Rundbrief Nr. 58 (Februar 2000)  

 

Europa auf dem Weg ins 3. Jahrtausend

Der Glaube unserer Hirten entscheidet über unsere Zukunft: Erneuerung oder Zerfall

Nicht nur die Zeitrechnung unseres Kulturkreises basiert auf dem Christentum: Die Kirche hat Europa in den vergangenen 2000 Jahren zu dem gemacht, was es heute ist. Sie hat nicht nur Wissenschaft und Kultur, sondern auch das staatliche Gemeinwesen und die Gesetzgebung - zumindest bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts - entscheidend geprägt. Auch auf die Entwicklung in Nord- und Südamerika hatte das Christentum maßgeblichen Einfluß. Wie groß der Glaube unserer Vorfahren war, können wir noch am ehesten an den unzähligen wunderbaren Kirchengebäuden - ob Kapellen, Klöster oder Kathedralen - ermessen, die sie uns hinterlassen haben. Heute können wir diese mit all unseren Milliarden an Kirchensteuergeldern, trotz modernster Technik, nicht einmal alle erhalten, geschweige denn etwas Ähnliches neu bauen!

Vielfältig waren aber auch von Anfang an die Versuche von Gottesleugnern, Kirchen- und Glaubensfeinden, die Kirche zu zerstören: Jedoch weder den römischen Kaisern, noch der französischen oder russischen Revolution, den Freimaurern oder Hitler gelang es, der Kirche, ihrem erklärten Todfeind, nachhaltig zu schaden. Vielmehr war es immer schon so, daß das Blut der Märtyrer den besten Nährboden für den Glauben darstellte (dies läßt uns auch für die ehemaligen kommunistischen Länder hoffen!). Schlimmer waren jedoch stets die Angriffe von innerhalb der Kirche, z.B. durch Irrlehren oder eigennützige, verweltlichte Hirten - der erste von ihnen war Judas. Aber auch diese Angriffe hat die Kirche alle überlebt!

Gesellschaft und Politik heute

Nach den vielen christlichen Jahrhunderten stehen wir erstmals vor der Situation, daß die Staaten Gesetze erlassen, die im direkten Gegensatz zu den Geboten Gottes stehen. Erwähnt seien hier Kindermord durch Abtreibung, Euthanasie, Ehebruch, Widerheirat oder Homo-"Ehen". Mit Steuermitteln von Katholiken (in Österreich noch immer 75% der Bevölkerung) wird blasphemische und glaubensverhöhnende "Kunst" finanziert. Unsere Kinderzimmer werden mittels Fernsehen, Video und Internet Tag und Nacht mit Sex, Gewalt, Horror und Schwachsinn versorgt. Eine wahre Sex- und Pornoflut überspült uns tagtäglich. Und unsere Politiker zeigen sich regelmäßig entsetzt und ratlos, wenn bereits Kinder die schlimmsten Verbrechen begehen!

Der internationale Sozialismus: Dialogbereitschaft und Demokratieverständnis der durchwegs sozialistischen Regierungen, und wie sehr diese praktisch alle Medien in der Hand haben, erkennt man an den Reaktionen auf die österreichische Regierungsbildung: Es war immerhin die Vorverurteilung einer völlig legitim gewählten Regierung - zu einem Zeitpunkt, wo weder Regierungsprogramm noch Ministerliste, oder gar konkrete Vorwürfe vorlagen! DIE PRESSE wies am 3.2.2000 nach, daß die EU-Sanktionen von höchster österreichischer Stelle bestellt waren!! Man ächtet damit 56% der österreichischen Wähler. (DIE WAHRHEIT warnte frühzeitig vor dem EU-Beitritt!).

Ehe und Familie

 

Der Geburtenrückgang hat ein Ausmaß angenommen, welches unsere Pensionen unfinanzierbar macht. Den Familien wurde von der Politik (bisher) kaum ein Anreiz geboten, Kinder zu bekommen. Der Beruf Hausfrau gilt gesellschaftlich weithin als minderwertig. Stattdessen redet man den Frauen ein, sich selbst zu "verwirklichen".

Durch die massive Propaganda der gleichgeschalteten Medien finden auch Katholiken nichts mehr an einem vor Gott schwer sündhaften Verhalten - "das machen ja alle so". Ehebruch, wilde Ehe oder Widerheirat werden bereits als etwas völlig Alltägliches, Normales angesehen. War es z.B. bis vor wenigen Jahren undenkbar, daß ein führender Politiker eine zweite Frau hat, scheint es heute kaum noch jemanden zu stören, wenn - wie in Deutschland - zwei Politiker (Schröder, Fischer) an der Spitze der Regierung stehen, die jeder viermal "verheiratet" sind (bis vor kurzem waren es mit Lafontaine sogar drei). Dagegen erscheinen die österreichischen Beispiele Klestil und Klima mit jeweils "lediglich" zwei Ehen direkt kleinlich. In der EU dauert heute eine Ehe - sofern sie überhaupt noch geschlossen wird - durchschnittlich 4 Jahre.

Christen: Salz, nicht Honig der Welt! Freilich sind Ehebruch oder Abtreibung so alt wie die Menschheit. Aber die Kirche ist zu allen Zeiten - ob gelegen oder ungelegen - dagegen aufgestanden. Viele unserer Vorfahren haben ihr Eintreten für die Ehe mit ihrem Leben bezahlt (z.B. Johannes der Täufer, Thomas Morus oder John Fisher).

Weder die aus den Scheidungen resultierende Not vieler Frauen noch die hunderttausenden betroffenen Kinder scheinen jedoch die Verantwortlichen in der Kirche wachzurütteln. Wie notwendig wäre hier die Verkündigung der ewigen Wahrheit Gottes - als einziger Ausweg aus dieser Katastrophe! Leider herrscht aber - bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen - zu diesen Themen kirchliches Schweigen (nur der Papst und ein paar Bischöfe und Priester reden darüber). Aber es ist nicht nur das Schweigen - es gibt sogar vielfältige Bestrebungen in der Kirche, die ewige Wahrheit Gottes "den Tatsachen anzupassen" - gemeint ist, etwa Widerheirat einfach zu erlauben - oder zumindest zu "segnen" (nach dieser Logik müßte man auch Lüge, Diebstahl, Ehebruch, Neid - überhaupt gleich alle Sünden - "entkriminalisieren"). In den "katholischen" Bildungshäusern bietet man bereits Seminare an für Paare, die "ein zweitesmal beginnen"! Anstatt jene, die sich noch an die Lehre Gottes und der Kirche halten, zu stärken und zu fördern, wird kirchlicherseits vieles unternommen, um diese lästigen "Ewiggestrigen" (sogenannte Fundamentalisten) endlich loszuwerden. Eine gewichtige Rolle spielen dabei die bezahlten Oberlaien.

Die "Pille"

 

Das gleiche Bild haben wir beim Thema Pille: Die Kirche hat sie von Anfang an abgelehnt. Längst ist medizinisch erwiesen, daß auch die ganz "normale" Pille (nicht nur die "Pille danach") eine abtreibende, also tötende Wirkung hat. Welcher unserer Hirten predigt heute über diese Tatsache, welche Kirchenzeitung schreibt darüber? (Der frühere Herausgeber der Linzer Kirchenzeitung, Prälat Wiener, hatte uns das schon vor Jahren zugesagt - inzwischen ist er verstorben). Die Gratis-Verteilung der "Pille danach" an den Schulen wird u.a. in Frankreich bereits praktiziert. In Deutschland und England wollen dies die sozialistischen Regierungen soeben einführen (ein Problem ist nur noch, wie man dafür ohne Wissen der Eltern die "Kranken"(!)-Versicherung anzapfen kann).

Die Seuche AIDS

 

Nun wird durch die sich rasend schnell ausbreitende Seuche AIDS erneut offenbar, daß es doch einzig die Gebote Gottes sind, welche die Menschen vor großem Unheil (schon hier auf dieser Welt) bewahren. Denn nur durch Homosexualität, Drogen (später durch den Partnerwechsel) konnte diese Seuche zur Geisel der ganzen Menschheit werden. Pikant ist beim Thema AIDS immer wieder, wenn liberale Medien und Personen ausgerechnet den Papst für die Ausbreitung von AIDS verantwortlich machen wollen (weil er keine Kondome "erlaubt"). Tatsache ist: Wenn die Menschen nach der Lehre der Kirche leben würden - die auch der Papst immer vertritt - würde es AIDS überhaupt nicht geben!

Ein Problem der Kirche: die Räte

 

Ein großes Problem sind sicherlich die zahllosen Räte, Gremien, Konferenzen, Dialogrunden uvam., die seit dem Konzil entstanden sind - es werden immer noch mehr! Auch viele Laienorganisationen (Kath.Aktion, Kath.Jugend uvam.) sind durchwegs demokratisch aufgebaut (das heißt in der Praxis, man versucht, die Wahrheit durch Mehrheit zu ermitteln). Die Bischöfe - was übersetzt Wächter heißt - sind die Chefs ihrer Diözesen. Alle Räte haben laut Kirchenrecht lediglich eine beratende Funktion, so auch der Pfarrgemeinderat für den Pfarrer. Tatsächlich sind jedoch viele Hirten durch ihre Räte in ihrem Amt entweder behindert, oder sie verstecken sich direkt hinter den oft genug fragwürdigen "Beschlüssen" dieser Räte. Z.B "beschloß" der Linzer Priesterrat bereits 1996 mit 43 zu 8 Stimmen, die abgesprungenen (verheirateten) Priester in ihren "Rat" aufzunehmen (das wäre etwa vergleichbar mit einem Unternehmen, welches die Angestellten, die die Firma verlassen haben, zu den Vorstandssitzungen einlädt). Damals wehrte Bischof Aichern ab (Begründung: ".. unter den derzeit gegebenen Umständen nicht möglich").

Dabei wäre das Räte-Wesen ja gut gemeint, nur die Zusammensetzung ist das Problem: Wenn beispielsweise der Priesterrat danach ausgewählt würde, wieviele Priester- bzw.- Ordens-Berufungen jemand erwirkt hat, würde sicherlich eine ganz andere Art von "Beschlüssen" gefaßt!

Linzer Messe: minus 21%!

 

Die Rechnung wird serviert! Ein Problem der Kirche - wahrscheinlich das Hauptproblem - ist das viele Geld, das ihr durch die Kirchensteuer zur Verfügung steht: es schadet u.a. ihrer Glaubwürdigkeit enorm! Damit wurden riesige Verwaltungsapparate aufgebaut, über deren Tätigkeiten und Aufgaben(?) viele Katholiken rätseln. Völlig unverständlich wird es, wenn kirchliche Angestellte ganz offen das direkte Gegenteil der kirchlichen Lehre verbreiten! Man führt die Diözesen wie richtige Firmen (mit Controllern, Medienbeauftragten uvam.), die Kirchensteuerzahler jedoch dürfen von diesen Angestellten nicht einmal die mindeste "Firmenlojalität" verlangen! Die Kirche ist allerdings weit mehr als nur eine Firma!

Jahr für Jahr treten derzeit 30.000 - 40.000 (ca. 0,6%) Österreicher aus der Kirche aus, wobei die als liberal geltenden Diözesen Wien, Linz und Graz weit mehr Austritte zu verzeichnen haben als andere. 1998 (die Zahlen für 1999 liegen noch nicht vor) sind die Sonntagsmeßbesucher österreichweit erneut um gut 8% zurückgegangen. Dabei schießt die "moderne" Diözese Linz mit einem Rückgang von mehr als 21% (in einem Jahr!) wieder einmal den Vogel ab. Ein Grund für diesen Rückgang ist sicherlich auch die Art und Weise, wie hier Liturgie "begangen" wird (z.B. Laienpredigt - DIE WAHRHEIT berichtete immer wieder). Man würde erwarten, daß nun bei den Verantwortlichen endlich die Alarmglocken läuten. In jedem normalen Unternehmen würde wahrscheinlich die gesamte Belegschaft wegen Erfolglosigkeit gefeuert (mit dem eingesparten Geld könnte die Kirche viele gute Werke tun!). Die Meßbesucher-Zahlen lassen jedenfalls in nächster Zukunft einen rasanten Anstieg der Kirchenaustritte erwarten. Auch der Priestermangel dürfte angesichts dieser sinkenden "Nachfrage" kein Thema mehr sein! Und so tragisch diese Entwicklung ist, läßt sie doch hoffen, daß die Kirche bald zum Sparen gezwungen sein wird - erst dann wird eine echte Erneuerung, eine Neuevangelisierung wie der Papst sie immer fordert, möglich sein!

Die katholische Lehre

 

Was Theologen (zu Christi Zeiten nannte man sie Schriftgelehrte) heute an Irrlehren und Unglauben verbreiten, ist tatsächlich unglaublich. In "katholischen" Bildungshäusern, Kirchenzeitungen, Universitäten, bei Vorträgen, Predigten, im Religionsunterricht usw. werden Katholiken mit einer "Lehre" berieselt, die mit unserem Glauben oft gerade noch soviel gemeinsam hat, wie Gustav mit Gasthof. Dabei handelt es sich bei den Belehrten durchwegs um Menschen guten Willens! Wieviele Eltern haben ihre Kinder im guten Glauben in eine Ordensschule oder zur Kath.Jugend geschickt und sind heute erschüttert, was aus ihnen glaubensmäßig geworden ist?!

Z.B. war bereits 1988 in einem Artikel der Studentenzeitung der "kath. theol. Hochschule Linz" (mitfinanziert von der LKZ) anläßlich des Papstbesuches zu lesen: "Ich mißachte das Papstamt... und verachte die in ihm und durch ihn repräsentierte 'Wahrheit'." Es wird wohl niemand ernsthaft meinen, dieser Student hat seine Weisheit von zuhause mitgebracht (siehe DIE WAHRHEIT Nr.13)!

Toleranz ersetzt Gottesliebe

Die Tragik unserer Zeit ist das Schweigen der Hirten. Sie sind von Christus dazu berufen, den Menschen alles zu lehren, was Er geboten hat (Mt.28,20), um sie so in die ewige Seligkeit zu führen. Viele Hirten definieren ihre eigene Aufgabe einfach um und sagen ganz offen, sie wollen die Menschen nicht belehren sondern lieber begleiten (wohin eigentlich - in die Irre?). Heute steht - in der Kirche wie im Gottesdienst - der Mensch im Mittelpunkt, nicht mehr Gott! Man hat das wichtigste Gebot, die Gottesliebe, ausgetauscht gegen die allumfassende Toleranz. Und diese verkauft man heute sogar schon als "christlich"! Freilich, wenn man fragt, wann denn Christus je gegenüber einer Sünde oder dem Unglauben tolerant war, bekommt man keine Antwort.

Beichte, Drohbotschaft: Christus war es, der uns immer wieder den Himmel, die ewige Seligkeit nach dem irdischen Tod, erklärt hat. Er hat auch immer gesagt, was wir von uns aus dazu beitragen müssen (Talente!). Er hielt es aber für die Verkündigung des Reiches Gottes offenbar auch für unumgänglich, immer wieder auf die Hölle hinzuweisen und davor zu warnen. Wenn ein Prediger meint, ohne diese Warnung vor der Hölle auszukommen, stellt er sich damit über Christus. Und wenn Kirchenfunktionäre von "Drohbotschaft" sprechen, kritisieren sie damit direkt die Lehre Christi, des Sohnes Gottes! Beim Widerstand gegen die Wahrheit, der aus der eigenen Kirche - meist von bezahlten Funktionären - kommt, muß man schon fragen: wer hat denn diese Leute ausgebildet, sie eingestellt und in ihre Funktionen gehoben??

Die Beichtstühle haben sich geleert. Den Katholiken ist das Sündenbewußtsein völlig abhanden gekommen. Obwohl fast alle - selbst Widerverheiratete (d.h. im Ehebruch lebende) - zur Kommunion gehen, braucht in manchen Gemeinden anscheinend niemand mehr eine Beichte (diese ist einmal im Jahr sogar Vorschrift). Zweifelt jemand daran, daß diese Entwicklung etwas mit der heutigen Verkündigung zu tun hat? Die Menschen sind ja nicht dumm: Wenn es Sünde und Hölle nicht mehr gibt, wozu soll man dann in die Kirche gehen bzw. mit seinem schwer verdienten Geld noch Kirchensteuer zahlen?

Die Kirchenkrise ist eine Glaubenskrise unserer Hirten!

 

Wieviel Glauben haben unsere Hirten? Jeder Mensch muß einst seinem ewigen Richter Rechenschaft über sein Leben ablegen. Dies betrifft auch die Güter, besonders aber die Menschen, für die er verantwortlich ist. Bei Laien sind das Ehepartner, Kinder, Verwandte, Kollegen usw. Eine besondere Verantwortung vor Gott haben jedoch die Hirten, Bischöfe und Priester!

Das oberste Gebot des demokratischen, weltlichen Politikers ist seine Wahl bzw. Wiederwahl. Er muß lächeln und schön reden, um gewählt zu werden. Manche Dinge kann er nicht tun oder sagen, obwohl sie richtig und notwendig wären, weil er eben wieder gewählt werden will! Ein Hirte wird dagegen nicht gewählt, sondern von oben eingesetzt! Die Gläubigen haben ein Recht darauf, von ihrem Hirten die Wahrheit zu hören. Und er muß einst für jedes einzelne seiner Schafe, das in die Irre gegangen ist, Rechenschaft ablegen! Wenn der Hirte das glaubt und seine Schafe liebt, wird er kaum ein breites, foto- bzw. telegenes Lächeln zustandebringen! Im Wort Gottes heißt es, man kann nicht gleichzeitig ein Freund Gottes und der Welt sein (1.Joh.)! Tatsächlich gibt es heute viele freundlich lächelnde Hirten, und man hört Worte, die den Ohren schmeicheln (2.Tim.4,3). Betrachtet man die Abbildungen der Heiligen, die unsere Vorbilder sind, in den Kirchen oder auf Bildern, findet man interessanterweise kaum einen mit grinsendem Gesicht!

Die Zukunft: Wir brauchen keine Pfarrer oder Patres, die demonstrativ mit ihrer "Freundin" Hand in Hand spazieren gehen! Wir brauchen vielmehr Priester, die uns zeigen, daß man ein Gott gegebenes Gelübde (Ehelosigkeit) auch halten kann. Wir brauchen auch keine Priester, die in unendlicher Selbstüberschätzung den Papst kritisieren, sondern solche, die in Demut und Gehorsam ihren Dienst an den Menschen tun! Und solche, die sich ihrer Berufung nicht schämen, sondern öffentlich an ihrer Kleidung erkennbar sind! Dann wird sich die Kirche wieder erneuern - und mit ihr automatisch auch unsere Gesellschaft!

Beten wir um Hirten mit Glauben und Mut!

Homo-Werbung durch die Kirche

Die Linzer Kirchenzeitung wollte ihren "Solidaritätspreis" der HOSI verleihen

Wieder einmal sorgt die Linzer Kirchenzeitung für einen handfesten Skandal. Eine Jury entschied, den diesjährigen Solidaritätspreis der LKZ an die HOSI (Homo-sexuelleninitiative) zu vergeben. Die Mitglieder dieser Jury blieben - das ist keine große Überraschung - geheim. Bekannt wurde nur der Rektor des "kath." Bildungshauses Puchberg, KsR. Ernst Bräuer, indem er den Brief an die HOSI mit der Preisverleihung als "Vorsitzender der Jury" unterzeichnete. Die HOSI wirbt für die perversesten und abscheulichsten Schweinereien. Nur der Protest empörter Katholiken verhinderte in letzter Minute die Preisverleihung, welche Diözesanbischof Maximilian Aichern und der ÖVP-Landeshauptmann Pühringer am 3.11.1999 im Linzer Landhaus vornehmen wollten. Natürlich ist die HOSI - nicht zu unrecht - über die Rücknahme des Preises empört. Später bedauerten die Verweigerung des Preises noch allerlei kirchliche Einrichtungen wie Kath.Aktion, Kath.Jugend, Jungschar, die LKZ selbst sowie der Pastoralrat*). Schließlich erklärte sich die "Katholische" Hochschuljugend bereit, der HOSI das entgangene Preisgeld zu ersetzen!

Seit Jahren gibt es von gewissen Personen in der Kirche massive Bestrebungen, die Homosexualität hoffähig zu machen - in Kirchenzeitungen, Vorträgen, Bildungshäusern (siehe auch den Brief auf Seite 6!). Bereits 1993 brachte die LKZ über zwei Seiten einen Homo-Werbeartikel einschließlich einer Verhöhnung des Ehesakramentes. Wir ersuchten damals den Herausgeber, Prälat Wiener, doch als Klarstellung einfach die Lehre der Kirche zum Thema Homosexualität abzudrucken. Er lehnte ab, mit der wirklich entlarvenden Begründung: Diese (die Lehre der Kirche!) könnte mißverstanden werden!!

Auch diesmal haben wir an den jetzigen Herausgeber, Kanonikus Willi Vieböck, das Ersuchen gerichtet, die entsprechenden Texte aus dem Katechismus und aus dem Wort Gottes zu veröffentlichen. Gegenüber seinem Vorgänger hat sich nur eines geändert: Von Kan. Vieböck erhielten wir keine Antwort. Stattdessen schrieb uns Chefredakteur Fellinger von der LKZ, daß er "denkt", unserem Anliegen in absehbarer Zeit Rechnung tragen zu können. Wir "denken" dazu aus Erfahrung, daß eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen wird.

Die (praktizierte) Homosexualität ist ein Greuel vor Gott. Es ist ganz selbstverständlich und unbestritten, daß die Kirche homosexuell veranlagten Menschen helfen muß. Aber diese Hilfe kann doch nur dann richtig und ehrlich sein, wenn man die Lehre Gottes bzw. der Kirche verkündet, und nicht wenn man versucht, diese zu verheimlichen!

In vielen Pfarrkirchen wird noch immer die Kirchenzeitung zum Verkauf angeboten und gewiß auch von unsicheren, suchenden Menschen in gutem Glauben gelesen! Die Pfarrer tragen für das Verantwortung, was in ihren Kirchen aufliegt und verkauft wird!

Böse Zungen haben inzwischen vorgeschlagen, einen Verein für Ehebrecher zu gründen, mit dem Hintergedanken, eventuell nächstes Jahr den Solidaritätspreis der LKZ einzu-heimsen.

*) Der Pastoralrat "vertritt" angeblich die Gläubigen der Diözese, wobei wir aber gar nicht wissen dürfen, wer dort eigentlich für uns "abstimmt". Eine Adreßliste verweigert man mit dem unwahren Hinweis auf den Datenschutz! - Will man etwa Informationen vor den Pastoralräten fernhalten?

"Schwestern und Brüder"

Wie heilig ist der Kirche das Wort Gottes?

 

Die erfundenen "Jüngerinnen", "Töchter" und "Schwestern" der LKZ in den Schriftlesungen sind seit Jahren ein Ärgernis für Katholiken (männliche und weibliche). Nachdem wir uns mehrmals an die LKZ sowie an den Herausgeber gewandt hatten, baten wir Kardinal Schönborn, die Verfälschung des Wortes Gottes in der LKZ abzustellen (siehe WAHRHEIT Nr.56). Daraufhin versprach uns der Herausgeber, Kan. Vieböck, vor einem Jahr, am 1.2.99, daß wir in Hinkunft nur mehr den "offiziellen" Lesungstext in der LKZ finden würden. Was wurde daraus? Zunächst ließ die LKZ, offenbar schmollend, die Lesungen aus dem Neuen Testament einfach ganz weg. Dann, nach einigen Wochen, begann man wieder damit, aber nun wird die Anrede "Brüder" zu Beginn ganz weggelassen und wie eh und je mitten im Text "Schwestern" vor "Brüder" eingefügt. Offenbar hat inzwischen auch der einfältigste Laienangestellte begriffen, daß er sich nicht nur über "Gefühle" von Gläubigen, sondern auch über Weisungen von oben ohne weitere Folgen hinwegsetzen kann.

Angeblich hat die österr. Bischofskonferenz "erlaubt", bei der Anrede in den Lesungen ("und nur dort") anstelle "Brüder" den Begriff "Brüder und Schwestern" zu verwenden. Leider konnte uns weder der vorige noch der jetzige Sekretär der BIKO diesen Beschluß in Kopie zur Verfügung stellen. In der heutigen Zeit muß jedem klar sein, wohin eine solche "Erlaubnis" zwangsläufig führt!

Die P.S.K. und der Rennbahn-Express

Die Österreichische Post verteilt unaufgefordert an Kinder ab 13 Jahren die Zeitschrift Rennbahn-Express. Unsere Bisher haben alle unsere Interventionen leider nichts bewirkt. Wir können jene, die sich ihrer Verantwortung noch bewußt sind (Pfarrer, Eltern, Lehrer), nur eindringlich bitten, einmal einen Blick in diese "Kinder"-Lektüre zu werfen!

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. "Gott gebiete ihm", so bitten wir demütig; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchziehen, durch göttliche Kraft in die Hölle hinab. Amen.

Bis 1968 wurde dieses Gebet täglich millionenfach nach der Hl.Messe gebetet. Wenn man weiß, daß Gebet etwas bewirkt, kann man in der heutigen Zeit vieles verstehen!

 

Kurz notiert

15 Neupriester in St. Pölten

 

Die Saat geht auf! In der Diözese von Bischof Kurt Krenn gibt es in diesem Jahr 15 Neupriester. St. Pölten ist eine kleine Diözese. Z.B. auf die Diözese Wien umgerechnet müßte es dort etwa 50 Neupriester geben - tatsächlich gibt es aber nur drei! Allgemein wird ja immer behauptet, es gäbe zu wenig Berufungen, aber vielleicht ist Priestermangel in manchen Diözesen doch eher hausgemacht!? Üben etwa Oberlaien höhere Funktionen aus als Priester - und kassieren das vielfache Gehalt? Jedenfalls dürfte der wahre Grund für den Haß, den gerade Oberlaien Bischof Krenn seit seiner Ernennung entgegengebracht haben, langsam jedermann klar werden!

Alle Jahre wieder: Der 8. Dezember

 

Seit Jahren das gleiche Bild: Kirchliche Vertreter protestieren ungewohnt laut (vergleicht man es mit Aussagen zu Sünden wie Ehebruch oder Abtreibung) gegen das Offenhalten der Geschäfte am 8. Dezember. Vielleicht liegt aber das Problem vor der eigenen Türe? Interessant ist z.B., daß selbst von den wöchentlichen Kirchenbesuchern nur ein kleiner Teil weiß, was an diesem Tag überhaupt gefeiert wird, nämlich die Empfängnis Mariens ohne Erbsünde durch ihre Mutter Anna. Allgemein herrscht ja die Meinung vor, es handelt sich um die Verkündigung der Empfängnis Jesu durch den Erzengel Gabriel. So brachten die Oberösterreichischen Nachrichten 1997 zu diesem Hochfest eine Karikatur mit Bischof Krenn als Erzengel Gabriel, der einer leichtgeschürzten Maria "verkündet": "... mich schickt die Wirtschaft, ... geh am 8.Dezember shoppen".

Der großartige Linzer Dom wurde von Bischof Rudigier - wahrhaft prophetisch - diesem Glaubensgeheimnis, der unbefleckten Empfängnis Mariens, geweiht. Verschämt nennt man ihn heute nur mehr, etwa in der LKZ, "Mariendom". Auch im Pfarrblatt der Dompfarre vom Dezember (12 A4-Seiten) wird das Hochfest am 8.Dezember totgeschwiegen! Warum wird diese Glaubenswahrheit heute nicht mehr erklärt bzw. gelehrt? Man hat den Eindruck, daß diese manchen Leuten direkt peinlich ist!? Glauben womöglich die Hirten selbst nicht mehr an dieses Dogma bzw. überhaupt noch an eine Erbsünde? Dann braucht sich aber niemand ernsthaft darüber beschweren, wenn die Leute, die ohnehin kaum noch eine Bindung zur Kirche haben, an diesem Tag einkaufen gehen (gläubige Katholiken werden es ohnehin nicht tun)!

Das Sonntags-Problem ist ein ähnliches: Während die Sonntags-Meßbesuche dramatisch abnehmen, fordern manche vom Staat(!) die Bewahrung des Sonntags! Würde sich die Kirche mehr um die Bekehrung ihrer Schäfchen und die Einhaltung des Sonntagsgebotes bemühen, würde automatisch auch der Sonntag wieder geheiligt werden!

Mariazell: Weiß der Superior nichts?

 

Eine Unterschriftenaktion hat dankenswerterweise die Priesterbruderschaft St.Pius X. durchgeführt, um zu verhindern, daß in der Basilika die Mariensäule entfernt wird. Als Antwort schrieb Nuntius Erzbischof Squicciarini: "... Ich weiß, daß verschiedene Fachleute darüber beraten und dabei auch Ihre Meinung vor Augen haben...". Sehr aufschlußreich und ganz charakteristisch ist dazu das Schreiben von P.Karl Schauer OSB, dem Superior von Mariazell: "Auf Ihren Brief vom 8.Juni darf ich Ihnen mitteilen, daß an eine Demontage oder Entfernung der Frauensäule nie gedacht war. Auch in Zukunft ist an eine solche nicht gedacht". Einen Menschen, der sich in unserer Kirche nicht gut auskennt, mag dieser zweite Brief vielleicht überraschen (wenn man davon ausgeht, daß der Superior nicht bewußt die Unwahrheit schreibt, dürfte es sich vielleicht lediglich um eine Überforderung in seiner Funktion handeln). Es ist immer wieder bemerkenswert, welche Priester von der Obrigkeit (bewußt?) gerade in Wallfahrtsorten, wo ja immer viele "konservative" Gläubige hinkommen, eingesetzt werden.

Kathpress: Plötzliches Priestersterben?

 

Eine große Zahl hochbezahlter Mitarbeiter bevölkert die kirchlichen Redaktionen und macht "Medienarbeit". Die KATHPRESS bietet seit einiger Zeit sogar im Internet (kathpress.co.at) kirchliche Statistiken an. Wenn man diese etwas genauer betrachtet, gibt es allerdings gewisse Ungereimtheiten. Ein Beispiel: In der Diözese Linz reduziert sich der Priesterstand jährlich um etwa 15 (ca. 1,7%). In der KATHPRESS-Statistik haben die Priester der Diözese Linz von 1995 auf 1996 jedoch um 176 abgenommen! Natürlich kann überall ein Irrtum passieren oder es gibt eine Erklärung (z.B. eine verschiedene Zusammensetzung der Zahlen). Vor einem Jahr, am 18.2.99, haben wir uns mit der Bitte um Aufklärung an die Kathpress gewandt. Wie groß das Interesse der hochbezahlten Mitarbeiter ist, kann man vielleicht daraus ermessen: Bis heute, 6.2.00, haben wir weder eine Antwort bekommen, noch wurde die Statistik im Internet geändert. Man kann ohne Übertreibung sagen, daß so etwas in einer normalen Firma nicht möglich wäre! Bei der KATHPRESS fragt man sich, für wen sich die Kirche einen so teuren Apparat leistet, wenn sie nicht einmal auflagenstarken katholischen Publikationen wie der WAHRHEIT Auskunft gibt!?

Der WAHRHEIT aus der Seele: Über den kirchlichen Journalismus: Wirklich Aufschlußreiches schreibt Wolfgang Katzböck, seit 30 Jahren Leiter der diözesanen Pressestelle, in der Linzer Kirchenzeitung (21.1.99): "Journalisten, die vor 30 Jahren über die Kirche geschrieben haben, haben von der Sache weithin mehr verstanden, weil sie selbst in einer Beziehung zur Kirche standen. Heute ist das oft nicht mehr so, wie generell die Menschen weniger kirchlichen Bezug haben.".

Briefe

Kinderpornos im Ordensinternat

 

Zu den Ereignissen in der Klosterschule Dachsberg im vergangenen Herbst nahm folgender Leserbrief Stellung, der am 14.8.99, also lange vor dem jüngsten Skandal der LKZ (siehe Seite 4), bei uns einging!

"Zutiefst verwerflich" seien die homosexuellen Handlungen des in Prambachkirchen verhafteten Paters, entrüstet sich die Diözese Linz in einer offiziellen Stellungnahme zur jüngsten Kinderporno-Affäre. Die ihm zur Last gelegten Vergehen seien auch dadurch nicht zu verharmlosen, daß der Ordensmann früher keinerlei Anzeichen erkennen ließ, die auf seine abartigen Neigungen schließen hätten lassen. Man werde alles tun, um zur restlosen Aufklärung beizutragen und auch die entsprechenden kirchenrechtlichen Maßnahmen setzen.

So weit so gut. So verwerflich die homosexuellen Handlungen des Paters sind, so widersprüchlich ist indes die offizielle Haltung der Diözese zur Homosexualität. Seit Jahren wird in diözesanen Medien die Homosexualität als harmloses Hobby hingestellt. Der Homosexuelle wird als "sehr starker, selbstbewußter und liebevoller Mann" verherrlicht ("Die Achtzehner", Jugendmagazin der Diözese für 18/19jährige, 16.10.97). Ebenfalls seit Jahren kämpft der Verein Heimatmission unter Hinweis auf die Heilige Schrift und die Lehre der Kirche vergeblich gegen die Homo-Propaganda der "Linzer Kirchenzeitung" an. Die öffentliche Bitte an den Bischof, der Homo-Lobby im Pastoralamt das Handwerk zu legen (IVH 2.8.93), verhallte ungehört. In der Kirchenzeitung begrüßte der Leiter der Abteilung Ehe und Familie(!) im Pastoralamt die "äußerst konstruktive" Tätigkeit eines schwulen Priesters in St. Georgen an der Gusen, "der in seiner engagierten, umsichtigen und verantwortungsvollen Art Brücken schlägt".

Eine dieser großartigen "Brücken" ist nun in Prambach-kirchen unter lautem und vernehmlichem Getöse eingestürzt. Also muß aufgeräumt werden. Allerdings nicht mit dem durch die Kinderporno-Affäre wieder einmal bestätigten, nach diözesaner Darstellung aber "dummem Vorurteil, die Homosexuellen verführen kleine Kinder" (Der Achtzehner, 21.10.93), sondern mit den Maulwürfen, die die Moral der Kirche untergraben, indem sie in der Kirchenzeitung glaubenswidrige Wühlarbeit für die Schwulen leisten. Dr. Fred Duswald, Neumarkt

In diesem Zusammenhang ist zu ergänzen, daß sich zum Beispiel seit Jahren niemand in der Diözese Linz findet, der konkrete, schwere Vorwürfe (mit Daten und Namen) um Vorgänge in einer diözesanen Ausbildungsstätte untersuchen will (die Redaktion)!

 

Anfragen wegen Kirchensteuerstreik

 

Immer wieder erreichen uns Anfragen von Katholiken, die aus Gewissensgründen ihre Kirchensteuer nicht mehr an die diözesanen Stellen abführen wollen. Dazu eine kleine Auswahl von Briefen:

In der Erzdiözese Wien werden die Kirchenbeiträge der Gläubigen unter anderem für manch Unnützes verwendet, zum Beispiel für die Herausgabe der Zeitschrift "Dialog", die ein überaus diffuses Bild der katholischen Religion vermittelt. Dem Vernehmen nach kostet diese Zeitschrift jedes Jahr einen achtstelligen Betrag. Auf der anderen Seite bekommen Priester, die in einem kanonisch errichteten Institut - nämlich der Priesterbruderschaft St.Petrus - für die Gläubigen der Erzdiözese Wien seelsorglich tätig sind, von der Erzdiözese Wien keinerlei finanzielle Unterstützung. In anderen Diözesen, sogar in Linz, ist dies seit Jahren eine Selbstverständlichkeit.

Aus diesem Grund wäre es höchst an der Zeit, bei den Verantwortlichen der Erzdiözese Wien ein Umdenken zu bewirken und bis dahin die Kirchenbeiträge jener Gläubigen, die diesen Zustand als Ärgernis empfinden, auf ein Sperrkonto einzuzahlen. Ich wäre ihnen sehr verbunden, wenn Sie mit Ihrem einschlägigen Wissen und Ihren Erfahrungen eine solche Aktion unterstützen könnten. 

R.Siebenbürger, Wien

Ich habe den Kirchenbeitrag noch nicht geleistet. Ich würde die S 1.164,- lieber für einen guten Zweck spenden als für einen fragwürdigen Glauben, denn bei uns in ... gibt es manches Verwerfliche! Ungehorsam dem Papst gegenüber, Verhöhnung des Glaubens, Kindernarrenmessen, ... Wenn das so weitergeht, kann ich im Jahr 2000 den Beitrag aus Gewissensgründen nicht mehr zahlen! 

Eine 82jährige Frau

Es ist so bedauerlich, wir haben eine Anzahl Kirchenfürsten, Theologen (gut bezahlt), eine Menge Laienhelfer, und wir kleinen Mitläufer müssen uns umsehen, daß die amtliche Kirchenzeitung nicht gegen ihre eigene Kirche hetzt. Man müßte einen gemeinsamen Steuerstreik veranstalten, denn nur wenn's ums Geld geht, ist ein rascheres Handeln zu erwarten. 

Hans Obermüller, Kirchschlag

 

Zum Theaterskandal in Ebensee

 

Im März 1999 sollte in der Pfarrkirche in Ebensee ein gotteslästerliches Theaterstück aufgeführt werden. Erst durch den Protest gläubiger Katholiken - einschließlich der Androhung eines neuerlichen Kirchensteuerstreiks - konnte der Aufführungsort aus der Kirche verlegt werden. Dazu der Brief:

Die Kleine Bühne Ebensee führte nun das Mittererstück "Krach im Hause Gott" im hiesigen Rathaussaal auf. Die Aufführung des Mysterienspiels mit diesem Inhalt ist in einem Gotteshaus fehl am Platz, weil eine Kirche Ort der Sammlung, des Gebets, des Friedens und der Freude, aber nicht der Ärgernisse sein soll! Und Mitterer provoziert immer.

Wenn - lt. Mitterer - Satan von Jesus sagt: "Er ist ein Versager, ein Kriecher" und der Hl. Geist von Jesus sagt, er, der Sohn marschiere ständig herum mit erhobenen Händen und zeige sein Blut ... und den Hl. Geist als "ein abgehobenes Federvieh" bezeichnet, Maria als "Göttin" benennt, "die vor dem Vater war", so kommt das einer Verhöhnung der Hlst. Dreifaltigkeit und der Mutter Gottes gleich. Gegen diesen Angriff auf den katholischen Glauben haben sich Katholiken zur Wehr gesetzt! 

G.Neubacher, Ebensee

Petrus ist Fels, kein Gummi!

Danke für die WAHRHEIT. In Linz ist ja der Teufel los im wahrsten Sinn des Wortes. Ganz so schlimm ist es in unserer Diözese noch nicht, aber wir sind seit dem "Fo-rum" auf dem besten Weg dorthin. Beten, beten für die Priester ist die Bitte der Gottesmutter, tun wir es im täglichen Rosenkranzgebet! Haben die Österreicher vergessen, daß sie mit dem Rosenkranzgebet die Russen rausgebetet haben? - Alles was in der WAHRHEIT steht, kann ich nur unterschreiben, aber der Hl. Geist verläßt uns nicht - und der Fels, Petrus, ist nicht aus Gummi - er hält! 

Frau W. Köpp, D-Münster

Ein Pfarrer der Diözese Linz

... Der Blödsinn "von der versorgten zur selbstsorgenden Gemeinde" zieht. Priester, die sich in priesterlosen Gemeinden zu Gottesdiensten anbieten, werden mit dem Hinweis auf das "neue Pastoralkonzept" abgewiesen. Pastoralassistentinnen und Gottesdienstleiter erfüllen ihren Auftrag. Das Traurige daran ist, die Leute finden zwischen Meßfeier und Wortgottesdienst keinen Unterschied. Bußfeiern haben großteils schon die Beichte ersetzt. In Krankenhäusern werden bei der Einlieferung die Patienten befragt, ob ein Pfarrer sie besuchen darf. Wenn nein, werden sie von den "Seelsorgelisten" gestrichen. Da haben nur die sogenannten "Krankenhausseelsorger" noch Zutritt. Die belästigen natürlich keinen Patienten mit der Frage nach "Krankensakramenten" soweit sie schon selber (natürlich vollkommen ungültig) die Krankensalbung spenden. So werden auch die Sterbenden um die letzte Chance der Bekehrung und Lossprechung betrogen. Wohin wird das bei uns noch führen? Ein Betrug um den anderen, von den Schulkindern im Religionsunterricht angefangen über die Sündenvergebung im Bußsakrament bis zur letzten Rettung noch in Krankensalbung und gültigem Bußsakrament. Und für diesen Betrug soll man auch "Kirchenbeitrag" leisten? Aber was schreibe ich Ihnen all diese Sorgen. Jahrelang haben Sie in Ihren sehr geschätzten Blauen Briefen darauf hingewiesen, nur die wenigsten haben sich darum angenommen, haben es ernst genommen. Jetzt sind wir soweit! 

Ein Pfarrer aus OÖ.

Zu den katholischen Universitäten

Zum letzten Rundbrief erreichte uns diese Stellungnahme:

... Ich möchte die Aussage zu den Universitäten sehr deutlich unterstreichen. Daher sind auch die Brutstätten der Geisteshaltung der Kirchenvolksbegehrer die Pasto-ralämter und die sogenannten diözesanen Bildungshäuser. Immer wieder kommt es vor, daß Leute, die von solchen Ausbildungen kommen, vollkommen umgepolt sind. Unter diesem Gesichtswinkel wird es verständlich, daß ein Großteil des Klerus und fast die gesamte laikale Gremiokratie von dieser modernistischen Geisteshaltung schwer verseucht ist. Meines Erachtens haben die mitteleuropäischen Bischöfe die Situation überhaupt nicht mehr in der Hand, teilweise wollen sie es auch offenbar nicht (Lehmann) oder lassen ganz einfach die Zügel schleifen!

Prof.Dr.A., Priester der Diözese Wien

Vorschlag für kath. Unterricht

Ein 5jähriger Bub rief mir beim Betreten eines Geschäftes zu: "Herr Schneeweiß, ich kann schon das Vater unser und das Schutzengelgebet!" - Wären solche Einzelheiten nicht ein Thema für Religionslehrer, Kindergartenschwestern, Priester und Bischöfe; Denkanstoß vor Besprechungen; Priesterausbildung und Universitäten - daß Professoren mit den Studenten mit einem Gebet um gutes Lernen anfangen!? Wie es früher war oder vielleicht in Zukunft Früchte bringt!

 P.Schneeweiß sen., Straßwalchen

Gebetsgemeinschaft Corpus Christi mysticum

Aufruf zu Gebet und Opfer für die Kirche und für Menschen in geistiger und geistlicher Not

Die Krise der Kirche: Die Wahrheit des bekannten Wortes Papst Paul VI. vom Rauch Satans, der durch die Türritzen ins Innere der Kirche eingedrungen ist, ist heute allgemein erkennbar. Bischöfe stehen gegen Bischöfe, ja Bischöfe stehen gegen den Papst. Die Lehre der Kirche wird verdunkelt. Die Feier des Hl. Meßopfers läßt häufig nicht mehr erkennen, daß es sich um die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers unseres Herrn handelt. Kein Wunder, daß der Glaube vieler Menschen schwindet, ebenso die Hoffnung und die Gottesliebe. Mit der Gottesliebe schwindet auch die wahre Liebe zum Menschen und auch die Treue. Nur Blinde können nicht sehen, wohin wir gehen in der Kirche und auch in der ganzen Gesellschaft. Die Not der Menschen ist groß geworden in dieser Wohlstandsgesellschaft!

Unsere Antwort: Gebet und Opfer! Trotz aller Not, trotz der Krise bleibt die Kirche, was sie immer war: Einig, heilig, katholisch und apostolisch. Wie dies möglich ist, können gerade wir Menschen dieser Notzeit schwer verstehen. Aber das Wort Christi gilt auch für unsere Zeit: Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen! 2000 Jahre Geschichte haben dieses Wort des Herrn bewiesen! Unsere Antwort heißt weder Resignation noch Verzweiflung, sondern Treue! Wir wollen weder lieblos kritisieren, noch die Augen vor den Übelständen schließen. Wenn es nötig ist, müssen Übel beim Namen genannt werden, Roß und Reiter. Vor allem aber, liebe Freunde in Christo, laßt uns nunmehr beginnen zu beten und auch zu opfern. Denken wir an den Rosenkranz-Sühnekreuzzug - Hunderttausende haben den Rosenkranz gebetet und Österreich wurde frei! Laßt uns an das Wort Jesu denken: Bittet, so wird euch gegeben werden (Mt.7,7). So laßt uns beginnen zu beten, daß diese Prüfung der Menschen unserer Zeit, diese Krise in der Kirche ein Ende hat. Wenn Tausende beharrlich beten, wird Gott uns sicher erhören!

Keine außergewöhnlichen Lasten: Wenn Sie ohnehin den Rosenkranz beten, beten Sie ihn eben für die Kirche, für Menschen in Not. Auch ein Gesätzchen des Rosenkranzes, andächtig gebetet, ist ein guter Vorsatz! Sie können Ihre eigene tägliche Not und Ihre Schwierigkeiten aufopfern. Das alte Stoßgebet. "Aus Liebe zu Dir, Jesus" hat hier seinen tiefen Sinn, denn die Kirche ist ja Sein mystischer Leib und in der Not des Nächsten begegnen wir IHM, ja unsere eigene Not kann ein Weg sein, IHM zu begegnen! Besonders kostbar ist eine - wenn auch kurze - Anbetung vor dem Tabernakel. Es geht nicht um besondere Lasten, die wir da schultern sollen, sondern um die beharrliche Treue im Kleinen; um das, was man früher "die gute Meinung" genannt hat. Weil aber Beharrlichkeit auch gegenseitige Hilfe braucht, wollen wir Ihnen von Zeit zu Zeit eine kleine Mitteilung zusenden. Wir hoffen von Herzen, daß viele mithelfen, inständig zu bitten für die Kirche, für Menschen in geistiger und geistlicher Not, auf daß Gott uns ein Ende dieser Not gewähren möge!

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, schreiben Sie bitte an Dr. Felix Bentz (Adresse siehe oben!).