, Pfarrgemeinderäte, Kommissionen, Liturgie- und hunderte andere Ausschüsse. Kaum ein Bischof und noch weniger ein Pfarrer getraut sich mehr, die ihm eigene Verantwortung selbst auch auszuüben - und so manchem davon ist dies ganz recht. Es gibt kein noch so unwichtiges Thema, wofür nicht eine Kommission eingesetzt und demokratisch Beschlüsse gefaßt werden. Natürlich meinen diese Entscheidungsträger (offiziell: Beratungsgremien; oft in der Mehrheit Oberlaien) dann auch, sie müßten über Gebote und kirchliche Vorschriften "demokratisch" ihre Meinung kundtun (DIE WAHRHEIT berichtet seit Jahren über einschlägige Beispiele.

Der "Linzer Weg":
der Kurs des Linzer Domkapitels

Dompfarrer läßt sich "helfen"

Der Linzer Dompfarrer KonsR Dr. Maximilian Strasser gibt sich frauenfreundlich. Wir erinnern uns noch an die "Frauenliturgie", die im Dom anläßlich der "Priesterinnenweihe" gefeiert wurde. Nun läßt er sich beim Brotbrechen während des "Agnus dei" von einer Frau "helfen". Sie hat kurze Haare und ist wie ein Mann, mit einem Hosenanzug, gekleidet. Aber, so der Dompfarrer in einer schriftlichen Stellungnahme, das ist keine Verkleidung, weil "die Knöpfe des Jacketts links waren, also eindeutig kein Männergewand". Lesen Sie dazu auch das neue Liturgiedokument (Seite 10, Nr. 73). Es ist übrigens nur ein Gerücht, daß KonsR Strasser deswegen Dompfarrer und damit automatisch Domkapitular wurde, weil dort auch schon sein Onkel, KonsR Huemer-Erbler vertreten ist - denn offenbar paßt der neue Dompfarrer sehr gut ins "pastorale Konzept" der Diözese.

Domkapitular Wimmer für Priesterinnen

Ein anderes Mitglied des Linzer Domkapitels, der Chef des Priesterrates Dr. Walter Wimmer tritt in der Linzer Kirchenzeitung (29.4.2004) wieder einmal ganz offen für Priesterinnen ein: "Wir brauchen Priester um der Gemeinden willen - wohl auch in anderen, von der Lebensform und vom Geschlecht unabhängigen Formen": Der Papst hat das Thema Priesterinnen endgültig als erledigt erklärt, aber das berührt die Führung der Diözese Linz offenbar wenig.

 

 

 

Statistik

Priesternachwuchs

In der Diözese St.Pölten werden derzeit 42 Kandidaten zum Priester ausgebildet, davon 19 Neuzugänge im letzten Jahr. Alle übrigen österreichischen Diözesen zusammen haben 106 Kandidaten bzw. 27 Neueintritte (die Zahlen sind jeweils ohne die Ordens-Ausbildungsstätten). St.Pölten ist eine kleine Diözese. Wenn man die Zahlen von St.Pölten auf ganz Österreich nach der Anzahl der Katholiken hochrechnet, würde es mehr als 400 Priesterkandidaten und fast 200 Neueintritte geben! Angesichts dieser Zahlen ist es wirklich nicht verwunderlich, daß es gerade die fürstlich bezahlten Oberlaien sind, die zum Teil einen richtigen Haß gegen Bischof Krenn entwickeln. Weltweit hat sich die Zahl der Seminaristen von 1978 bis 2001, also innerhalb von 23 Jahren, fast verdoppelt: 1978: 63.883; 2001: 112.982). Keine gute Nachricht für die Oberlaien.

Großbritannien: Mehr praktizierende
Muslime als Anglikaner

In Großbritannien übersteigt die Zahl der Muslime, die wöchentlich eine Gebetsstätte aufsuchen, bereits die sonntäglichen Gottesdienstbesucher der Anglikaner. Ca. 43% der britischen Bevölkerung sind Anglikaner ( mit 916.000 Gottesdienstbesuchern) und ca. 3% Muslime (mit 930.000 Praktizierenden). Die katholische Kirche steht mit ca. 10% Bevölkerungsanteil und 1,5 Millionen Meßbesuchern zwar im Vergleich zu den Anglikanern besser da, aber gegenüber dem Islam ebenfalls erheblich schlechter.

Muslime in Europa

In Österreich hat sich der Anteil der Muslime innerhalb von 10 Jahren mehr als verdoppelt (1991: 2%, 2001: 4,2% oder 339.000 Personen - 1971 waren es noch 0,3%). Die Zahl der eingebürgerten Muslime hat sich in den 10 Jahren versechsfacht. Es ist eine bekannte Tatsache, daß muslimische Familien erheblich mehr Kinder bekommen als christliche. In einigen Bundesländern hat der Islam bereits die evangelische als zweitgrößte Glaubensgemeinschaft überholt (Vorarlberg 8,4%, Wien 7,8% Muslime). In Europa (ohne Rußland und Türkei) leben ca. 20 Millionen Muslime. Die meisten davon in Frankreich (5 Millionen bzw. 8,5% der Bevölkerung). In Deutschland sind es 3,2 Millionen (3,9%). ORF.Religion 10.2.04.

"Umnutzung" von Kirchen als Diskotheken, Kauf- oder Parkhäuser

In den Niederlanden wurden in den letzten 10 Jahren 623 Gotteshäuser ihrer eigentlichen Bestimmung entzogen. Derzeit stehen den Katholiken noch ca. 1800 Kirchen zur Verfügung. Die Bischofskonferenz rechnet mit der Schließung von weiteren 450 Kirchen in den nächsten sieben Jahren. Die katholischen Niederlande waren vor dem Konzil eine der missionarischsten Kirchen überhaupt, sie stellten mehr als 30% aller katholischen Missionare!

In Deutschland hat die Bischofskonferenz eine "Arbeitshilfe" zur Umwidmung der Kirchengebäude herausgegeben. Es müssen derzeit bereits mehr als 100 Kirchen verkauft, abgerissen oder "umgenutzt" werden. Im Bistum Limburg rechnet man mittelfristig mit der Aufgabe von 25% des Gebäude-Bestandes. Zur Zeit des Konzils besuchten gut 12 Millionen Deutsche die Sonntagsmesse, heute sind es noch 4 Millionen.

Straftaten und Häftlingszahlen steigen

Von Januar bis März 2004 sind die Straftaten in Österreich im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent gestiegen. Die Aufklärungsquote liegt bei 39,5%. Die Behörde spricht von "Ostkriminalität". Österreichs Gefängnisse sind völlig überfüllt. Von 9/2001 bis 11/2003, also innerhalb von gut zwei Jahren, stieg die Zahl der Häftlinge von 6915 auf 8471. Justizminister Böhmdorfer sieht eine weiter steigende Tendenz, spricht von einer dramatischen Situation und fordert 750 zusätzliche Justizwachebeamte. Interessant ist die Zusammensetzung der Häftlinge: 40% davon sind Ausländer, in Wien sogar 60%! Wobei natürlich bereits eingebürgerte Häftlinge als Inländer zählen.

Vorprogrammierter Skandal beim
Mitteleuropäischen Katholikentag

Der nächste Skandal in der Kirche Österreichs ist bereits vorprogrammiert: Zum Katholikentag in Mariazell soll das glaubensverhöhnende Musical Ave Eva oder der Fall Maria aufgeführt werden. Es ist ja schon Tradition, daß gerade solche Stücke gewisse Gruppen in der Kirche besonders reizen. Der Extra-"Kick" ist hier noch, daß man dies ausgerechnet im größten österreichischen Marienwallfahrtsort machen will. Der Initiativkreis in Wien, NÖ und Burgenland hat die Bischofskonferenz ersucht, das Stück abzusagen - bis heute ohne Erfolg. Jeder Gläubige muß selbst entscheiden und verantworten, ob er an dieser Wallfahrt teilnimmt! Die Wallfahrer aus dem Osten können sich jedenfalls dort ein gutes Bild von der Kirche im Westen machen.

 

 

Dekanat Wels: Kein Platz für "alte" Hl.Messe

Dekanatskonferenz lehnt Ansuchen ab - Saal gesucht!

Die Auswüchse der selbstgebastelten Sonntagsmessen in der Diözese Linz werden immer schlimmer und für viele Katholiken und Kirchensteuerzahler unerträglich (DIE WAHRHEIT berichtet darüber regelmäßig). Von der Diözesanleitung ist hier keine Besserung mehr zu erhoffen. Im Gegenteil, in jene "Inseln", wo noch ein "alter" Pfarrer war und die Gläubigen von weitem Umkreis zur Messe kamen, wird nach dessen Pensionierung, offenbar gezielt, ein besonders moderner Nachfolger installiert. Somit zerstreut sich automatisch dieser ungeliebte Rest der "Altgläubigen". Ein Beispiel dafür ist die Welser Stadtpfarre (hier geschah dies zwar noch unter dem alten Generalvikar Prälat Josef Ahammer, es gibt aber keine Anzeichen, daß sich der neue Generalvikar Mag. Maximilian Mittendorfer anders verhält). So bemüht sich der Verein Heimatmission nun um eine Sonntagsmesse im überlieferten (lateinischen) Ritus im Raum Wels (gute Eisenbahnverbindung, Autobahnkreuz, Parkmöglichkeit).

Wie der Teufel das Weihwasser

Nach persönlichen Gesprächen mit verschiedenen Pfarrern (die sich zunächst bis auf einen, den Stadtpfarrer, durchaus nicht abgeneigt zeigten) verwies man uns auf die Dekanatskonferenz (kein Pfarrer wollte das für seine Pfarre selbst entscheiden). Die Damen und Herren der Dekanatskonferenz (ja, hier gibt's auch Damen) lehnten dann den Antrag jedoch ab, mit der Begründung, es wäre ihrer Meinung nach das Angebot für Hl. Messen im überlieferten, römischen Ritus in Oberösterreich ausreichend! Dazu einige Aspekte:

1. Derzeit gibt es eine solche Sonntagsmesse im Gebiet der Diözese Linz nur in Linz, Steyr und Aigen (oberes Mühlviertel). Das bedeutet, daß manche Gläubige (z.B. aus dem Innviertel) zu ihrer Sonntagsmesse mit dem Auto bis zu einer Stunde Anfahrtszeit haben, ohne Auto ist vielen eine Teilnahme schlicht unmöglich. Wels wäre dafür, durch die zentrale Lage, ein idealer Standort. Dazu kommt die Tatsache, daß es im Raum Wels bereits mehrere Kirchen gibt, die seit Jahren sonntags leer stehen (allein im Gebiet der Stadtpfarre deren zwei).

2. Die Gläubigen, die auch nach Wels zum Teil noch einen weiten Weg haben, sind durchwegs Kirchensteuerzahler. Sie finanzieren damit nicht nur die Kirchengebäude und die Damen und Herren "in der Pastoral", man zwingt sie auch, alle Auswüchse in der Diözese mitzufinanzieren. Wenn sie sich nun selbst (ohne jeden Aufwand für die "Kirchenherren und -damen") um einen würdigen Sonntagsgottesdienst bemühen, dürfen sie dafür nicht einmal eine leerstehende Kirche benützen. 

3. Andererseits ist es für die Verantwortlichen in den Welser Pfarren gar kein Problem, z.B. am Sonntagvor-abend einen Imam einzuladen, um mit ihm zu Allah zu "beten" und aus dem Koran vorzulesen (so geschehen in der Stadtpfarre). Es kann sogar eine evangelische Pastorin den Pfarrer bei den Sonntagsmessen vertreten (DIE WAHRHEIT berichtete)! Man hat auch kein Problem damit, protestantischen Christen einen Gottesdiestraum zur Verfügung zu stellen (in Wels gibt es allerdings eine schöne, große evangelische Kirche). Alles natürlich im Sinne der Ökumene. Nur eines scheinen die Damen und Herren der Amtskirche zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser: Eine normale, überlieferte, katholische Hl. Messe (für diese Messe wurden all diese Kirchen einst gebaut, in denen sie heute nicht mehr gefeiert werden darf).

Kapelle oder passender Saal gesucht

Der Verein Heimatmission sucht nun eine Kapelle im Privatbesitz oder einen passenden Saal zum Mieten. Es sollte Platz für 50-100 Personen sein. Wenn Sie Interesse an der Teilnahme an dieser Messe haben, schreiben Sie uns, damit wir Sie rechtzeitig informieren können.

Kleine Chronik der Stadtpfarre Wels

Die Welser Stadtpfarrkirche ist mehr als 1100 Jahre alt. In den letzten Jahrzehnten war sie eine "Insel", ein Zufluchtsort für jene Gläubigen im weiten Umkreis, die noch eine normale Hl. Messe feiern wollen. Nachdem der alte Pfarrer KonR Heinrich Hirscher in den wohlverdienten Ruhestand ging, installierte man, offenbar bewußt, einen besonders "modernen" Hirten, GR Nikola Prskalo. Jedenfalls ist es ihm (logischerweise) sehr schnell gelungen, eine ganze Reihe von treuen Kirchgängern zu verärgern und zu vertreiben. Daß es nun in der Stadtpfarre selbstgebastelte Gebete und Hochgebete gibt, überrascht nicht weiters. Es werden auch zur Wandlung eigene (wahrscheinlich meint man "bessere") Texte verwendet. Erhellend ist es, was Pfarrer Prskalo in seinem Pfarrblatt unter dem Titel "Gewinn durch Verzicht" schreibt: Es wird eine Liste von 23 "Weniger"-Punkten als Fastenvorschläge aufgezählt. Z.B. "weniger Kontrolle", "weniger Energieverbrauch", "weniger Vorschriften" "weniger Besitz", "weniger Fastenvorsätze". Am Ende der Aufzählung wird es wirklich interessant. Der letzte Punkt lautet: "weniger Gottes-Dienste". Wer Pfarrer Prskalo kennt, weiß, bei diesem Punkt schreibt er, was er wirklich meint. Das erste "große" Projekt, das Pfarrer Prskalo gleich begann, ist die Renovierung des Pfarrhofes um 3,3 Mio. Euro (=45 Mio. alte ÖS), natürlich ein Großteil davon Kirchensteuergelder.

 

 

Zwei Knieschemel gestohlen - oder doch nicht?

Eine Episode über merkwürdige Vorgänge in der Welser Stadtpfarre

Die Welser Marienkirche (eine ehemalige Pfarrkirche, die heute zur Stadtpfarre gehört) ist sehr schön renoviert, steht aber das ganze Jahr über praktisch leer. Lediglich ein pensionierter Pfarrer aus dem benachbarten Altersheim feiert dort zweimal die Woche am Abend eine Heilige Messe. Diese wird naturgemäß - wie alle Wochentagsmessen - hauptsächlich von nicht mehr ganz jungen, "altgläubigen" Katholiken besucht (wir wollen diese Gläubigen einmal so nennen, welche noch daran glauben, daß jede Heilige Messe einen ewigen Wert besitzt und man deshalb auch nach Möglichkeit täglich eine mitfeiern sollte). Nun haben viele dieser Gläubigen das Bedürfnis, den Leib des Herrn - wie sie es zum Teil von kindauf gelernt haben - kniend zu empfangen. Aber erfreulicherweise nicht nur diese, sondern zunehmend auch jüngere Gläubige. Allerdings wurden im Zuge der Liturgiereform in fast allen Kirchen die Kommunionbänke entfernt (eine schlichte Erfindung - um nicht zu sagen Lüge - ist es, wenn man sich bei dieser Demontage aufs Konzil beruft).

Aber zurück zur Welser Marienkirche: Dort standen seit Jahr und Tag seitlich unter der Kanzel zwei alte Knieschemel. Nachdem sich zumindest die älteren Gläubigen nicht ganz leicht tun, ohne Halt zur Kommunion auf den blanken Boden hinzuknien und wieder aufzustehen, vereinbarte man mit dem zelebrierenden Priester, einen dieser Knieschemel zur Kommunion in die Mitte zu stellen. So können jene, die es wollen, sich zur Kommunion leichter hinknien und wieder aufstehen. Wie sich sofort zeigte, war das eine sehr praktische Idee, und von den etwa 30 Gläubigen nahmen ca. 25 die Kommunion kniend, der Rest stehend in Empfang - ein jeder nach eigenem Wunsch. Dies funktionierte jedoch leider nur zweimal - am dritten Abend waren nämlich beide Knieschemel plötzlich verschwunden und in der ganzen Kirche nicht mehr zu finden! Der zelebrierende Priester wußte genauso wenig von deren Verbleib, wie der regelmäßige Meßdiener (ein pensionierter Französischprofessor).

Natürlich haben wir auch den Stadtpfarrer Hochwürden Prskalo befragt, ob er weiß, was mit den Knieschemeln passiert ist. Er wies jede Verantwortung von sich und meinte, diese müssen wohl gestohlen worden sein. Eine Anzeige bei der Polizei wollte er jedoch auch wieder nicht machen. Aber, so sagte er, falls dort je Knieschemel waren, müßten diese ohnehin entfernt werden, denn diese alten Leute brauchen sich zum Kommunionempfang ohnehin nicht hinknien.

Zur Zusammenfassung muß man noch auf die Tatsache hinweisen, daß alle diese treuesten Katholiken, die täglich die Hl. Messe besuchen, Kirchensteuerzahler sind. Das heißt, auch Pfarrer Prskalo lebt letztlich von deren Geld. Das Problem ist offenbar nur, daß man sich in der Linzer Diözesanführung so sicher ist, daß diese Leute sowieso ihre Kirchensteuer zahlen und man daher mit ihnen machen kann, was man will. Im übrigen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß Pfarrer Prskalo diese Art von Gläubigen ohnehin am liebsten los haben möchte - zumindest aus "seiner" Pfarre (siehe auch nebenstehende Seite).

 

 

Sechs Tricks - durchschaut

Der Trick mit der Blumenwiese

oder: Pluralismus, Vielfalt, liberal, demokratisch

Ganz poetisch versucht man seit Jahren, Irrlehren und Unglauben in der Kirche mit dem Vergleich einer bunten Blumenwiese salonfähig zu machen ("die eine Blume blüht blau und die andere eben rot"). Das klingt so wunderschön. Bei genauerem Hinsehen ist es aber nur der Versuch, eine Abweichung oder Ablehnung der wahren kirchlichen Lehre (Dogmas, Gebote, o.ä.) als "ganz normal" zu rechtfertigen. Damit stellt man die gegensätzlichen Lehren (die wahre und die Irrlehre) zunächst einmal auf die gleiche Stufe. Aber das ist nur der erste Schritt. Der zweite ist dann, die richtige Lehre als veraltet, überholt, schlicht als unmöglich hinzustellen. So bleibt am Ende, wie beabsichtigt, nur noch die Irrlehre als einzige übrig. Man muß nicht besonders darauf hinweisen, daß es "Theologen" sind, die den Hauptteil dieser Arbeit für den Widersacher tun.

Der Trick mit den vier Augen

Wenn sich ein Hirte in der Öffentlichkeit verfehlt, muß auch die Richtigstellung öffentlich erfolgen. Hier kann nur Christi Verhalten gegenüber den Schriftgelehrten und Pharisäern Vorbild sein. Die Betroffenen versuchen zwar immer, Christi Wort "Wenn dein Bruder sündigt..." (Mt.18,15ff) ins Spiel zu bringen. Dies kann aber nur für solche Sünden gelten, die im Verborgenen geschehen.

Der Trick mit dem Heiligen Geist

Dieser Trick hängt eng mit der Blumenwiese zusammen, es dürfte sich aber möglicherweise um die schwerste Sünde handeln: Man versucht dabei, den Heiligen Geist für seine eigenen Spinnereien zu mißbrauchen (um es humorvoll zu formulieren: es handelt sich meist um den eigenen Vogel). U.a. wird hier der Heiligen Kirche unterstellt, den Heiligen Geist nicht zu haben (denn es wird ja niemand annehmen, der Heilige Geist würde sich selbst widersprechen und hier dies und dort Gegenteiliges inspirieren). Das besondere Problem ist dabei: Die Sünde wider den Heiligen Geist wird von Christus als die schwerste bezeichnet - sie kann nicht vergeben werden (Mt.12,31; Mk.3,29)!

Der Trick mit der aufgelösten Gemeinde

Mit dem Argument, man wolle die (kleinen) Pfarrgemeinden, die keinen Pfarrer mehr haben, nicht auflösen, installiert man gutbezahlte Oberlaien (Männer und Frauen) als "Pfarrleiter" und hält dort am Sonntag einen Wortgottesdienst (auch wenn dies dem Kirchenrecht widerspricht). Tatsächlich hat man dadurch längst diese Gemeinden gespalten. Denn die "altgläubigen" Katholiken gehen natürlich in einem Nachbarort zu einer Heiligen Messe, wie es unserem Glauben entspricht. Die verbleibende Gemeinde kann man dann nach eigenen Theorien "schulen" (siehe Seite 11, Nr. 162-167).

Der Trick mit der Fremdenfeindlichkeit

Auch "Faschismuskeule" genannt

Kaum jemand getraut sich heute noch etwas über die christliche Heimat, Patriotismus, Vaterland o.ä. zu sagen, ohne den Vorspann: "Ich bin ja nicht fremdenfeindlich, ...". Sollte gar jemand z.B. von Überfremdung oder über die Multi-Kulti-Luftschlösser reden, muß er zumindest damit rechnen, als Faschist beschimpft zu werden.

Der Trick mit der "Freiheit der Kunst"

Es ist ein hauptsächlich weltliches, politisches Problem mit der sogenannten Kunst: Heute werden nicht nur die primitivsten Schmierereien als Kunst bezeichnet und mit unseren Steuermitteln finanziert bzw. gefördert (das trifft freilich auch im kirchlichen Bereich zu). Noch schlimmer ist es, daß Pornographie, Perversion und Blasphemie von den Politikern (in Zusammenarbeit mit ihren "Experten") zur "Kunst" erhoben werden. So werden die Künstler und deren Werke dann nicht nur gefördert, man entzieht sie dadurch auch elegant der gesetzlichen Verfolgung. Leider ist auch unsere "christliche" ÖVP an diesen Vorgängen maßgeblich beteiligt.

Kurz notiert

Bischof Scheuer will "coole" Kirche

Der aus Oberösterreich stammende Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer erklärt in einem ORF-Interview: "Die Menschen sollen sagen, 'Kirche ist cool'". Kommentar: Ob das wohl für den Himmel reichen wird?

Skandal um Ex-Priester Holl

Der suspendierte Priester Adolf Holl ist beim ORF für diverse Kommentare und "Analysen" natürlich seit Jahren sehr beliebt. Diesmal dürfte er aber mit einer "Medidation" auf ORF1 zu weit gegangen sein. Er verhöhnte und beleidigte die Gottesmutter in einer Weise, wie wir es in der WAHRHEIT nicht einmal abdrucken können. DIE PRESSE gab ihm dann in ihrer Wochenendausgabe nocheinmal ein Forum, um seine Aussagen zu vertiefen.

Ein Lichtblick: Der Rechtsanwalt Dr. Alfons Adam brachte eine Rundfunkbeschwerde und Anzeigen gegen mehrere Beteiligte, u.a. den ORF und DIE PRESSE, wegen "Herabwürdigung religiöser Lehren" (§188) ein. Inzwischen wurde zumindest der Rundfunkbeschwerde gegen den ORF stattgegeben. Auf die Entscheidungen der Justiz darf man gespannt sein.

Kopfschütteln über Schönborn

Während sich in ganz Europa Kardinäle, Bischöfe und Laien dafür einsetzen, einen Gottesbezug in der neuen europäischen Verfassung zu verankern, haben wir in Österreich eine ganz andere Situation: Hier sprach sich der ÖVP-Nationalratspräsident Prof.Dr. Khol öffentlich dafür aus, Gott in die neue österreichische Verfassung einzubeziehen. Kopfschütteln löste daraufhin eine öffentliche Erklärung von Kardinal Schönborn aus, der plötzlich von sich aus auf diese Formulierung verzichtete. Dem Vernehmen nach war der Grund die "Ökumene", weil die evangelischen Brüder und Schwestern dies nicht haben wollen!?! In Österreich sind (noch) mehr als 70% Katholiken und ca 4% Protestanten.

 

 

www.aon.at - Internet auf Abwegen

Es ist eine bekannte Tatsache, daß das Internet alles bietet: unbegrenzte, brandaktuelle Information, Unterhaltung, Märkte, Gutes wie Böses. Man kann sich Informationen über Kirche oder Glauben genauso holen, wie "Erotik", Pornographie, Perversion oder Pädophilie.

Es gibt fürs Internet in Österreich (auch für DSL) eine ganze Reihe von Anbietern, die meisten haben ein ganz normales, nüchternes Einstiegsbild. Ein Beispiel im negativen Sinn ist jedoch die Telekom Austria (die Nachfolgefirma der ehemals staatlichen POST) mit ihrem Internetzugang www.aon.at. Hier wird man bereits in der Einstiegsmaske (meist mit einem entsprechendem Foto) auf die Telekom-eigenen "Erotik"-Seiten aufmerksam gemacht, auf denen man dann aber tatsächlich Pornographie in wirklich allen möglichen Fazetten serviert bekommt. Geradezu lächerlich ist hier eine Zwischenabfrage, ob man auch schon 18 Jahre alt ist: Jedes 3-jährige Kind, das mit der Maus umgehen (und noch nicht lesen) kann, ist in der Lage, hier den "JA"-Button zu drücken. Es ist immerhin ein Unterschied, ob man eine entsprechende Porno-Adresse kennen und extra eingeben muß, oder ob jedes Kind anhand der Bilder auf der Maske mit drei Maus-Klicks die perversesten Darstellungen zu Gesicht bekommt.

Technisch gibt es längst die Möglichkeit, gewisse Inhalte im Internet z.B. für seine Kinder zu sperren, sogar nach Altersgruppen. In Amerika funktioniert das seit vielen Jahren. Zum Beispiel werden, wenn man über AOL mit einer solchen Sperre auf aon.at einsteigt, diese pornographischen Darstellungen nicht angezeigt (vermutlich will die Telekom Austria damit Problemen mit der USA-Justiz aus dem Weg gehen). Man fragt sich aber, warum gerade die einst staatliche Telekom Austria sich mit den perversesten pornographischen Darstellungen hervortun muß?

Leider ist in Österreich der Konsumentenschutz so schwach, es stört offenbar auch keinen Politiker, und die Eltern haben wohl andere Sachen im Kopf. Die Behörden tun, als ob sie davon nichts wüßten. Und die Kirche schweigt, wie immer.

 

Was können wir tun?

Sprechen Sie die katholischen Politiker an oder schreiben Sie Ihnen. Bei manchen hat man den Eindruck, sie sorgen sich mehr um die Nicht-Diskriminierung Perverser, als um die moralische Entwicklung unserer Kinder.

Falls Sie aon-Kunde sind oder werden wollen: Melden Sie der Telekom Ihre Wünsche (eigener Zutritt ohne "Erotik"-Teile) Mail-Adresse: aon.support@telekom.at.

Wenn jeder meint, allein könne man eh' nichts bewirken, wird sich der Zustand unserer Gesellschaft weiter verschlechtern.

 

 

Wieder einmal eine Kampagne gegen Bischof Krenn

 Ist es die Angst um den Arbeitsplatz oder bloß Neid?

Von Zeit zu Zeit versuchen gewisse Kreise in der Kirche Österreichs, den St.Pöltener Diözesanbischof Prof. Dr. Kurt Krenn loszuwerden. Zum Jahreswechsel war es wieder einmal soweit. So titelte DIE PRESSE, die sich immer gerne für solche Spielchen zur Verfügung stellt, am 8.1.2004 einen Artikel: "Vatikan: Kommt Teil-Entmachtung Krenns?" Man möchte ihm, so DIE PRESSE, einen Koadjutor (einen Weihbischof mit Nachfolgerecht) "zur Seite stellen" - es ist die Rede von "Insider-Informationen". Die Gerüchte und Anschuldigungen scheinen gezielt von Oberlaien bzw. Mitarbeitern der Diözese Wien (Erzbischof Kardinal Schönborn) zu kommen. Aber auch der eigene(!) Weihbischof Heinrich Fasching ist, laut PRESSE, beteiligt. Es ist ja noch in guter Erinnerung, welcher lächerliche Zirkus anläßlich der Bischofsweihe Krenns aufgeführt wurde. Die Frage ist, was diese Leute an Bischof Krenn dermaßen stört, daß sie bereits Aktionen angezettelt haben, bevor er überhaupt geweiht war? Wenn man nun auf diese '17 Jahre Bischof Krenn' zurückblickt, wird einiges klarer:

1. Bischof Krenn vertritt die Lehre der Kirche bzw. das Wort Gottes. Wenn Sie Gelegenheit haben, lesen Sie einen seiner Hirtenbriefe. Da geht es sowohl um Gott und Bekehrung als auch um die wirklich brennenden Probleme unserer Gesellschaft, z.B. die Abtreibung (dieses Thema wird ja von den meisten Hirten gemieden)!

2. Er richtet sich nach der Ordnung der Kirche bzw. dem Kirchenrecht.

3. Er hat Priesterkandidaten und Neueintritte in seinem Priesterseminar - und zwar zuhauf (siehe auch unter "Statistik"). Es ist verständlich, daß die Oberlaien Österreichs um ihre Jobs fürchten müßten, wenn auch die anderen Bischöfe den Kurs Krenns einschlagen würden.

4. Und wahrscheinlich das Allerschlimmste: Landauf-landab wird seit Jahrzehnten die Meinung vertreten und gepredigt, daß all dies heutzutage gar nicht mehr möglich ist. Aber Bischof Krenn beweist, daß es doch geht, und zwar - im Sinne der Kirche - mit Erfolg!

Zusammenfassend kann man sagen: Sollte es den Kirchenfeinden tatsächlich einmal gelingen, Bischof Krenn zu "entmachten", wäre es nicht nur ein Verlust für die Diözese St. Pölten, sondern für die Kirche in Österreich und den gesamten deutschen Sprachraum!

Was können wir tun? 1. Beten wir um mutige Bischöfe für unser Land. 2. Die Zeitung Der 13. sammelt Unterschriften für Bischof Krenn, die dem Heiligen Vater übergeben werden (Redaktion Der 13., A-4115 Kleinzell Nr. 2).

Kirchenbeitrag an Priesterbruderschaft Pius X.

Volksanwalt Stadler versucht derzeit, mit den österreichischen Diözesen eine gütliche Regelung zu finden, daß die Kirchenbeitrags-Zahlungen an die Pius-Bruderschaft offiziell anerkannt werden. Von P.Weigl, dem österr. Distriktoberen der Pius-Gemeinschaft (A-3542 Jaidhof 1) haben wir die Zusage, daß er die bis zur Lösung des Kon-fliktes einbezahlten Beträge nicht verwendet und im Falle des Scheiterns zurückbezahlt (er würde nur die Zinsen als Verwaltungsbeitrag behalten). Dazu zwei Muster-Briefe:

An die Kirchenbeitragsstelle (EINSCHREIBEN): Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Ihren Kirchenbeitragsbescheid für das Jahr xxxx erhalten. Mit unserem Gewissen können wir allerdings nicht mehr vereinbaren, diesen Kirchenbeitrag an die Diözese xxx zu entrichten. Daher haben wir den vollen Betrag an die Priesterbruderschaft St.Pius X. überwiesen. Den Einzahlungsschein legen wir in Kopie diesem Schreiben bei.

Ferner haben wir Herrn Volksanwalt Mag. Stadler die Vollmacht erteilt, uns in Sachen Kirchenbeitrag rechtsfreundlich zu vertreten. Wir bitten Sie daher, alle eventuellen zukünftigen Schreiben in dieser Sache an Herrn Mag. Stadler zu richten. Mit freundlichen Grüßen ...

Herrn Volksanwalt Mag. Ewald Stadler, Singerstr.17, PF 20, 1010 Wien: Sehr geehrter Herr Mag. Stadler, wir möchten Sie bitten, uns in Sachen Kirchenbeitrag rechtsfreundlich zu vertreten. Wir erteilen Ihnen dazu hiermit, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, die Vertretungsvollmacht. Sämtliche Unterlagen finden Sie als Kopie in der Anlage. Mit freundlichen Grüßen ...

 

Pius X. - Gemeinschaft ist keine Sekte!

Das Linzer Volksblatt meldete am 2.12.2003:

Der Vatikan betrachtet die auch in Österreich vertretene traditionalistisch-katholische Priesterbruderschaft "St.Pius X." nicht als Sekte. Die vom verstorbenen Gründer Marcel Levebvre ohne päpstliche Erlaubnis vorgenommenen Weihen seien ebenso gültig wie die von ihren Mitgliedern gespendeten Sakramente, versichern jetzt Mitarbeiter des für die Kontakte zu den Traditionalisten zuständigen Kurienkardinals Dario Castrillon Hoyos.

Gültig oder ungültig?

Das Gegenteil meinten daraufhin zumindest zwei österreichische Diözesen bekanntgeben zu müssen: Sowohl Salzburg (kath.net 10.12.03) als auch Linz (Diözesanblatt, 15.3.04) erklärten, daß die vor Priestern der Pius-Bruderschaft geschlossenen Ehen ungültig sind. Pikant ist dabei zweierlei:

1. Hat man im Religionsunterricht (zumindest früher) gelernt, daß das Sakrament der Ehe nicht der Priester, sondern die Brautleute sich gegenseitig spenden (der Priester ist Zeuge und hat nur festzustellen, ob ein Hindernisgrund vorliegt) - wie kann dann aber eine solche Ehe ungültig sein?

2. In der Diözese Linz hat schon vor Jahren ein Priester die Formel verwendet "... bis daß eure Liebe erkaltet" (DIE WAHRHEIT berichtete). Damals wurde nicht bekannt, daß die Diözesanleitung diese Ehen für ungültig erklärte!

 

 

Instruktion Redemptionis sacramentum

über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind

Es ist anzunehmen, daß auch der Inhalt dieses Dokumentes, wie schon frühere, von den diözesanen Leitungsgremien und den offiziellen Kirchenzeitungen verschwiegen und ignoriert wird. Deshalb haben wir hier für Sie die wichtigsten Punkte daraus ausgewählt. Den vollen Text erhalten Sie unter www.zenit.org. Die Hervorhebungen im Text (Fettdruck) bzw. die in Klammern () gestetzen Teile sind von der Redaktion eingesetzt.

4. ... So kann man nicht verschweigen, daß es Mißbräuche, auch sehr schwerwiegender Art, gegen das Wesen der Liturgie und der Sakramente sowie gegen die Tradition und die Autorität der Kirche gibt, die den liturgischen Feiern heute in dem einen oder anderen kirchlichen Umfeld nicht selten schaden. An einigen Orten sind mißbräuchliche Praktiken in der Liturgie zur Gewohnheit geworden. Es ist klar, daß dies nicht zugelassen werden kann und aufhören muß.

7. Die Mißbräuche haben ihre Wurzel nicht selten in einem falschen Begriff von Freiheit. Gott hat uns in Christus aber nicht jene illusorische Freiheit gewährt, in der wir machen, was wir wollen, sondern die Freiheit, in der wir tun können, was würdig und recht ist. ...

11. Das Mysterium der Eucharistie ist zu groß, «als daß sich irgend jemand erlauben könnte, nach persönlichem Gutdünken damit umzugehen, ohne seinen sakralen Charakter und seine universale Dimension zu achten». Wer daher gegenteilig handelt und eigenen Neigungen folgt – und sei er auch Priester -, greift die substantielle Einheit des römischen Ritus an, die entschieden bewahrt werden muß.... Willkürliche Handlungen dienen nämlich nicht der wirksamen Erneuerung, sondern verletzen das den Christgläubigen zustehende Recht auf eine liturgische Handlung, die Ausdruck des Lebens der Kirche gemäß ihrer Tradition und Disziplin ist. Sie tragen Elemente der Verunstaltung und Zwietracht in die Feier der Eucharistie hinein ... Folgen solcher willkürlicher Handlungen sind Unsicherheit in der Lehre, Zweifel und Ärgernis im Volk Gottes und fast unvermeidlich heftige Gegenreaktionen. ...

12. Alle Christgläubigen haben das Recht auf eine wahre Liturgie und besonders auf eine Feier der heiligen Messe, wie sie die Kirche gewollt und festgesetzt hat... Schließlich ist es ein Recht der katholischen Gemeinschaft, daß die Feier der heiligsten Eucharistie so vollzogen wird, daß sie wirklich als Sakrament der Einheit erscheint und jede Art von Mängeln und Gesten gänzlich gemieden werden, die Spaltungen und Parteiungen in der Kirche hervorrufen könnten.

18. Die Christgläubigen haben das Recht, daß die kirchliche Autorität die heilige Liturgie vollständig und wirksam regelt, damit die Liturgie niemals als «Privatbesitz von irgend jemandem, weder des Zelebranten noch der Gemeinde, in der die Mysterien gefeiert werden», betrachtet werde.

24. Das christliche Volk hat seinerseits das Recht, daß der Diözesanbischof darauf achtet, daß sich kein Mißbrauch in die kirchliche Ordnung einschleicht, vor allem in Bezug auf den Dienst am Wort, die Feier der Sakramente und Sakramentalien sowie die Verehrung Gottes und der Heiligen.

27. Der Apostolische Stuhl hat seit dem Jahr 1970[62] das Aufhören aller Experimente bezüglich der Feier der heiligen Messe angemahnt und dies im Jahr 1988 von neuem bekräftigt.[63] Daher haben die einzelnen Bischöfe und Bischofskonferenzen keine Befugnis, Experimente bezüglich liturgischer Texte und anderer Dinge, die in den liturgischen Büchern vorgeschrieben sind, zu gestatten. ...

30. ... Leider ist zu beklagen, daß es – vor allem seit den Jahren der Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil – infolge einer falsch verstandenen Auffassung von Kreativität und Anpassung nicht an Mißbräuchen gefehlt hat, die Leiden für viele verursacht haben».

31. ... Sie (die Priester) dürfen dem eigenen Dienst nicht seine tiefgehende Bedeutung nehmen, indem sie die liturgische Feier durch Änderungen, Kürzungen oder Hinzufügungen willkürlich entstellen.

32. «Der Pfarrer ... hat sich darum zu bemühen, die Gläubigen durch eine ehrfürchtige Feier der Sakramente zu weiden, in besonderer Weise aber darum, daß sie häufig die Sakramente der heiligsten Eucharistie und der Buße empfangen; ... Obwohl es angemessen ist, daß er sich zur besseren Vorbereitung der liturgischen Feiern, vor allem der heiligen Messe, von verschiedenen Christgläubigen helfen läßt, darf er ihnen jedoch in keiner Weise jene Vorrechte in der Sache abtreten, die seinem Amt eigen sind.

39 ... Es muß jedoch daran erinnert werden, daß die Wirksamkeit der liturgischen Handlungen nicht in der ständigen Änderung der Riten liegt, sondern in der tieferen Besinnung auf das Wort Gottes und das Mysterium, das gefeiert wird.

42. ... Das eucharistische Opfer darf ferner nicht als «Konzelebration» des Priesters mit dem anwesenden Volk im strengen Sinn betrachtet werden.[107] ... Daher sollen Ausdrücke wie «zelebrierende Gemeinde» oder «zelebrierende Versammlung» ... und ähnliche Redewendungen nur behutsam gebraucht werden.

46. Der christgläubige Laie, der zu einem Hilfsdienst bei den liturgischen Feiern gerufen wird, soll in angemessener Weise vorbereitet sein und sich durch christliches Leben, Glauben, Sitten und Treue zum Lehramt der Kirche auszeichnen. ... Man soll niemanden annehmen, dessen Beauftragung bei den Gläubigen Verwunderung erregen könnte.

51. Nur jene eucharistischen Hochgebete dürfen verwendet werden, die im Römischen Meßbuch stehen oder rechtmäßig vom Apostolischen Stuhl approbiert worden sind ... «Man kann es nicht hinnehmen, daß einige Priester sich das Recht anmaßen, eucharistische Hochgebete zusammenzustellen» oder die von der Kirche approbierten Texte zu ändern oder andere von Privatpersonen verfaßte Hochgebete zu verwenden.

53. Während der zelebrierende Priester das eucharistische Hochgebet spricht, «soll gleichzeitig nichts anderes gebetet oder gesungen werden; auch Orgel und andere Musikinstrumente sollen schweigen» ...

55. An einigen Orten hat sich der Mißbrauch verbreitet, daß der Priester bei der Feier der heiligen Messe die Hostie während der Wandlung bricht. Dieser Mißbrauch widerspricht der Tradition der Kirche. Er ist zu verwerfen und dringend zu korrigieren.

59. Aufhören muß die verwerfliche Gewohnheit, daß Priester, Diakone oder Christgläubige hier und da Texte der heiligen Liturgie, die ihnen zum Vortragen anvertraut sind, nach eigenem Gutdünken ändern oder entstellen. Wenn sie dies tun, nehmen sie der Feier der Liturgie ihre Festigkeit und verfälschen nicht selten den authentischen Sinn der Liturgie.

62. Es ist nicht erlaubt, die vorgeschriebenen biblischen Lesungen aus eigenem Gutdünken wegzulassen oder zu ersetzen oder gar «die Lesungen und den Antwortpsalm, die das Wort Gottes enthalten, mit anderen nichtbiblischen Texten» auszutauschen.

63. Die Lesung des Evangeliums, die «den Höhepunkt des Wortgottesdienstes bildet», ist gemäß der Tradition der Kirche in der Feier der heiligen Liturgie dem geweihten Amtsträger vorbehalten. ...

64. Die Homilie, die während der Feier der heiligen Messe gehalten wird und Teil der Liturgie selbst ist, «wird in der Regel vom zelebrierenden Priester gehalten oder von ihm einem konzelebrierenden Priester, ... niemals aber einem Laien. ...

66. Das Verbot der Zulassung von Laien zur Predigt innerhalb der Meßfeier gilt auch für ... jene, die als sogenannte «Pastoralassistenten» eingesetzt sind ...

67. Man muß besonders dafür Sorge tragen, daß die Homilie streng auf die Heilsmysterien Bezug nimmt, ... Dies soll aber in der Weise geschehen, daß der authentische und wahre Sinn des Wortes Gottes nicht entleert wird, indem zum Beispiel nur über Themen des politischen oder weltlichen Lebens gesprochen oder aus Kenntnissen wie aus einer Quelle geschöpft wird, die von pseudoreligiösen Bewegungen unserer Zeit herkommen.

68. Der Diözesanbischof soll gewissenhaft über die Homilie wachen, auch indem er unter den geistlichen Amtsträgern Normen, Hinweise und Arbeitshilfen verbreitet und Zusammenkünfte und andere Initiativen fördert, damit sie oft Gelegenheit haben, sich näher mit der Eigenart der Homilie zu befassen ...

69. Bei der heiligen Messe sowie bei anderen Feiern der heiligen Liturgie darf kein Glaubensbekenntnis zugelassen werden, das nicht in den rechtmäßig approbierten liturgischen Büchern enthalten ist.

72. Es ist angebracht, «daß jeder in schlichter Weise nur seinen Nachbarn den Friedensgruß gibt». «Der Priester kann den Friedensgruß den Dienern geben, bleibt aber immer innerhalb des Presbyteriums, um die Feier nicht zu stören. ...

73. In der Feier der heiligen Messe beginnt die Brechung des eucharistischen Brotes, die nur vom zelebrierenden Priester, ... nicht aber eines Laien zu vollziehen ist, nach dem Ende des Friedensgrußes, während das Agnus Dei vorgetragen wird. ...

74. Falls es nötig ist, daß von einem Laien in der Kirche vor den versammelten Christgläubigen Unterweisungen oder ein Zeugnis über das christliche Leben gegeben werden, ist allgemein vorzuziehen, daß dies außerhalb der Messe geschieht.

77. Die Feier der heiligen Messe darf in keiner Weise in den Kontext eines gemeinsamen Mahles eingefügt oder mit einem solchen Mahl in Beziehung gebracht werden. Von einer schweren Notlage abgesehen, darf die Messe nicht an einem Eßtisch oder in einem Speisesaal oder an einem Ort, an dem die Mahlzeiten eingenommen werden, und auch nicht in einem Raum, in dem sich Speisen befinden, gefeiert werden. Diejenigen, die an einer Messe teilnehmen, dürfen während der Feier nicht an Tischen sitzen.

78. Es ist nicht erlaubt, die Meßfeier mit politischen oder weltlichen Ereignissen oder mit Umständen in Verbindung zu bringen, ...

79. Schließlich ist der Mißbrauch streng zu verurteilen, in die Feier der heiligen Messe Elemente einzufügen, die entgegen den Vorschriften der liturgischen Bücher Riten anderer Religionen entnommen sind.

81. Nach kirchlicher Gewohnheit ist es darüber hinaus notwendig, daß sich jeder sehr gründlich prüfe, damit keiner, der sich einer schweren Sünde bewußt ist, ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe feiert oder den Leib des Herrn empfängt, ...

83. ... Es kommt aber bisweilen vor, daß die Christgläubigen massenweise und ohne Unterscheidung zum heiligen Tisch hinzutreten. Es ist Aufgabe der Hirten, diesen Mißbrauch mit Klugheit und Festigkeit zu korrigieren.

87. Der Erstkommunion der Kinder muß immer eine sakramentale Beichte und Lossprechung vorausgehen. Außerdem soll die Erstkommunion immer von einem Priester gereicht werden... Zum Empfang der heiligen Eucharistie sollen keine Kinder hinzutreten, «die ... nach dem Urteil des Pfarrers «nicht ausreichend darauf vorbereitet sind».

88. ... Es obliegt dem zelebrierenden Priester, ... die Kommunion auszuteilen; ... Nur dort, wo eine Notlage es erfordert, können außerordentliche Spender dem zelebrierenden Priester nach Maßgabe des Rechts helfen.

90. «Die Gläubigen empfangen die Kommunion kniend oder stehend, wie es die Bischofskonferenz festgelegt hat», deren Beschluß vom Apostolischen Stuhl rekognosziert werden muß.

91. ... Es ist also nicht gestattet, einem Christgläubigen die heilige Kommunion beispielsweise nur deshalb zu verweigern, weil er die Eucharistie kniend oder stehend empfangen möchte.

92. ... Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.

93. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen.

110. «Immer dessen eingedenk, daß sich im Mysterium des eucharistischen Opfers das Werk der Erlösung fortwährend vollzieht, haben die Priester häufig zu zelebrieren; ja die tägliche Zelebration wird eindringlich empfohlen ...

115. Zu verwerfen ist der Mißbrauch, daß die Feier der heiligen Messe für das Volk entgegen den Normen des Römischen Meßbuches und der gesunden Tradition des römischen Ritus unter dem Vorwand, das «eucharistische Fasten» zu fördern, in willkürlicher Weise unterlassen wird.

135. Die Gläubigen «sollen [...] es nicht unterlassen, das heiligste Sakrament [...] tagsüber zu besuchen; ...

149. In einigen Diözesen antiker Evangelisierung sind in jüngster Zeit christgläubige Laien zu sogenannten «Pastoral-assistenten» beauftragt worden ... Man soll sich jedoch davor hüten, das Profil dieser Aufgabe zu sehr der Gestalt des pastoralen Dienstes der Kleriker anzugleichen. Es ist deshalb dafür Sorge zu tragen, daß die «Pastoralassistenten» sich nicht die Aufgaben aneignen, die zum eigentlichen Dienst der geistlichen Amtsträger gehören.

150. Die Tätigkeit des Pastoralassistenten soll darauf ausgerichtet sein, den Dienst der Priester und der Diakone zu unterstützen, Berufungen zum Priestertum und zum Diakonat zu wecken ...

151. Nur im Fall einer echten Notlage darf in der Feier der Liturgie auf die Hilfe außerordentlicher Diener zurückgegriffen werden. Diese Hilfe ist nämlich nicht vorgesehen, um eine vollere Teilnahme der Laien zu gewähren, sondern sie ist von ihrem Wesen her eine ergänzende und vorläufige Hilfe...

152. Diese nur ergänzenden Aufgaben dürfen aber nicht zum Anlaß einer Verfälschung des priesterlichen Dienstamtes werden, so daß die Priester die heilige Messe für das ihnen anvertraute Volk, den Einsatz für die Kranken und die Sorge, Kinder zu taufen, den Eheschließungen zu assistieren und christliche Beerdigungen zu halten, vernachlässigen; diese Aufgaben kommen nämlich in erster Linie den Priestern zu, denen die Diakone helfen. Daher darf es nicht geschehen, daß die Priester in den Pfarreien unterschiedslos die Aufgaben im pastoralen Dienst mit Diakonen oder Laien austauschen und so die Eigentümlichkeit jedes einzelnen durcheinanderbringen.

153. Außerdem ist es den Laien nicht erlaubt, Aufgaben oder Gewänder des Diakons oder des Priesters oder andere diesen ähnliche Gewänder zu übernehmen.

157. Wenn gewöhnlich eine Anzahl geistlicher Amtsträger anwesend ist, die auch für die Austeilung der heiligen Kommunion ausreicht, können keine außerordentlichen Spender der heiligen Kommunion beauftragt werden. In Situationen dieser Art dürfen jene, die zu einem solchen Dienst beauftragt worden sind, ihn nicht ausüben. Zu verwerfen ist das Verhalten jener Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich aber nicht an der Kommunionausteilung beteiligen und diese Aufgabe den Laien überlassen.

158. Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester oder Diakon fehlen, wenn der Priester durch Krankheit, wegen fortgeschrittenen Alters oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist, oder wenn die Gläubigen, die zur Kommunion hinzutreten, so zahlreich sind, daß sich die Meßfeier allzusehr in die Länge ziehen würde. Dies muß aber so verstanden werden, daß eine ... kurze Verlängerung ein völlig unzureichender Grund ist.

161. Wie schon gesagt, ist die Homilie innerhalb der Messe wegen ihrer Bedeutung und Eigenart dem Priester oder Diakon vorbehalten....

162. ... Das christliche Volk hat darum das Recht, daß am Sonntag, an gebotenen Feiertagen und an anderen höheren Festtagen sowie nach Möglichkeit auch täglich zu seinem Nutzen die Eucharistie gefeiert wird. Wo am Sonntag in einer Pfarrkirche oder in einer anderen Gemeinde von Christgläubigen die Meßfeier nur schwer möglich ist, soll der Diözesanbischof zusammen mit seinem Presbyterium über geeignete Abhilfen nachdenken. Die wichtigsten Lösungen werden darin bestehen, daß andere Priester zu diesem Zweck herbeigerufen werden oder die Gläubigen eine in der Nachbarschaft gelegene Kirche aufsuchen, um dort an der Feier der Eucharistie teilzunehmen.

163. Alle Priester, denen das Priestertum und die Eucharistie «für» die anderen anvertraut wurde, sollen daran denken, daß es ihre Pflicht ist, allen Gläubigen die Möglichkeit zu bieten, dem Gebot der Teilnahme an der Sonntagsmesse nachzukommen. Die gläubigen Laien haben ihrerseits das Recht, daß kein Priester, außer es ist wirklich nicht möglich, sich jemals weigert, die Messe für das Volk zu feiern oder sie von einem anderen feiern zu lassen, wenn das Gebot, am Sonntag und an den anderen festgesetzten Tagen an der Messe teilzunehmen, anders nicht erfüllt werden kann.

165. Jede Verwechslung von Versammlungen dieser Art (Sonntags-Wortgottesdienste) mit der Eucharistiefeier ist sorgfältig zu vermeiden. Die Diözesanbischöfe sollen daher klug prüfen, ob bei solchen Zusammenkünften die heilige Kommunion ausgeteilt werden soll. ... Außerdem wird es bei Fehlen eines Priesters und eines Diakons vorzuziehen sein, daß die verschiedenen Teile unter mehreren Gläubigen aufgeteilt werden und nicht ein einziger gläubiger Laie die ganze Feier leitet. In keinem Fall ist es angebracht, von einem gläubigen Laien zu sagen, daß er der Feier «vorsteht».

167. «Es ist auch nicht gestattet, die sonntägliche heilige Messe durch ökumenische Wortgottesdienste ... zu ersetzen». Falls der Diözesanbischof in einer drängenden Notlage die Teilnahme von Katholiken ad actum erlaubt, müssen die Hirten dafür Sorge tragen, daß bei den katholischen Gläubigen keine Verwirrung bezüglich der Notwendigkeit entsteht, auch unter solchen Umständen zu einer anderen Tageszeit an einer Messe teilzunehmen, wie es geboten ist.

178. Sooft daher der Ordinarius des Ortes (Diözesanbischof)... auch nur von der Wahrscheinlichkeit einer Straftat oder eines Mißbrauchs bezüglich der heiligsten Eucharistie erfährt, muß er entweder selbst oder durch einen anderen geeigneten Kleriker behutsam den Tatbestand, die Umstände und die Anrechenbarkeit untersuchen.

179. Die Straftaten gegen den Glauben und die bei der Feier der Eucharistie und der anderen Sakramente begangenen graviora delicta sind unverzüglich der Kongregation für die Glaubenslehre zur Kenntnis zu bringen, die sie «untersucht und, wo nötig, nach Maßgabe des allgemeinen oder des Eigenrechts zur Feststellung oder Verhängung der kanonischen Strafen schreitet».

180. Andernfalls soll der Ordinarius nach Maßgabe der heiligen Canones vorgehen (Kirchenrecht) ... Handelt es sich um schwerwiegende Angelegenheiten, soll er die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung benachrichtigen.

181. Sooft die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung auch nur von der Wahrscheinlichkeit einer Straftat oder eines Mißbrauchs bezüglich der heiligsten Eucharistie erfährt, benachrichtigt sie den Ordinarius, damit er die Sache untersuche. Wo es um eine schwerwiegende Angelegenheit geht, soll der Ordinarius demselben Dikasterium so bald wie möglich ein Exemplar der Akten bezüglich der Untersuchung und gegebenenfalls der verhängten Strafe übermitteln.

182. Um des Wohls der Gesamtkirche willen, an dessen Sorge der Bischof kraft der heiligen Weihe teilhat, darf er es bei schwierigeren Fällen nicht unterlassen, die Sache nach vorausgehender Beratung mit der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zu behandeln. Diese Kongregation wird ihrerseits, kraft der ihr vom Papst zugewiesenen Befugnis, dem Ordinarius in einer dem Fall entsprechenden Weise beistehen, ihm die notwendigen Dispensen gewähren oder Anweisungen und Vorschriften mitteilen, denen er gewissenhaft nachzukommen hat.

184. Jeder Katholik, ob Priester, Diakon oder christgläubiger Laie, hat das Recht, über einen liturgischen Mißbrauch beim Diözesanbischof ... oder beim Apostolischen Stuhl aufgrund des Primats des Papstes Klage einzureichen. Es ist aber angemessen, daß die Beschwerde oder Klage nach Möglichkeit zuerst dem Diözesanbischof vorgelegt wird. ...

186. ... Jeder geistliche Amtsträger prüfe sich auch ernsthaft, ob er die Rechte der christgläubigen Laien beachtet hat, die sich selbst und ihre Kinder ihm mit Zuversicht anvertrauen in der Überzeugung, daß jene Aufgaben, welche die Kirche im Auftrag Christi in der Feier der heiligen Liturgie erfüllen möchte, von allen in rechter Weise für die Gläubigen erfüllt werden. Jeder soll immer daran denken, daß er Diener der heiligen Liturgie ist.

 

 

Plakat-Aktion: Stell dir vor - Kirche

So ver(sch)wendet die Diözese Linz die Kirchenbeiträge

Mit riesigen Plakaten wirbt man seit letztem Herbst für die Kirche. Der Text heißt jeweils: STELL DIR VOR - KIRCHE. Allerdings ist diese "Kirche", die hier dargestellt wird, nicht mehr unsere Kirche. Von Gott oder Christus ist, offenbar bewußt, keine Rede mehr. Für viele Katholiken ist diese Werbung nicht mehr als eine widerliche Anbiederung an die Welt. Man sieht u.a. einen Pfarrer als Motor-Segelflieger, einen Religionslehrer als Mephisto, eine Franziskaner-Generaloberin als Radfahrerin und eine "Theologin" als Flamenco-Tänzerin.

Klare Botschaft

Die Plakat-Aktion wird von aufwendigen Folders, Pro-spekten und Werbematerial begleitet. Die Botschaft der Aktion ist klar: Man will der Welt mitteilen, daß die Kirche (genauer: die Diözese Linz) gar nicht so ist, wie sie in den Köpfen der Menschen (noch) existiert. Diese Kampagne kommt tatsächlich ganz ohne Gott bzw. Christus aus - und das ist offenbar auch die beabsichtigte Botschaft. Man will die Menschen überreden, daß sie in der Kirche bleiben sollen - sie ist ja gar nicht mehr so schlimm wie früher (mit all den Geboten, Sünden, Hölle uam.).

Zu weit gegangen

Allerdings dürfte man sich dabei verrechnet haben: So sind die Austrittszahlen im Jahr 2003 in Linz erneut gestiegen (auf 5.900), denn diese Aktion wird kaum jemanden animieren, weiterhin (u.a. für die Freizeitvergnügen der kirchlichen Angestellten) Kirchensteuer zu bezahlen. Darüber hinaus hat die Aktion auch bei fast allen Katholiken ziemlichen Unmut verursacht. Und das - erfreulicherweise - nicht nur bei den "konservativen": Die völlig unverdächtige Linzer Kirchenzeitung befragte ihre Leser, ob ihnen die Plakat-Kampagne gefällt. Das Ergebnis war eindeutig (LKZ 27.11.2003): 1027 antworteten mit NEIN und ganze 73 mit JA (es läßt sich nicht feststellen, wieviele der JA-Stimmen von den Initiatoren dieser Aktion selbst kamen). Der Pfarrer in Zivil ist zwar längst Alltag. Man sieht in Oberösterreich seit vielen Jahren praktisch keinen Priester mehr, der sich in der Öffentlichkeit zu seiner Berufung bekennt. Aber man wollte noch weitergehen: Ein Pfarrer als Flieger, das ist schon etwas besonderes. Ganz nebenbei sieht jeder Mindestrentner oder Arbeiter, der vielleicht mit ganz geringem Lohn eine Familie erhalten und Kirchensteuer zahlen muß, wie sparsam die Kirche mit seinem Geld umgeht (nicht viele Kirchensteuerzahler können sich ein solches Hobby leisten). Die Theologin als Flamenco-Tänzerin blickt nicht gerade überzeugend!? Als einzig wirklich zutreffendes Bild könnte man noch den Religionslehrer als Mephisto bezeichnen. Katholische Eltern sollen sich dieses Bild genau ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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