Rundbrief Nr. 60 (Januar 2001)  

 

25 Jahre "Fristenlösung" in Österreich

2,5 Millionen unschuldige getötete Kinder - Ein Beitrag von Dietmar Fischer, HLI

Warum ist der Kampf für das Leben so schwer, gibt es denn Menschen, Mütter, Väter, die bewußt ihre eigenen unschuldigen Kinder töten wollen? Um die Hintergründe der Abtreibung wirklich begreifen zu können, müssen wir uns mit dem Leben selbst auseinandersetzen. Und da sagt uns Jesus: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Nur wer das glaubt und versteht, kann überhaupt etwas Erfolgreiches und Fruchtbares im Kampf für das Leben und gegen die Abtreibung tun! Jesus bezeichnet seinen Gegenspieler und damit den Feind des Lebens als "Vater der Lüge und Mörder von Anbeginn". Hier sind wir beim Kernpunkt, beim Grundstein im Kampf für das Leben bzw. im Kampf gegen die Abtreibung. Der Mord unschuldiger Kinder ist nur möglich, wenn vorher gelogen, getäuscht und verdunkelt wird. Die Mütter und Väter sollen nicht erkennen, daß es sich schon um einen Menschen handelt, den sie durch Abtreibung töten wollen! Diese Mauern aus Lüge und Betrug ("es sind nur Zellhaufen" oder bzgl. "Pille": "das Leben beginnt erst mit der Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter" etc.) machten so viele Österreicher blind, sodaß sie in den letzten 25 Jahren über 2,5 Millionen unschuldige Kinder durch Abtreibung von "Ärzten" töten ließen. Allein in der größten Abtreibungsklinik am Fleischmarkt in Wien wurden mehr als 200 000 Kinder getötet und dabei ca. 1,2 Milliarden Schilling umgesetzt (ca. 6000.- pro Tötung).

Die Waffen im Kampf für das Leben

Nun, was ist die Antwort und Lösung für dieses "verab-scheuungswürdige Verbrechen" (II.Vat.), das automatisch für alle Beteiligten die Exkommunikation nach sich zieht (Can.1398)? Der Papst hat mit allen Bischöfen der Weltkirche 1995 in Evangelium Vitae (E.V.) zu außerordentlichen Initiativen aufgerufen und gesagt, daß Gebet und Fasten (vgl. Mt.4,1-11) die hauptsächlichsten und wirksamsten Waffen gegen die Kräfte des Bösen sind, und daß Jesus seine Jünger selbst gelehrt hat, daß manche Dämonen nur auf diese Weise auszutreiben sind (vgl. Mk. 9,29). Bei allem, was wir menschlich, sozial usw. zu tun und helfen versuchen, muß uns als glaubende Christen von vornherein klar sein, was uns Jesus im "Vater unser" gelehrt hat: Erlösen von dem Bösen kann uns nur Gott selbst, "denn SEIN ist die Kraft ...in Ewigkeit. Amen"!

In drei Jahren 1.600 Menschenleben gerettet!

 

Der Papst schreibt in E.V. wiederholt, der Schlüssel im Kampf für den Sieg gegen die Abtreibung ist das kostbare Blut Jesu Christi. Ja, sein Blut hat uns den Sieg über den Vater der Lüge und Mörder von Anbeginn gebracht und sein Blut wird diesen Sieg gegen das Böse von neuem bringen! Wir von "JA zum Leben – Lebenszentrum Wien" haben uns von vornherein im Kampf für das Leben an die Anweisungen des Papstes und der Bischöfe gehalten und das erprobte Modell von Pater Msgr. Philipp REILLY versucht in Wien umzusetzen. Der Erfolg blieb nicht aus, die Früchte im Kampf gegen die Abtreibung können sich sehen lassen: in 3 Jahren über 1600 gerettete Babies, davon über 380 durch Anstellung der Mütter bei uns, damit die "Mütter in Not" die Versicherungszeiten für das Karenzgeld erwerben können. Dies alles war nur möglich durch die vielen freiwilligen Mitarbeiter, die tagtäglich, bei jedem Wetter, oft 6 Stunden lang vor den 2 größten Abtreibungskliniken Österreichs stehen und den Müttern in Not direkt und konkret Hilfe anbieten, sowie durch die vielen Beter und Spender, verteilt auf ganz Österreich.

Inzwischen hat sich unser Modell auch auf Deutschland (München u. Gießen) sowie auf andere europäische Länder ausgebreitet. Letztes Jahr haben wir mit P. Reilly eine solche PRO-LIFE-Missionsreise durch 14 europäische Länder organisiert, wo jetzt überall die sogenannten öffentlichen Gebets-Vigilien für das Leben begonnen haben. In Italien wird inzwischen bereits vor über 40 Krankenhäusern gebetet, in denen Kinder durch Abtreibung getötet werden. In Österreich veranstalten wir wöchentlich Ge-betsvigilien, bisher gab es rund 250 (in Wien, Graz, Linz, St. Pölten, Villach, Klagenfurt und Bregenz). Gerade dazu möchte ich jeden Leser der WAHRHEIT auffordern daran teilzunehmen, da dieses öffentliche Bekenntnis und Gebet für das Leben sehr wichtig und wirksam ist. Viele Kinder wurden dadurch schon gerettet, und vielleicht ist es auch durch das viele Gebet im Jänner 2000 zum Regierungswechsel gekommen! Denn die alte Regierung hatte im Dezember 1999 noch die Verbreitung der Tötungspille RU486 bzw. Mifegyne beschlossen - ein tödliches Gift für die armen, unschuldigen, ungeborenen Kinder.

Wie auch Du helfen kannst

Gebet bewirkt wirklich gewaltige Wunder, die wir im Einsatz für das Leben täglich erleben und von denen unsere vielen Zeugnisse von geretteten Kindern berichten. Aber es braucht für die vielen armen Mütter in Not auch konkrete Hilfe, daß sie JA zum Kind sagen können. Um den Müttern in Not helfen zu können, sind wir unbedingt auf Dich angewiesen! Denn ohne Deine Hilfe sind auch wir hilflos. Bedenke, wir tun, was wir können: 1998 haben wir 300 Kinder, 1999 500 Kinder und 2000 sogar über 800 Kinder vor dem Tod durch Abtreibung retten können! Als ich in Wien im Jahre 96 begonnen habe, hatten wir Ausgaben in der Höhe von 500.000.- S im Jahr. Heute benötigen wir pro Monat(!) allein für die Anstellung der Mütter in Not über S 500.000.- und dazu noch ca. 200.000.- für Mieten und Direktunterstützungen der Mütter in Not. Ohne einen festen Glauben in Gottes Vorsehung, die Fürsorge des Hl.Josef und das großzügige Herz vieler Spender wäre dieses Wachstum "unseres" Werkes unmöglich gewesen! Gerne schicke ich Dir die vielen Zeugnisse von geretteten Kindern bzw. halten wir auch einen Vortrag über den Wert des Lebens in Eurer Pfarre. Bitte wende Dich mit Wünschen an uns und fordere bei uns Informations-material bzw. die sogenannten blauen "Kinder-Rettungs-Folder" an, die besonders auf schwangere Frauen in Not, die sich eine Abtreibung überlegen, abgestimmt sind. Ich bin mir sicher, daß auch Du mit diesem Folder ein Baby retten kannst, wenn Du ihn einer Frau in Not in Deiner Umgebung gibst und für sie betest, damit Gott ihr Herz für das Leben öffnen kann.

Hier der Aufruf des Papstes und aller Bischöfe in E.V. (Kap.100): "Finden wir also wieder die Demut und den Mut zum Beten und Fasten, um zu erreichen, daß die Kraft, die vom Himmel kommt, die Mauern aus Lüge und Betrug zum Einsturz bringt, die die perverse Natur lebensfeindlicher Verhaltensweisen und Gesetze vor den Blicken vieler unserer Brüder und Schwestern verbergen und ihre Herzen für die Vorschläge und Absichten öffnet, die sich an der Zivilisation des Lebens und der Liebe inspirieren."

Gebet für die Regierung!

Es ist genug unschuldiges Blut geflossen, jetzt braucht es einen Neuanfang. "Österreich neu regieren" lautete die Devise der neuen Bundesregierung und Bundeskanzler Schüssel will Österreich zum kinderfreundlichsten Land der Welt machen. Gut so, die ersten Weichen scheinen gestellt zu sein: Kinderbetreuungsgeld/Karenzgeld für alle, bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Stopp der Ungerechtigkeit, daß (voraussichtlich!) behinderte Kinder bis zum Zeitpunkt der Geburt straffrei durch Abtreibung getötet werden, während gesunde Kinder nur bis 3 Monate im Mutterleib straffrei getötet werden dürfen (und erst ab dann per österreichischem Strafgesetz geschützt sind). Es ist wirklich ein hoffnungsvoller Anfang, den wir dem neuen Sozialminister (Gesundheits-, Familien- und Frau-enminister) Mag. Haupt zu verdanken haben. JA, seine Initiative kann man wirklich mit "HAUPT"-Sache Leben bezeichnen. Denn das Grundrecht auf Leben ist die Hauptsache schlechthin. Alle anderen Gesetze haben keinen Sinn, wenn der Mensch das von Gott gegebene Recht auf Leben nicht durch den Schutz des Staates bzw. der Gemeinschaft in Anspruch nehmen kann. Sonst sind alle anderen Gesetze nur Gesetze des Stärkeren gegen den Schwächeren.

Bitte bete besonders für Minister HAUPT, damit er standhaft bleibt, für Bundeskanzler SCHÜSSEL, Vizekanzlerin RIESS-PASSER und die ganze Bundesregierung sowie die Nationalratsabgeordneten, die es in der Hand haben, das Fristenlösungsgesetz zu ändern bzw. sogar abzuschaffen! Bete aber auch besonders für die verantwortlichen Medienleute in Schlüsselpositionen, die das Volk für oder gegen das Leben beeinflussen können. Wir in Wien und Graz tun was wir nur können - wir haben jeweils in unseren drei Lebenszentren in den Kapellen den ganzen Tag Anbetung, sowie am Sonntag von 17:00-19:00 Uhr extra Gebet für die Feinde des Lebens. Aber es braucht eben „ORA et LABORA", Gebet und Arbeit! Und dazu brauchen wir auch Deine konkrete Unterstützung. Denn Deine Spende entscheidet oft wirklich über Leben oder Tod. Bitte hilf uns helfen, damit wir helfen können! Eine Anstellung einer Mutter in Not kostet uns z.B. monatlich S 5000.- (wir haben derzeit 85 – 100 Anstellungen pro Monat). Nicht mehr auszudenken, was wäre, wenn es uns nicht gäbe bzw. gegeben hätte. Wir haben heute täglich ca. zwei Geburten! Und wie schön ist es, wenn die Mütter nach ihrem Krankenhausaufenthalt zu uns kommen, um uns ihr Baby dankbar zu zeigen!

Folgen wir also dem Aufruf des Papstes und der Bischöfe und handeln wir endlich! Wer heute schweigt, macht sich mitschuldig! Kardinal KÖNIG schrieb in seinem Bischofswort zum Advent: "Almosen reichen heute nicht mehr, es braucht Opfer. Mitschwimmen genügt nicht mehr, es braucht Kämpfer! ... Zum Widerstand gegen die Mächte der Lüge braucht es innere Entschlossenheit, den inneren Bund mit Gott, die bedingungslose Nachfolge. Die Entscheidung drängt, sie liegt bei uns!"

Vergelt`s Gott im voraus für Dein Mitmachen im Gebet und Deine großherzige Spende im Namen der vielen geretteten Kinder und Mütter in Not!

P.S.: Bitte auf dem Erlagschein Deine Absenderadresse deutlich schreiben, damit wir Dir die Zeugnisse und Fotos der geretteten Kinder zuschicken können!

Spendenkonto: PSK: 90 333 000 - HLI Österreich.

Mag. Dietmar Fischer ist Leiter von "JA zum Leben, HLI (Human Life International) Österreich": A-1020 Wien, Taborstraße 11a/6 (Tel. 01- 218 20 33 Fax +15).

Briefe

Herodes und Hitler lassen grüßen!

Folgender Leserbrief wurde in der PRESSE veröffentlicht:

In seinem Kommentar "Die seltene Gabe der Differen-zierung" zur Frage der Straffreiheit bei Abtreibung von voraussichtlich behinderten Kindern bis zur Geburt vertritt Prof. Schilcher letztlich den Standpunkt der Rechts- bzw. Güterabwägung. Das Recht des Kindes soll nicht grundsätzlich vernachlässigt werden, sollte seiner Meinung nach aber mit dem Recht der Frau (bezeichnenderweise ist hier die Rede von der Frau und nicht von der Mutter!) und dem Recht des Vaters abgewogen werden. Wer keinen absoluten, uneingeschränkten Schutz des menschlichen Lebens anerkennt, begibt sich aber auf ein sehr gefährliches Gleis. Wenn Güterabwägung - warum dann nur Güterabwägung bezüglich der Eltern und des Kindes? Geht nicht auch jedes Kind die Allgemeinheit an? Hat nicht auch der Staat legitime Rechte im Zusammenhang mit Kindern? Hat einst Herodes etwas anderes als Güterabwägung betrieben: Staatsräson, Interesse des Herrscherhauses gegen das Recht des Kindes abgewogen? Und was ist in der NS-Zeit anderes geschehen, als Güterabwägung? Wenn in einem Rechenbuch aus dem Jahr 1935 für Kinder in Deutschland folgendes Beispiel enthalten war: "Der Bau einer Irrenanstalt erfordert 6 Millionen Reichsmark. Wieviele Siedlungshäuser zu je 15.000,- RM hätte man dafür bauen können?" - was steht da anderes dahinter als wiederum Güterabwägung? Wer nicht ein grundsätzliches Lebensrecht jedes Menschen, des Geborenen wie des Ungeborenen, des Behinderten wie des Alten anerkennt, landet zwangsweise bei der Güterabwägung und damit letztlich bei Herodes und Hitler!

Pfr. Dr. Franz Breid, namens des Linzer Priesterkreises

Die deutschsprachigen Länder

Laudetur Jesus Christus! Ich bin Ihnen sehr dankbar für die regelmäßige Zusendung Ihrer Rundbriefe DIE WAHRHEIT. Selbst wenn Sie verständlicherweise hauptsächlich über Mißstände in Ihrer Heimat berichten, ist auch dies sehr wichtig zu erfahren, da ich überzeugt bin, daß die kirchliche Lage in allen deutschsprachigen Ländern gleich schlimm ist! Auch in Italien gibt es Mißstände, die ich aber als Ausnahmen von der Regel ansehe. Ich habe in vielen italienischen Kirchen (Kathedralen, Klosterkirchen und Dorfkirchen) heiligen Messen beigewohnt, aber noch nie erlebt, daß Laien predigen und die Hl. Kommunion austeilen. Auch finden die meisten Feiern der Hl. Messen in würdiger und sakraler Atmosphäre statt. Auch da kenne ich nur sehr wenige Ausnahmen! Mir sagte vor ein paar Jahren ein italienischer Dorfpfarrer, der mehrfach seinen Urlaub in Süddeutschland verbracht hatte und bei seinen Zelebrationswünschen sehr böse Erfahrungen machen mußte: "Glauben bei Ihnen die Priester überhaupt noch?"

Bzgl. der päpstlichen "Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester" haben Sie mitgeteilt, daß Sie den vollen Text übersenden können. Darf ich Sie darum bitten? ... Bernhard Strucken, D-Grefrath

Überprüfung der Finanzierung der LKZ

Immer wieder wird uns beteuert, daß die Linzer Kirchenzeitung ein "selbständiges Organ" ist, und daher sozusagen schreiben kann, was sie will. Wir haben im Laufe der letzten Jahre eine Vielzahl von Versionen über die Finanzierung der LKZ erhalten: Einmal zahlt sie die Betriebskosten im Pastoralamt, ein anderesmal nicht. Einmal finanziert sie sich selbst, jedoch lesen wir im Impressum (z.B. Nr.42a/2000), daß sie mit Kirchenbeitragsgeldern finanziert wird. Deshalb ging am 6.1.01 folgender Brief an den Herausgeber, Bischofsvikar Vieböck:

Hochwürden! Ihre erneute Weigerung, die Wahrheit der Lehre der Kirche und der Bibel zum Thema Homosexualität in der LKZ zu veröffentlichen, haben wir zur Kenntnis genommen.

Unsere Forderung, einen beeideten Sachverständigen die Finanzierung der Linzer Kirchenzeitung überprüfen zu lassen, halten wir auf jeden Fall aufrecht! Zu vielfältig und zum Teil direkt gegensätzlich ist es, was wir in den letzten Jahren von verschiedenen Verantwortlichen der Diözese - auch von Ihnen - dazu gehört und gelesen haben. Die Kosten dieser Untersuchung tragen selbstverständlich wir (eine Gruppe gläubiger Katholiken, denen die Wahrheit am Herzen liegt). Eine Weigerung Ihrerseits könnten wahrscheinlich nur wenige Kirchensteuerzahler verstehen. Wir sind sicher, daß eine diesbezügliche Klarstellung auch in Ihrem und im Interesse unseres Bischofs liegt!

Wir erwarten Ihre Zustimmung und eine freundliche Aufnahme in Ihrem Hause!

Mit den besten Grüßen, Herbert Lindner

Bis heute (21.1.) haben wir noch keine Antwort erhalten. Wenn Sie diese Aktivität unterstützen wollen, schreiben Sie bitte an Bischof Aichern, Herrengasse 19, 4010 Linz.

Was auch immer diese Untersuchung ergibt: Es sind auf jeden Fall Katholiken, welche die LKZ finanzieren. Und solange auch gläubige Pfarrer diese in ihren Kirchen auflegen, wird sich wohl an deren Inhalt kaum etwas ändern!

 

"Gott, deine Geistin ..."

 

In der LKZ vom 6.7.00 war auf der Seite der Schriftlesungen ein Gebetchen abgedruckt, das lautet: "Gott, deine Geistin erneuert das Gesicht der Erde..." (den Rest ersparen wir Ihnen). Dazu folgender Leserbrief:

Während meines Urlaubs im Salzkammergut las ich im Kirchenblatt dieses beigelegte Gedicht. Ich war sehr erstaunt über den noch nie gehörten Ausdruck "Gott, deine Geistin" in dem gerade nicht sehr geistreichen Gedicht. Ich habe niemals im Religionsunterricht, in Büchern, Predigten etc. diesen Ausdruck gelesen bzw. gehört. Wer ist diese "Geistin"? Vielleicht ist es eine Neuerfindung? Von wem? Am Ende von einer ganz modernen "Jüngerin"?

Leider habe ich aber auch in keiner der Kirchen, die ich besuchte, Ihre Rundbriefe DIE WAHRHEIT gefunden! ...

Einmal mehr: Homo-Werbung durch die Kirche

Die Diözese Linz spielt wieder einmal den Vorreiter

Seit einiger Zeit gibt es im weltlichen aber auch im kirchlichen Bereich Bestrebungen, Homosexualität als ganz normale, daher positive Neigung, sozusagen als Variante der Schöpfung, hinzustellen. In manchen Ländern wurden vor dem Gesetz solche "Lebensgemeinschaften" der Ehe bereits weitgehend gleichgestellt. Länder, die diesen Schritt noch nicht getan haben, werden möglicherweise bald von der EU dazu gezwungen werden (z.B. wegen "Diskriminierung von Minderheiten").

Einige Fakten

1. Es geht bei der Homosexualität nicht etwa um die Neigung zum eigenen Geschlecht (Bischof Laun schreibt in seinem weiter unten erwähnten Artikel, daß es wahrscheinlich Heilige gab, welche diese Neigung ebenfalls hatten) - vielmehr handelt es sich, wie der Name schon sagt, um den gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakt!

2. Im Wort Gottes und in der Lehre der Kirche ist die Homosexualität - völlig eindeutig - eine Sünde (wie z.B. Ehebruch, Diebstahl usw.). Die Hl.Schrift nennt sie sogar ein "Greuel" (z.B. Lev.18,22). Gott haßt die Sünde, aber Er liebt den Sünder (wenn er sich bekehrt!). Die Kirche verurteilt nie die Neigung zu einer Sünde, denn diese ist ja in jedem Menschen vorhanden. Die Kirche ist aber verpflichtet, die Menschen vor jeder(!) Sünde zu warnen. Das haben Christus und die Apostel getan, und das müßte jeder Priester heute - freimütig und mutig - auch tun.

3. Trotz großer Bemühungen ist es der Wissenschaft bis heute nicht gelungen, das sogenannte Homo-Gen zu entdecken (wie könnte dieses auch weitergegeben werden?).

4. Wenn man die Homosexualität als Krankheit bezeichnen will, dann ist diese, laut Untersuchungen in den USA, praktisch bei jedem Betroffenen heilbar. Voraussetzung ist jedoch, daß derjenige selbst wirklich den Willen hat, davon loszukommen.

5. Manche Jugendliche erleben in ihrer Entwicklung eine Phase, in der sie sich zu einem Menschen ihres eigenen Geschlechts hingezogen fühlen, ihn "cool" finden. Redet man ihnen zu diesem Zeitpunkt ein, sie wären deswegen schwul, dann macht man sie vielleicht dazu. Deshalb ist es besonders verwerflich, wenn man gerade in Zeitschriften für Jugendliche Propaganda für Homo's macht, ohne auch nur anzudeuten, daß dies eine Sünde ist (z.B.: LKZ).

Was "die Kirche" heute tut

Seit Jahren wirbt man in der Diözese Linz (aber auch z.B. in Graz, Wien oder Innsbruck) für Homosexualität. Immer wieder wird diese als völlig normal und positiv hingestellt. Bischofsvikar Vieböck nennt diese heutigen Bestrebungen (entlarvend ehrlich!) auch immer wieder, wenn auch kryptisch, beim Namen: "Offenheit ist Voraussetzung für Kultivierung." Das heißt nichts anderes, als daß er die Homosexualität (eine Sünde!) in der Kirche "kultivieren" will. Jüngstes Beispiel ist die Sondernummer der LKZ (Nr.42a/2000) für alle 16- bis 19-Jährigen der Diözese - laut Impressum finanziert mit unseren Kirchensteuergeldern. Der Untertitel der Ausgabe lautet: "Das Trend-Magazin mit Facts und News." Nun, genau diese "Facts" zum Thema Homosexualität verschweigt allerdings die LKZ, stattdessen wirbt man mit einer (vermeintlich) sehr romantischen Homo-Liebesgeschichte für diese Art von "Liebe" - kein Wort von Sünde oder den gesundheitlichen Risiken.

Im vergangenen Jahr wollte die Linzer Kirchenzeitung sogar ihren "Solidaritätspreis" an die HOSI-Linz (Homosexuellen-Initiative) vergeben, was nur durch energische Proteste von Gläubigen sowie die Warnung vor einem neuerlichen Kirchensteuerstreik verhindert werden konnte (DIE WAHRHEIT berichtete).

Bischofsvikar Vieböck: Päpstlicher als der Papst?

Bischof Laun war in den letzten Monaten durch wahre, also normal-katholische Aussagen zum Thema Homosexualität ins Kreuzfeuer der Medien (besonders des ORF) geraten. Wie zu erwarten, standen ihm nur wenige Amts-brüder zur Seite. Aber, Hut ab: Die Wiener HOSI-Zeitung veröffentlichte einen ganzseitigen Beitrag von Bischof Laun, in dem er die klare Lehre der Kirche darlegen konnte. Bischofsvikar Vieböck weigert sich (wie schon sein Vorgänger Prälat Wiener) seit Jahren, die Lehre der Kirche und der Hl. Schrift zum Thema Homosexualität zu veröffentlichen. Wir ersuchten Hochw. Vieböck, wenigstens jenen Artikel, den sogar die Homo-Zeitung veröffentlichte, in der LKZ abzudrucken. Er lehnt auch das ab!

 

Eine erfundene Geschichte

In Linz wurde vor einigen Jahren ein Verein für Ehebrecher gegründet. Die Diözese begann mit dem Verein einen intensiven "Dialog" - weil ja in der Kirche jeder willkommen ist. Daß Ehebruch eine Sünde ist, verschwieg man ab diesem Zeitpunkt, nachdem Ehebrecher von der Kirche ohnehin seit Jahrtausenden - bis zurück zu Moses Zeiten! - arg diskriminiert wurden. Außerdem, so die Verantwortlichen, geht es dabei ja nur um eine "Neigung" dieser Menschen, wofür diese ja selbst gar nichts können! Die Aussage Christi "Geh' hin und sündige nicht mehr" wurde ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zitiert wie auch jede Erwähnung der Worte "Sünde" oder "Hölle" von nun an verpönt war! Nach einiger Zeit vergab die LKZ dann sogar ihren Solidaritätspreis an diesen Verein der Ehebrecher ("für Toleranz und besonders liebevollen Umgang mit Mitmenschen"). Daß man, im Laufe der Zeit, nun inzwischen genau das Gegenteil von Christi Lehre tat, schien in der ganzen Diözese niemanden - bis auf ein paar "Erzkonservative" - mehr gestört zu haben.

Wie gesagt, eine erfundene Geschichte! Aber lesen Sie diese Geschichte und ersetzen Sie einmal das Wort "Ehebrecher" mit "Homosexuelle"!

Diözese Linz: Aktion Kirchensteuer 50%

Gläubige können 50% ihres Kirchenbeitrags "der Leitung der Weltkirche" geben!

Immer größer wird die Zahl der Gläubigen, die es mit ihrem Gewissen kaum mehr verantworten können, was mit ihren Kirchensteuergeldern finanziert wird (DIE WAHRHEIT berichtet darüber immer wieder). Laufend bekommen wir Anfragen, auch aus anderen Diözesen, wann wir wieder eine Kirchensteuer-Treuhandaktion durchführen. Aber, Gewissen hin oder her: Leider haben die Diözesen die gesetzliche Möglichkeit, mittels (weltlichem!) Gericht gegen ihre eigenen Gläubigen vorzugehen - und sie tun es auch ausgiebig! Wieweit dieses Vorgehen mit Christus und Seiner Heiligen Kirche in Einklang zu bringen ist, darüber scheint sich heute niemand mehr größere Gedanken zu machen.

Der Unmut unter den Gläubigen ist aber schon so groß geworden, daß die Diözese Linz nun dankenswerter Weise die Möglichkeit bietet, 50% der Kirchensteuer "für die Leitung der Weltkirche" zweckzuwidmen. Es ist dabei nur noch sicherzustellen, daß diese Gelder nicht mit anderen, ohnehin an "Rom" zu leistenden Zahlungen aufgerechnet werden (was uns Mag. Primetshofer, Leiter der Diözesanfinanzkammer, - zumindest bis auf weiteres - zugesagt hat). Der Vorteil dieser Aktion liegt auf der Hand: Mit weniger Geld in der Diözese können z.B. weniger fürstliche Gehälter an Oberlaien gezahlt werden. Das Ergebnis: die Kirche wird wieder glaubwürdiger!

Allen Gläubigen, die z.B. mit der Linie der Diözese in Sachen Homo-Werbung nicht einverstanden sind, empfehlen wir, von dieser Möglichkeit der Zweckwidmung Gebrauch zu machen. Informieren Sie bitte auch Ihre Bekannten darüber!

So wird's gemacht

Überweisen Sie 50% Ihres Kirchenbeitrags auf das Konto "Leitung der Weltkirche", Hypo-Landesbank, BLZ 54000, Kto.-Nr.: 227165, Vermerk: Kirchenbeitrag. Bewahren Sie den Einzahlungsschein auf (Sie können auch Ihre Kirchenbeitragsstelle dazu befragen). Mit der Bezahlung der restlichen 50% an die Diözese können Sie dann ruhig etwas zuwarten, denn Ihre "Zahlungswilligkeit", wie es bei Gericht heißt, haben Sie ja bekundet.

Wichtig: Bitte informieren Sie uns über Ihre Zahlung auf dieses Konto (Name, Betrag)! Dann können wir für Sie überprüfen, ob Ihr Geld auch richtig "ankommt".

Über die Folgen der Homosexualität

 

Abgesehen von den Folgen für das ewige Leben birgt die Homosexualität, neben der Seuche AIDS, noch eine Reihe anderer Gefahren, körperlicher wie geistiger Natur. Besonders in den USA gibt es seriöse Untersuchungen zum Thema Homosexualität (diese unterscheiden sich zum Teil erheblich von jenem "Material", mit dem in unseren Diözesen operiert wird!). Wir zitieren hier aus dem Buch "Straight and narrow: compassion and clarity in the homosexuality debate" von Thomas E. Schmidt, Inter Varsity Press, herausgegeben 1995; mit mehr als 200 Quellenangaben aus medizinischen Fachzeitschriften und Studien (Eigenübersetzung):

 

Ein Haus mit 10 Homosexuellen

 

Stellen Sie sich vor, in ein großes Haus in San Franzisko zu übersiedeln, in dem 10 zufällig ausgewählte homosexuelle Männer, ungefähr Mitte 30, wohnen. Nach den neuesten Forschungen, deren Autoren ohne Ausnahme entweder neutral oder positiv gegenüber homosexuellem Verhalten stehen, und mit der Verwendung der niedrigeren Zahlen, dort, wo die Studien nicht übereinstimmen, sehen der körperliche Zustand und die Beziehungen der Homosexuellen wie folgt aus:

4 stehen momentan in einer Beziehung, aber nur einer ist treu. Und auch dies wird nicht länger als ein Jahr halten.

4 hatten niemals eine Beziehung länger als ein Jahr, und nur einer hatte denselben Partner über drei Jahre hinweg.

6 haben regelmäßig Sex mit Unbekannten, und im Durchschnitt hat jeder zwei verschiedene Sex-Partner pro Monat.

3 von ihnen nehmen gelegentlich an Orgien teil. Einer ist Sadomasochist. Einer bevorzugt Buben vor Männern.

3 sind zur Zeit Alkoholiker, 5 mißbrauchten Alkohol in der Vergangenheit, 4 mißbrauchten Drogen, 3 sind Raucher, 5 nehmen regelmäßig mindestens eine illegale Droge, 3 mehrere Rauschgifte.

4 litten an akuten Depressionen, 3 dachten ernsthaft über Selbstmord nach, 2 haben einen Selbstmordversuch hinter sich.

8 machten Erfahrungen mit Geschlechtskrankheiten, 8 sind gegenwärtig Träger eines Krankheitserregers und 3 leiden zur Zeit an Ausscheidungsbeschwerden aufgrund dieser Erreger.

Mindestens 3 sind HIV-infiziert und einer hat AIDS.

Diese Gruppe kann also nicht als 'gay' (=lustig) bezeichnet werden.

 

Kurz notiert

40 % der Ehen werden geschieden

 

Die PRESSE meldete am 29.12.00, daß in Österreich 40,5% der Ehen geschieden werden. Man muß hier berücksichtigen, daß heute der Großteil der jungen Menschen ohnehin in "wilder Ehe" zusammenlebt. Das heißt, deren Zahl der Trennungen, die naturgemäß weit höher ist, fließt in diese Statistik gar nicht ein!

1999: Nur noch 1,31 Kinder pro Frau

 

Laut Statistik Österreich brachte 1963 jede Frau noch 2,82 Kinder zur Welt, 1999 waren es weniger als die Hälfte, nämlich 1,31 Kind. Pille und Abtreibung tun ihre Wirkung! Was hört man dazu von der Kirche?

1999: 44.000 Kirchenaustritte

 

Im Jahr 1999 sind 44.359 Österreicher aus der Kirche ausgetreten - ein neuerlicher, trauriger Rekord. Die drei als besonders "modern" geltenden Diözesen Wien, Graz und Linz stellen gemeinsam mehr als 70% dieser Austritte (die Zahlen für 2000 liegen noch nicht vor). Unverständlich ist es immer wieder, wenn Kirchenverantwortliche nach einem solchen Rekord im Folgejahr einen leichten (vorübergehenden) Rückgang der Austritte als großen Erfolg feiern. Wieweit erfüllt diese Kirche noch den Auftrag Jesu, der nicht etwa lautete: "Freut euch, wenn möglichst wenige Menschen den Verein der Kirchensteuerzahler verlassen", sondern: "Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern ... und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe." (Mt.28,19f)?

Deutschland: 78% für aktive Sterbehilfe

 

Nach einer GEWIS-Umfrage befürworten 78% der Deutschen zwischen 16 und 60 Jahren die aktive Sterbehilfe (nicht zu verwechseln mit der passiven!), wie sie in Holland praktiziert wird. In Österreich sind es laut IMAS-Umfrage 50% (Deutschland hat jeweils 33% Katholiken und Protestanten, Österreich hat 70% Katholiken). In der Öffentlichkeit steht nach der Legalisierung der Abtreibung nun das Leben der alten Menschen zur Disposition (welcher alte, pflegebedürftige Mensch getraut sich schon, seinen Angehörigen weiter zur Last zu fallen, wenn er doch die "Möglichkeit" hat, "freiwillig" zu sterben?). Hier zeigt sich das ganze Versagen der Kirche, die durch ihr weitgehendes Schweigen in der Abtreibungsfrage letztlich das Leben als ganzes verraten hat. Müßten nicht spätestens bei solchen Zahlen die Alarmglocken läuten? Aber was predigt die Kirche heute - Beispiel gefällig? Bischof Weber meinte bei seiner Jahresschlußpredigt: "Es wäre gut, wenn Österreich mehr Gelassenheit hätte" und es gäbe, neben einigen echten, auch "herbeigeredete Ängste".

Weltweit eine Milliarde Katholiken

 

Erfreulich ist die Entwicklung der Weltkirche. Es gibt seit 1998 mehr als eine Milliarde Katholiken (=17,4% der Weltbevölkerung). Auch die Zahl der Priesterberufungen nimmt wieder zu. Waren es weltweit 1978 noch 62.670 Seminaristen, sind es 1998 bereits 109.171. Selbst Europa verzeichnet einen Zugang von 22.900 (1978) auf mehr als 27.000 (1998) Seminaristen.

Wo sind am Sonntag all die Priester?

 

Laut Jahrbuch 1999 gibt es in der Diözese Linz 840 Priester und 467 Pfarren (viele dieser Pfarren sind klein und haben nur um die 500 Katholiken). Das ergibt - rein rechnerisch - für jede Pfarre, auch die kleinste, durchschnittlich ca. 1,8 Priester. Die meisten Priester, auch die älteren, können noch einmal in der Woche eine Hl. Messe feiern. Durch die rasante Abnahme der Gottesdienstbesucher stehen tatsächlich immer mehr Priester für die verbliebenen Kirchengeher zur Verfügung. Weshalb gibt es da Laiengottesdienste? - Laut LKZ sind in der Diözese Linz 400 (in Worten: vierhundert!) "Wortgottesdienstleiter/innen" tätig!

"Priesterinnen"-Ausbildung in Linz

 

Mehrere Zeitungen berichteten Mitte letzten Jahres, daß in der Diözese Linz derzeit 20 Frauen im Alter von 17 bis 70 als Priesterinnen ausgebildet werden. Sie haben bereits eine "fundierte theologische Ausbildung" und "fühlen sich berufen". Mit den Weihen will man - noch - zuwarten. An der Ausbildung zumindest beteiligt ist Hochw. Anton Achleitner, "Pfarrmoderator" in Langholzfeld und - laut Jahrbuch der Diözese - Vorsitzender der Plattform "Wir sind Kirche" in OÖ. Bemerkenswert ist, wie Bischofsvikar Vieböck mit dieser Sache offenbar Rom unter Druck setzen will. Wörtlich: "Wenn die Kirchenleitung nicht hilfreiche und wohldosierte Reformschritte setzt, könnte manches eine unerfreuliche Eigendynamik bekommen." Wird hier bereits offen mit Spaltung gedroht? Auf Anfrage stellt Generalvikar Ahammer die Tatsache der Ausbildung gar nicht in Abrede. Zur Frage, wo diese stattfindet bzw. wer die (bedauernswerten) 20 Frauen sind, meinte GV Ahammer: "Ich weiß es nicht" - vielleicht könnte hier ja eine Rückfrage bei den Hochw. Vieböck oder Achleitner helfen?

"Priesterinnen" im Bild

 

Immer wieder bringt die Linzer Kirchenzeitung (Herausgeber Bischofsvikar Vieböck) schon Fotos von Frauen am Altar "im liturgischen Gewand". Diese sogenannten Pastoralassistentinnen sind gekleidet wie echte Priester. Lediglich die Stola, das Zeichen des Priesteramtes, haben sie meist lässig wie einen Schal um den Hals geschlungen. Offenbar will man die Katholiken schön langsam an diesen Anblick gewöhnen.

Erfreuliches aus Salzburg

 

Sowohl von Erzbischof DDr. Georg Eder als auch von Weihbischof Dr. Andreas Laun waren in letzter Zeit Worte zu vernehmen, die eines katholischen Bischofs wirklich würdig sind. Wir zitieren hier ein paar Sätze aus dem Hirtenwort von Bischof Eder, in dem er das mangelnde Eucharistieverständnis der Gläubigen anspricht:

"... Wenn aber die Situation so ist - und ich könnte noch vieles zur Bebilderung beitragen -, dann weist dies auf ein langjähriges Versagen der Hirten hin. Wir, die vom Herrn bestellten Wächter, haben unsere Pflicht schlecht erfüllt, wir sind säumig geworden. Wir Bischöfe haben uns viel zu wenig um die Herde gekümmert, wir haben die reißenden Wölfe eindringen lassen. An den Katholischen Fakultäten der Universitäten lehrten jahrzehntelang Professoren, die das katholische Dogma der Eucharistie - und andere katholische Wahrheiten - paralysierten. Im Religionsunterricht wurden und werden die eucharistischen Wahrheiten mit schweren Defiziten weitergegeben. Ja, die Hirten sind schuldig geworden, das Salz ist schal geworden, es wird bald zertreten werden. ..."

Solche Aussagen aus dem Mund eines Bischofs geben den Katholiken doch wieder etwas Hoffnung auf eine bevorstehende Erneuerung des Glaubens in Österreich!

In Linz ist das anders!

 

Die Leitung der Weltkirche hat erneut auf die Problematik der geschiedenen Widerverheirateten hingewiesen (diese können keine Sakramente empfangen und dürfen gewisse Dienste in der Kirche nicht ausüben). Sogleich erklärte die Kirchenzeitung, daß in Linz die Widerverheirateten sehr wohl in ihren Funktionen als "Pfarrgemeinderäte, Paten, Kommunionhelfer oder anderweitig in kirchlicher Verantwortung" bleiben werden. Auch die "Selbständigkeit des persönlichen Gewissens" wird weiterhin "gefördert und geachtet", was "den Zugang zu den Sakramenten betrifft". Linz ist eben von Rom weit weg!

Wien auch!

 

Nur kurz währte die Freude von Katholiken, als Wien mit Franz Schuster einen neuen Generalvikar erhielt: Bereits bei der Antritts-Pressekonferenz erklärte Schuster in Anwesenheit des schweigend zustimmenden Kardinals Schön-born: "Ja, ich gebe wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion." Später erklärte Schönborn, daß sich eben "nicht alles in rechtliche Kategorien fassen läßt. Der Raum der Seelsorge ist weiter als der Raum des Rechts".

Man fragt sich: Wenn sich sogar ein Generalvikar - mit Zustimmung seines Bischofs - demonstrativ öffentlich gegen das Kirchenrecht stellt, wie will man dann dem kleinen Gläubigen z.B. erklären, daß er am Sonntag zur Hl. Messe gehen oder mindestens einmal jährlich beichten soll - das sind ja auch "nur" Vorschriften des Kirchenrechts!? Wäre es da nicht besser, das Kirchenrecht gleich abzuschaffen?

Grüne für Abtreibung bis zur Geburt

 

All jenen Katholiken, welche mit den "Grünen" sympatisieren, folgender Eintrag ins Stammbuch: Die Grünen-Frauen-sprecherin Madeleine Petrovic fordert die "völlige Straf-freistellung" der Abtreibung. Im Klartext: Auch eine Abtreibung z.B. einen Tag vor der Geburt des Kindes sollte - nach Vorstellung der Grünen - vom Staat nicht mehr geahndet werden!

Erlaßjahr: Zur Nachahmung empfohlen

 

Die italienische Bischofskonferenz kaufte dem Staat Italien die Schulden von Sambia und Guinea in Höhe von ca. 2,5 Milliarden Schilling ab (in Italien gibt es keine Kirchensteuer wie bei uns!). Es mutet immer sonderbar an, wenn kirchliche Stellen in unseren Landen den Staat auffordern, armen Ländern die Schulden zu erlassen. Wie wär's, wenn die Kirche mit gutem Beispiel voranginge? Das betrifft übrigens genauso die Entwicklungshilfe!

Die Seite der Initiativkreise

Seit 1989 entstanden aus der Not der Kirche und der Gesellschaft in 29 Diözesen Deutschlands und Österreichs Initiativkreise. Ihr Ziel ist die Verbreitung und Verteidigung des katholischen Glaubens. In wenigen Jahren konnte viel Gutes bewirkt werden. Darf der Schwerpunkt auf der Initiative, auf der Aktion liegen?

Das nebenstehende Bild zeigt eine Vision des Heiligen Don Bosco*). Das Schiff der Kirche, in einer Seeschlacht arg bedrängt, findet Schutz und Ruhe zwischen zwei Säulen, die aus dem Meer ragen: Auf der größeren ist eine Hostie, auf der kleineren die unbefleckte Jungfrau Maria zu sehen.

Liebe Freunde! Das soll das Leitbild für uns sein in unserer Not, in der Not unserer Zeit. Wir sollten bitten für die Kirche, für alle, die uns nahe stehen, sollten in diesem Anliegen möglichst oft die Hl. Messe besuchen oder uns wenigstens Zeit nehmen für einigen Minuten der Anbetung, sollten den täglichen Rosenkranz bzw. wenigstens ein Gesätzchen beten. Diesem geistlichen Programm wollen wir einen Namen geben: Pro Sancta Ecclesia (d.h.: Für die Heilige Kirche).

All unser Handeln, unsere Aktionen haben nur dann Sinn und Segen, wenn zuvor dieses geistliche Fundament grundgelegt ist - sonst freut sich der Diabolos (d.h.: Durcheinanderbringer).

Die Schrift Die Handkommunion vermittelt interessante Informationen, frei von Polemik. Das entscheidende päpstliche Dokument "Memoriale Domini" wurde nie offiziell in Deutsch veröffentlicht und ist fast unbekannt. Was sind die Gründe? Welche Vorgänge führten zum heutigen Zustand beim Kommunionempfang?

Die IK-Nachrichten erscheinen 10 mal jährlich und enthalten Hintergrundinformationen aus Kirche und Gesellschaft, die Sie sonst nicht leicht bekommen.

Sie erhalten beide Schriften gratis (freiwillige Spenden) bei: Dr. Felix Bentz, 4780 Schärding, Kreuzberg 125.