Rundbrief Nr. 63 (November 2001)  

 

Diözese Linz: Priester wollen "Notwehrgemeinschaft" gründen

Eine Reaktion auf die fortschreitende Schlechterstellung der Priester gegenüber den diözesanen Laienangestellten

Priester der Diözese Linz wollen eine Notwehrge-meinschaft gründen und im Rahmen einer Pressekonferenz damit erstmals an die Öffentlichkeit treten. Sie sehen sich durch die jüngsten Entwicklungen in der Diözese dazu gezwungen, da die Laien ihrer Meinung nach immer stärker begünstigt und die Priester in vieler Hinsicht immer gravierender benachteiligt werden. Bei dieser in der Weltkirche wohl einmaligen Aktion handeln die Priester in Abstimmung mit höchsten kirchlichen Würdenträgern.

Gegenüberstellung Pfarrer - Pfarrassistent

Für die Benachteiligung der Priester gegenüber den Laienangestellten, von Gläubigen auch "Oberlaien" genannt, hier einige konkrete Beispiele: Viele Priester haben zwei oder drei Pfarren zu betreuen, während die sogenannten "Pfarrassistent/inn/en" das nicht tun müssen (diese Frauen und Männer "leiten" als Laien eine Pfarre, obwohl das laut Kirchenrecht gar nicht erlaubt ist). Die Priester haben zudem keinerlei Limit in ihrer Arbeitszeit, während die Laien eine Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden haben - so können dann z.B. Überstunden bei der Vorbereitung für die Sonntagspredigt anfallen (welche durch Laien laut Kirchenrecht ja ebenfalls verboten ist). Bemerkenswert sind dabei u.a. die vertraglich dienstfreien Tage der Oberlaien etwa am Heiligen Abend oder am Karfreitag(!).

Priester niedriger eingestuft als Reinigungskräfte!

Vor einigen Monaten hat die Diözese Linz, unter großem Beifall der Gewerkschaft, für ihre Laienbe-diensteten einen Kollektivvertrag vereinbart - ein absolutes Novum! Damit ergibt sich eine gravierende Schlechterstellung der Priester bei der Besoldung:

Ein Vergleich der Bezüge von Laien und Priestern zeigt, daß der Anfangsgehalt eines Priesters als Kaplan mit ÖS 14.918,- sogar unter dem Anfangsgehalt einer von der Diözese beschäftigten Putzfrau, mit ÖS 15.200,-, liegt!

Für die Laien gibt es ein neunstufiges Schema, wobei die unterste Stufe von der Reinigungsfrau eingenommen wird, während die neunte für Hochschul-professoren und Bereichsleiter (z.B. im Pastoralamt!) gilt. Bemerkenswert ist, daß die vorher erwähnten sog. "Pfarrassistent/inn/en" sehr weit oben, nämlich in Stufe 8 eingereiht sind. Sie beginnen mit einem Anfangsgehalt von ÖS 30.000,- brutto, während ein Pfarrer, inklusive etlicher Biennien, mit lediglich ÖS 18.544,- eingestuft wird (zur Erinnerung: der Kaplan sogar nur mit der Hälfte, ÖS 14.918,-!). Bei den Laien müssen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer noch die Sozialversicherungsbeiträge leisten.

Nach allen Abzügen wirkt sich das in der Praxis so aus: Ein Pfarrer verdient beispielsweise nach 8 Jahren Dienstzeit - alleine aufgrund seiner Priesterweihe! - im Jahr netto um gut ÖS 80.000,- weniger, als sein "vergleichbarer" Laien-"Kollege"! Noch krasser wird der Unterschied dann, wenn der Pfarrer auch eine Haushälterin beschäftigt.

Schlechte Bezahlung als "Waffe"?

Die Priester haben den Eindruck, daß ihre schlechte Bezahlung als Waffe gegen das Amtspriestertum eingesetzt wird - und wie es scheint, mit vollem Erfolg: In diesem Jahr verzeichnete das Linzer Priesterseminar keinen einzigen Eintritt mehr, im kommenden Jahr wird es keine Priesterweihe geben und in Linz gibt es derzeit insgesamt noch ganze 6 diözesaneigene Seminaristen! Demnächst dürften es die Gegner des zölibatären Amtspriestertums also endgültig geschafft haben, das vor kurzem großzügig ausgebaute Priesterseminar vollständig zu leeren.

Neuestes Mittel: die "Frauengleichheitskommission"

Zu all dem kommt die Sorge der Priester, daß durch die in der Diözese soeben eingerichtete "Frauen-gleichheitskommission" noch mehr offene Pfarren für die Neubesetzung nicht mehr ausgeschrieben, sondern "unter der Hand" vergeben werden. So könnten dann endlich alle "Pastoralassistentinnen" mit dem finanziell wirklich lukrativen Job einer "Pfarrassistentin" versorgt werden (selbst wenn sie mit einem Geschiedenen standesamtlich "verheiratet" ist - wie das in der Diözese Linz bereits heute der Fall ist).

Im Gegensatz dazu "findet" man für ältere Priester, die nach der Abgabe einer großen Pfarre bereit wären, eine kleinere zu übernehmen, keine Pfarre mehr. Priesterpensionisten, die in einer Pfarre leben, in welcher ein "Pfarrassistent" tätig ist, dürfen dort am Sonntag oftmals nicht zelebrieren, weil der "Pfarr-assistent" unbedingt seinen Wortgottesdienst halten will (was wiederum laut Kirchenrecht für die Gläubigen keine gültige Sonntagsmesse ist).

In diesem Zusammenhang wäre es sehr interessant, die Entwicklung der Zahlen des Gottesdienstbesuches nach der Installation einer solchen "Pfarrassistentin" zu kennen. Eine derartige Statistik wurde - obwohl sie ja vorhanden ist - unseres Wissens noch nie veröffentlicht (in der Diözese Linz gibt es übrigens 812 Priester und 467 Pfarren, d.h., für jede Pfarre im Durchschnitt immerhin 1,74 Priester - die Gläubigen fragen sich, wo all diese Priester am Sonntag sind?)!

Musterprozeß: Gleicher Lohn für gleiche Leistung

Diese Aufzählung ist nur ein Teil der Mißstände, welche nunmehr die Priester bewog, die "Notwehrgemeinschaft der Priester" zu gründen. Sie wollen damit der Entstehung einer Zweiklassen-gesellschaft unter denen, die in der Pfarrseelsorge tätig sind, gegensteuern - nach dem Prinzip: "Gleicher Lohn für gleiche Leistung". Die Priester sind dafür auch bereit, einen (weltlichen) Musterprozeß bis hin zur Letztinstanz zu führen.

Besonders empörend empfinden es die Priester, daß manche ihrer Vertreter im Priesterrat die Rolle von Beschwichtigungshofräten spielen, anstatt sich gemäß ihres Auftrags für die Priester einzusetzen.

Die letzte(?) Etappe am "Linzer Weg"

In der Diözese Linz sieht man heute ganz klar, wohin es führt, wenn man die Kirche wie eine Firma führen will - zumal mit sehr mangelhaftem Management, wie die "Erfolgsquote" zeigt! Heute wird es ja schon als "Erfolg" gefeiert, wenn die Kirchenaustritte nach einem Rekordjahr wieder kurzfristig leicht zurückgehen. Der Auftrag der Kirche lautet allerdings nicht, sich über weniger Austritte zu freuen, sondern vielmehr, die Lehre Christi zu verkünden und zu taufen (vgl.Mt.28,19f)! Traurige Tatsache ist:

Es leeren sich die Kirchen - und zwar rasant!

Die Diözese Linz ist sicherlich kein Einzelfall - aber in vielfacher Hinsicht ein Vorreiter. In der heutigen Situation scheint es nur noch drei Möglichkeiten für eine Wiedererneuerung zu geben:

- Entweder es treten soviele Katholiken aus der Kirche aus, daß Laien nur mehr ehrenamtlich beschäftigt werden können (das Budget der Diözese Linz beträgt noch immer rund 1.000 Millionen Schilling!),

- oder der österreichische Staat steigt aus dem Konkordat aus (das ist der Vertrag zwischen Staat und Kirche, der die gerichtliche Eintreibung der Kirchensteuer durch den Staat regelt),

- oder die Leitung der Weltkirche oder Gott selbst erbarmt sich vorher ihrer bzw. Seiner Schäfchen in Oberösterreich.

Kephas-TV sendet Hl. Messen im überlieferten Ritus

Unerträglich wird für viele Katholiken das, was heute landauf-landab in unseren Kirchen als "Liturgie" geboten wird - besonders wenn Oberlaien dabei im Spiel sind. Den guten Willen will den Leuten ja niemand absprechen. Denn ausgebildet wurden alle, Priester wie Laien, ja an unseren katholischen Hochschulen. Und die Bischöfe sind offenbar machtlos gegen die Praxis wie auch gegen die Ausbildung.

Erstmals seit Jahrzehnten werden nun im deutschsprachigen Raum wieder Hl. Messen im überlieferten Ritus übertragen: KTV, jeder 3. Dienstag im Monat.

Ab 15.12.2001 wird auch ein Vortrag von Studien-direktor i.R. Robert Kramer zum Thema "Die Feier der Hl. Messe im Geiste Pater Pios" gesendet.

Empfangen kann man Kephas-TV über Eutel-Sat 13° sowie über ca. 50 österr. Kabelnetze (u.a. in Linz).

 

Islam oder Christentum?

LKZ verleiht Solidaritätspreis

an muslimischen "Imam"

Der Solidaritätspreis der Linzer Kirchenzeitung ging diesmal u.a. an den islamischen Würdenträger Zekeriya Eser aus Traun. Die LKZ schreibt ausführlich über den von der geheimen Jury ausgewählten Preisträger. Interessant ist jedoch, was die LKZ nicht schreibt: Zekeriya Eser ist ein hoher islamischer Funktionär und laut der Zeitschrift NEWS (24.10.01) "islamischer Imam". Die Ehrung ist mit insgesamt ÖS 135.000 dotiert, welche an mehrere Preisträger verteilt werden. Was eine solche Ehrung mit dem Auftrag der Kirche, alle Völker zu missionieren, zu tun hat, bleibt Geheimnis der LKZ (Herausgeber Bischofsvikar Vieböck). Wir erinnern uns: 1999 verhinderten nur die massiven Proteste von Gläubigen eine Preisverleihung an die Homosexuellen-Vereinigung HOSI.

"Fundamentalisten" Was steht wirklich im Koran?

Seit Jahren versucht man, gläubige Katholiken mit dem Begriff "Fundamentalisten" zu diskreditieren und damit in die Nähe moslemischer Terroristen zu stellen. Leider macht sich kaum jemand die Mühe, die Unterschiede der beiden "Fundamente", einerseits die Bibel, andererseits der Koran, zu untersuchen.

Im Evangelium, das in unseren Breiten (noch) einigermaßen bekannt sein sollte, heißt es u.a.: "Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist, Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch, leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand..." (Mt.5,38f); "Liebet eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen." (Lk.6,27f); "Selig, die Frieden stiften, ... selig, die keine Gewalt anwenden, ... selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden" (Mt.5,5-10); oder: "... wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Wer diese Anweisungen Christi befolgt (besser: versucht, sie zu befolgen), ist also ein christlicher Fundamentalist (nur zur Klarstellung: Christus hat nicht zu den Soldaten gesagt: 'Ihr müßt den Beruf wechseln' oder 'Es wird keinen Krieg mehr geben').

Hier nun ein paar Suren aus dem Koran, die sich auf den Umgang mit den "Ungläubigen" beziehen (Übersetzung: Islamisches Zentrum München):

"Und wenn ihr auf diejenigen trefft, die den Glauben verweigert haben, so gilt das Schlagen der Genicke,... (47,4). "Und tötet sie, wo ihr sie antrefft, ... Derart ist die Vergeltung für die Glaubensverweigerer" (2,191). "... und die Christen haben gesagt: 'Der Messias ist der Sohn Allahs' ... Allah bekämpfe sie - wie sind sie getrogen!" (9,30). "Das schlechteste der Viecher bei Allah sind ja diejenigen, die den Glauben verweigern ..." (8,55). "... dann schlagt über die Nacken und schlagt von ihnen alle Fingerkuppen" (8,12). Soweit eine kleine Auswahl von Suren und Versen aus dem Koran.

Freilich halten sich - wie bei den Christen - nicht alle Moslems an die Aussagen in ihrem "Heiligen Buch". Aber die "Fundamentalisten" tun es! Und aufgrund dieser Aussagen im Koran werden weltweit Christen von Moslems systematisch unterdrückt, verfolgt und zu Tausenden ermordet. Jüngster Höhepunkt waren die dämonischen Terrorakte in den USA (übrigens vor der Verleihung des "Solidaritätspreises" der LKZ!).

Frauen im Islam

Im Islam darf die Frau von ihrem Mann geschlagen werden (Sure 4,34). Allerdings, wie es in der Erklärung dazu heißt, nur ein "erzieherisches Schlagen" - ohne ihr die Knochen zu brechen. Dies sollten sich die Gschaftlhuberinnen (=österr. für Wichtigtuerinnen) in unserer Kirche einmal durch den Kopf gehen lassen, bevor sie allzusehr meinen, "alle Religionen sind gleich". In der Diözese Wien (Kardinal Schönborn) gibt es inzwischen "Ehevorbereitungskurse" für katholisch / moslemische Paare.

Weiterer Geburtenrückgang in Österreich: Die STATISTIK AUSTRIA meldet für die ersten neun Monate des Jahres 2001 einen erneuten Rückgang der Geburten auf nunmehr 1,32 Geburten je Frau. Nicht bekannt ist, wieviele der geborenen Kinder In- oder Ausländer, bzw. Christen oder Moslems sind. Unser Problem ist: In der Kirche machen sich heute Frauen Gedanken, wie sie "sich selbst verwirklichen" oder gar "Priesterinnen" werden können. Wer predigt bzw. lehrt heutzutage über Themen wie Demut, Gehorsam, Aufopferung, Treue, Familie, Ehebruch, Kindermord durch Pille und Abtreibung ... (was alle Christen, Männer und Frauen, betreffen würde)?

Österreich - Mehr Moslems als Protestanten: Im Jahr 2000 haben in Österreich die Moslems die protestantischen Glaubensgemeinschaften überholt: Während die lutherischen Gemeinden um 1,9%(!) auf 345.000 geschrumpft sind, konnten die Moslems auf 350.000 zulegen (Katholiken noch: 5,87 Mio.).

Informationen zum Islam: Wenn Sie sich über den Islam genauer informieren wollen, empfehlen wir Ihnen: "Christliche Mitte", Postfach 2168, D-59531

Aus der Diözese Linz

KJ: "Krach im Hause Gott"

Bereits mehrmals konnten Gläubige verhindern, daß dieses gotteslästerliche Theaterstück in kirchlichen Räumen aufgeführt wird. Gerade das scheint aber gewisse diözesane Kreise an diesem Stück zu reizen. Nun hat es die "Katholische" Jugend Oberösterreich für den 20.4.2002 in ihr Programm aufgenommen. Wer das Stück spielt, geht aus dem Programm nicht hervor, vielleicht ist es wieder die "Bühne der Pastoralassistenten". Briefe erbeten an: Generalvikar Josef Ahammer, Herrenstraße 19, 4010 Linz.

Nicht nur zum Schmunzeln: "Katholisches" Bildungshaus Puchberg

Aus dem Programm des "katholischen" Bildungshauses Puchberg (Diözese Linz) ein paar Kursangebote - vielleicht finden Sie etwas Passendes:

Die Dämonisierung der Bardame - Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstrukte in der Literatur des 20. Jahrhunderts.

Seminar für Übergewichtige - Mentaltraining - Selbsterfahrung.

Lebenskünstler leben länger - Gesundheit durch Eigensinn.

Märchenseminar: Lebenswege - Spielseminar. Für Erwachsene! Sie dürfen, laut Beschreibung, "in die Rolle der Märchenhelden und -gestalten schlüpfen".

Leider gibt es aber auch Kursangebote mit nicht ganz so harmlosem Inhalt. Z.B. werden nach wie vor ganz offen Seminare für "Zweit-Ehen" angeboten:

Ein zweites Mal beginnen - Für Paare, die einen Neubeginn wagen. Gemeint ist ein solcher mit einem "neuen Partner", "damit die neue Beziehung gelingen kann".

Beim nächsten Mal wird alles anders - Risiken und Chancen von Zweit-Ehen.

Es ist nicht bekannt, ob der Besuch eines solchen Seminars als Ehevorbereitungskurs für die sogenannte "Segnung" der sogenannten "Zweit-Ehe" Voraussetzung ist. Ganz klar erkennt man aber am Kursprogramm dieses mit zig-Millionen Kirchensteuer-Schil-lingen finanzierten "kath. Bildungshauses", wohin der Weg führt, wenn der Glaube schwindet.

 

Positiv denkende Katholiken meinen, man will in der Diözese Linz die Weihe der Priesterinnen, die hier seit Jahren "ausgebildet" werden, über das Gehaltsschema verhindern.

 

 

 

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